• Senda del Oso | Oviedo

    August 11 in Spain ⋅ ⛅ 25 °C

    Nach dem Faulenzertag gestern wollen wir heute wieder etwas aktiver werden, deshalb klingelt der Wecker schon kurz nach 7 Uhr. Um 8:30 Uhr machen wir uns auf den Weg nach Tuñon, wo wir gestern spätnachmittags noch kurzentschlossen Fahrräder gemietet haben, um damit den "Bärenpfad" (Senda del Oso) abzufahren.
    Nach kurzer Anprobe der Mountainbikes werden wir in einen Van und die Räder auf einen Anhänger verladen und zum Ausgangspunkt nach Entrago gefahren.
    Der Senda del Oso ist eine alte Eisenbahnstrecke mit vielen Bergtunneln, auf der früher Erz aus einer Bergmine abtransportiert wurde. Er führt über 20km stetig abwärts nach Tuñon und dann weiter bis nach Oviedo.
    Nach dem Erwerb von frischen Baguettes aus der Panaderia in Entrago geht es los, immer entlang des glasklaren Flüsschens Rio Trubia, schön schattig zwischen den Felswänden links und rechts, was bei der Hitze des Tages ein weiterer Pluspunkt ist. Die Durchfahrung der abenteuerlichen Felsentunnel ist jedes Mal ein Highlight! Die Wege sind schon ziemlich schotterig, da sind wir froh über die Mountainbikes - treten muss man allerdings so gut wie gar nicht, es rollt ja quasi von allein bergab. Nach entspannten 10 km beschließen wir deshalb, noch den Abzweig zum Stausee von Valdemurio zu nehmen (am Abzweig selbst treffen Sarah und Torsten zufällig ihren Freund Arne, mit dem sie abends in Gijon verabredet sind 😅) .
    Hier geht es dann ordentlich bergauf, die Sonne brennt, die Kinder sind schnell eigentlich alle dagegen... aber schlussendlich schaffen sie es alle (mehr oder weniger schimpfend) zum See. Der ist ganz zauberhaft und bietet schöne schattige Picknickplätze und ein kleines Café für zuckerhaltige Kaltgetränke und den dringend benötigten 13-Uhr-Espresso.
    Ab da rollen wir durch die schöne Berglandschaft nur noch bergab, treffen am Bärengehege die dort lebenden Bärin Molly und treffen gegen 14:30 Uhr wieder in Tuñon ein.
    Nach kurzem Eisessen fahren wir noch nach Oviedo, die nahe gelegene Hauptstadt Asturiens für einen kurzen Bummel. Oviedo ist ganz zauberhaft hübsch, mit dem großen schattigen Park Campo de San Francisco, Springbrunnen, diversen Kunstwerken und einer wunderschönen Altstadt. Auch Shoppen könnte man hier wunderbar, aber wir überfallen heute nur den Decathlon zum Erwerb eines Strandschirmes, zwei aufblasbaren Bodyboards sowie UV-Shirts. Dann bummeln wir zufrieden zu der riesigen, prachtvollen Kathedrale und gehen anschließend zur Confiserie Camilo de Blas zum Erwerb des oviedotypischen Süßgebäcks Carbayon (Blätterteig mit einer Mandelfüllung - uns hat es entfernt an Leipziger Lärchen erinnert). Der Laden ist ganz zauberhaft und erinnert an eine alte Apotheke. In den Vitrinenschränken stehen heute Pralinen und Schokokugeln, in der Auslage unzählige Gebäckteile und Süßigkeiten.
    Nachdem wir uns von dem Zuckerschock halbwegs erholt haben, laufen wir zurück zu den Autos und fahren nach Hause.
    Felix, die Kinder und ich gehen zum Strand, die neuen Bodyboards ausprobieren, Sarah und Torsten sind wie gesagt heute verabredet.
    Das Bodyboarden macht unglaublichen Spaß, wenn man die Welle gut erwischt, trägt sie einen fast bis an den Strand, wir sind alle sehr begeistert! Aber es ist auch ziemlich anstrengend, so dass wir dann doch eine Pause brauchen. Wir beschließen, am Strand Abendbrot zu essen, weil es so schön hier ist. Felix und Helene gehen Pizza und Patatas bravas vom Campingplatz holen und kehren gegen 20:45 Uhr schwer beladen zurück. So sitzen wir auf unserer Decke im warmen Abendlicht, mit leichtem Wind im Haar und dem Meeresrauschen neben uns und verzehren unser Festmahl. Das Leben kann so schön sein!
    Anschließend gucken wir noch den wunderbaren Sonnenuntergang an und machen im Licht der sinkenden Sonne ein paar schöne Radschlag/Handstand/Brücke-Fotos.
    Die Kinder checken noch schnell die Oktopuspopulation an den Felsen (heute Stand Null), bevor es höchste Zeit für eine Dusche und Schlafengehen wird!
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