• Tag 14: Aappilattoq, Kangerdluk

    7. august 2025, Grønland ⋅ ☀️ 7 °C

    Die weitere Törnplanung sieht vor, dass wir nicht "unten herum" ums Kap Farvel fahren, sondern die Route durch den Prins Christian Sund (PCS) bzw. Ikerassuaq nehmen. Das Pilot-Book beschreibt den Teil wie folgt: "Ikerassuaq is a deep, relatively narrow and very spectacular sound which joins Illua and Ikerassuaq to provide an east-west Passage N of Kap Farvel. It is one of the world's most magnificent passages. Mountains rise between 1200 and 1800 m on either side and several glaciers reach down to sea level to add their bergs and bergy bits to the pack ice which blocks it for much of the year. Winds are accentuated by the funnelling effect of the narrow passage and tides are strong."
    Und in der Tat, wir sind bereits beim Einfahren in den Fjord sehr beeindruckt. Es ist noch etwas nebelig und der kalte Wind pfeift uns um die Ohren, aber die Wolken lichten sich wie ein Vorhang nach und nach. Wir passieren den Miniort Aappilattoq, der gerade von einem Versorgungsschiff angefahren wird und zielen direkt auf unsere Ankerbucht Kangerdluk. Wieder eine schwierige Ankersituation, wir versuchen es eine Weile mit dem Hilfsanker, verwerfen dann den Plan und fangen nochmal von vorne an. Am Ende hält der Anker, aber Ankerunsicherheit macht schlechten Schlaf.
    Es ist noch früh am Tag und so nehmen Sadik und ich das Dinghy und gehen an Land. Nach dem Motto "etwas Bewegung wird uns nicht schaden" machen wir noch eine kleine Bergtour durch weglose Gelände. Zunächst müssen wir ein paar Bächlein überwinden, dann das Gestrüpp. Der Anstieg ist steil und bröselig, aber die Gletscherumgebung und die Ausblicke in den Fjord sind reichlich Lohn für die Mühe. Spektakulär!
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