Durch die Apuseni nach Cluj
July 19 in Romania ⋅ ☀️ 24 °C
Auf der Transursoaia
Der heutige Reisetag beginnt in Câmpia Turzii. Nach dem geschäftigen Verkehr des Vorabends in Turda freue ich mich darauf, wieder in die Ruhe der Berge einzutauchen. Schon bald folgt die Strasse einem Flusstal, das sich sanft durch die westlichen Ausläufer des Apuseni-Gebirges schlängelt.
Über Buru, Vidolm und Brăzeşti erreiche ich Bistra. Die Fahrt ist angenehm ruhig und führt durch eine abwechslungsreiche Landschaft mit kleinen Dörfern, bewaldeten Hängen und saftigen Wiesen. Immer wieder begleitet mich das Wasser des Flusses, der sich seinen Weg durch das Tal bahnt und der Route einen ganz eigenen Charakter verleiht.
Weiter geht es über Câmpeni nach Albac. Hier beginnt der eigentliche Höhepunkt des Tages: die Trans Ursoaia.
Diese noch wenig bekannte Panoramastrasse gehört zweifellos zu den schönsten Strecken im Apuseni-Gebirge. In unzähligen Kurven windet sie sich durch dichte Wälder und über offene Bergweiden bis auf rund 1320 Meter über Meer. Mit zunehmender Höhe öffnen sich immer wieder grossartige Ausblicke über die sanft geschwungenen Bergketten.
Was mich besonders beeindruckt, ist die erstaunliche Ähnlichkeit zur Landschaft der Schweizer Voralpen. Die weiten Wiesen, verstreuten Bauernhöfe, bewaldeten Höhenzüge und die harmonisch geschwungenen Hügel könnten stellenweise ebenso gut im Entlebuch, im Emmental oder im Toggenburg liegen. Wären da nicht die orthodoxen Kirchen, die rumänischen Dörfer und die etwas andere Architektur, könnte man fast vergessen, in Rumänien unterwegs zu sein.
Immer wieder halte ich an, um die Aussicht zu geniessen und einige Fotos zu machen. Die Panoramen gehören zu den schönsten, die ich während meiner Reise durch die Apuseni erlebt habe. Dazu kommt der geringe Verkehr, der das Fahren besonders entspannt macht und genügend Zeit lässt, die Landschaft in aller Ruhe auf sich wirken zu lassen.
Nach der Passhöhe führt die Strasse langsam wieder talwärts. Die Berge bleiben noch eine Weile mein Begleiter, bevor die Landschaft allmählich offener wird und ich mich der lebhaften Universitätsstadt Cluj nähere.
Am Abend erreiche ich Cluj, wo ich die Nacht verbringe. Nach den stillen Bergstrassen bildet die quirlige Stadt einen spannenden Kontrast. Wieder einmal endet ein Reisetag mit vielen neuen Eindrücken und einer weiteren aussergewöhnlichen Motorradstrecke, die beweist, dass die Apuseni zu den schönsten und zugleich unterschätztesten Gebirgsregionen Rumäniens gehören.
Während die Transalpina mit ihrer Höhe beeindruckt und die Transapuseana durch ihre einsamen Panoramen begeistert, hat die Transursoaia ihren ganz eigenen Charakter. Sie verbindet herrliche Landschaften, wenig Verkehr und eine beinahe alpenähnliche Kulisse zu einem Fahrerlebnis, das mir noch lange in Erinnerung bleiben wird.Read more





























Traveler
fascht wie im Toggenburg🥰
Swiss Jim HawkinsDas habe ich mir auch gedacht