Von Košice in die Karstlandschaft der Ostslowakei
July 28 in Slovakia ⋅ ☀️ 24 °C
Nach der Übernachtung in Prešov beginnt der Tag bei strahlendem Sonnenschein. Die erste Etappe führt nach Košice, dessen historische Altstadt am frühen Morgen in einem besonders schönen Licht erstrahlt. Die klassizistischen und barocken Fassaden leuchten in der Morgensonne und verleihen dem Stadtzentrum eine festliche Atmosphäre.
Mitten auf dem Hauptplatz halte ich an der eindrucksvollen Pestsäule inne. Sie erinnert an die grossen Pestepidemien vergangener Jahrhunderte und gehört zu den markantesten Wahrzeichen der Stadt.
Von dort spaziere ich weiter zum imposanten Elisabeth-Dom, der grössten Kirche der Slowakei. Schon von aussen beeindruckt das gotische Bauwerk mit seinen zahlreichen Verzierungen und dem mächtigen Turm. Im Inneren herrscht eine wohltuende Ruhe. Das farbige Licht der Glasfenster taucht das Kirchenschiff in eine besondere Stimmung und lädt dazu ein, einen Moment innezuhalten.
Zurück auf dem Hauptplatz erwartet mich ein ganz anderer Höhepunkt. Das musikalische Wasserspiel beginnt seine Vorführung, und die Fontänen tanzen im Takt der Musik. Ausgerechnet ein Lied von Queen begleitet das Schauspiel – eine unerwartete, aber gelungene Kombination aus moderner Musik und historischem Ambiente, die viele Besucher zum Verweilen einlädt.
Anschliessend verlasse ich Košice und fahre weiter westwärts. Unterwegs begleiten mich immer wieder eindrucksvolle Landschaften. Ich passiere die Burg Turniansky hrad bei Tornau und wenig später die eindrucksvolle Zádiel-Schlucht mit ihrer bekannten Doline. Schon von der Strasse aus lässt sich erahnen, welche gewaltigen Kräfte hier über Jahrtausende die Karstlandschaft geformt haben.
Kurz darauf biege ich auf eine schmale Landstrasse ab, die sich durch Wälder und über sanfte Hügel bis nach Silica hinaufschlängelt. Dort liegt die Farárova jama, auch als Priest’s Cave bekannt. Der kleine, geheimnisvoll wirkende See mitten im Karstgebiet vermittelt eine stille und beinahe mystische Atmosphäre – ein Ort, den wohl nur wenige Reisende zufällig entdecken.
Nach der Rückfahrt ins Tal erreiche ich Rožňava. Die gepflegte Kleinstadt empfängt mich mit ihrem hübschen Zentrum und den historischen Häusern rund um den Marktplatz. Jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt für eine gemütliche Pause. In einem Café geniesse ich einen Kaffee und beobachte das ruhige Treiben auf dem Platz.
Am Nachmittag fahre ich auf direktem Weg zurück in Richtung Košice und setze die Reise ohne längeren Aufenthalt fort. Wenig später erreiche ich den Stausee bei Nová Kelča. Die Strasse folgt eine Zeit lang dem Ufer, und das ruhige Wasser bildet einen schönen Kontrast zu den hügeligen Wäldern der Umgebung.
Von hier ist es nur noch ein kurzes Stück bis zu meinem heutigen Tagesziel Giraltovce, wo ich den abwechslungsreichen Reisetag ausklingen lasse.
Kaum ein anderer Tag meiner Reise zeigte auf so kurzer Distanz eine derart grosse landschaftliche Vielfalt. Historische Städte, bedeutende Bauwerke, Karstlandschaften, stille Seen und einsame Landstrassen wechselten sich ständig ab und machten diese Etappe zu einer besonders abwechslungsreichen Entdeckungsreise durch den Osten der Slowakei.Read more

































