Nusfjord Teil 2
September 4, 2020 in Norway ⋅ ☁️ 14 °C
Teil 2
Abends in Reine
September 4, 2020 in Norway ⋅ ☁️ 13 °C
Nach einem halben verregneten Tag heute, passierte das.... unfassbar , welche Farben die Natur so zaubert, wenn sie will. Und heute wollte sie.
Ich musste nicht einmal den Farbtopf bemühen. Mutti Natur hat heute gut gearbeitet🤭
Achja, war in Reine, vom Balkon wieder nur ohne Nachthemd🤭 noch mit Jeans und Pullover.Read more
Strandfeeling über dem Polarkreis
September 5, 2020 in Norway ⋅ ☀️ 13 °C
Und hier noch der geniale Strand in Viktim am Ende der Strasse....
Wirklich ein tolles Fleckchen Erde...
Glaskunst
September 5, 2020 in Norway ⋅ ⛅ 13 °C
Heute früh haben wir erst Zimtrollen gekauft, weil das Kafe morgen zu hat. Dann ging es auf nach Vikten. Bei bestem Wetter über weite Teile jedenfalls. An den Küstenbergen drängeln sich die Wolken, unschlüssig, was sie tun sollen. Die Berge finden es wohl toll, so eingehüllt zu werden und halten die Wolken fest. Kuscheln findet eben jeder toll.
Wir erreichen Vikten ohne Zwischenfall, aber mit Zwischenstopps. Zum einen haben wir überlegt, ob wir den Schafen sagen, dass der Bus schon durch ist, für heute Vormittag. Zum anderen ist es einfach schön. Man muss mal halten.
In Victen scheint die Welt zu Ende. Die Strasse ist es jedenfalls.
Uns erwartet ein traumstrand mit weißem Sand, Gekonnt drapieren Felsen im Sand und im Blauen Wasser, dass lustig in der Sonne leuchtet. Es hat viel von Urlaub viel weiter südlich. Wir sind ja überm Polarkreis, unfassbar, dass es hier solche Sträne gibt und solches Sommer-Sonne-Süden- Urlaubsfeeling noch dazu.
Das Gras an der Shoreline ist noch pappnass vom morgendlichen Regenguss. Aufgeregte Möwen kreischen ihr Lied für den Samstag in die kleine Idylle hier.
Am Strand erfasst einen sofort Entspannung. Man atmet automatisch tief durch. Strand ist nichts für Leute un Eile. Strand braucht Zeit.
Man könnte noch viel weiter laufen, leider riecht es am Ende des Ortes wie früher nach einem misslungenen Experiment im Chemieunterricht. Oder wie ein ausversehen geöffnetes 1000 Jahre altes Ei aus China. Das können wir nicht aushalten, so intensiv ist das. Wir haben Bedenken, dass der Geruch in unsere Kleidung zieht und nie mehr rausgeht.
Also zurück.
Gehen wir zu den Glasbläsern.
Welch herrliches Anwesen. Ich würde sofort einziehen, selbst in Vikten
Ein Glasbläser arbeitet und zeigt uns, wie er die Glasvasen herstellt. Die Muster hineinbekommt, die Farbe. Es ist beeindruckend. Wir hätten ja, schon weil er das so toll und mit Hingabe erklärte, etwas gekauft, aber filigrane Glas und Koffer und Flugreise ist einfach keine gute Kombi.
Beseelt ziehen wir weiter.Read more
Myrland Teil2
September 5, 2020 in Norway ⋅ ⛅ 13 °C
Myrland
September 5, 2020 in Norway ⋅ ⛅ 13 °C
Es gibt ja viele Varianten Urlaube zu gestalten. Von akkurater Vorbereitung bis hin zu komme, was passiert, ist alles Möglich. Man kann campen, in Hotels übernachten, laufen und das Zelt geniessen, Fahrrad fahren, ne Kreuzfahrt machen. Jedes hat seine Berechtigung auf seine ganz eigene Weise, so lange es nicht übertrieben wird. Wenn Respekt fehlt geht es in eine nicht so nette Richtung.
Dieses Jahr nun erlebte, Reisetechnisch gesehen, fast jeder wohl unerwartete Begrenzungen, wie wir sie wohl nicht für möglich gehalten hätten.
Ich komme aus der DDR, ich kenne das noch, wenn einem das Reisen verboten wird und einem vorgeschrieben wird, wohin die Reise zu gehen hat. Wenn auch die Grübde dieses Jahr vollkommen anders sind. Ich will auch nicht über Sinn oder Nicht sind von geschlossenen Grenzen sinnieren. Ich persönlich halte eine offene, tolerante Welt für wesentlich besser, freier, als eine geschlossene. Aber auch das ist dieses Jahr kein Thema.
Viele haben statt Reisefreuden Stornoärger hinnehmen müssen.
Und neue Reiseziele suchen müssen.
Deutschland wurde fast zwingend vorgeschrieben, zu Hause bleiben hätten viele gern für andere gesehen.
Beides keine Alternativen zu meinem verlustig gegangenen Kanadaurlaub.
Manchmal muss man eben weg. Einen anderen Himmel sehen, fremde Luft riechen, andere Ausblicke erleben. Das ist wie das Betthupferle, ohne das man nicht einschlafen kann.
Leider waren die Reisemöglichkeiten ziemlich begrenzt, als ich endlich konnte und so blieb fast nur Norwegen übrig.
Ich hatte weder einen Zugang zu dem Land noch eine Idee. Das war mit Canada einfacher. Da löste eine Postkarte, die Omma bekam, eine Sehnsucht aus. Und ein Song und Daniel Boone. Von Norwegen wusste ich nur Walfang, Fischfarm und Wölfe töten.
Und dann sah ich einige Fotos von den Lofoten. Es kribbelte etwas in meinem Bauch und ich hatte nicht mehr das Gefühl Robert Redford zu wollen und Sky Dumont zu bekommen.
Zum Vorbereiten gab es keine Zeit, ich habe Donnerstag Nacht gebucht und bin Montag losgeflogen.
Und nun fahre ich die kleine holprige Strasse nach Myrland. Rechts von mir gibt die Aussicht alles, was sie hat, links bieten die grüngelb bewachsenen Berge Schutz. Schafe liegen gemütlich auf der Strasse und lassen sich nicht stören. Welche Ruhe hier, welch Frieden. Der dort selbst ist auch so ein Ende der Welt und ich frage mich, was machen die hier in der Dunkelzeit? 7 Häuser vielleicht und die paar Schafe? Leider finden wir keinen Zugang zum Strand. Alles ist mit elektrischem Weidezaum gesichert. Für ein tolles Foto reicht es, wenn auch mit Stromleitung mittendrin. Aber Stromleitungsbauer arbeiten nicht nach ästhetischen Gesichtspunkten, wir müssen das nehmen, was wir haben, nicht das, was wir uns wünschen.
Die gemütliche Fahrt zurück hat die Aussichten noch verbessert. Ab und an schimmert das Wasser des Nordmeers hier in der Bucht bläulich und Karibikgrün. Einige Kormorane sitzen auf einem Felsen und trocknen sich das Gefieder. Eine Möwe sitzt zwischen ihnen als wäre sie Tante Giesela in ihrem Strickkreis.
Es sind eben doch oft die kleinem Dinge, die etwas in einem auslösen. Die Großen sind nur wow. Mehr Platz ist da oft nicht.
Eine wirklich schöne Fahrt und die Frage nachdem sich lohnen stellt sich mir eh nicht, weil ich sich lohnen und Urlaub nicht zusammenbringe.
Myrland #lofoten #Sansonetts Fotos #norwaynature #Read more
Tristesse mit Überraschungen Teil2
September 6, 2020 in Norway ⋅ ☁️ 13 °C
Teil2 Fotos
Tristesse mit Überraschung
September 6, 2020 in Norway ⋅ ☁️ 13 °C
Manchmal gibt es so Tage, die wachen einfach nicht auf. Omma hätte gesagt, die kommen nicht in die Puschen. Die Zeit zieht sich wie zäher alter Kleber, die Sonne hat keine Lust die Wolkendecke beiseite zu schieben und so dümpelt um elf Uhr noch alles behäbig vor sich hin als wäre es erst 8 Uhr.
So einen Tag haben wir heute erwischt.
Nichts passiert obwohl es morgens schon einen Regenbogen gibt, der sich nett über die Bucht spannt. Danach scheint der Tag schon ausgepowert.
Und als um 12 Uhr mittags noch immer nichts weltbewegendes passiert ist, beschließen wir in der Taverne in Reine einzukehren.
Ein sprödes Pärchen sitzt in der einen Ecke. Fast hätten wir sie nicht bemerkt weil sie so unscheinbar bekleidet sind.
Es gibt herrlich cremige Fischsuppe zum Verzehr, ein nettes deutsches Pärchen für einen kleinen Plausch und kurz nach eins brechen wir auf.
Heutiges Ziel Henningsvær. Nicht so weit.
Vorher fahren wir noch ab. Logisch. Etwas muss den unausgeschlafenen Tag aufhübschen.
Also fahren wir Richtung Nesland ab.
Eine unscheinbare Straße, die am Nordfjord entlangführt. Es scheint, als wäre hier zum Sonntag noch weniger los als ohnehin schon. Einzig eine erstaunte Mininorweger Katze kreuzt unseren Weg und weiss nicht so recht, was sie nun anstellen soll. Leute, was ist das? Scheint sie zu überlegen. Ph, kenne ich nicht, ignoriere ich und verschwindet im Gras.
Die wenigen Häuser, die sich am Anfang des Fjords aufgereiht haben, passieren wir schnell.
Ein paar Fischerhütten, angemessen verkommen, stehen am Ufer. Danach wird die Landschaft karg, felsig mit einem Hauch Trostlosigkeit. Das raue Bergras färbt sich langsam ockergelb. Das Wasser im unteren Teil des Fjords leuchtet manchmal grün, wie in einem kleinen Teich. Mehr ist nicht los. Nicht einmal eine Möwe kreischt. Da, wo der Fjord sich zum Meer hin ausbreitet, glänzt das Wasser eher, als hätte wer seine graue Malfarbe ausgeschüttet, ein bisschen Silber dazu und etwas Glanz, fertig ist ein unscheinbares Wasser in einem unscheinbaren Fjord. Sogar die Berge auf der gegenüberliegenden Seite haben heute keine Lust. Sie hüllen sich in ihr dunkelgraues, ich- bin- heute- träge- Kleid und wirken auf Fotos wie schwarze Balken.
Und dann, mitten in der beginnenden Tristesse , passiert es.
Es kommt Leben in die Bude.
Die Aufmerksamkeitsspanne schnellt von trüben 2 auf 10 hoch.
"Da sind Wale" Rufe ich in die raue, aber träge Landschaft.
Und tatsächlich, am anderen Ufer gegenüber sozusagen, fliegt ein Pulk gewordener Vögel aufgeregt auf der einen Stelle des Wasser auf und ab.
"Da tauchen gleich wieder auf". erkläre ich und versuche den Hybrid, so gut es geht, auf einem Ministück Wiese zu parken.
Ein Pulk Orcas ist gerade beim Fressen. Munter tauchen sie auf und ab. Wir können ihre Atemgeräusche hören, manchmal die Fontaine sehen. Es ist zu weit weg für Fotos, finde ich. Aber wir starren gebannt auf die Szenerie. Zwei Männer stehen da mit ihren Drohnen und versuchen das Geschehen von oben einzufangen. Die eine Sumsi kommt schon bald wieder, Strom alle, die andere übt noch.
Leider hat ein kleines Fischerboot die Orcas auch entdeckt. Sie düsen genau auf die Gruppe zu. Ich erkläre, dass es den Orcas wohl nicht gefallen wird, so mit einem Boot bedrängt zu werden, da tauchen sie auch schon ab und ziehen weiter. Die Fischer haben definitiv den Preis für Unsensibilität gewonnen.
Wir ziehen auch weiter.
Es ist noch ein Stück bis Henningsvær.Read more
Abends in Henningsvær
September 6, 2020 in Norway ⋅ ☁️ 11 °C
Wir erreichen Henningsvær gegen 7 Uhr. Wir sind nicht die E 10 gefahren, sondern die Landstrasse einmal im diesen Fjord herum, einmal um jenen. Aber schön war es, wenn auch für die perfekten Spiegelungen, die Abends einsetzen, zu windig.
Wir finden die Unterkunft gleich, sind begeistert über die grosse Wohnung.
Nachdem alles verstaut ist, laufen wir noch eine Eunde ums Eck. Viel ist hier ja nicht, es ist eine kleine Insel. Ebbe ist auch und die hier erhofften Spiegellungen bleiben auch sud. Also rüber auf die andere Seite.
Hemmingswær liegt ja um einen Naturhafen herum drapiert. Ist man auf der einen Seite und will auf die andere, muss man laufen.
Es gibt so etwas wie ein Stadtzentrum mit einigen Geschäften, Restaurants, Kafes. Es ist menschenleer. Kein Wunder, der gemeine Herr Fisselregen hat uns eingeholt und schickt seine Ausläufer mit ausgebreiteten Armen übers Land. Wie Schleier wirkt der feine, äußerst ätzende Fisselregen, der sich wie eine zweite , unangenehme, nasse Haut sofort über jeden Menschen legt, der draussen ist. Er sucht definitiv Körperkontakt, der feine, ätzende Fisselregen, er kriecht sofort in jede Ritze, die er findet. Dazu der eisig wirkende Wind. Es ist nicht nett draussen, also kehren wir ein.
Diesmal müssen wir Name und Telefonnummer angeben. Fast ein bisschen wie zu Hause. Wir landen im Fiskekrogen. Ein schönes modernes Restaurant mit Blick auf das Wasser und die andere Seite des Ortes, wenn es denn Blick gäbe. Herr Fisselregen verdirbt selbst den.
Nach dem Essen laufen wir den Rest des Ortes noch ab. Es ist dunkel geworden, die Nacht hat ihre schwarze Zudecke bereits ausgerollt. Warmes Licht sucht sich vom Drinnen der Häuser einen Weg nach draussen. Hüllt vieles in heimelige Athmosphäre und lässt erahnen, die Dunkelzeit ist nicht mehr weit. Bald gehen wir wieder im Dunklen morgens aus dem Haus und kommen im Dunklen wieder heim.
Es gibt echt einen kleinen hübschen Ortskern und das orange angeleuchtete Bäumchen ist doch wohl der Hit. Auch die Tür an einem dunkelroten Haus, über der Expedition steht, ist der Bringer. Ich hätte allerdings Adventure drüber geschrieben.
Durchfrohren, aber nicht unglücklich laufen wir wieder auf unsere Seite. Der Herr Fisselregen, der kann uns mal.Read more
Abends in Henningsvær Teil2
September 6, 2020 in Norway ⋅ ☁️ 11 °C
Auf nach Gimsøy oder der Herbst ist da
September 7, 2020 in Norway ⋅ ⛅ 12 °C
Die Nacht hat den fiesen Fisselregen aufgefuttert. Der Morgen beginnt trüb aber trocken. Doch auch die Trübnes hält sich nicht. Die Sonne hat den unbedingten Drang, ab und an zwischen den Wolken durchzulunzen. Die lockeren Wolken vor den Bergen verleihen der Landschaft Bewegung.
Ich hätte gern in einem der beiden Kafes hier gefrühstückt, aber die haben beide geschlossen. Anscheinend ist eine Frühstückskultur nicht so ausgeprägt. So gibt es ein Teilchen aus dem Laden, der auch die Souveniere verkauft.
Wir können also los.
Rüber über die beiden Brücken, hinaus in die Welt der Mittellofoten.
Zunächst verläuft die Strasse dicht an den Felsen geschmiegt. Wie immer also und doch ist es jedes Mal anders. Die Felsen gehören zu den aufstrebenden Bergen rechts von uns. Links öffnet sich das Wasser mit weitem Blick auf die Bergketten der Mittellofoten bis hinunter Richtung Å. Ein paar spärlich bewachsene Inselchen, eher größere Felsplatten, liegen , günstig dekoriert, im türkisfarbenem Wasser. Diese Farben sind schon irre. Diese Vielfalt an Grün, türkis, blau innert kurzer Zeit ist genial schön .
Weiter vorn, da, wo der Fjord endet, schimmert das Wasser grün, wie Pfeffilikör früher. Unfassbar, das niemand vom Poolservice gekommen ist und den Boden anmalte. Die Natur kann das ziemlich gut alleine vollbringen. Ich bin angemessen beeindruckt. Allerdings muss man klar sagen, je höher man steht um so mehr ist das grüne Leuchten zu erkennen . Unten am Strand wirkt es eher ausgewaschen.
Wir wollen heute Strände schauen und nehmen uns als erstes die Insel Gimsøya vor.
Also über die Brücke rüber und dann gleich scharf links abbiegen.
Fv863 lautet völlig kühl der Strassenname.
Es geht wie immer um den Berg herum. Also links der Berg, rechts das Wasser, gegenüber neuer Berg mit Strasse herum. Die Sonne scheint gerade mal zwischen zwei Wolkenlücken hervor. Sie taucht die nun doch zumeist schon herbstliche Landschaft in kräftige Farben.
Der Herbst steht auf der Leiter und malt die Blätter an heisst es in einem Lied. Ohne Frage. Hier hat er schon mal gut gemalt.
Gegenüber die Berge auf der anderen Seite der Bucht werden gerade von neuen dichten weissgrauen Wolken überrollt. Diese entziehen ihnen offenbar die Farben, dazu das Gegenlicht, so entsteht eine besondere Aussicht. Unsere Seite der Bucht leuchtet herrlich farbenfroh, die andere ist komplett vergraut und präsentiert sich in dunkelblaugrauer Einheitsfarbe.
Am besten gefallen mir die kleinen Felder, die Straßenränder, die mit Fireweed bewachsen sind. Ich kenne die Blume aus Alaska und dort heisst es, wenn sie verblüht ist, der Sommer ist vorbei. In deutsch heißt die Blume schmalblättriges Weideröschen, den Älteren vielleicht auch noch bekannt als Trümmerblume.
Hier kann sich der Somner noch nicht so richtig zum Gehen entschliessen, denn wir finden das Fireweeed noch in vielen Formen. Von mit Rosapinken Blüten übersäht, bis hin zu zur verblühten Version, wo die Samen schon aufgesprungen sind und ähnlich wie bei der Pusteblume, sich weiße kleine Federchen bilden. Es wirkt als hätte jemand dezent dünne, ganz feine Watte auf den Blütenstengeln verteilt. Die Blätter der Pflanze färben sich dann auch noch ein und schwupps, bunter, satter gehen keine Herbstfarben. Ich könnte jedesmal anhalten, einfach nur um mich an der bunten Pracht zu erfreuen. Nur einige Meter weiter breiten sie sattgrün Wiesen aus, als wäre es gerade Frühling geworden. Vögelchen zwitschern begeistert. Das Rote Haus auf der herrlich grünen Wiese vor dem blauem Himmel, den angeleuchteten Bergen, das kann kein Zufall sein. Das hat wer gemalt.
Klar, ist kein Trollfjord, keine spektakuläre Wanderung mit Aussichten, die einem den Atem rauben. Es ist so gesehen nur Landschaft, an der viele mal eben vorbeirauschen um ans nächste spektakuläre Ziel zu gelangen. Aber was passiert, wenn man alles höher, weiter, toller erlebt hat? Was kommt danach? Der nächste Run auf Spektakuläres? Was steigert sich zu am tollsten, verrücktesten, gigantischsten? Leere?
Wir sind ziemlich glücklich über diese unverhoffte Farbenpracht um uns herum. Wir bestaunen die kleinen Ortschaften, deren Häuser wie hingewürfelt die Landschaft verzieren. Wir halten Zwiesprache mit Frieda, einer Kuh, die interessiert auf uns zukommt und tatsächlich die Ohren spitzt, als ich mit ihr rede. Wir beobachten eine Gruppe Reiter, die wohl gerade ihren Ausritt üben. Artig in einer Reihe trabt ein Pferd ums andere daher. Richtig glücklich sehen die Leute auf dem Pferd aber nicht aus. Einzig der letzte Reiter der Gruppe lächelt. Ein Mann, der sich bemüht, recht locker im Sattel zu sitzen, als er langsam an uns vorüber zieht. Einen kurzen Augemblick treffen sich unsere Blicke und wir verstehen uns. Er wäre gerne woanders Cowboy. Im Radio läuft Slade, Far, far away, ich singe laut mit. I've seen t morning in the Mountains of Alaska ... mein Herz blutet ein wenig. Ich schniefe und bin trotzdem froh, hier zu sein. Nicht als Ersatz, sondern weil es mir gefällt. Vielleicht erobert mich Norwegen ja doch auf eine leise, feine, zarte Art, wer weiss?Read more
Auf nach Gimsøy oder der Herbst ist da
September 7, 2020 in Norway ⋅ 🌧 11 °C
Teil 2
Auf nach Gimsøy oder der Herbst ist da
September 7, 2020 in Norway ⋅ ⛅ 12 °C
Teil 3
Svolvær
September 8, 2020 in Norway ⋅ 🌧 12 °C
Der Tag heute hat auf jeden Fall eins im Gepäck, Wetter. Und das so richtig.
Es beginnt am Morgen ziemlich harmlos mit dem üblichen Regenguss nach einer schönen Morgenstunde. Diesmal zeigt sich ein zarter Regenbogen über Henningsvær.
Die See ist aufgewühlt und lässt sich vom Wind aufreiben. Die fetten Wellen knallen ans Ufer. Verströmen ihre weisse Gischt als gäbe es kein Morgen. Der Wind pfeifft ums Eck, die Hauswand wackelt. Wir erahnen, wozu die riesigen Felsbrocken hier an der Strasse zu einem grossen Wall aufgetürmt wurden. Dieses ist ja nur ein Stürmchen, gemessen an dem, was der Herbst und der Winter hier schon mal übers Land schickt. Dennoch schaffen es einige Spritzer bis an die oberen Felsen.
Wir fahren zeitig los heute und staunen schon beim rausfahren aus dem Ort, wie wild das Meer in der Bay umherscheapptm es kracht hier zwischen die Felsen und donnert da an die Shorline. Dunkelblaues Wasser schiebt sich heran, aufgewühlt klatscht es ans Ufer. Herrlich. Wir halten in einer wilden Parkbucht und kraxeln auf einen der riesigen Felsbrocken.
Der Wind haut mir fast das Handy aus der Hand, so heftig tobt er in Böen heran. Wir schwanken als wären wir betrunken, weil immer wieder eine Böe versucht, mich umzustossen. Na wenigsten zieht der Wind die Falten glatt.
Wir sehen das Unheil kommen.
Von Süden her schiebt sich eine fette, dunkelgrauen Wolkenwand heran und verschluckt alles, was sie findet. Die Berge, das dunkelblaue, aufgewühlten Meer, die kleinen Inselchen.
Nichts mehr sonst ist zu sehen, als diese graue Wand, die Literweise Regen mit sich bringt.
Mit dem Zuschlagen der Autotür kommt es über uns. Heij, was ein Regen. Der Scheibenwischer schafft das nicht. Wir bleiben in der wilden Parkbucht, bis der Spuk vorüber ist. Da ahnen wir noch nicht, dass die der heutige Tagesrythmus wird. Halbe Stunde Regen, Viertel Stunde etwas Sonne. Vielleicht.
So landen wir einige Regengüsse später in Svolvær.
Wir fragen, wie das mit dem Parken hier so läuft, bekommen einen Parkplatz gezeigt, wurschteln uns durch das Bezahlsystem und es regnet schon wieder.
Wir finden die Touristinfo und kehren ein. Die blonde Frau hinter dem Spritzschutz gibt sich nordisch extrem unterkühlt. Keine Mimik, ein Lächeln gar. Ich glaube, sie heisst Solvwg Schnecke weil sie wirklich echt langsam ist, in allem, was sie tut. Jedenfalls erfahren wir , dass die grossen Schiffe nicht in den Trollfjord fahren. Es gibt nicht genug Leute. Es geht aber morgen ein Zodiac. Wir verzichten gerne. Nicht bei dem Wetter.
Es regnet schon wieder. Eine Toilette haben sie auch nicht, wir machen den Einkehrschub. Gegenüber gibt es ein Restaurant, das nehmen wir.
Ein grosser, moderner Raum erwartet uns. Wir können sitzen, wo immer wir wollen. Bekommen ein Schild, mit Tischnummer und App für die Speisekarte. Kontaktlos läuft es hier, wegen Corona. Ist sicherer, erklärt uns der Kellner, der keinen Meter von uns entfernt steht. Wir ordern und bezahlen also über die App. Und er bringt uns Speisen und Getränke an den Tisch. 2 Mal kommt er und naja, da hätte er auch die Bestellung aufnehmen können, oder? Auch in dem Hotel hier geht alles nur noch per App, im Restaurant wurden die Tische und Stühle reduziert. Überall hängt Desinfektionszeugs.
Aber das Essen ist lecker, wenn auch recht übersichtlich. Gibt noch Lachs und Süsskartoffelpommes dazu. Es regnet und regnet nicht, in einem schnellen Wechsel und ehrlich, schön ist die Innenstadt im Zentrum nicht. Am Hafen wird gebaut, was die Bretter hergeben, neu, hoch, viel Glas, quadratisch, praktisch, funktional., der Charme bleibt auf der Strecke. So kleine Lädchen, wie bei uns gibt es wohl nicht. Die Lädchen hier, im Erdgeschoss der Wohnhäuser sind Surferläden, Touranbieter, Fischereibedarf. Alles geschlossen.
Im Sommer könnte es sicher nett sein, hier, wenn alle draussen sitzen, sie Sonne scheint. Aber jetzt hat es etwas trostloses.
Solveg Schnecke meinte vorhin, wir könnten zur Pier laufen. Das tun wir jetzt. Also, wir fahren, denn es regnet schon wieder.Read more
Svolvær, Teil 2
September 8, 2020 in Norway ⋅ 🌧 12 °C
Pausenfüller
September 9, 2020 in Norway ⋅ 🌧 10 °C
Der Sturm hatte gestern Abend schon aufgefrischt , aber in der Nacht hat er richtig Fahrt aufgenommen. Alles, was nicht Niet-und Nagelfest war, klapperte munter vor sich hin. Die Fischerboote im Haffen schaukelten angenervt im aufgewühlten Wasser umher. Die dicken Seile, mit denen sie festgezurrt waren, knurrten ungehalten. Der Sturm pfiff um die Hausecke.
Und auch noch heute Morgen peitschte der Sturm Schleier von Regen übers Land. Wir packen das Auto hurtig in einer Regenpause. Dann geht es los, Richtung Norden.
Es wird einiges zu fahren sein, Hauptsächlich E Strassen. Die wenigen Nebenwege kennen wir vom Herfahren.
Wir fahren vom Regen weg in den Regen hinein, der mal mehr mal weniger intensiv vom oben herunter nässt. Oft verschwinden ganze Landstriche im Einheitsgrau des Schlechtwetters um später wieder langsam aufzutauchen und an Farbe zu gewinnen.
Gut also, dass wir die Strecke zumeist schon kennen. Wir stoppen höchstens mal für Pausenfüllerfotos oder nutzen den Foto-Drive In mit dem Hybrid.
Als wir um eine Kurve von irgendeinem verschlucken Berg fahren, taucht vor uns ein Adler auf. Vis a vis genau vor dem Auto erhebt er sich wie in Zeitlupe aus dem Strassengraben. Wir können die Krallen erkennen, die gelben Füsse, sogar die Augen. Er hat es schwer in die Gänge zu kommen, ich lege eine Vollbremsung hin und sehe ihn schon gegen die Windschutzscheibe klatschen, als er knapp über uns hinwegfliegt.
Na aber, das war knapp.
Ich atme mehrmals tief durch.
Nach Vestpollen beginnt eine tolle Strecke in den Bergen. Die kennen wir noch nicht und ich bin ganz angetan von dieser Kulisse.
Durch den vielen Regen rauschen von überall an den steilen, hohen Bergen Wasserfälle herunter. Eine tolle bewegte Landschaft.
Und noch ist es ein Stück zu fahren.Read more
Manchmal muss man auch Glück haben
September 9, 2020 in Norway ⋅ 🌧 9 °C
Nach viel Regen und verschluckter Landschaft, passierte das....
Das rote Haus und seine Varianten
September 9, 2020 in Norway ⋅ 🌧 10 °C
Am meisten gibt es diese roten Fischerhütten zu sehen, die so etwas Schwedenfeeling mitbringen. Die Lage ist immer genial, die Aussicht hervorragend. Das Wetter mal so mal so. Drinnen wohnen kann man leider nicht. Aber sie haben oft so etwas Melancholisches, Verträumtes, Sehnsuchtsvolles an sich.Read more
Unglaublich
September 10, 2020 in Norway ⋅ 🌧 9 °C
Es ist unfassbar.
Unglaublich.
Ehrlich, ich hätte nicht gedacht, dass ich das auf dieser Reise noch erlebe.
Ich habe es mir nicht vorstellen können.
Der Herbst ist inzwischen mit grossen Schritten übers Land gekommen. Und er hat einen riesigen Farbeiner dabei, aus dem er großzügig bunte Farbkleckse übers Land verteilt. Wie schön.
Es leuchtet herrlich fröhlich, wenn die Sonne mal herauskommt und alles anstrahlt. Vor allem vor dem oft dunklen Himmel.
Eine Zauberlandschaft, in der die nächsten Tage wohl die Farben explodieren werden.
Ich bin vollkommen verzückt und könnte an jedem herrlich gelben Birke, Espe, Pappelbaum ( was immer es ist) anhalten.
Manchmal ist der Boden schon ganz rot eingefärbt weil die Blaubeerblätter sich wundervoll colorieren. Oder sind es die der Rauschebeere? Würde fast besser passen bei diesem Farbenrausch.
Wir haben gewettert, wie Viele wohl denken, zu viel bearbeitet🤭 ist echt. Ich habe natürliche Zeugen🤭
Ich bin an sich ja bekennender nördlicher Regenwaldfan. Ich liebe diese canadischen, verwunschenen Regenwälder mit ihren Riesenbäumen, der Mystik und den vielen Farnen und Moosen sehr.
Aber so ein Wasja und Aljonuschkawald hat auch etwas. Die böse Hexe Babajaga würde sehr gut zu den Trollen hier passen. Außerdem gibt es herrliche Pilze, von der Grösse eines Abendbrottellers zu bestaunen. Egal ob essbar oder nicht, die sind genial. Und erst die herrlichen Fliegenpilze.
Fehlt nur noch der Elch.Read more
Unglaublich Teil 2
September 10, 2020 in Norway ⋅ 🌧 9 °C
Teil 2
Voll langweilig, gut so
September 11, 2020 in Norway ⋅ 🌧 8 °C
Als der Morgen die Augen öffnet und das Wetter sieht, denkt er sich, das wird nix. Und schläft weiter.
Die Wolken hängen tief und schneiden dem Berg die Kuppe ab. Die Farbe haben sie vergessen, selbst die roten Cabins wirken nichtssagend farblos. Es wird also wieder so ein Tag werden, den viele heute wohl als langweilig bezeichnen würden.
Langeweile ist fast ein Schimpfwort geworden in der heutigen Zeit, wo es für so viele nur um lohnen, noch mehr und schneller, Action und Effizienz geht.
Dabei ist Langeweile auch nur eine lange Weile, also das Gegenteil von Augenblick.
Ich ernte oft erstaunte Blicke wenn ich sage, Langeweile ist toll. Hey, endlich mal Nicht in der Hektik leben, die der Alltag, die Umwelt, andere Menschen uns aufzwingen. Früher zum Beispiel, saß man in einem Cafe und war nicht erbost, wenn nicht eben sofort die Speisekarte auf dem Tisch liegt, eine beflissen Bedienung hurtig den Kaffee bringt, kaum dass ich die Bestellung aufgegeben habe. Früher gabs ein Kännsche Kaffee und ein Stück Kuchen und man sass da und genoss. Niemand war in Hektik, keiner bespasste einen. Man hatte Freude an der langen Weile, die so ein Kännsche Kaffee eben brauchte und es dauerte, wie es dauerte. Man beobachtete in der Zeit die Leute und amüsierte sich über die Frau links hinten, die einen an Tante Giesela erinnerte. Eine rundliche, fröhliche Frau, die das Leben genoss, wie es eben kam und mit Wonne den Hausgemachten Käsekuchen verdrückte ohne ihn gleich zu analysieren und zu verdammen, weil er so gar keinen Nutzen hatte. Ernährungspsychologisch gesehen. Die rundliche, fröhliche Frau hatte den Nutzen durchaus erkannt, ohne eine Stunde darüber nachzudenken. Der Kuchen schmeckte, tat ihr gut und verschaffte ihr eine kleine Ruheinsel im Tagesablauf. Und weil die rundliche, fröhliche Frau im Hier und Jetzt lebte, weil sie einfach lebte, genoss sie Kännsche und Kuchen und war glücklich. Vielleicht nur diese lange Weile, aber diese war sie es.
Und so einen Effizienzfreien Tag haben wir heute. Gemessen an der Effektivität, die auch ein Urlaub heute haben muss, beginnt dieser Tag heute völlig langweilig. Gemächlich zieht der Hybrid seine Bahn durch eine komplett unaufgeregte Landschaft, der nur Kenner etwas abgewinnen können. Die wrst auf den zweiten Blick eine Reihe von kleinen aber feinen Schönheiten offenbart. Man muss sie natürlich sehen wollen und können. Das geht schon mal nicht auf der E6, deswegen nehmen wir die Strasse über Land. Hinein in eine herrliche beruhigte Herbstlandschaft ohne Action und Effizienz. Und fahren von einer Schönheit zur nächsten. Staunen über eine Spieglung da, herrlich gelbe Birkenblätter hier, über diese Unmengen an Pilzen. Naschen Blaubeeren frisch vom Strauch und kichern, ob wir wohl doch auch mal die Rauschebeeren erwischen.
Und irgendwo in dieser beruhigten Herbstlandschaft landen wir an einem Wasserfall. Davor soll es ein kleines Touristencenter geben, gibt es auch. Aber wie so vieles hier, ist alles zu. Sogar die Toiletten. 2 junge Männer schauen ziemlich angesickert durch die Gegend.
Wir laufen weiter vorn durch den Herbstwald mit all seinen Schönheiten und vergessen Corona, Effizienz und Zugänge zu was auch immer finden. Wir könnten uns gar nicht nur mit uns selbst beschäftigen oder Probleme wälzen, der Wald knallt uns voll mit Eindrücken, die wir bereitwillig aufsaugen, der Weg ist durch den vielen Regen glitschig wie Schmierseife. Es riecht nach Erde, Moos, Pilzen und Nässe, aber auch nach Glück, Freiheit, das gerade mit allen Sinnen tun zu können.
Und dann stehen wir auf den Felsen vor dem tosenden Wasserfall und spüren die Energier, die er versprüht. Das Wasser ist an manchen Stelken herrlich Gletscherblau, weiss schäumt Gischt vor jedem Felsen, an dem sich das rauschende Wasser bricht. Es ist laut und kraftvoll hier. Und wer bis jetzt noch Probleme kreiert weil er vor lauter Analysen zu nichts anderem mehr kommt, den binde ich hier mal ein paar Tage an. Versprochen.
Wir kraxeln wieder auf den Felsen umher, saugen die Kraft des Wassers in uns auf. Schön so ein langweiliger Tag. Er lässt ins Zeit für so etwas. Welch Glück wir doch haben.Read more

Sabine SommerSehr schön, ich wünsche euch noch viele schöne lange Weilen. Das ist auch mein Lieblingskommentar zur Langeweile. 😊 Vor allem, seit ich zeitlos Reise........
Herbstimpressionen
September 11, 2020 in Norway ⋅ 🌧 7 °C
Es ist unfassbar, wie sich die Farben hier gestalten. Wie im Märchenwald
Reflektionen
September 12, 2020 in Norway ⋅ ☁️ 10 °C
Als der Tag heute morgen erwacht, zeigt er sich versöhnlicher als gestern. Die grauen Einheitswolken sind verschwunden. Etwas blassblauer Himmel lacht von oben herab. Und, die Sonne schafft es hinter den Bergen hervor.
Das Wasser des Fjords liegt wie frisch gebügeltes Bettlaken glatt und Wellenfrei in der Bay. Alles spiegelt sich eins zu eins darin.
Eine tiefe Ruhe liegt über allem. Nicht einmal eine Möwe kreischt.
So langsam erwacht der Tag an diesem Samstagmorgen.
Es wird ein Tag der Reflectionen werden, in weiten Teilen auf jeden Fall.
Nicht der Reflection auf mich oder so.
Reflection wie Spiegelungen, like a mirror.
Wir dampern den Morgen etwas umher. Treffen die Eignerin der Anlage und plauschen etwas.
Sie erzählt, wie sie hier Umbauten, was sie in der Dunkelzeit tun. Sie schwärmt von den Nordlichtern und vom Winter hier. Wir unterhalten uns wirklich nett.
Da es ja gestern so geschüttet hat, wollte ich heute gerne noch einmal die Berge ihne Wolken sehen. Also fahren wir ein Stück zurück.
Es ist Samstag Mittag und es ist wie bei uns zu Hause auch, man werkelt im Garten, am Haus, Muddi kocht essen.
Ein paar verspätete Wochenendurlauber hatten in ihre Cabin.
Wir genießen die beruhigte herbstliche Landschaft, den blauen Himmel, die Sonne, das frisch geglättet Meer und jede Spiegelung einzeln.
Like a mirror effect sagte die Eignerin. Aber so was von.
Ich bin total verzückt von all dieser Schönheiten und möchte nicht mehr weg.
Ganz vorne in Lyngseidet entscheiden wir uns bis nach Koppangen zu fahren.
Welch tolle Fahrt. Die gelb getüpfelte Landschaft vor den schroffen, braunen Bergen ist schon genial schön. Die schmale Strasse schlängelt sich hindurch und gibt oft genug traumhafte Blicke auf den LyngenFjord rechts von uns frei. Dessen Wasser ist ganz herrlich blau, als wäre wem die Farbe ausgelaufen. Wirklich schön.
Und dann, am Ende des Fjords liegt zwischen blauem Fjordwasser und schroffen Bergen in der schmalen Bay Koppangen. Wenige Häuser machen den Ort aus. Eine minikleine Marina liegt wie gemalt mit roten Stelzengäusern vor uns.
Im blaugrünen Easser der Bay dümpeln 2 rote Fischerboote äußerst dekorativ im glatten Wasser. Ein Möwe kreischt in den Tag und lässt sich gekonnt auf einer Boje nieder.
Mei ist das fei schön hier. So ruhig, beschaulich, grausam, friedlich. Eine Postkartenidylle. Wo man hinschaut, es spiegelt sich.
Herrlichzauberhaftwunderschön.
Nehm ich.Read more
Reflektionen Teil 2
September 12, 2020 in Norway ⋅ ☁️ 11 °C
Sonne, endlich
September 13, 2020 in Norway ⋅ ⛅ 10 °C
Als der Tag heute morgen erwacht, denkt er gar nichts, denn er ist sprachlos. Keine einzige Wolke am Himmel. Er hat fast vergessen, wie das ausschaut. Als sich der Tag dann von seiner Überraschung gefangen hat lässt er sich den blauen Himmel nicht mehr nehmen. Allerdings es ist frisch geworden. 5 Grad nur noch. Da bibbern die Finger schon mal obwohl sie die Teeetasse halten.
Das Ende des Fjords liegt in aller möglichen Ruhe vor uns. Das Wasser ganz glatt, kein Lüftchen, die Möwen sitzen auf den Steinen am Ufer und sind ebenfalls sprachlos. Vor allem aber sind sie ruhig.
Es ist Sonntag Morgen, es wirkt als schlafe der Ort noch. Niemand ist unterwegs. Ausser uns.
Es ist als störe das Aurofahren diese unfassbare himmlische Ruhe, die sich hier über alles gelegt hat. Und dabei ist der Hybrid ja doch recht leise.
Wir fahren also langsam aus dem Ort heraus.
Der Ullsfjord allerdings hat es heute nicht so mit Spiegelungen. Er gibt sich recht aufgeregt gewellt.
So kommen wir zügig voran, weil wir nicht pausenlos anhalten müssen um Aussicht zu geniessen.
Allerdings, links von uns breitet sich ein Grasfeld aus, dass ausschaut , als hätte wer kleine Diamantsplitter verstreut. Die leuchten jetzt im morgendlichen Sonnenlicht wie verzaubert.
Selbst die Spinnennetze sind Diamantbehangen und glitzern freudig in den Tag. In zwei Stunden ist der Zauber verschwunden. Oder wenn wer durch die Wiese stiefelt.
Wir fahren lieber weiter und entdecken doch noch herrliche Reflections. Dazu dieses warme Herbstgelb, dass kan man sich nicht ausdenken. Es leuchtet auch hier, wenn auch ganz anders als im Diamantfeld.
Ich bin hingerissen von so viel farbenfroher Schönheit am Morgen.
So ist der Herbst wirklich echt voll total schön. Und diese Ruhe, das ist echt unglaublich.
Und ich ahne hier noch nicht, was gleich passieren wird.
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