Tag 13 – Der Triumphzug der Unbesiegbaren
August 28 in Georgia ⋅ ☁️ 23 °C
Nach zwölf Tagen Hölle, gefühlten 1.000 Abenteuern, rund 2.400 km durch den großen und kleinen Kaukasus und – was eigentlich das Wichtigste ist – ohne einen Fahrer und ohne ein Motorrad endgültig zu verlieren, kehrt die Expedition unter Fanfaren ins Basislager zurück.** 🎺🏍️🏍️🏍️🏍️
Körperlich sind tatsächlich noch alle vier anwesend.
Geistig… sagen wir mal: **nicht mehr bei jedem auf allen Zylindern.** 🤪🤦🏻♂️🤣
Der letzte Fahrtag begann mit einem **Stuhlkreis**. 🪑🪑🪑🪑
Nicht etwa zur Teambildung, sondern weil wir noch einmal gemeinsam die Eckdaten der heutigen Route festlegen mussten.
Das war leider dringend erforderlich, nachdem Doc. völlig unbedarft die Worte **„Plattfuß“** und **„Regen“** ausgesprochen hatte. 🙅♂️🤬😳🤦🏻♂️🤣
🚨 **ALARMSTUFE ROT!** 🚨
Nach zwölf Tagen Expedition sollte man eigentlich wissen, dass man solche Begriffe nicht leichtfertig in den Raum stellt. Das Schicksal hört mit. 👂😈
Nach einem guten Frühstück 🍳☕️ ging es schließlich los Richtung **Camp Vida**.
Das Schicksal hatte mittlerweile eigentlich alle Karten ausgespielt und saß sichtbar beleidigt am Straßenrand. 😤
Es musste mit ansehen, wie wir bei bestem Wetter und bester Laune durch die Gegend bollerten.
Ganz aufgeben wollte es dann aber doch nicht.
Und plötzlich zog es eine Karte, mit der **kein echter Offroader gerechnet hatte.**
👮♂️ **POLIZEI!**
🍷 **ALKOHOLKONTROLLE!**
🚨 **KELLE RAUS!**
Ich musste so lachen, dass ich fast vom Motorrad gefallen wäre. 🤣🤣🤣
Pete wurde rausgewunken und ich dachte nur:
**„Nach zwölf Tagen Schotter, Schlamm, Furten und Geröll… jetzt kriegen sie uns wegen eines georgischen Gläschens!“** 🍷🤣
Natürlich wollte ich das historische Ereignis fotografisch dokumentieren. 📸
Das fanden die Herren Ordnungshüter allerdings ungefähr so lustig wie einen Nagel im Hinterreifen.
Kaum war die Kamera gezückt, war die Kontrolle plötzlich beendet. 🤷🏻♂️🤣
Kelle weg, Dacia Duster gestartet und **Abfahrt!** 💨
Typisch Georgien: Getestet wurden selbstverständlich nur die Männer. 🤦🏻♂️
**Frauen und Alkohol? Offenbar ein Thema, das man hier lieber nicht unnötig eskaliert.** 🤣🍷
Ob das jetzt georgische Gleichberechtigung oder einfach nur ein taktischer Fehler war, lassen wir mal offen. 🧐🤷🏻♂️🤣
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Danach stand etwas auf dem Programm, was für einen eingefleischten Endurofahrer ungefähr so sinnvoll ist wie ein Schnorchel beim Wüstenrennen:
🧼 **DIE ERSTE WASCHSTRASSE!** 🧼
Wir mussten die letzten Reste unseres inzwischen wissenschaftlich untersuchten **Bio-Polymers aus Schlamm, Lehm und georgischer Bergflora** entfernen. 🧪🤢🤣
Eine Enduro zu waschen ist eigentlich wie Seiten aus der Bibel zu reißen:
**Man macht es einfach nicht!** 🙅♂️📖🏍️
Aber der Vermieter hatte es vorgeschrieben.
Also Augen zu, Visier runter und durch.
Saubere Motorräder sind schließlich keine Offroad-Bikes mehr, sondern **soziale Tarnfahrzeuge.** 🤦🏻♂️🤣
Mit frisch geduschten Mopeten und entsprechend schlechtem Gewissen reihten wir uns wieder in den Verkehr ein. 🏍️🏍️🏍️🏍️
Dann ging es über Nebenstraßen und kleine Täler weiter durch die historische und geografische Region Javakheti. Die Landschaft ist bekannt für ihre vulkanischen Hochebenen, Seen und raues Bergland.
Kurz vor die 🇹🇷 Türkei – **hart links.**
Kurz vor 🇦🇲 Armenien – **wieder hart links.**
Und dann hoch auf ein Plateau mit über **2.100 Höhenmetern.** 🏔️
Und plötzlich war wieder alles gut.
Kilometer um Kilometer fuhren wir durch eine Landschaft, die eigentlich einen eigenen Führerschein für die Augen benötigt. 👀🤩
**5-Sterne-plus-Panoramakino – Eintritt frei!** ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️➕
Die Straße hätte genauso gut irgendwo in Montana 🇺🇸 oder die alte Military Road in Schottland 🏴 gewesen sein können.
Weit, offen, einsam – und mit einem Straßenverlauf, den man kilometerweit verfolgen konnte.
Dazu Berge, Gletscherseen und eine Aussicht, bei der man eigentlich ständig hätte anhalten müssen.
Haben wir natürlich nicht.
**Wir sind Endurofahrer. Wir fotografieren während der Fahrt innerlich.** 🤷🏻♂️🤣📸
Kurz vor Tiflis kamen wir noch an einem riesigen **Aussenlager für Statuen und sonstiges georgisches Gedöns** vorbei. 🗿🗿🗿
Danach statteten wir noch einer kleinen Kapelle einen Besuch ab. ⛪️🙏
Wobei „Besuch“ vielleicht etwas hoch gegriffen ist.
Wir waren weniger wegen der spirituellen Erleuchtung dort…
…und deutlich mehr wegen der **geilen Schotterauffahrt den Berg hoch.** 🤷🏻♂️😇🤣
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Dann rollten wir wieder hinunter in den Kessel von Tiflis.
Und mit jedem Höhenmeter nach unten stieg die Temperatur. 🌡️🥵
Die Berge verabschiedeten uns also standesgemäß mit:
**„Schön, dass ihr da wart – jetzt schwitzt ihr wieder!“** 🤣
Unten angekommen:
⛽️ Tanken.
🧼 Noch einmal Waschen.
🤦🏻♂️🙅♂️🤷🏻♂️
**ZWEIMAL an einem Tag!**
Aber wie gesagt:
**Nur auf ausdrücklichen Wunsch des Vermieters.**
Wir wollten schließlich nicht als Weicheier in die georgische Enduro-Geschichte eingehen. 🤣
Dann die letzten Kilometer zurück ins Camp.
Schlüssel rum. 🔑
Motor aus.
**Ende Gelände.** 😥🫣😫
Und plötzlich war es vorbei.
Keine nächste Kehre.
Keine Furt.
Kein Schlamm.
Kein „Wo geht’s hier eigentlich weiter?“
Kein „Das sieht auf Google Maps aber anders aus.“
Kein „Fahr mal vor, ich guck mir das an.“ 🤣
**Einfach vorbei.**
Und ja…
**schön war’s.** 🤩🤩🤩🥰🥰🥰🏍️🇬🇪
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Dann kam der letzte Akt der technischen Abnahme.
Die üblichen Rücknahmeverhandlungen mit dem Boss und seinem… sagen wir diplomatisch… **Hufschmied.** 🐴🔧🤣
Im Mittelpunkt:
🔍 das Vorderrad
🔍 der Fender
🔍 Waltrauds Himalayan
Irgendwas sollte angeblich anders sein. 🧐🤨
Da wir die Diskussionen um dieses Vorderrad mittlerweile ungefähr so satt hatten wie Pete die Diskussionen über Frühstück, entschied sich Waltraud für eine alternative Kommunikationsstrategie.
Sie erzählte eine **Geschichte vom Pferd.** 🐴
Kein Unfall.
Nur eine Schraube verloren.
Die wahrscheinlich schon vorher locker war.
Kann ja mal passieren. 🤷🏻♂️😳🤣
Und jetzt kommt der entscheidende Punkt:
**Was in Georgien passiert, bleibt in Georgien.** 🇬🇪🤫😇
Der Hufschmied hörte Pferdegeschichten offenbar ausgesprochen gerne.
Thema erledigt. ✅🤣
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Dann endlich:
🍻 **DAS ANKOMMERBIER!**
Wobei es bei mir heute eher ein **Ankommer-Obstteller** wurde. 🍉🍇🍑
Gefolgt von einer Dusche. 🚿
Bei Pete offenbar mit **begleitetem Duschen**. 🤷🏻♂️🤣
Details bleiben aus Gründen des Jugendschutzes und der internationalen Beziehungen unter Verschluss. 🚨😂
Danach ein georgisches Abendessen 🥘🇬🇪 und ein entspannter Ausklang bei Wein in der Lobby. 🍷
Und so sitzen wir da.
Vier Fahrer.
Vier Motorräder.
Zwei Wochen Kaukasus.
Rund 2.400 Kilometer.
Schotter.
Schlamm.
Furten.
Erdrutsche.
Plattfüße.
Höhenmeter ohne Ende.
Ein paar Beulen.
Ein paar Kratzer.
Und erstaunlicherweise noch immer alle Freunde. 🤣❤️🏍️
**Das ist wahrscheinlich die eigentliche Leistung dieser Expedition.** 😇
Morgen geht’s noch mit dem **Fußbus** durch Tiflis. 🚶🏻♂️🤣
Mal sehen, ob wir diese letzte Etappe ohne technische Ausfälle überstehen.
**Gamarjoba! 🇬🇪**
🏍️🏍️🏍️🏍️
**Georgian Gravel Games – Mission accomplished.**
Oder wie wir sagen:
**Vielleicht nicht immer schön gefahren. Aber schön angekommen.** 😎🤘🏻🏔️🇬🇪
🥰🍻🏍️🤩Read more


























TravelerDanke, dass ich mitreisen durfte. Was für eine tolle Tour und was für ein genial toller Reisebericht. Einfach super👍🏍🌏
TravelerTorsten, lieben Dank für Deine immer wieder aufmunternden Reiseberichte und freue mich, Teil der Georgien Gravel Games gewesen zu sein 🙏