• TAG 14 – CAPITAL CITY GEORGIAS

    August 29 in Georgia ⋅ ⛅ 26 °C

    🏁 The Final Chapter

    Heute haben wir tatsächlich **fast ausgeschlafen.** 😳
    Also nach georgischer Zeitrechnung jedenfalls.

    **09:00 Uhr Frühstück.** ☕️🍳
    Für einen normalen Menschen ein **Spätstück.**, für einen Georgier quasi ein Mitternachtssnack 🤷🏻‍♂️🤣

    Danach stand noch eine letzte technische Wartung an.

    Meine beiden inzwischen **gut entwickelten Enduro-Biotope** – vulgo: Motorradstiefel – wurden unter lautstarkem Protest der zahlreichen darin ansässigen Lebensformen erneut mit Desinfektionsmittel ☣️☠️ behandelt.

    Die Bewohner waren wenig begeistert.

    Nach kurzer Verhandlung auf mikrobiologischer Ebene war aber klar:

    **Entweder ihr geht freiwillig – oder ihr werdet chemisch ausgesiedelt.** 🤷🏻‍♂️🤣

    Gegen 11:00 Uhr ging es dann zum **letzten offiziellen Expeditionsziel in Georgien.** 🇬🇪

    Leider herrschte ein eklatanter Mangel an fahrbereiten Motorrädern.

    Also mussten wir auf **Vera’s Shuttle** ausweichen. 🚐🤣

    Nach zwei Wochen Enduro fühlt sich so ein Shuttle übrigens ungefähr an wie ein **rollender Wellnessbereich.**

    Kein Schlamm.
    Keine Furten.
    Keine Steine.
    Keine Kupplung.
    Keine Diskussion mit dem Motorrad.

    **Sehr verdächtig.** 🧐🤨🤣

    ---

    Erster kurzer Zwischenstopp:

    🚂 **Hauptbahnhof Tiflis.**

    Verschlafen, ruhig und ausgesprochen übersichtlich.

    **Ein Zug – aber 20 Shops.** 🤷🏻‍♂️🤣

    Das Verhältnis von Schienenverkehr zu Einzelhandel scheint hier offensichtlich einer eigenen georgischen Mathematik zu folgen.

    Danach ließ uns Vera am **Europaplatz** raus.

    Dort befindet sich ein großes Relief, auf dem Georgien 🇬🇪 bereits ziemlich selbstbewusst als Teil Europas 🇪🇺 dargestellt wird.

    Ich durfte Georgien in den letzten zwei Wochen ein kleines bisschen kennenlernen.

    Und ganz ehrlich:

    Ich bin mir nicht sicher, ob **Georgien und die EU** schon wissen, was sie voneinander wollen. 🤷🏻‍♂️😇

    Und ob es für beide überhaupt sinnvoll wäre, ist wahrscheinlich eine noch größere Frage.

    Denn eines haben wir definitiv festgestellt:

    **Das hier ist ziemlich anders als EU.**

    Und möglicherweise ist genau das auch gut so. 🇬🇪❤️

    Eine Sache ist allerdings völlig eindeutig:

    Wenn es in Georgien heißt **„freilaufende Tiere“**, dann bedeutet das nicht:

    „Bitte halten Sie Ausschau nach Tieren.“

    Nein.

    Es bedeutet:

    🐄 Kühe auf der Straße.
    🐖 Schweine irgendwo daneben.
    🐕 Hunde sowieso.
    🐴 Pferde, wenn es ihnen gerade passt.

    **FREI LAUFEND.**

    Keine Metapher.
    Keine Übertreibung.

    Einfach Tiere.
    Frei.
    Laufend. 🤣🤣🤣

    ---

    Direkt vom Europaplatz ging es mit der Seilbahn 🚡 hinauf zur Festung und zur **Mutter Georgiens.**

    Beides natürlich standesgemäß besichtigt. 😇🙏

    Und dann:

    **Was für eine Aussicht!** 🤩🤩🤩

    Tiflis liegt einem zu Füßen, die Berge im Hintergrund und plötzlich wird einem noch einmal richtig bewusst, was für eine unglaubliche Landschaft wir in den letzten zwei Wochen durchquert haben. 🏔️🇬🇪

    Danach wieder runter und über die **Friedensbrücke** 🌉 in die Altstadt.

    Vorbei an Kirchen ⛪️, alten Häusern, kleinen Gassen und – ganz wichtig – **drei Brautpaaren.** 💍👰🏻‍♀️🤵🏻‍♂️

    Natürlich wurde jedem Brautpaar brav Glück gewünscht. 🍀❤️

    Nach zwei Wochen Georgien gehört sich das schließlich.

    ---

    Irgendwann mussten auch die letzten Kilometer zu Fuß ihre Spuren hinterlassen.

    Also ab ins Café. ☕️🍰

    Dort haben wir die letzten zwei Wochen noch einmal durch den mentalen TÜV laufen lassen.

    Was haben wir eigentlich alles gemacht?

    🤔 Schotter gefahren.
    🤔 Schlamm gefahren.
    🤔 Furten durchquert.
    🤔 Erdrutsche überwunden.
    🤔 Plattfüße repariert.
    🤔 Motorräder zerlegt und wieder zusammengesteckt.
    🤔 Uns gegenseitig gerettet.
    🤔 Uns gegenseitig auf die Nerven gegangen.
    🤔 Uns wieder vertragen.
    🤔 Und erstaunlicherweise immer noch zusammen gegessen. 🤣

    Kurz gesagt:

    **Alles richtig gemacht.** 😎👍🏻

    Am späten Nachmittag sollte uns Vera wieder abholen.
    „Bin in 10 Minuten da.“
    Eineinviertel Stunden später:
    „Jetzt bin ich da.“ 🤣🤣🤣
    Schon Albert Einstein wusste:
    Zeit ist relativ.
    Er war wahrscheinlich noch nie in Georgien. 🤷🏻‍♂️🤣
    Wobei wir mittlerweile einen anderen Verdacht haben: Vera bewegt sich offenbar nicht durch die normale Raumzeit, sondern benutzt eine Einstein-Rosen-Brücke. 🌌🌀🤣
    Die 10 Minuten auf ihrer Seite des Universums entsprechen hier offenbar 75 Minuten.
    Physikalisch nicht vollständig bewiesen – aber nach zwei Wochen Georgien durchaus plausibel. 🤓🤷🏻‍♂️🤣
    🏆 Die heutige Sonderprüfung „Geduldiges Warten auf Vera“ wurde übrigens mit deutlichem Abstand von Pete gewonnen.
    Und jetzt kommt das eigentlich Unglaubliche:
    Pete war nahezu tiefenentspannt. 😳😳😳
    Keine erhöhte Leerlaufdrehzahl.
    Kein V1-Triebwerk. 🚀
    Kein odenwälderischer Einlauf.
    Nicht einmal ein „Des kann doch net sein!“ 🤯
    Nach zwei Wochen Kaukasus hat der Mann offenbar tatsächlich einen Zustand höherer Erleuchtung erreicht. 🧘🏻‍♂️🙏
    Oder die Einstein-Rosen-Brücke hat unterwegs auch gleich seinen Blutdruck irgendwo im Raum-Zeit-Kontinuum entsorgt. 🤷🏻‍♂️🤣
    Pete – Sonderprüfung souverän gewonnen. 🏆🥇
    Das Schicksal war sichtbar beeindruckt. 😈👏🏻🤣

    Zurück im Camp dann das **letzte georgische Diner.** 🥘🇬🇪

    Heute gab es Khinkali – diese herrlichen georgischen Teigtaschen 🥟, gefüllt mit Hackfleisch und allem, was man braucht, um einen Endurofahrer nach zwei Wochen Kaukasus wieder halbwegs auf Normalbetrieb zu bringen.

    Danach:

    🍺🍺🍺 **Drei Bier**

    und

    💧 **ein Wasser für den Spinner.**

    Wer wer war, wird aus Gründen der Gruppendynamik nicht veröffentlicht. 🤣🤣🤣

    Dann saßen wir noch gemeinsam auf der Veranda und ließen den Blick über Georgien schweifen. 🇬🇪🏔️

    Und plötzlich war sie da:

    Diese ganz besondere Mischung aus Müdigkeit, Zufriedenheit und dem Gefühl, dass etwas Großes gerade zu Ende geht. 🥰

    **Was für ein Land.** 😳🤩🥰🇬🇪

    **Was für eine Tour.** 🫣🤩🥰🏍️

    Und vor allem:

    **Was für eine Truppe.** ❤️

    Vier Fahrer.
    Vier Motorräder.
    Zwei Wochen.
    Rund 2.400 Kilometer.
    Kaukasus rauf und runter.
    Schotter, Schlamm, Regen, Sonne, Geröll, Erdrutsche, Furten und vermutlich mehr Schrauberlatein als in einer durchschnittlichen KTM-Werkstatt. 🔧🤣

    Und das Wichtigste:

    **Keiner verloren gegangen.**
    **Kein Motorrad endgültig verloren.**
    **Freundschaft noch vorhanden.** 🤣❤️

    Damit ist die **Georgian Gravel Games Expedition 2026** in Georgien offiziell beendet. 🏁🇬🇪🏍️🏍️🏍️🏍️

    ---

    Morgen steht dann noch das größte Abenteuer der gesamten Reise an:

    ✈️ **Heimreise.**

    Abfahrt zum Flughafen:

    **02:00 Uhr nachts.** 🌙😳

    Eine Uhrzeit, die nach allem, was wir bisher über georgische Zeitrechnung gelernt haben, wahrscheinlich **auf keiner georgischen Uhr existiert.** 🤣🤣🤣

    Ob Vera tatsächlich kommt?

    Ob der Flughafen offen ist?

    Ob wir pünktlich sind?

    Ob unsere Gehirne überhaupt schon wieder betriebsbereit sind?

    Und vor allem:

    **Wer hat eigentlich den Schlüssel vom Camp?** 🧐🤦🏻‍♂️🤣

    Wir werden sehen…

    🇬🇪 **GAMARJOBA!** 🙏❤️

    🏍️💨 **The End – for now.**
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