Comuna 13 und Ankunft in Cartagena
February 28 in Colombia ⋅ ☁️ 25 °C
Heute waren wir vier Mädels allein unterwegs. Die Jungs hatten kurzerhand einen früheren Flug gebucht, um schneller in die Karibik zu kommen. Für uns war dieser Flug allerdings deutlich teurer, und so entschieden wir uns – wenn auch kurz etwas wehmütig – für die günstigere Variante am Abend. Ein bisschen geizig vielleicht, aber vernünftig. Also machten wir das Beste aus unserem letzten Tag in Medellín.
So kamen wir auf die Idee, die Comuna 13 zu besuchen – und im Nachhinein war das eine der besten Entscheidungen der Reise.
Wir trafen uns morgens an der Metro und fuhren gemeinsam Richtung Stadtviertel. Zunächst nahmen wir auch die Seilbahn über die Hänge der Stadt. Während der Fahrt erfuhren wir mehr über die Viertel rund um Medellín. Uns wurde erklärt, dass einige Gegenden früher – und teils auch heute noch – als sehr gefährlich gelten und dass die soziale Lage je nach Höhenlage stark variiert. Deshalb blieben wir nur eine Station oben und fuhren anschließend wieder zurück.
Von der Metrostation aus liefen wir zu Fuß weiter in Richtung Comuna 13 – und waren schon nach den ersten Metern überwältigt. Überall Musik, Tanz, gute Stimmung. Bunte Graffitis an jeder Wand, Straßenkünstler, kleine Stände, Menschen, die lachen und feiern. Es war lebendig, kreativ und voller Energie.
Wir arbeiteten uns Schritt für Schritt den Berg hinauf. Bei der Hitze und der Mittagssonne war das ganz schön anstrengend. Zum Glück gibt es dort die berühmten Rolltreppen, die einen Teil des Aufstiegs erleichtern. Oben angekommen gönnten wir uns erst einmal ein kaltes Bier und genossen die Aussicht über die Stadt. Die Atmosphäre dort war einfach besonders.
Spontan fragten wir unseren Guide, ob er uns noch etwas abseits der Hauptwege durch ein authentischeres Viertel führen könne. Er erklärte uns, dass es immer noch Bereiche gibt, die von kriminellen Gruppen kontrolliert werden und die man besser meidet. Aber er zeigte uns einen anderen Weg zurück, durch ein ruhigeres, weniger touristisches Gebiet. Das war spannend und gab uns noch einmal einen anderen Eindruck.
Ein Stück fuhren wir später mit dem Bus zurück zur Metro, weil wir inzwischen ziemlich erschöpft waren. Danach ging es zurück ins Hotel, wo wir uns noch etwa zwei Stunden ausruhten, bevor wir abends zum Flughafen aufbrachen.
Am Abend landeten wir schließlich in Cartagena, wo die Jungs schon auf uns warteten – inklusive Willkommensbier.
Später schlenderten wir noch ein wenig durch die Straßen. Cartagena fühlt sich ganz anders an als Medellín. Mehr Karibik, mehr Hitze, andere Menschen. Wir waren im Stadtteil Bocagrande unterwegs. Abends wirkte es teilweise etwas einschüchternd, vor allem am dunklen Strand. Dort war es ziemlich unheimlich, deshalb beschränkten wir unseren Spaziergang auf die belebteren Straßen und machten es nicht allzu spät.
So endete ein Tag, der ganz anders begann als geplant – und trotzdem richtig schön war.Read more








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