Diana Rohmann

Joined March 2018
  • Day15

    Einen Tag reich sein

    April 24 in Sri Lanka ⋅ ⛅ 25 °C

    Wieder ist heute nicht viel passiert, außer vielleicht, dass die Raben heute sehr angriffslustig schienen und unser Frühstückstoast geklaut haben. Sie hatten wohl ein echtes Problem mit der Ausgangssperre und den wenigen Menschen auf den Straßen, da so weniger für sie abfällt. Ein Rabe hat sogar ein Zuckertütchen vom Tisch geklaut. Vielleicht hatten sie - genau wie wir - aber auch einfach nur zu wenig Beschäftigung.

    So fand Diana bei ihrer Internetrecherche heraus, wie wertvoll Bitcoins sind. Der Wert ist in den vergangenen Jahren explodiert. Ich wusste davon und habe gegoogelt für wie viel ein Coin gehandelt wird. Diana hatte vor Jahren 100 Bitcoins geschenkt bekommen. Wahnsinn 🤩 das sind heute 500.000 Euro. Wir träumten den ganzen Tag, was man mit dem plötzlichen Reichtum alles anstellen könnte 😅🤗 Gegen Abend fiel ihr dann jedoch ein, dass es doch Onecoins waren. 100 von diesen sind jetzt ganze 7 Cent wert. 😅 Aber mal einen Tag wie eine Millionärin fühlen, war auch nicht so verkehrt. Wir haben uns wieder kaputtgelacht.

    Abends wagten wir uns das erste Mal aus dem Hotelgelände zum Strand. Unsere Hundecrew folgte uns natürlich sofort. Es dauerte nicht lange bis ein Einheimischer ziemlich aufdringlich wurde; durch unsere Beschützer fühlten wir uns trotzdem sicher. Wir konnten sogar ein paar coole Fotos schießen. Das Fingerzeichen für „Sitz“ ist bei Hunden wohl international anerkannt 😅 Sie hörten aufs Wort.

    Abends sollte es zum Flughafen gehen. Kurz vor der Ankunft des Taxis kam etwas Aufregung auf, denn eine Schlange verirrte sich in den Lobbybereich des Hotels. Es war jedoch nur eine kleine harmlose Wasserschlange und der Adrenalinpegel sank schnell wieder. Angespannt waren wir trotzdem, denn der Flughafen war eines der Anschlagsziele. Weder Autos noch Menschen waren auf den Straßen unterwegs. Alles erinnerte an eine Zombie-Apokalypse. Als wir fast am Ziel waren, wurde vom Militär jeder Winkel des Autos gecheckt. Trotzdem wurden wir frühzeitig aus dem Auto geschickt und mussten die letzten Meter zu Fuß laufen. Der Flughafen war überfüllt von schlafenden Menschen. Es scheint fast so, als ob der Großteil einfach nur schnell das Land verlassen möchte. Das ist echt schade, denn Sri Lanka hat so unglaublich viel zu bieten und ich lege es jedem ans Herz einmal dort hin zu fliegen.

    Ein Urlaub, in dem man ununterbrochen am Strand liegt, kann ich mir beim besten Willen nicht mehr für mich vorstellen und bin froh, dass wir in diesem atemberaubenden Trip so viele schöne Dinge erleben und Menschen kennenlernen durften. Jeder Urlaub bringt mich ein Stück weiter zu mir selbst...zu einer inneren Zufriedenheit. Ich habe das Gefühl, dass mich so schnell nichts mehr aus der Bahn werfen kann. Ich dachte, dass ich mehr mit mir zu kämpfen hätte, schließlich wurde ich zwei Tage vor dem Urlaub verlassen. Aber ich bin so dankbar und glücklich mit meinem Leben, meinen Freunden, meiner Familie und meinem Job, dass kein Platz für Trübsal bleibt. Ich wünsche jedem Einzelnen diesen Zustand, denn oft sind es nur die kleinen Dinge, die für großen Ärger im Leben sorgen. Aber das muss nicht so sein. Ihr habt es selbst in der Hand.
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  • Day13

    Rauch über der Stadt

    April 22 in Sri Lanka ⋅ ☀️ 32 °C

    Was also tun in einem Krisengebiet? Auf jeden Fall den Kopf nicht hängen lassen. Wir haben versucht uns abzulenken um trotzdem die letzten Tage und die Sonne zu genießen. Da mich mein Handy durch die gesperrten sozialen Medien nicht wirklich gut unterhalten konnte, habe ich wieder angefangen spanisch zu lernen. Meine letzte Spanischstunde ist schon einige Jahre her. Ich hatte damals ein Auslandssemester in Barcelona geplant. Jetzt bereite ich mich eher auf die anstehenden Reisen bevor, denn ich will unbedingt einmal nach Mittelamerika fliegen. Außerdem freundeten wir uns mit sämtlichen Hotelhunden an, die uns jedes Mal winselnd begrüßten. Und das obwohl wir sie weder gefüttert noch gestreichelt haben. Die Angst vor Tollwut und Räude war einfach zu groß. Aber Hinde spüren anscheinend wer ein Herz für Tiere hat.

    Viel passiert ist an diesem Tag nicht. Doch als ich aus dem Hotelzimmer zurück an den Pool gelaufen bin, habe ich Dianas schockiertes Gesicht gesehen. Sie zeigte auf die Küste Richtung Colombo. Dort stiegen schwarze Rauchwolken auf. Wir versuchten cool zu bleiben, aber wenn die Gefahr so nahe ist und die Nachrichten vor weiteren Anschlägen in Touristengebieten warnt, bekommt man doch immer mal wieder Anfälle leichter Panik. Im 5 Minuten Takt checkten wir die Nachrichten. Das deutsche Pärchen neben uns machte es uns auch nicht viel leichter. Sie waren Fix und Fertig. Sie waren erst seit zwei Tagen auf Sri Lanka und haben ihren Flug umgebucht, um das Land so schnell wie möglich zu verlassen. Ich war bis dahin immer der Auffassung, dass es besser ist, wenn unser Flug erst ein paar Tage nach den Anschlägen geht, wenn sich die Lage beruhigt hat. Langsam war ich mir aber doch nicht mehr so sicher.
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  • Day12

    Ein schwarzer Tag

    April 21 in Sri Lanka ⋅ ⛅ 30 °C

    Gut gelaunt und nichts Böses ahnend sind wir aufgestanden, bevor wir wieder in das Tuk Tuk stiegen, um einen weiteren Tempel zu besuchen. Eigentlich hatten wir einen entspannten Tag ohne weitere Anstrengungen geplant, aber schon wieder: Treppen über Treppen 🙈🙈 Die morgendliche Dusche hätten wir uns auch sparen können 😅 Der Tempel hat sich für einen schmalen Taler auf jeden Fall gelohnt. Wenig Touristen, viele Skulpturen und Höhlenmalereien warteten auf uns.

    Wieder im Hotel angekommen haben wir in aller Ruhe gepackt, bis der Hotelmanager an der Tür klopfte. Er fragte, ob wir die Nachrichten von Sri Lanka verfolgen. Wie auch in Deutschland halte ich mich im Urlaub meist nicht über aktuelle Ereignisse in der Welt auf dem Laufenden und war völlig ahnungslos. Er berichtete uns von den schrecklichen Bombenanschlägen in Colombo und Negombo. Als der Name Negombo fiel, wurde uns schlecht, denn das war unser nächstes Reiseziel. Hotel und Taxi waren gebucht. Wir beschlossen trotzdem zu fahren. Unser Flieger geht in wenigen Tagen und irgendwann müssen wir sowieso in das Krisengebiet. Da alle Freunde und Verwandten in Deutschland noch im Bett lagen, habe ich schnell per WhatsApp gemeldet, dass es uns gut geht.

    Der Taxifahrer fuhr noch kurz an seinem Haus vorbei. Die wütende Frau und Mutter standen daneben und haben lange auf ihn eingeredet und geschimpft. Man muss die Sprache nicht sprechen, um zu verstehen, dass sie sich Sorgen um ihn machen und ihn nicht fahren lassen wollten. Er fuhr trotzdem und so begannen die Tage in Negombo im Ausnahmezustand.

    Ich wollte mich bei meinen Freunden melden, dass wir gut angekommen sind und hatte schon befürchtet, dass ich von einer Nachrichtenflut überrollt werde. Aber falsch gedacht...die Regierung hielt es für eine gute Idee sämtliche Internet basierten Kommunikationsmöglichkeiten abzustellen 🤷🏻‍♀️ Auch eine Ausgangssperre wurde verhängt. Ein komisches Gefühl kam bei uns auf.
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  • Day11

    Sigirya und die Elefanten

    April 20 in Sri Lanka ⋅ 🌧 32 °C

    Für heute haben wir uns die Fragen aller Fragen gestellt: welchen Berg besteigen wir? Sigirya oder Pidurangala? Sigirya ist eine sehr bekannte Tempelanlage auf einer außergewöhnlichen Felsformation. Der Eintritt würde mit 30 Euro schon wieder ein kleines Loch in unsere Urlaubskasse reißen. Pidurangala war mit 2,50 Euro wesentlich günstiger und versprach einen fantastischen Blick auf Sigirya. Allerdings haben wir gelesen, dass der Aufstieg der letzten Etappe des Berges nur für Bergziegen geeignet ist 😅 Man sollte super fit sein und sich am Besten einen Guide mitnehmen. Diana kam wieder ins Zweifeln. Aber unser Hotelmanager beruhigte uns und meinte, dass selbst sein 80-jähriger Opi schon oben war. Also wagten wir es. 1400 Stufen gingen nicht spurlos an uns vorüber. Schweißgebadet machten wir an der ersten Etappe halt und bestaunten die bereits jetzt schon atemberaubende Aussicht. Das letzte Stück war wirklich nicht ganz einfach und wir sahen den ein oder anderen Wanderer scheitern. Uns machte aber gerade das Klettern am meisten Spaß. Oben angekommen waren wir heilfroh, dass wir uns für diesen Berg entschieden hatten, denn wir sahen die Menschenmassen, die auf der Treppe zum Sigirya auf ein Weiterkommen warteten. Auf dem Pidurangala war der Touristenansturm echt erträglich.

    Auf dem Weg nach unten sind wir aus Versehen vom Weg abgekommen und waren auf einmal im Tiefsten Busch. Aber auch in solchen Situationen verlieren wir nie unseren Humor und lachten uns darüber kaputt. Letztendlich kamen wir doch irgendwie an.

    Und dann sollte es endlich passieren: auf dem Heimweg haben wir den ersten Elefanten im Fluss gesehen 🤩 Jetzt waren wir angefixt und wollten unbedingt noch mehr dieser schönen Tiere sehen. Am Abend sollte es dann zum nahegelegenen Nationalpark zu einer weiteren Safari gehen.

    Sehr gespannt sind wir in den Jeep, der uns direkt vom Hotel abholte, eingestiegen. Der Fahrer war uns vom ersten Eindruck überhaupt nicht sympathisch. Und unser Bauchgefühl sollte sich bestätigen. Für den Eintritt wollte er uns mehr als das Doppelte berechnen. Zum Glück habe ich ihn zur Kasse begleitet und solange diskutiert, bis wir doch nur den tatsächlichen Preis zahlen durften. Das fängt ja schon mal gut an 😑 Aber durch den Ärger haben wir ganze 20 Euro gespart. All das konnten wir schnell vergessen, als wir die ersten Elefanten im Gebüsch entdeckten. Es war ein unglaubliches Gefühl den Tieren in der Wildnis so nah zu sein. Leider beendete der Fahrer nach einer Stunde abrupt das Vergnügen und fuhr wieder zum Hotel. Wahrscheinlich war er sauer, weil er uns nicht so ausnehmen konnte wie geplant. Ich hatte ihn nochmal gefragt warum die Fahrt schon zu Ende ist, aber er tat so als würde er uns nicht verstehen. Unserem Hotelmanager berichtete er dann, dass wir uns gewünscht hätten zurück zu fahren, weil uns warm war. Blöde Menschen findet man also überall auf diesem Planeten 🤷🏻‍♀️ Darüber geärgert haben wir uns aber nur kurz, denn so viel negative Energien war er nicht wert.

    Am Abend gab es wieder den alltäglichen Stromausfall, an den wir uns schon fast gewöhnt haben. Dann spielen wir halt unser Würfelspiel im Kerzenschein 😁 Durch das Gewitter hat es an mehreren Stellen im Zimmer reingeregnet. Aber unser Bett war nicht betroffen. Man übt sich ja im Urlaub in Bescheidenheit und Gelassenheit - mit Erfolg. Also kein Grund um Trübsal zu blasen 😉
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  • Day10

    Der Mann auf dem Dach

    April 19 in Sri Lanka ⋅ ⛅ 32 °C

    Wieder klingelte 5 Uhr der Wecker. Diesmal stand jedoch kein Ausflug bevor. Wir wollten einfach den fantastischen Ausblick in der Morgendämmerung genießen. Eine halbe Stunde später ging es wieder ins Bett bevor 9 Uhr das leckere Frühstück auf unserem Balkon stand. Wir kosteten jede einzelne Minute aus und checkten wieder erst auf den letzten Drücker aus.

    Das Taxi wartete bereits auf uns. Der Fahrer machte zu Beginn einen sympathischen Eindruck. Er war ein tiefgläubiger Buddhist. Allerdings mussten wir uns kurz später dafür rechtfertigen, warum wir nicht alle Tempel und Kräutergärten besucht haben, um das Land und die Kultur zu unterstützen. Am liebsten wäre er über Kandy gefahren, damit wir den Zahntempel besichtigen können. Wir hatten uns im Vorfeld jedoch bewusst gegen Kandy entschieden und waren sehr genervt von seinem Monolog. Als er uns kurz darauf viele Fragen über das Sexleben in Deutschland stellte, wollten wir einfach nur schnell in Dambula ankommen. 🙈

    Nachdem uns Ella sehr verwöhnt hat, waren wir ernüchtert von Dambula. Viele Blechhütten, wenig Restaurants...alleine der Tempel schien ein hübscher Anlaufpunkt dieser Stadt zu sein. Wir legten große Hoffnungen in unser Luxusresort. Von Luxus war dort jedoch wenig zu spüren. Ein grüner Pool, ein riesiger verlassener Garten und das verlassene Haus wirkten eher wie die Kulisse aus einem Horrorfilm. Wir riefen laut nach Angestellten, von denen weit und breit niemand auffindbar war. Also setzten wir uns kurz in den Garten und warteten. Und dann sahen wir einen Mann auf dem Dach - mit Gewehr in der Hand 😳😳

    Nach dem ersten Schock stellte sich heraus, dass dieser anfangs sehr gruselige Mann einer der nettesten Bekanntschaften dieses Urlaubs werden sollte. Der herzensgute Hotelmanager, dessen einzige Gäste wir waren, las uns jeden Wunsch von den Lippen ab. Er gab uns viele Tipps für die kommenden Tage und brachte uns wieder ein Stück Mentalität des Landes näher. So fielen wir Abends doch tiefenentspannt in das riesige gemütliche Bett in unserem upgegradeten Deluxezimmer.
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  • Day9

    Zauberhaftes Ella

    April 18 in Sri Lanka ⋅ ⛅ 32 °C

    In Ella haben wir uns sofort wohl gefühlt und kamen aus dem Staunen nicht mehr raus. Riesige Hörnchen und verschiedene Vögel tummelten sich vor unserer Wahnsinns Terrasse mit Blick auf dem Wasserfall. Wir wollten hier unbedingt noch eine Nacht bleiben und fragten nach Verlängerung. Die Enttäuschung war groß, als wir erfuhren, dass die Nacht bereits ausgebucht ist. ☹️ Wir taten uns schwer eine neue Unterkunft zu finden, da wir dachten, dass keine Andere mit dieser mithalten kann. Aber es nützte ja nichts, wir buchten und verließen zum letztmöglichen Zeitpunkt unsere Wasserfallunterkunft. Die Tuk Tuk Fahrt war außergewöhnlich lustig. Der Fahrer - in unserem Alter - hatte eine total witzige Lache und machte immer Späße mit uns. Ich hab ihn direkt gefragt was es kosten würde ihn für den heutigen Tag als unseren persönlichen Fahrer zu buchen. Für nur 10 Euro am Tag konnten wir uns so einige Anstrengungen in der Hitze ersparen.

    Angekommen an der neuen Unterkunft kamen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus. Kann das möglich sein? Wir hätten es nicht geglaubt, aber dieser Ausblick war noch atemberaubender als der vorige. Zum Genießen blieb jedoch nur wenig Zeit...das Tuk Tuk wartete ja auf uns 😅

    Unser erster Anlaufpunkt war die Nine Arch Bridge. In sengender Hitze kletterten wir schnell den Berg runter, denn der Fahrer sagte uns, dass 12:30 Uhr der Zug über die Brücke fährt. Aber er hatte Verspätung und wir warteten eine Weile am besten Aussichtspunkt. Währenddessen entwickelten wir uns zu kleinen Berühmtheiten. Wir wurden von vielen Einheimischen angesprochen und gefragt, ob man ein Foto mit uns machen könnte und wie unser Instagram-Profil zu finden ist. Wir waren Anfangs ein bisschen verwirrt, blieben aber nett und ließen uns fotografieren. Als sie jedoch nach Küssen fragten, machten wir uns schnell aus dem Staub, fotografierten noch den Zug auf der Brücke und kletterten den Berg wieder hinauf. Das brachte uns ein erstes Mal am heutigen Tag an unsere Leistungsgrenzen. Diana war kurz vor dem Kreislaufkollaps. Also wieder schnell ins Tuk Tuk und den Fahrtwind genießen.

    Unsere nächste Station sollte der Little Adams Peak sein. Wir hofften, dass wir möglichst weit fahren konnten um möglichst wenig zu laufen. Es stand uns trotzdem ein 40 minütiger Fußmarsch bevor. Nach der ersten Treppe gab Diana auf und wollte an dieser Stelle auf mich warten. Also wagte ich den Aufstieg alleine. Aber er war weniger anstrengend als gedacht. Und für diesen Ausblick haben sich die Strapazen mehr als gelohnt. Ich machte einige Bilder und beeilte mich um wieder zu Diana zu kommen, damit sie nicht so lange alleine warten muss. Nachdem ich ihr die Bilder zeigte, war sie überrascht wie schön es dort oben ist und haderte mit sich selbst. Sie fragte, ob ich bereit wäre den Berg ein zweites Mal zu erklimmen. Und das hab ich natürlich gerne für Sie gemacht - auch wenn ich danach aussah wie geduscht. 😅

    Auf dem Weg zum Hotel hielten wir in einem Restaurant und probierten - auf Empfehlung des Tuk Tuk Fahrers - das einheimische Roti. Die Optik war zwar gewöhnungsbedürftig, aber der Geschmack war der Wahnsinn 🤩 Warum gibt es in Deutschland nicht diese Gerichte?

    Unser Heimweg wurde von einem heftigen Regenschauer unterbrochen, sodass wir in noch einer Bar für ein Bier stoppen mussten. Ein Glücksgriff wie sich herausstellte. Nach kurzer Zeit saßen wir mit den Angestellten am Tisch und hielten Small Talk.

    Im Hotel angekommen, stellten wir fest, dass der Strom nicht mehr funktionierte. Uns wurde gesagt, dass die Regierung ihn abgestellt hatte. Die Regierung - die ist aber auch an allem Schuld 😂😂😂
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  • Day8

    Whale Watching

    April 17 in Sri Lanka ⋅ 🌫 29 °C

    Wieder begann unser Tag sehr früh. Nach der kurzen Nacht gestern fühlte es sich aber an wie ausschlafen als 5 Uhr der Wecker klingelte. Es sollte auf eine Whale watching Bootstour gehen. Unsere Erwartungen waren nach der Enttäuschung im Yala Park nicht sehr hoch. Aber allein für den Sonnenaufgang auf hoher See hat es sich schon gelohnt. Wir schipperten gefühlt mehrere Stunden immer weiter weg von der Küste. Irgendwann entdeckte Diana ein paar Delfine am Horizont. Sie sprangen aus dem Wasser und drehten kunstvolle Pirouetten. Der Kapitän schien die Delfine nicht weiter zu beachten und gab weiter Vollgas. Es wartete wohl noch Besseres auf uns. Und dann passierte es: eine riesige Fontäne kam aus dem Wasser. Wir freuten uns riesig. Diana hatte sogar Tränchen im Auge. Insgesamt haben wir 5 Blauwale und bestimmt 200 Delfine gesehen. Dieser Ausflug war wirklich jeden Cent wert.

    Danach folgte wieder unser verspätetes Frühstück. Währenddessen versuchte ich ein Taxi zu bestellen. Denn heute wollten wir uns von Mirissa verabschieden und Richtung Berge im Landesinneren fahren. Das hatte ich mir echt leichter vorgestellt. Nachdem 2 mal unsere Fahrten gecancelt wurden, haben wir doch unsere Hotelmanagerin - trotz 70 Dollar Preis - gefragt. Aber auch sie hatte keinen Fahrer. Ich stiefelte in die Stadt und fragte mich an Taxiständen durch...keine Chance. Ein letzter Versuch mit der App Pick-Me und das Taxi kam tatsächlich zu uns. Ein echter Glücksgriff. Für günstige 35 Euro bekamen wir einen der nettesten Fahrer dieses Urlaubs. Er wollte sogar sein Mittagessen mit uns teilen. Auf der Fahrt kam es zu dem ein oder anderen Stau auf dem Highway, weil eine Gruppe von Kühen sich breit gemacht hatte 😅 Die Menschen in Sri Lanka achten sehr auf die Tiere und bremsen auch für jeden Hund.

    Umso näher wir Ella kamen, umso mehr kamen wir aus dem Staunen nicht mehr raus. Diese Berge, diese Wasserfälle 😱 Wir fragten uns wie das alles ein anderes Urlaubsland überbieten sollte. Der Weg zu unserem Homestay erwies sich als sehr abenteuerlich. Selbst mit MapsMe war es kaum auffindbar. Also fragten wir bei einer Unterkunft nach und lernten dabei die sehr nette und deutschsprachige australische Inhaberin kennen, die uns einen Schleichweg zeigte. Im strömenden Regen stapften wir mit unseren Rucksäcken zum Ziel.

    Neben unserem Zimmer wohnte ein schweizerisches Pärchen, die uns von ihrer sehr stressigen Reise mit dem Zug erzählten. Durch die Ferien gab es keine Chance auf Sitzplätze und die Fahrt dauert 8 Stunden. Wir waren froh über den Hinweis und schmissen unsere Pläne über den Haufen.

    Irgendwann floss wie auf Knopfdruck direkt vor unserer Terrasse strömendes Wasser den Berg hinunter. Wie konnte ein Tag nur so schön sein?
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  • Day7

    Der Yala-Wahnsinn und das Ameisennest

    April 16 in Sri Lanka ⋅ ⛅ 33 °C

    Nach vielleicht 4 Stunden Schlaf riss uns der Wecker 2 Uhr Morgens aus den Träumen. Aber was tut man nicht alles für die bevorstehende Safari 😉 Pünktlich 3 Uhr standen wir am vereinbarten Punkt. Von dem Taxi Fahrer weit und breit keine Spur. 30 Minuten später waren wir kurz davor die Hotelinhaberin aus dem Bett zu klingeln, als er dann endlich kam. Er erzählte uns, dass er schon seit zwei Tagen wach ist. Sehr beruhigend 😅😅 Sein Fahrstil hat auch zu dem ein oder anderen Beinahe-Herzinfarkt bei uns geführt. Als wir dann 6 Uhr in der Nähe des Yala Parks waren, hatten wir den Eindruck, dass er eher keine Ahnung hat, wie man in diesen Park kommt bzw. einen Jeep organisiert. Wir fuhren wild umher und er telefonierte ununterbrochen. Unser Plan bei Sonnenaufgang den Park zu betreten, wurde mit jeder Minute unrealistischer. Eine Stunde später stiegen wir endlich in unseren Jeep, der mal eben noch 5000 Rupien extra gekostet hat. Das hat uns ja wieder keiner gesagt 😅 Ebenso wenig wie, dass wir den Eintritt für den Taxifahrer und dessen Bruder mitzahlen müssen. Aber was soll der Geiz, wir sind schließlich im Urlaub. Voller Erwartungen erkundeten wir die Sträucher des artenreichsten Nationalparks der Insel. Zu Beginn sind wir bei jedem Schwein, jedem Ochsen, jedem Reptil vor Freude fast aus dem Jeep gesprungen. Nach und nach wuchs jedoch die Enttäuschung, dass wir weder Elefanten, noch Geparden oder Bären sehen konnten. Der Fahrstil des Jeep-Fahrers glich dem des Taxifahrers und wir waren nach 3 Stunden gut durchgeschüttelt. Wir waren dann doch ganz froh wieder ins Hotel zu fahren.

    Dort frühstückten wir (nachmittags 14 Uhr) erstmal ausgiebig, denn nach 12 Stunden Fasten ging es uns doch nicht mehr so gut. Abends liefen wir eine Runde am Strand und entdeckten eine kleine Insel, die man zu Fuß erreichen konnte. Der Weg zur Spitze des Berges war mit meiner Höhenangst schon eine kleine Herausforderung, denn rechts und links neben den winzigen Stufen ging es weit in die Tiefe.
    Auf dem Rückweg gönnten wir uns an unserem letzten Mirissa-Abend einen Cocktail für zwei Euro und kauften noch ein paar Souvenirs.

    Wir freuten uns wahnsinnig auf einen gemütlichen Abend im Bett mit unserer Serie und der vom Vorabend übrig gebliebenen Pizza. Diana konnte es nicht abwarten und verputzte ihre Stücken bereits bevor ich das Tablet eingeschaltet hab. Jetzt endlich abschalten und von den Strapazen erholen. Aber es sollte nicht sein. Am ganzen Körper hat es uns gekrabbelt. Die Ursache war schnell gefunden: das Bett war eine einzige Ameisenfarm. Ich wunderte mich, woher die kamen, denn am Vorabend haben wir keine bemerkt. Und dann der Schock: der Pizzakarton 🙈🙈🙈 Diana war richtig verzweifelt, denn sie hatte definitiv Ameisen gegessen. Nachdem ich sie beruhigt hatte und ihr sagte, dass andere dafür Geld zahlen um Ameisen zu essen, musste ich richtig lange über uns lachen 😂 Diana tat mir schon leid, aber ich hatte das Gefühl als wären wir zwei Figuren aus einer Comedy Sendung. Später ergoogelten wir die Art der „Pharaoameisen“ - der kleinsten Ameise der Welt. Sie gilt als Krankheitsüberträger und hat eine Vorliebe für menschliches Fleisch und Blut. Darauf wollten wir am liebsten einen Schnaps trinken.
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  • Day6

    Reise nach Mirissa

    April 15 in Sri Lanka ⋅ ⛅ 32 °C

    Sehr zeitig haben wir den Tag heute begonnen, um den frühesten Zug nach Mirissa zu kriegen. Wir waren die ersten beim Frühstück und mussten die Hippies etwas motivieren, dass wir pünktlich unser Essen bekommen und auschecken können. Ich denke sie waren etwas überfordert mit unserer deutschen Pünktlichkeit 😅 Dennoch hat alles geklappt. Am Bahnhof ahnten wir jedoch das Schlimmste. Menschenmassen strömten ausgerechnet zu unserem Gleis 🙈 Als der Zug ankam, fragten wir uns, wie da überhaupt noch Passagiere reinpassen sollten. Wir drängelten uns durch und sicherten uns die letzten Stehplätze direkt an der Tür. Zumindest war das unsere Theorie...die Einheimischen haben aber immer noch Platz gesehen, wo es eigentlich keinen mehr gab. Kurz vor Abfahrt sprangen noch 5 Menschen auf das Fußbrett außen am Zug. Auch die minimalste Bewegung war nicht mehr möglich. Zwei Stunden absolute Horrorfahrt hatten wir jetzt vor uns. Manchmal standen gleich mehrere Menschen auf meinen Füßen, ich hatte verschwitze Arme im Gesicht und mir lief der Schweiß den Rücken runter. Eine Haltestelle vor Mirissa stiegen wir aus, weil der Bahnhof näher an unserem Hotel schien. Wir stiegen aus und bemerkten, dass in der Umgebung keine Stadt war, keine Straße, nichts...ein Trampelpfad führte uns durch den Busch. Leichte Panik kam auf, da der Zug bereits weggefahren ist und der nächste erst am Nachmittag fuhr. Also Augen zu und durch 🙈 Einige Äffchen liefen uns über den Weg, was die Stimmung für einen Augenblick erhellte. An der Straße angekommen haben wir direkt ein Tuk Tuk gefunden. Also wieder umsonst Sorgen gemacht 😅 Irgendwie kommt man immer ans Ziel.

    In Mirissa sahen wir das erste mal jede Menge Touristen. Die Stadt scheint ein Highlight zu sein. Wir waren gespannt auf die kommenden Tage. Da wir noch nicht Einchecken konnten, liefen wir an den Strand und genossen ein paar Stunden Sonne. Der Strand ist wunderschön und trotz der Masse an Urlaubern nicht überlaufen. Auch unser neues Hotel hat uns gut gefallen. Die liebe Inhaberin kümmerte sich rührend um unsere Anliegen und organisierte die nächsten Tage für uns. Wenn sie nicht gerade Geld gezählt hat. 😂 Es schien ihre Lieblingsbeschäftigung zu sein, zu checken wie viele Rupien sich in ihrem dicken Portemonnaie befinden. 😅

    Zum Sonnenuntergang wollten wir auf den Coconut Tree Hill. Wir hatten keine Ahnung wie weit der Berg entfernt ist. Maps Me prophezeite uns einen Fußmarsch von knapp einer Stunde. Also wurde wieder Tuk Tuk gefahren. Nach gefühlten 200 Metern waren wir aber doch schon da. Das war die kürzeste Fahrt unseres Urlaubes. Bei 20 Cent mussten wir uns aber nicht ärgern 😉 Der Coconut Tree Hill ist nicht umsonst Bestandteil des Fotoalbums der meisten Sri-Lanka Urlauber. Allerdings waren wir nicht die Einzigen, die den Berg erkunden wollten. Ein Foto zu schießen, auf dem nicht 20 Andere mit zu sehen sind, war eine echte Herausforderung. Nach unserem Shooting suchten wir uns eine ruhigere Ecke und genossen die Aussicht, als sich ein Einheimischer neben uns setzte. Wir erklärten ihm, dass wir den Moment alleine genießen wollten, aber er ließ nicht locker. Er hatte so viele Fragen, wie etwa: Bist du aus Israel? Nein? Warum trägst du dann das Haarband? 😅🙈 Das muss ich nicht verstehen, oder?

    Wieder gingen wir sehr früh ins Bett, da wir wussten, dass uns eine kurze Nacht bevorsteht. 2 Uhr soll der Wecker klingeln damit wir rechtzeitig zum Sonnenaufgang den größten Nationalpark der Insel - Yala - erreichen.
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  • Day5

    Galle - im Hippiedorf

    April 14 in Sri Lanka ⋅ ☀️ 33 °C

    Wir waren schon etwas traurig das schöne Resort zu verlassen, aber freuten uns auch auf neue Abenteuer.

    Heute feierten die Buddhisten Neujahr. Das ganze Land hatte Ferien und war auf dem Weg nach Hause. Wir wurden vor überfüllten Zügen und fehlenden Taxis gewarnt. Wir probierten es trotzdem...Risiko 😅✌🏼 Trotz fehlendem Sitzplatz im Zug war die Fahrt ein Highlight. Wir saßen in der dritten Klasse unter den Einheimischen an den während der Fahrt offenen Türen und genossen die Aussicht.

    In Galle erwartete uns ein sehr spezielles Homestay. Übernachtungen in einem Hippiecamp im Baumhaus oder kleinen Strandhütten klang irgendwie reizvoll für uns. Sagen wir mal so...es war eine Erfahrung wert 😅 mehr aber auch nicht. Auf ein Bett ohne Bettdecken und ein Zimmer mit über 40 Grad hätten wir auch verzichten können. Außerdem fühlten wir uns mit wenig bis gar keinem Internetzugang und fernab der Stadt etwas von der Zivilisation abgeschnitten. Dafür wurden wir mit einem wunderschönen Sonnenuntergang in unserer einsamen Strandhütte belohnt. Auch die Angestellten waren sehr nett und interessiert. Es wurde ein traditioneller Brauch zum Neujahr aufgeführt und das Festmahl brüderlich geteilt.
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