• Diana Rohmann
  • Diana Rohmann

Colombia 🇨🇴

A 16-day adventure by Diana Read more
  • Trip start
    February 21, 2026

    Anreisetag – Von Frankfurt nach Bogotá

    February 21 in Colombia ⋅ ☁️ 18 °C

    Unser Abenteuer begann für uns alle früh – für Jenny allerdings noch sehr viel früher. Während wir noch tief und fest schliefen, lag sie offenbar schon wach, voller Aufregung und mit wachsender Sorge, wir könnten zu spät losfahren. Um 3 Uhr und nochmal um 5 Uhr morgens schrieb sie uns Nachrichten mit dem Vorschlag, lieber eine Stunde früher aufzubrechen. Nur dumm, dass wir alle ganz vorbildlich im Flugmodus waren und nichts davon mitbekamen. Also starteten wir den Tag genau wie geplant – ohne zusätzliche Panik und ohne Hektik.

    Und siehe da: Es lief alles wie am Schnürchen. Kein Stau, keine Verzögerungen, und wir waren sogar so früh am Flughafen, dass wir noch ganze zwei Stunden entspannt am Gate verbringen konnten. Dort trafen wir auch Sabrina wieder, die separat mit dem Zug angereist war. Damit war unsere fünfköpfige Gruppe am Flughafen vollständig – und bereit für den großen Sprung nach Kolumbien.

    Der elf Stunden lange Flug von Frankfurt nach Bogotá war dann allerdings ein wenig anstrengend. Es war ungewöhnlich warm im Flugzeug, und die trockene Luft machte das Ganze nicht angenehmer. Mein Hals fühlte sich noch einen Tag später völlig ausgetrocknet an. Trotzdem landeten wir schließlich sicher und wohlbehalten in Bogotá – ein Moment, der sich gleichzeitig unwirklich und aufregend anfühlte.

    Die Einreise verlief erstaunlich schnell, und auch ein Taxi war rasch gefunden. Natürlich wäre es keine richtige Anreise ohne eine kleine Komplikation: Geld abheben funktionierte weder bei Kristian noch bei mir, weil meine Kreditkarte offenbar nicht international freigeschaltet war. Aber zum Glück reist man nicht allein. In einer Gruppe findet sich immer jemand, bei dem es funktioniert – und so hatten wir am Ende doch Bargeld.

    Auch die Internetfrage entwickelte sich zu einem kleinen Abenteuer. Einige eSIM-Karten wollten nicht funktionieren, und ich selbst konnte gar keine installieren. Die Alternative wäre eine physische SIM-Karte gewesen – aber entweder waren die Schlangen riesig oder die Angebote völlig überdimensioniert. Also startete ich erst einmal ohne Internet in dieses Abenteuer. Zum Glück ist man in einer Gruppe nie wirklich offline.

    Im Hotel angekommen, wartete Martin bereits seit einem Tag auf uns und begrüßte uns mit kaltem Bier. Viel Energie hatten wir nicht mehr, aber für einen kurzen Abstecher in den Supermarkt und eine Dusche reichte es noch, bevor wir erschöpft ins Bett gefallen sind.
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  • Bogoto von oben

    February 22 in Colombia ⋅ ☁️ 16 °C

    Nach unserem eher schmalen Hotelfrühstück machten wir uns auf den Weg Richtung Seilbahn. Unterwegs legten wir noch einen Stopp bei einer kleinen Bäckerei ein – eine sehr gute Entscheidung. Mit frischem Kaffee, Orangensaft und etwas richtig Leckerem zu essen fühlte sich der Morgen gleich viel besser an. Dabei fiel uns allerdings auf, dass wir ungewöhnlich oft angeschaut wurden. Wir dachten zuerst, wir fallen einfach als Nicht-Spanischsprechende auf – denn hier spricht wirklich jeder Spanisch. Englisch scheint kaum jemand zu können. Ich war in diesem Moment sehr froh, dass ich zumindest ein paar Monate vorher mit Duolingo angefangen hatte und wenigstens ein bisschen verstehen konnte, auch wenn mir das Sprechen noch schwerfällt.

    Dann stellte sich heraus, dass der Grund für die Blicke ein ganz anderer war: Hinter uns saßen eine Schweizerin und ihre kolumbianische Freundin – und sie hatten uns Deutsch sprechen hören. Sie kamen mit uns ins Gespräch und gaben uns direkt einen wichtigen Tipp. Die Seilbahn, die wir ursprünglich nehmen wollten, würden sie uns nicht empfehlen, da der Weg dorthin durch ein unsicheres Viertel führt. Ohne einheimische Begleitung sei das keine gute Idee. Conny und ich hatten ohnehin schon ein mulmiges Gefühl gehabt, aber spätestens nach dieser Warnung war klar: Wir ändern unseren Plan.

    Also machten wir uns stattdessen auf den Weg nach Monserrate.

    Der Weg dorthin war stellenweise überraschend leer – kaum vorstellbar in einer Stadt mit rund zehn Millionen Einwohnern. Doch plötzlich änderte sich das Bild komplett. Wir liefen an einer großen Veranstaltung vorbei, vielleicht ein Marathon oder ein Stadtlauf. Überall waren Menschen, Stände und Märkte, und einige von uns nutzten jede Gelegenheit, um Street food zu probieren.

    Schließlich kamen wir an der Seilbahn an, standen eine Weile an und fuhren dann nach oben. Die Aussicht war beeindruckend. Erst von dort oben wurde wirklich klar, wie riesig Bogotá ist. Die Stadt erstreckt sich scheinbar endlos in alle Richtungen.

    Nach einiger Zeit wurde mir allerdings etwas schwummrig. Schon vorher hatten wir beobachtet, dass immer wieder Helfer vom Roten Kreuz unterwegs waren und Menschen betreuten. Auf über 3.000 Metern Höhe ist die Luft eben spürbar dünner. Mir kribbelten die Beine, und ich musste mich kurz hinsetzen. Zum Glück hatten die anderen etwas zu trinken dabei, und nach einer Pause ging es mir wieder besser.

    Inzwischen zogen dunkle Wolken auf, und wir wollten möglichst schnell wieder nach unten. Doch die Schlange für die Seilbahn war inzwischen endlos und bewegte sich kaum. Als es dann plötzlich anfing zu hageln, suchten wir erst einmal Schutz. Danach beschlossen wir spontan, den Wanderweg nach unten zu nehmen. Ausgestattet mit Regenponchos machten wir uns an den Abstieg.

    Es wurde zu einem kleinen Abenteuer. Der Weg war gut ausgebaut, aber durch den Regen rutschig. Die anderen waren etwas schneller unterwegs, während ich vorsichtig Schritt für Schritt nach unten ging – immer mit der leisen Angst, auszurutschen. Nach etwa einer Stunde kamen wir unten an. Komplett durchnässt. Schuhe nass, Kleidung nass – alles nass.

    Wir bestellten uns ein Uber zurück zum Hotel. Der Rest des Abends bestand aus Essen, Aufwärmen und dem Versuch, unsere Schuhe irgendwie wieder trocken zu bekommen.
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  • Getrennte Wege und ein Buchungsfehler

    February 23 in Colombia ⋅ 🌧 23 °C

    Unser Morgen begann entspannt. Wir frühstückten in Ruhe, packten unsere Sachen und checkten gegen 11 Uhr aus. Dann machten wir uns auf den Weg zum Flughafen für unseren Weiterflug von Bogotá nach Armenia. Dort fiel den Jungs plötzlich auf, dass sie sich nicht einchecken konnten. Zuerst dachten wir, es sei nur ein technisches Problem, das sich am Schalter schnell lösen ließe.

    Also standen wir eine ganze Weile am Schalter und warteten, während sie mit den Mitarbeitenden diskutierten. Irgendwann kamen sie dann grinsend auf uns zu – mit einer Nachricht, die gleichzeitig absurd und irgendwie typisch war: Sie hatten den Flug nicht für heute, sondern für den 23. März gebucht. Genau einen Monat später. Und natürlich war der heutige Flug komplett ausgebucht.

    Also blieb uns nichts anderes übrig, als uns aufzuteilen. Wir Mädels flogen zu viert schon mal nach Armenia, während die Jungs sich um eine Umbuchung kümmerten – mit 100 Euro Verlust. Ein teurer Buchungsfehler.

    Wir kamen etwa eine Stunde vor ihnen am Ziel an und fuhren schon mal ins Hotel. Dort nutzten wir die Zeit sinnvoll: Wir erkundeten die Anlage, schauten uns den Pool und die Sauna an und verbrachten den restlichen Nachmittag einfach in der Sonne. Es tat gut, nach den letzten intensiven Tagen einfach mal nichts zu tun.

    Irgendwann wunderten wir uns allerdings, wo die Jungs blieben. Es wurde später und später. Unsere Sorgen waren am Ende – wenig überraschend – völlig unbegründet. Sie waren essen gewesen. Natürlich. Ihre absolute Lieblingsbeschäftigung im Urlaub.

    Am Abend gingen wir noch gemeinsam im Hotelrestaurant essen. Das gestaltete sich etwas schwierig, da die Karte wieder ausschließlich auf Spanisch war und viele Gerichte gar nicht verfügbar waren. Am Ende blieben nur ein paar wenige Optionen übrig – und die Portionen waren eher überschaubar. Da das Hotel mitten im Nirgendwo lag und es keine Alternativen in der Nähe gab, mussten wir uns damit zufriedengeben. Umso besser, dass die Jungs bereits vorab gegessen hatten.

    Danach passierte nicht mehr viel. Wir gingen früh ins Bett – und waren nun endgültig in Armenia angekommen.
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  • Kaffee, bunte Häuser und Wachspalmen

    February 24 in Colombia ⋅ 🌧 19 °C

    Heute stand ein Tagestrip rund um Armenia auf dem Plan – und der begann direkt mit einem Highlight: einer Kaffeefarm. Dort bekamen wir nicht nur erklärt, wie eine Kaffeepflanze wächst und welche Stadien sie durchläuft, sondern durften tatsächlich selbst Hand anlegen. Mit Körbchen ausgestattet gingen wir zwischen die Sträucher und ernteten unsere eigenen Kaffeekirschen.

    Nach etwa zehn Minuten wurde uns allerdings schnell klar, wie schwierig diese Arbeit wirklich ist. In unseren Körbchen lagen gerade einmal ein paar wenige Kirschen. Unser Guide erklärte uns, dass die Arbeiter pro Kilo nur etwa 1.000 Pesos bekommen. Umgerechnet bedeutet das, sie müssen rund 20 Kilo am Tag ernten, um etwa sechs Euro zu verdienen. Nachdem wir es selbst versucht hatten, konnten wir erst richtig nachvollziehen, wie hart diese Arbeit ist. Es hat unseren Respekt vor den Kaffeeerntern enorm wachsen lassen.

    Die Führung war insgesamt sehr ausführlich und dauerte fast drei Stunden. Wir erfuhren alles über den Anbau, die Pflege und die Verarbeitung der Pflanzen. Am Ende durften wir auch einen frisch zubereiteten Kaffee probieren – ein schöner Abschluss nach dieser intensiven und lehrreichen Erfahrung.

    Mittags ging es weiter nach Salento. Dort suchten wir uns erst einmal ein Restaurant und stärkten uns ausgiebig. Kaum saßen wir, fing es draußen an, in Strömen zu regnen. Wir waren ehrlich gesagt ziemlich froh über unseren trockenen Platz – gleichzeitig machten wir uns aber Sorgen, weil eigentlich noch eine Wanderung im Cocora-Tal geplant war.

    Zum Glück ließ der Regen deutlich nach, als wir wieder draußen waren. Also nutzten wir die Zeit und schlenderten noch ein wenig durch Salento. Die bunten Häuser, kleinen Läden und liebevoll gestalteten Straßen machten dem Ruf des Ortes alle Ehre. Es war wirklich schön anzusehen – auch wenn alles noch leicht vom Regen glänzte.

    Anschließend fuhren wir weiter ins Cocora-Tal. Dort regnete es nicht mehr, allerdings war es entsprechend matschig. Trotzdem machten wir uns auf den Weg bergauf. Ganz bis zum Gipfel schafften wir es zeitlich nicht, aber fast – denn wir standen ein wenig unter Druck. Unser Fahrer hatte ursprünglich noch einen weiteren Stopp eingeplant.

    Der Aufstieg war jede Anstrengung wert. Die riesigen Wachspalmen ragten eindrucksvoll in den Himmel, und erstaunlicherweise war es gar nicht so überlaufen, wie man es von solchen Orten kennt. Wir nutzten die Gelegenheit für ungefähr eine Million Fotos.

    Da es inzwischen recht spät geworden war, beschlossen wir, den letzten geplanten Halt – noch eine weitere Stadt mit bunten Häusern – auszulassen. Stattdessen fuhren wir lieber in der Nähe unseres Hotels etwas essen. Unser Fahrer war sogar so nett, uns danach direkt bis zum Hotel zurückzubringen.

    Gegen 20 Uhr waren wir wieder dort und ließen den Abend ruhig ausklingen. Die anderen gingen noch in die Sauna, während ich lieber verzichtete. Seit ein paar Tagen kränkele ich etwas, und der Tag war für mich ziemlich anstrengend. Also entschied ich mich für Erholung statt Hitze – und fiel müde ins Bett.
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  • Ankunft in Medellín

    February 25 in Colombia ⋅ ☁️ 23 °C

    Unser Tag begann entspannt am Pool. Nach dem anstrengenden Vortag hatten wir kurz überlegt, ob wir den Vormittag noch für eine Aktivität nutzen sollten, aber am Ende waren wir uns alle einig: Wir brauchten eine Pause. Also genossen wir die Sonne, das warme Wetter und die Ruhe – genau das Richtige vor der nächsten Etappe unserer Reise.
    Mittags wurden wir vom Taxi abgeholt und zum Flughafen gebracht. Diesmal lief alles reibungslos, und wir reisten – zur Erleichterung aller – wieder als vollständige Gruppe. Der Flug nach Medellín war angenehm und unspektakulär.
    Am Flughafen angekommen, wollten wir uns wie gewohnt ein Uber bestellen. Schnell merkten wir jedoch, dass das gar nicht so einfach war. Also liefen wir mit unseren Rucksäcken aus dem Flughafengebäude heraus, in der Hoffnung, dass es draußen besser funktionieren würde. Tatsächlich konnten wir dort ein Uber bestellen – aber unser Fahrer bat uns, noch ein ganzes Stück weiterzugehen, bis zu einem Restaurant außerhalb des direkten Flughafenbereichs.
    Also marschierten wir im Entenmarsch mit all unserem Gepäck die Straße entlang. Später erklärte er uns, dass Uber zwar nicht direkt illegal sei, aber am Flughafen nicht erlaubt ist – deshalb die etwas umständliche Abholung.
    Das nächste Problem ließ nicht lange auf sich warten: Zwar hatte das Auto Platz für sechs Personen, aber nicht für sechs Personen mit großen Rucksäcken. Also wurde kurzerhand ein Sitz umgeklappt, und wir quetschten uns irgendwie hinein. Ich saß hinten neben den aufgestapelten Backpacks, während Conny, Kristian, Sabrina und Jenny sich die mittlere Reihe teilten und Martin vorne Platz nahm. Es war eng, unbequem und gleichzeitig irgendwie lustig. Es erinnerte mich stark an die Route-Taxis in Jamaika – wobei dort wahrscheinlich sogar noch mehr Menschen hineingepasst hätten.
    Als wir schließlich in Medellín ankamen, freuten wir uns sehr auf unser Airbnb. Auf den Bildern hatte alles wunderschön ausgesehen. Doch als wir die Wohnung betraten, traf uns die Realität wie ein Schlag. Es war dreckig. In der Dusche war Schimmel. Nichts sah so aus wie auf den Fotos. Das Zimmer, das Kristian und ich bekommen hatten, hatte nicht einmal ein Fenster. Keine frische Luft, kein Ventilator – es fühlte sich stickig und unangenehm an.
    Die Stimmung war entsprechend gedrückt. Doch Conny und ich kannten solche Situationen bereits und wussten, dass es immer eine Lösung gibt. Also beschlossen wir, das Beste daraus zu machen und uns noch am selben Abend nach einer Alternative umzusehen. Spontan starteten wir unsere eigene kleine „Hoteltour“. Wir liefen zu zwei verschiedenen Hotels, ließen uns die Zimmer zeigen, schauten uns die Dachterrassen und die Atmosphäre an. Es war tatsächlich eine ganz neue und irgendwie spannende Erfahrung, Hotels einfach vor Ort zu besichtigen.
    Am Ende entschieden wir uns für das zweite Hotel. Leider mussten wir noch eine Nacht im Airbnb bleiben, bevor wir am nächsten Tag umziehen konnten – aber allein die Aussicht auf eine bessere Unterkunft beruhigte uns.
    Bevor wir zurückgingen, gingen wir noch in der Nähe unseres zukünftigen Hotels essen. Danach kamen wir spät und erschöpft zurück ins Airbnb und fielen ins Bett – mit der Vorfreude, diesen Ort am nächsten Tag wieder verlassen zu können.
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  • Guatapé, 700 Stufen und ein langer Tag

    February 26 in Colombia ⋅ ⛅ 23 °C

    Der Tag begann sehr früh. Gegen 6 Uhr standen wir auf und machten uns bereits um 6:30 Uhr auf den Weg zum Treffpunkt für unseren Ausflug nach Guatapé. Ehrlich gesagt war ich sogar erleichtert, das Airbnb zu verlassen. Die ganze Nacht hatte es mich überall gejuckt, und ich konnte kaum schlafen. Ich wollte einfach nur raus aus diesem Bett.

    Der Treffpunkt war zum Glück ganz in der Nähe, und schnell fanden wir unseren Reisebus. Die Fahrt zog sich allerdings ziemlich, und ich kämpfte gleichzeitig mit Hunger und einer immer dringender werdenden Toilettenpause. Zum Glück war Frühstück inklusive, und gegen 9 Uhr bekamen wir endlich etwas zu essen. Danach ging es uns allen deutlich besser.

    Unser erster großer Stopp war der berühmte Felsen bei Guatapé, die Piedra del Peñol. Anfangs hatte ich ehrlich gesagt gar keine Lust, die 700 Stufen nach oben zu steigen. Aber weil alle anderen hochgehen wollten, überwand ich mich doch. Der Aufstieg war anstrengend, und etwa alle hundert Stufen brauchte ich eine kurze Pause. Trotzdem waren wir insgesamt gut in der Zeit, und die anderen waren sogar noch schneller.

    Oben angekommen wurden wir mit einem beeindruckenden Ausblick belohnt. Der riesige Stausee mit seinen unzähligen Inseln erstreckte sich in alle Richtungen. Wir machten viele Fotos und genossen die Aussicht.

    Danach ging es weiter nach Guatapé. Dort machten wir zunächst eine Tuk-Tuk-Tour. Ich saß mit den Jungs in einem Tuk-Tuk, während die anderen hinter uns fuhren. Aus ihrem Tuk-Tuk lief laute Musik, und sie sangen begeistert zu Shakira mit – die Stimmung war entsprechend ausgelassen.

    Anschließend erkundeten wir die Stadt zu Fuß. Die bunten Häuserfassaden, kleinen Geschäfte und vielen Details machten den Ort besonders. Es gab viel zu sehen, und wir hielten immer wieder an, um Fotos zu machen und alles auf uns wirken zu lassen.

    Zum Mittagessen ging es in ein Restaurant, das Teil der Tour war. Das Essen war für eine organisierte Tour überraschend gut und sehr reichlich. Direkt danach starteten wir von dort aus zu einer Bootsfahrt über den Stausee. Dabei sahen wir unter anderem die ehemalige Villa von Pablo Escobar und weitere große Anwesen. Die Fahrt war ruhig und bot noch einmal eine ganz andere Perspektive auf die Landschaft.

    Auf der Rückfahrt hielten wir noch kurz an einer Lama-Farm. Dieser Stopp war allerdings nicht besonders spannend, und wir nutzten die Zeit hauptsächlich für eine Toilettenpause, bevor es weiterging.

    Am Abend kamen wir erschöpft zurück in Medellín. Dieses Mal kehrten wir nur kurz ins Airbnb zurück, um unsere Sachen zu holen, und verließen die Unterkunft dann endgültig. Anschließend gingen wir in unser neues Hotel, auf das wir uns schon den ganzen Tag gefreut hatten.

    Die anderen gingen später noch etwas essen, aber ich blieb im Zimmer, duschte und legte mich ins Bett. Es tat gut, einfach zur Ruhe zu kommen und den Tag ausklingen zu lassen.
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  • Auf den Spuren von Pablo Escobar

    February 27 in Colombia ⋅ ☁️ 26 °C

    Nach den letzten intensiven Tagen starteten wir heute endlich mal richtig entspannt in den Tag. Wir schliefen bis halb zehn und holten dringend benötigten Schlaf nach. Danach ließen wir uns noch etwas Zeit im Zimmer, gaben unsere Wäsche ab und besorgten uns das Nötigste im Supermarkt. Es tat gut, einfach mal ohne Zeitdruck in den Tag zu starten.

    Um 13 Uhr begann dann unsere Escobar-Tour, auf die wir uns alle sehr gefreut hatten. Unser Guide war super sympathisch und erzählte sehr anschaulich, trotzdem waren wir insgesamt ein wenig enttäuscht, weil wir uns manche Dinge anders vorgestellt hatten.

    Unser erster Stopp war eine Gedenkstätte für die Opfer des Drogenkriegs. Dort erfuhren wir viele persönliche Geschichten und bekamen ein besseres Gefühl dafür, wie sehr die Gewalt das Land geprägt hat. Es war bewegend, aber auch ruhig – es gab nicht viele visuelle Eindrücke, sondern vor allem Erzählungen. Für diejenigen aus unserer Gruppe, die weniger Englisch verstanden, war es deshalb etwas schwieriger, alles mitzunehmen. Wir übersetzten so gut wir konnten.

    Danach fuhren wir hinauf in die Berge zur ehemaligen Gefängnisanlage La Catedral.

    Das war kein gewöhnliches Gefängnis. Escobar hatte es selbst bauen lassen, nachdem er sich 1991 den Behörden gestellt hatte – unter der Bedingung, dort „inhaftiert“ zu werden. In Wirklichkeit war es eher eine luxuriöse Festung mit Ausblick über ganz Medellín. Es gab dort unter anderem ein Fußballfeld, eine Bar und genug Platz für seine engsten Vertrauten. Von hier aus führte er weiterhin sein Kartell. Als die Regierung ihn später in ein echtes Gefängnis verlegen wollte, floh er einfach. Heute ist von der Anlage nicht mehr viel übrig, und ein Kloster steht dort. Trotzdem war es beeindruckend, an diesem Ort zu stehen und sich die Geschichte vorzustellen.

    Anschließend besuchten wir ein Viertel und ein Fußballfeld, das er für die Bevölkerung bauen ließ. Unser Guide erklärte, dass Escobar für viele Menschen nicht nur ein Verbrecher war, sondern auch jemand, der Schulen, Häuser und Sportplätze finanzierte. Diese Gegensätze machten seine Geschichte noch komplexer.

    Zum Abschluss der Tour besuchten wir seinen Friedhof.

    Dort erfuhren wir auch von einer weiteren berüchtigten Figur des Drogenhandels. Ihre Geschichte soll noch brutaler gewesen sein als seine. Keiner von uns kannte sie vorher, aber unser Guide empfahl uns die Serie Griselda, die ihr Leben erzählt. Das steht jetzt definitiv auf meiner Liste.

    Am späten Nachmittag kehrten wir zurück ins Hotel. Abends gingen wir noch zu einem Italiener und genossen ein entspanntes Abendessen. Danach ließen wir den Tag ruhig ausklingen – mit vielen neuen Eindrücken und gemischten Gefühlen über das, was wir gelernt hatten.
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  • Comuna 13 und Ankunft in Cartagena

    February 28 in Colombia ⋅ ☁️ 25 °C

    Heute waren wir vier Mädels allein unterwegs. Die Jungs hatten kurzerhand einen früheren Flug gebucht, um schneller in die Karibik zu kommen. Für uns war dieser Flug allerdings deutlich teurer, und so entschieden wir uns – wenn auch kurz etwas wehmütig – für die günstigere Variante am Abend. Ein bisschen geizig vielleicht, aber vernünftig. Also machten wir das Beste aus unserem letzten Tag in Medellín.

    So kamen wir auf die Idee, die Comuna 13 zu besuchen – und im Nachhinein war das eine der besten Entscheidungen der Reise.

    Wir trafen uns morgens an der Metro und fuhren gemeinsam Richtung Stadtviertel. Zunächst nahmen wir auch die Seilbahn über die Hänge der Stadt. Während der Fahrt erfuhren wir mehr über die Viertel rund um Medellín. Uns wurde erklärt, dass einige Gegenden früher – und teils auch heute noch – als sehr gefährlich gelten und dass die soziale Lage je nach Höhenlage stark variiert. Deshalb blieben wir nur eine Station oben und fuhren anschließend wieder zurück.

    Von der Metrostation aus liefen wir zu Fuß weiter in Richtung Comuna 13 – und waren schon nach den ersten Metern überwältigt. Überall Musik, Tanz, gute Stimmung. Bunte Graffitis an jeder Wand, Straßenkünstler, kleine Stände, Menschen, die lachen und feiern. Es war lebendig, kreativ und voller Energie.

    Wir arbeiteten uns Schritt für Schritt den Berg hinauf. Bei der Hitze und der Mittagssonne war das ganz schön anstrengend. Zum Glück gibt es dort die berühmten Rolltreppen, die einen Teil des Aufstiegs erleichtern. Oben angekommen gönnten wir uns erst einmal ein kaltes Bier und genossen die Aussicht über die Stadt. Die Atmosphäre dort war einfach besonders.

    Spontan fragten wir unseren Guide, ob er uns noch etwas abseits der Hauptwege durch ein authentischeres Viertel führen könne. Er erklärte uns, dass es immer noch Bereiche gibt, die von kriminellen Gruppen kontrolliert werden und die man besser meidet. Aber er zeigte uns einen anderen Weg zurück, durch ein ruhigeres, weniger touristisches Gebiet. Das war spannend und gab uns noch einmal einen anderen Eindruck.

    Ein Stück fuhren wir später mit dem Bus zurück zur Metro, weil wir inzwischen ziemlich erschöpft waren. Danach ging es zurück ins Hotel, wo wir uns noch etwa zwei Stunden ausruhten, bevor wir abends zum Flughafen aufbrachen.

    Am Abend landeten wir schließlich in Cartagena, wo die Jungs schon auf uns warteten – inklusive Willkommensbier.

    Später schlenderten wir noch ein wenig durch die Straßen. Cartagena fühlt sich ganz anders an als Medellín. Mehr Karibik, mehr Hitze, andere Menschen. Wir waren im Stadtteil Bocagrande unterwegs. Abends wirkte es teilweise etwas einschüchternd, vor allem am dunklen Strand. Dort war es ziemlich unheimlich, deshalb beschränkten wir unseren Spaziergang auf die belebteren Straßen und machten es nicht allzu spät.

    So endete ein Tag, der ganz anders begann als geplant – und trotzdem richtig schön war.
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  • Strandtag und Altstadtflair in Cartagena

    March 1 in Colombia ⋅ 🌬 31 °C

    Heute verbrachten wir den Tag in Cartagena – allerdings mit leicht unterschiedlichem Programm. Kristian und Sabrina starteten früh in den Tag und machten eine Ziplining-Tour, während wir anderen es entspannter angehen wollten.

    Nach dem Frühstück gingen wir zum Strand in Bocagrande. Anfangs war es etwas anstrengend, weil uns ein Mann, der Liegen und Stühle vermieten wollte, hartnäckig folgte. Erst als ich ihm auf Spanisch erklärte, dass wir nur spazieren gehen und nichts mieten möchten, ließ er von uns ab. Danach konnten wir endlich in Ruhe weiterlaufen.

    Wir fanden schließlich eine richtig schöne Strandbar mit einer Terrasse im oberen Bereich. Dort waren wir fast allein, hatten bequeme Liegen und genug Schatten – was bei der brütenden Hitze absolut nötig war. Mit einer Piña Colada in der Hand genossen wir einfach den Vormittag und den Blick aufs Meer.
    Kurz nach Mittag machten wir uns wieder auf den Rückweg. Conny ging schon einmal ins Hotel zurück, Martin lief noch am Strand entlang, um sich frisches Obst zu kaufen, und Jenny und ich suchten einen Supermarkt – und verliefen uns dabei natürlich erst einmal. Irgendwann fanden wir aber doch zurück und ruhten uns im Hotel etwas aus.

    Eigentlich wollten wir noch an den Pool, aber dort hatten wir bereits am Vorabend Ärger bekommen, weil wir eigene Getränke dabeihatten. Diesmal kauften wir extra etwas an der Bar – ehrlich gesagt in nicht besonders sauberen Gläsern – und bekamen trotzdem wieder eine Belehrung. Das fühlte sich einfach unangenehm an, also beschlossen wir, stattdessen lieber loszuziehen.

    Mit dem Taxi fuhren wir in die Altstadt von Cartagena – und der Unterschied zu Bocagrande war sofort spürbar. Die kolonialen Häuser mit ihren Balkonen, die bunten Fassaden und die engen Gassen erinnerten fast ein bisschen an Spanien oder Mallorca. Überall war Musik, Menschen tanzten auf den Plätzen, Straßenkünstler traten auf. Ein Rapper kam sogar spontan zu uns und improvisierte ein Lied für unsere Gruppe – ein lustiger Moment.

    Am Abend setzten wir uns auf die Stadtmauer und schauten dem Sonnenuntergang zu. Die Atmosphäre war lebendig, aber nicht hektisch – einfach schön, um den Tag ausklingen zu lassen.

    Als es später immer voller wurde, fuhren wir mit dem Taxi zurück nach Bocagrande und gingen dort noch essen.

    Ein entspannter Tag zwischen Strand und Altstadt – genau die richtige Mischung.
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  • Reise nach Santa Marta

    March 2 in Colombia ⋅ ☀️ 30 °C

    Heute Morgen sind wir früh aufgebrochen – und ehrlich gesagt waren wir alle erleichtert, das Hotel hinter uns zu lassen. So richtig wohl hatten wir uns dort einfach nicht gefühlt.

    Gestern hatten wir bereits online Bustickets gebucht und fuhren nun zur Busstation. In unseren Köpfen hatten wir das Bild eines großen, komfortablen Reisebusses. Die Realität sah anders aus: Ein Minivan mit extrem wenig Beinfreiheit wartete auf uns. Die Gänge wurden bis zum letzten Zentimeter mit Koffern, Rucksäcken und Taschen vollgestopft. Bewegungsfreiheit gab es praktisch keine, jeder freie Platz wurde genutzt.

    Trotzdem verging die Fahrt schneller als erwartet. Statt der angekündigten fünf Stunden kamen wir schon nach etwa vier Stunden an.

    In Santa Marta angekommen, bestellten wir uns ein Uber zu unserem neuen Hotel. Dieses Mal gönnten wir uns etwas mehr Komfort und hatten im Wyndham gebucht. Der erste Eindruck war wirklich gut: große, saubere Zimmer, eine kleine Küche und ein geräumiger Balkon mit Sitzmöbeln. Nach den letzten Unterkünften fühlte sich das wie ein Upgrade an.

    Während einige direkt zum Strand gingen, machten wir uns noch auf den Weg zum Supermarkt, um Getränke und ein paar Kleinigkeiten zu besorgen. Danach gingen wir ebenfalls zum Strand. Er war nicht ganz so paradiesisch, wie wir es uns vorgestellt hatten, deshalb war es auch nicht schlimm, dass er bereits um 18 Uhr geschlossen wurde.
    Ich gönnte mir vorher noch eine einstündige Ganzkörpermassage direkt am Strand – ein kleiner Luxusmoment, der richtig gutgetan hat.

    Abends aßen wir im Hotelrestaurant und verbrachten danach noch einige Stunden gemeinsam auf dem Balkon. Wir saßen draußen, tranken etwas, redeten über die letzten Tage und genossen einfach die entspannte Stimmung. Kein großes Programm mehr – nur ankommen, durchatmen und den Abend ruhig ausklingen lassen.
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  • Wanderung in Minca

    March 3 in Colombia ⋅ ⛅ 28 °C

    Heute sind wir ganz entspannt in den Tag gestartet. Schon am Abend davor hatten wir beschlossen, keine geführte Tour zu machen. Die meisten starten nämlich sehr früh am Morgen – und darauf hatten wir ehrlich gesagt keine große Lust. Also recherchierten wir ein bisschen im Internet und fanden heraus, dass man in Minca auch problemlos auf eigene Faust wandern kann.

    Nach dem Frühstück bestellten wir uns gegen 10 Uhr ein Uber und ließen uns in das kleine Bergdorf Minca fahren. Von dort aus starteten wir unsere Wanderung. Uns wurde vorher empfohlen, eine Offline-Karte herunterzuladen, aber das hätten wir eigentlich gar nicht gebraucht – im Grunde gab es nur einen Weg, der direkt zu unserem Ziel führte: die Cascada de Marinka. Auf den Bildern im Internet hatte uns dieser Wasserfall am meisten überzeugt. Unterwegs gäbe es zwar noch einen weiteren Wasserfall, aber den ließen wir aus.

    Der Aufstieg war durch die Hitze ziemlich schweißtreibend. Wir kamen alle ordentlich ins Schwitzen, aber insgesamt war die Strecke gut machbar. Zwischendurch legten wir immer wieder kleine Pausen ein – teilweise auch an kleinen Stationen am Weg, wo wir uns ein kühles Bier gönnten.

    Als wir schließlich ankamen, hatten wir Glück: Es war gar nicht so viel los. So konnten wir in Ruhe Fotos machen. Besonders cool waren die großen Hängematten vor den Wasserfällen, in denen man perfekt Bilder machen konnte. Es gab zwei Wasserfälle mit natürlichen Becken, in denen man schwimmen konnte – genau so, wie wir es uns vorgestellt hatten. Natürlich nutzten wir die Gelegenheit, uns im kühlen Wasser zu erfrischen.

    Nach einer ausgiebigen Bade- und Fotopause machten wir uns wieder auf den Rückweg. Bergab war der Weg deutlich entspannter.

    Zurück im Ort trafen wir uns noch in einer kleinen Bar. Lustigerweise stellte sich heraus, dass die Besitzerin aus Deutschland kam – aus Bayreuth. Mit ihr unterhielten wir uns noch kurz, bevor wir versuchten ein Uber zu bestellen – aber egal wie oft wir es versuchten, es fand sich einfach kein Fahrer. Langsam wurden wir ein bisschen nervös und fragten uns schon, ob wir jetzt ernsthaft in diesem kleinen Bergdorf feststecken würden.

    Zum Glück sprach uns dann ein Mann an und meinte, er hätte ein großes Auto und könne uns nach Santa Marta fahren. Am Ende stellte sich heraus, dass das sogar die beste Entscheidung war. Für uns sechs Personen war die Fahrt sogar günstiger, als mehrere Uber zu nehmen.

    Und die Autofahrt selbst wurde am Ende zu einem kleinen Highlight. Wir durften unsere eigene Musik über das Autoradio abspielen und hörten eine wilde Mischung aus deutschen Hits und kolumbianischen bzw. spanischen Songs. Irgendwann fing sogar der Fahrer an mitzusingen – und so verwandelte sich die Rückfahrt fast in eine kleine Party.

    Abends gingen wir Mädels im Hotelrestaurant essen. Die Jungs wollten lieber noch ein anderes Restaurant ausprobieren und gingen dafür raus. Für mich war das Hotelrestaurant aber die bessere Wahl, weil es dort – überraschenderweise – eine richtig gute Auswahl an vegetarischen Gerichten gab.

    Den restlichen Abend verbrachten wir ganz entspannt. Jeder machte ein bisschen sein eigenes Ding, und so ging ein ruhiger Tag langsam zu Ende.
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  • Tayrona - Gescheiterter Ausflug

    March 4 in Colombia ⋅ ☀️ 28 °C

    Heute wollten wir eigentlich in den Tayrona-Nationalpark fahren. Schon vorher hatten wir im Internet recherchiert, welcher Eingang für uns am sinnvollsten wäre – möglichst einer, an dem man auch mit Karte bezahlen kann, denn gegen Ende des Urlaubs ging unser Bargeld langsam zur Neige. Der Eintritt in den Park ist nämlich nicht ganz günstig.

    Deshalb teilten wir uns morgens in zwei Gruppen auf. Eine Gruppe versuchte noch Geld abzuheben, während die andere – zu der ich gehörte – schon zum Eingang des Nationalparks fuhr. Geld abheben ist hier allerdings gar nicht so einfach. Die anderen probierten mehrere Geldautomaten aus, mit drei verschiedenen Kreditkarten und unterschiedlichen Beträgen – aber nichts funktionierte.

    Wir waren dadurch deutlich früher am Parkeingang als die anderen. Dort gab es allerdings weit und breit kein Internet. Außerdem waren wir erst einmal ziemlich verwirrt, weil der Eingang überhaupt nicht so wirkte, wie man sich den Zugang zu einem Nationalpark vorstellt. Wir standen da und fragten uns: „Sind wir hier überhaupt richtig?“

    Wir versuchten, Leute vor Ort zu fragen, aber die meisten sprachen nur Spanisch. Ohne Internet und mit unseren begrenzten Sprachkenntnissen dauerte es eine ganze Weile, bis wir verstanden, was eigentlich los war: Der Park war geschlossen und würde erst am nächsten Tag wieder öffnen.

    Das war natürlich ein ziemlicher Schock. Wir waren über eine Stunde mit dem Taxi gefahren und hatten dafür rund 60 Dollar bezahlt – nur um dann vor verschlossenen Toren zu stehen.

    Zum Glück fanden wir irgendwo ein WLAN, loggten uns schnell ein und riefen die anderen an. Wir sagten ihnen, sie sollten sofort umdrehen und wieder Richtung Santa Marta fahren. Parallel versuchten wir über das WLAN ein Uber zu bestellen, damit wir selbst wieder zurückkommen konnten.

    Am Ende hatten wir also rund 120 Dollar für Hin- und Rückfahrt ausgegeben – völlig umsonst.

    Wieder mit Internet recherchierten wir dann, warum der Park geschlossen war. Offenbar ist der Tayrona-Nationalpark vorübergehend und auf unbestimmte Zeit geschlossen - wegen paramilitärischen Auseinandersetzungen und der angespannten Sicherheitslage. Ironischerweise sollte der Park genau einen Tag später wieder öffnen – nur leider passte das überhaupt nicht mehr in unsere Reiseplanung.

    Wir waren dementsprechend ziemlich frustriert.

    Die Rückfahrt war außerdem extrem anstrengend. Das Auto fühlte sich an wie ein Backofen, die Hitze war kaum auszuhalten und wir waren danach komplett erledigt. In Santa Marta im Centro Histórico trafen wir schließlich die anderen wieder, die deutlich mehr Energie hatten als wir.

    Sie wollten noch nach Taganga fahren und dort zu einem Aussichtspunkt hochwandern. Kristian, Conny und ich hatten dafür allerdings absolut keine Kraft mehr. Die Mittagshitze hatte uns komplett ausgelaugt, und wir entschieden kurzerhand, zurück zum Hotel zu fahren und den Nachmittag einfach entspannt am Strand zu verbringen.

    Während die anderen also weiter nach Taganga fuhren und ihre Wanderung machten, genossen wir die Ruhe. Wir lagen am Strand des Hotels, machten ein kleines Fotoshooting und ließen den Nachmittag ganz gemütlich ausklingen.

    Abends aßen wir noch etwas im Hotel, saßen mit einem Bier auf dem Balkon und entspannten einfach. Die anderen kamen erst sehr spät zurück.

    Conny und ich fühlten uns allerdings schon den ganzen Abend etwas schlapp. Vielleicht war es ein leichter Sonnenstich oder einfach die Hitze des Tages – auf jeden Fall waren wir ziemlich erschöpft und gingen früh ins Bett.
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  • Ein Tag Luxus im Hilton

    March 5 in Colombia ⋅ ☀️ 30 °C

    Heute haben wir ganz entspannt aus unserem Hotel ausgecheckt und uns für eine Nacht etwas Besonderes gegönnt: einen kleinen Luxus-Tag im Hilton. Nach den vielen einfachen Unterkünften auf unserer Reise fühlte sich das fast ein bisschen wie Urlaub im Urlaub an.

    Unsere Gruppe hat sich dafür wieder aufgeteilt. Sabrina und Martin sind weiter nach Palomino in ein Hostel gefahren. Den beiden war nicht so nach Luxus.

    Für die Beiden wurde die Anreise allerdings deutlich abenteuerlicher als geplant. Beim letzten Hochwasser war eine Brücke weggespült worden, sodass Autos dort nicht mehr fahren durften. Die beiden mussten die Stelle deshalb mit einem Moped überqueren – definitiv eine spannende Erfahrung.

    Unsere Anreise dagegen war denkbar kurz und unkompliziert. Als wir unser Zimmer betraten, fühlte es sich sofort ein bisschen an wie ein kleiner Palast. Das Zimmer war riesig und lag im 15. Stock mit einem unglaublichen Blick aufs Meer. Allein der Ausblick war schon ein Highlight.

    Natürlich wollten wir das Hotel auch direkt ein bisschen auskosten. Also ging es erstmal hoch zur Rooftopbar. Dort genossen wir die Aussicht und das schöne Wetter – allerdings war es oben auch brütend heiß.

    Am Nachmittag testeten wir noch den anderen Pool auf der zweiten Etage, bevor wir schließlich zum Strand gingen. Kristian, Jenny und ich machten einen langen Strandspaziergang, der am Ende fast zwei Stunden dauerte. Als kleine Belohnung setzten wir uns danach in eine Strandbar und schauten uns bei ein paar Bieren den Sonnenuntergang an – ein richtig schöner Moment.

    Am Abend gingen wir noch in der Nähe essen. Dort hat uns unser Körper allerdings deutlich gezeigt, dass die letzten Tage vielleicht doch etwas viel waren. Erst bekam Conny plötzlich Kreislaufprobleme und kurz danach ging es mir ähnlich. Mir wurde schwindelig, alles kribbelte und ich hörte alles nur noch ganz hallig, sodass ich mich sogar kurz hinlegen musste. Das kenne ich leider manchmal im Urlaub – wahrscheinlich war meinem Körper die Hitze, die Sonne und das viele Unterwegssein einfach zu viel.

    Zum Glück ging es uns nach einer Weile wieder besser, und wir machten uns schließlich auf den Rückweg ins Hotel. Trotz dieses kleinen Zwischenfalls war es insgesamt ein richtig schöner Tag – mit Meerblick, Strandspaziergang und einem Hauch von Luxus.
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  • Abschied vom Meer und zurück nach Bogotá

    March 6 in Colombia ⋅ 🌬 29 °C

    Heute haben wir unseren letzten Morgen im Hilton nochmal richtig ausgenutzt. Das Frühstück dort war einfach zu gut, um es sich entgehen zu lassen, also haben wir uns noch einmal ausgiebig durch das Buffet probiert. Danach verbrachten wir den restlichen Tag ganz entspannt am Pool. Unser Plan war nämlich, wirklich das Maximum aus dieser einen Nacht im Hilton herauszuholen – und das ist uns auch gelungen. Bis etwa 18 Uhr blieben wir im Hotel, sodass wir gefühlt fast zwei volle Tage dort genießen konnten. Für den Preis definitiv eine Empfehlung.

    Am frühen Abend nahmen wir dann ein Taxi zum Flughafen. Dort trafen wir auch wieder Martin und Sabrina, die inzwischen von ihrem Abstecher nach Palomino zurückgekommen waren.

    Von dort aus ging es für uns zurück nach Bogotá.

    Conny ging es leider immer noch nicht richtig besser. Sie hatte zwischendurch immer wieder Fieberschübe. Zum Glück hatte sie sich zwischenzeitlich Medikamente besorgt. Allerdings haben wir schnell gemerkt, dass Medikamente in Kolumbien teilweise deutlich stärker sind als das, was man in Deutschland frei kaufen kann – die haben wirklich ordentlich reingehauen.

    Während des Fluges kamen wir noch mit einer Stewardess ins Gespräch, die ursprünglich aus Kolumbien stammt. Sie war total freundlich und gab uns noch ein paar Tipps für Bogotá – perfekt für unsere letzten Tage der Reise.
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  • Letzter Tag in Bogotá

    March 7 in Colombia ⋅ ☁️ 19 °C

    Unsere letzte Nacht in Kolumbien verbrachten wir in einem richtig coolen Hostel in Bogotá. Es war überraschend günstig, aber trotzdem total schick und gemütlich – ein perfekter Abschluss für die Reise.

    Am nächsten Morgen machten wir uns noch einmal auf den Weg in das historische Viertel La Candelaria. Dort schlenderten wir durch die Straßen und hatten das Gefühl, genau am richtigen Tag unterwegs zu sein, denn überall war eine Art Flohmarkt aufgebaut. Eine lange Straße war gesäumt von unzähligen Verkaufsständen – gefühlt Hunderte, vielleicht sogar Tausende. Überall gab es Souvenirs, Kleidung, Kunsthandwerk und kleine Stände mit allem Möglichen.

    Natürlich hielten wir auch Ausschau nach einem ganz bestimmten Souvenir: dem Escobart-Shirt, das wir schon in der Comuna 13 gesehen hatten. Leider haben wir genau dieses Shirt hier nirgends gefunden.

    Wir liefen also weiter durch die Straßen, schauten uns die Stände an und ließen uns einfach treiben. Schön war es auf jeden Fall, aber wir merkten auch, dass es gar nicht so einfach war, irgendwo einen gemütlichen Ort zu finden, um sich einfach mal hinzusetzen und einen Kaffee zu trinken.

    Irgendwann entdeckten wir schließlich doch einen Platz, der ganz nett aussah. Dort setzten wir uns hin, tranken etwas und ruhten uns ein bisschen aus. Danach liefen wir noch einmal weiter durch den Stadtteil. La Candelaria hat viele schöne Ecken, aber auch ein paar, die etwas heruntergekommen wirken. Irgendwann ließ unsere Motivation dann etwas nach, und wir beschlossen, einfach wieder zu unserem vorherigen Platz zurückzugehen.

    Dort blieben wir dann ziemlich lange sitzen, tranken noch ein paar Bier und vertrieben uns die Zeit. Denn genau das war die Herausforderung dieses Tages: Unser Flug nach Deutschland ging erst um 23:30 Uhr. Das bedeutete, dass wir von etwa 10 Uhr morgens bis zum Abend irgendwie die Stunden überbrücken mussten.

    Es zog sich ehrlich gesagt ein bisschen. Wir haben zwar das Beste daraus gemacht, aber insgeheim hätten wir wahrscheinlich alle lieber einfach direkt nach Hause fliegen wollen. Ein so später Rückflug ist nicht unbedingt die angenehmste Lösung.

    Am Ende haben wir den Tag aber gut rumgebracht und sind schließlich zum Flughafen gefahren. Der Rückflug selbst war dann überraschend angenehm. Kaum waren wir im Flugzeug, sind die meisten von uns ziemlich schnell eingeschlafen. Dadurch verging der Flug gefühlt viel schneller – und auch der Jetlag hielt sich später in Grenzen, weil wir tatsächlich viel geschlafen hatten.

    So ging unsere Kolumbienreise schließlich zu Ende – mit vielen Erlebnissen, ein bisschen Chaos zwischendurch, aber vor allem mit richtig vielen schönen Erinnerungen.
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    Trip end
    March 8, 2026