• Wanderung in Minca

    March 3 in Colombia ⋅ ⛅ 28 °C

    Heute sind wir ganz entspannt in den Tag gestartet. Schon am Abend davor hatten wir beschlossen, keine geführte Tour zu machen. Die meisten starten nämlich sehr früh am Morgen – und darauf hatten wir ehrlich gesagt keine große Lust. Also recherchierten wir ein bisschen im Internet und fanden heraus, dass man in Minca auch problemlos auf eigene Faust wandern kann.

    Nach dem Frühstück bestellten wir uns gegen 10 Uhr ein Uber und ließen uns in das kleine Bergdorf Minca fahren. Von dort aus starteten wir unsere Wanderung. Uns wurde vorher empfohlen, eine Offline-Karte herunterzuladen, aber das hätten wir eigentlich gar nicht gebraucht – im Grunde gab es nur einen Weg, der direkt zu unserem Ziel führte: die Cascada de Marinka. Auf den Bildern im Internet hatte uns dieser Wasserfall am meisten überzeugt. Unterwegs gäbe es zwar noch einen weiteren Wasserfall, aber den ließen wir aus.

    Der Aufstieg war durch die Hitze ziemlich schweißtreibend. Wir kamen alle ordentlich ins Schwitzen, aber insgesamt war die Strecke gut machbar. Zwischendurch legten wir immer wieder kleine Pausen ein – teilweise auch an kleinen Stationen am Weg, wo wir uns ein kühles Bier gönnten.

    Als wir schließlich ankamen, hatten wir Glück: Es war gar nicht so viel los. So konnten wir in Ruhe Fotos machen. Besonders cool waren die großen Hängematten vor den Wasserfällen, in denen man perfekt Bilder machen konnte. Es gab zwei Wasserfälle mit natürlichen Becken, in denen man schwimmen konnte – genau so, wie wir es uns vorgestellt hatten. Natürlich nutzten wir die Gelegenheit, uns im kühlen Wasser zu erfrischen.

    Nach einer ausgiebigen Bade- und Fotopause machten wir uns wieder auf den Rückweg. Bergab war der Weg deutlich entspannter.

    Zurück im Ort trafen wir uns noch in einer kleinen Bar. Lustigerweise stellte sich heraus, dass die Besitzerin aus Deutschland kam – aus Bayreuth. Mit ihr unterhielten wir uns noch kurz, bevor wir versuchten ein Uber zu bestellen – aber egal wie oft wir es versuchten, es fand sich einfach kein Fahrer. Langsam wurden wir ein bisschen nervös und fragten uns schon, ob wir jetzt ernsthaft in diesem kleinen Bergdorf feststecken würden.

    Zum Glück sprach uns dann ein Mann an und meinte, er hätte ein großes Auto und könne uns nach Santa Marta fahren. Am Ende stellte sich heraus, dass das sogar die beste Entscheidung war. Für uns sechs Personen war die Fahrt sogar günstiger, als mehrere Uber zu nehmen.

    Und die Autofahrt selbst wurde am Ende zu einem kleinen Highlight. Wir durften unsere eigene Musik über das Autoradio abspielen und hörten eine wilde Mischung aus deutschen Hits und kolumbianischen bzw. spanischen Songs. Irgendwann fing sogar der Fahrer an mitzusingen – und so verwandelte sich die Rückfahrt fast in eine kleine Party.

    Abends gingen wir Mädels im Hotelrestaurant essen. Die Jungs wollten lieber noch ein anderes Restaurant ausprobieren und gingen dafür raus. Für mich war das Hotelrestaurant aber die bessere Wahl, weil es dort – überraschenderweise – eine richtig gute Auswahl an vegetarischen Gerichten gab.

    Den restlichen Abend verbrachten wir ganz entspannt. Jeder machte ein bisschen sein eigenes Ding, und so ging ein ruhiger Tag langsam zu Ende.
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