Tayrona - Gescheiterter Ausflug
March 4 in Colombia ⋅ ☀️ 28 °C
Heute wollten wir eigentlich in den Tayrona-Nationalpark fahren. Schon vorher hatten wir im Internet recherchiert, welcher Eingang für uns am sinnvollsten wäre – möglichst einer, an dem man auch mit Karte bezahlen kann, denn gegen Ende des Urlaubs ging unser Bargeld langsam zur Neige. Der Eintritt in den Park ist nämlich nicht ganz günstig.
Deshalb teilten wir uns morgens in zwei Gruppen auf. Eine Gruppe versuchte noch Geld abzuheben, während die andere – zu der ich gehörte – schon zum Eingang des Nationalparks fuhr. Geld abheben ist hier allerdings gar nicht so einfach. Die anderen probierten mehrere Geldautomaten aus, mit drei verschiedenen Kreditkarten und unterschiedlichen Beträgen – aber nichts funktionierte.
Wir waren dadurch deutlich früher am Parkeingang als die anderen. Dort gab es allerdings weit und breit kein Internet. Außerdem waren wir erst einmal ziemlich verwirrt, weil der Eingang überhaupt nicht so wirkte, wie man sich den Zugang zu einem Nationalpark vorstellt. Wir standen da und fragten uns: „Sind wir hier überhaupt richtig?“
Wir versuchten, Leute vor Ort zu fragen, aber die meisten sprachen nur Spanisch. Ohne Internet und mit unseren begrenzten Sprachkenntnissen dauerte es eine ganze Weile, bis wir verstanden, was eigentlich los war: Der Park war geschlossen und würde erst am nächsten Tag wieder öffnen.
Das war natürlich ein ziemlicher Schock. Wir waren über eine Stunde mit dem Taxi gefahren und hatten dafür rund 60 Dollar bezahlt – nur um dann vor verschlossenen Toren zu stehen.
Zum Glück fanden wir irgendwo ein WLAN, loggten uns schnell ein und riefen die anderen an. Wir sagten ihnen, sie sollten sofort umdrehen und wieder Richtung Santa Marta fahren. Parallel versuchten wir über das WLAN ein Uber zu bestellen, damit wir selbst wieder zurückkommen konnten.
Am Ende hatten wir also rund 120 Dollar für Hin- und Rückfahrt ausgegeben – völlig umsonst.
Wieder mit Internet recherchierten wir dann, warum der Park geschlossen war. Offenbar ist der Tayrona-Nationalpark vorübergehend und auf unbestimmte Zeit geschlossen - wegen paramilitärischen Auseinandersetzungen und der angespannten Sicherheitslage. Ironischerweise sollte der Park genau einen Tag später wieder öffnen – nur leider passte das überhaupt nicht mehr in unsere Reiseplanung.
Wir waren dementsprechend ziemlich frustriert.
Die Rückfahrt war außerdem extrem anstrengend. Das Auto fühlte sich an wie ein Backofen, die Hitze war kaum auszuhalten und wir waren danach komplett erledigt. In Santa Marta im Centro Histórico trafen wir schließlich die anderen wieder, die deutlich mehr Energie hatten als wir.
Sie wollten noch nach Taganga fahren und dort zu einem Aussichtspunkt hochwandern. Kristian, Conny und ich hatten dafür allerdings absolut keine Kraft mehr. Die Mittagshitze hatte uns komplett ausgelaugt, und wir entschieden kurzerhand, zurück zum Hotel zu fahren und den Nachmittag einfach entspannt am Strand zu verbringen.
Während die anderen also weiter nach Taganga fuhren und ihre Wanderung machten, genossen wir die Ruhe. Wir lagen am Strand des Hotels, machten ein kleines Fotoshooting und ließen den Nachmittag ganz gemütlich ausklingen.
Abends aßen wir noch etwas im Hotel, saßen mit einem Bier auf dem Balkon und entspannten einfach. Die anderen kamen erst sehr spät zurück.
Conny und ich fühlten uns allerdings schon den ganzen Abend etwas schlapp. Vielleicht war es ein leichter Sonnenstich oder einfach die Hitze des Tages – auf jeden Fall waren wir ziemlich erschöpft und gingen früh ins Bett.Read more



