• Tag 103: kurze Nacht

    September 13, 2024 in Georgia ⋅ ⛅ 25 °C

    Heute gefahren: 16km
    Bisher gefahren gesamt: 5.851km
    Heute Höhenmeter im Anstieg: 189hm
    Höhenmeter im Anstieg bisher: 60.869hm
    Platte Reifen: 4
    Pausentage gesamt: 24
    Fahrtage gesamt: 78

    Report einer Nacht: Um 22 Uhr fährt ein Auto neben uns vor und zwei Leute beginnen Zelt und Partylicht aufzubauen. Um 1:30 Uhr werden wir geweckt, da ein Regenschauer über uns überfällt. Wir haben kein Außenzelt drauf, Kristina und ich springen raus und befestigen schnell das Außenzelt.

    Der Regen ist nach 10 Minuten vorbei und im Zelt wird es plötzlich tropisch warm.

    Während ich also probiere einzuschlafen sehe ich, wie unsere Nachbarn ebenso ein Außenzelt aufbauen. Etwas zeitversetzt, nach dem Regen. Was jetzt kommt, ist richtig ätzend: sie schalten Musik ein und drehen diese laut auf. Ein Fahrzeug kommt hinzu, Leute steigen aus und für die nächste Stunden herrscht an diesem Ort eine kleine Party. So wummern also neben uns, Technobässe und Menschen gröhlen. Nachts um 03:00 Uhr.

    Tschüss, du gute Erholung vom Vortag!

    Das Auto mit den Leuten verschwindet irgendwann, das Pärchen (unsere Nachbarn, sitzen noch lange am Feuer vor dem Zelt. Das war also die Situation draußen vor dem Zelt.

    In unserem Zelt waren ungefähr 15 Stechmücken. Die müssen reingekommen sein, als wir, überrascht vom Regen, dass Außenzelt angebracht haben.
    So habe ich also, während draußen gefeiert wurde, in unserem kleinen Tropen-Zelt den Kampf gegen die Stechmücken aufgenommen.
    Die Biester können schnell sein und meine Reaktionsfähigkeit ist nachts nicht die beste. Es hat gedauert, bis ich alle erwischt habe. Unser gelbes Innenzelt ist technisch noch vollkommen in Ordnung. Was nun mittlerweile auffällt und ein wenig gruselig aussieht, sind die vielen Blutflecken die wir durch gezielte Mückentötungen in den gelben Stoff gebracht haben. Das müssen wir in der Heimat mal ordentlich reinigen.

    Gegen 4:30 Uhr kamen die ersten Fischer mit den Autos, (großen blubbernden SUVs) vorgefahren. Gegen 6:30 Uhr spazierten die ersten Rentner sich laut unterhaltend an unserem Zelt vorbei.

    Irgendwann bin ich dann aus dem Zelt und habe schon mal Frühstück vorbereitet. Frühstück am Meer, ist trotz aller Widrigkeiten, etwas tolles!

    Wir packen zusammen und sind kurzerhand die letzten Kilometer nach Batumi hineingeradelt. Wir besorgen uns eine SIM-Karte, holen Geld und kaufen ein paar Lebensmittel ein. Im Anschluss genießen wir erstmal ausgiebig Cappuccino. Georgien ist ein Land in dem es wieder Siebträgermaschinen gibt. Das haben wir in der Türkei und in Griechenland sehr vermisst. Dort gibt es keine Kaffeekultur. Dort wird Instant-Kaffee, türkischer Kaffee oder am liebsten Tee getrunken. Selten haben wir Filterkaffee oder andere Kaffeespezialitäten gefunden und wenn dann meist in hippen jungen Cafés in großen Städten.

    Wir können unser Apartment etwas früher beziehen und stürzen uns in das übliche Reinigungsprozedere. Nachdem auch wir abschließend gereinigt sind, verbringen wir den restlichen Tag im Bademantel auf der Couch. Herrlich!
    Read more