Tag 152: Alltagsbeobachtungen
1 novembre 2024, Giappone ⋅ 🌧 19 °C
Es regnet und zwar seit Stunden. Und es soll noch bis Samstagabend weitergehen. Anscheinend ein Zyklon - die wahren Auswirkungen sehen wir dann morgen!
Hiroshima hat leider auch nicht soviel zu bieten. Wir besuchen noch das City Museum of Modern Art. Klein aber fein. Es gibt Kunst von Yoko Ono - entweder von ihr selbst gemacht oder gespendet.
Zudem noch einige andere japanische Künstler, interessant die Schwerpunkte hier zu sehen. Klein aber fein.
Bilder machen war fast überall verboten und die Sicherheitsdamen hatten ein wachsames Auge.
Apropos, wachsam: jeder Fahrgast muss die Tram oder den Bus beim Fahrer verlassen, zahlen oder die Karte zeigen, so ist Schwarzfahren sozial kontrolliert. Währenddessen bedankt er sich bei jedem Fahrgast - jeder hört dies auch, denn er spricht es in sein Headset. Allerdings nicht normal laut, sondern er haucht es eher. Hört sich wie ein erotisches Hörbuch oder der Refrain eines Barry-White-Songs an.
Regeln und Ordnung bzw. Prozesse sind beliebt, z.B. sollte das eigene Gepäck im Zug in der Gepäckablage über dem eigenen Sitz liegen und nicht rechts oder links. Ein anderer Fahrgast war regelrecht empört über unsere Rucksäcke die in "seinen" Bereichen hineinragten.
Wir haben uns dem Busgebäude auf der falschen Seite genähert und stehen vor unserem Bus. Wir fragen die Busfahrerin durch das offene Fahrerfenster in welche Richtung der Bus fährt. Wir bekommen keine Auskunft. Uns wird stattdessen mit wilden Gesten bedeutet, dass wir uns von dieser Seite nicht dem Bus nähern dürfen. Eine alte Dame kommt hinzu und gestikuliert mit. Sekunden später steht ein Hausmeister vor uns und alle drei gestikulieren wild. Nein, nicht einsteigen, wir müssen um das Gebäude/Häuserblock herumgehen, nur um 1 min. später am selben Ort zu stehen. Es gab keine Fahrkartenschranke oder ähnliches. Bezahlt wird im Bus. Wieso wir uns den Bussen nur von vorne nähern durften, bleibt uns ein Rätsel. Die Auskunft, wohin der Bus fährt wurde uns dann auch ohne weiteres erteilt.
Es gibt zu 90% nur kleine 24-Stunden-Supermärkte. Die Ketten heißen Lawson oder 7Eleven. Das Sortiment gleicht dem einer Tankstelle. Es gibt alles für den Alltag. Nachteil ist, es gibt die die Dinge oftmals nur in Reisegröße und zum Tankstellenpreis. Sehr viele Tütensuppen und Fertiggerichte, Süßigkeiten, Getränke, Hygieneartikel etc. Obst und Gemüse gibt es nicht oder nur sehr eingeschränkt. So kosten z.B. 3 einzelne in Folie verpackte Bananen ca. 1,10€ oder ein kleines in Folie eingepacktes süßes Teilchen für ca. 2€. Alles ist immer In Folie verpackt. Brot und Backwaren gibt es auch, nur komplett in Folie verpackt. Eine ernst zunehmende Backkunst gibt es nicht. Es gibt lediglich Produkte aus Weißmehl und dazu ist alles immer sehr sehr fluffig. Ich freue mich schon auf gute Brötchen und deutsches Brot. In den 24-Stunden-Märkten gibt es Wasserkocher und Mikrowellen zur Verwendung. Öfters sehen wir wie Menschen im Eingangsbereich sitzen und das Fertigessen konsumieren. Wo machen Japaner ihren Wochenendeinkauf? Kochen Japaner? Es gibt große Supermärkte, die erscheinen uns jedoch noch teurer als die hochpreisigen 24-Stunden-Märkte. Hier ein Beispiel: Äpfel können oft nur Stückweise erworben werden, so kostet 1x Apfel ca. 1,60€ oder 500 Gramm Haferflocken ca. 6€ Ernähren sich Japaner gesund? Was frühstücken Japaner? Welche Volkskrankheiten gibt es in Japan?Leggi altro















ViaggiatoreBitte mehr solcher Beobachtungen 🤗