Reisetag nach El Calafate 🍕
March 6 in Argentina ⋅ ☀️ 14 °C
Heute Morgen habe ich mir erst einmal den Luxus gegönnt, ein bisschen auszuschlafen. Nach den vielen Kilometern der letzten Tage fühlte sich das auch absolut verdient an. Später habe ich mit einer Norwegerin getroffen, mit der ich am ersten Tag einen Teil des Aufstiegs beziehungsweise Abstiegs zusammen gelaufen war. Wir haben einen Kaffee getrunken, ein bisschen über die letzten Tage gesprochen und sind anschließend noch durch die kleinen Läden gegangen, um ein paar Souvenirs zu kaufen. Zum Abschluss haben wir uns noch eine Empanada geholt und uns damit an den See gesetzt, ein ziemlich entspannter und schöner Abschluss nach der Zeit im Park.
Bevor mein Bus ging, bin ich noch kurz in das kleine historische Museum gegangen. Dort wurde unter anderem auch ein Kapitel der Geschichte aufgegriffen, das einen Bezug nach Deutschland hat. Erwähnt wurde dort auch Carl Hagenbeck, der in Hamburg durch den Tierpark bekannt ist, allerdings in einem eher traurigen historischen Zusammenhang.
Das dieser bis heute in Hamburg nicht aufgearbeitet wird macht einen fassungslos.
Danach ging es dann zum Bus und auf die Rückreise durch die patagonische Weite. Die Landschaft dort ist unglaublich: endlose Steppe, viel Himmel, kaum Bebauung und immer wieder, selbst aus großer Entfernung, die markanten Spitzen des Torres del Paine. Egal ob man hundert oder sogar hundertfünfzig Kilometer entfernt ist, tauchen sie immer wieder am Horizont auf.
Während der Fahrt habe ich einfach nur aus dem Fenster geschaut und die Landschaft auf mich wirken lassen. Immer wieder waren Tiere zu sehen: Guanacos, die in kleinen Gruppen durch die Steppe ziehen, und auch einige Nandus, die wie kleine Laufvögel durch das Grasfeld rennen. Das nächste Ziel habe ich auch schon erspähen können. Die Berge rund um El Chalten.
Gegen 20 Uhr bin ich schließlich gut in El Calafate angekommen. Dort habe ich mich noch mit Nenu und seiner Freundin Mika getroffen, und wir haben zusammen Pizza gemacht. Nach den intensiven Tagen draußen war das ein ziemlich perfekter Abschluss des Tages.
Jetzt liege ich im Bett, lasse die letzten Tage noch einmal durch den Kopf gehen und freue mich auf die nächsten Tage hier in PatagonienRead more












TravelerZu Hagenbeck: ein absoluter Tiefpunkt der Kolonialgeschichte (auch in Köln-Riehl wurden in dem damaligen Vergnügungspark „Neger“ in einer „typischen“ Umgebung präsentiert). Wirklich entsetzlich!
TravelerTim, du bist unser Abenteuer-Held…👍🏻