• Medellín (3/3)

    Jun 1–6, 2024 in Colombia ⋅ ☁️ 30 °C

    Medellín gibt es zweimal. Da ist zum einen das Medellín der unzähmbaren Straße, die immer etwas dreckig und für manche bedrohlich ist. Und da ist das Medellín, das zur innovativsten Stadt der Welt gewählt wurde: technologisch, organisiert, kreativ-produktiv. Von der Stadt Pablo Escobars mit der höchsten Mordrate der Welt noch 1991 zu einer Metropole, die international mitspielen will. Einkaufszentren sind entstanden, benachbart von Thinktanks und Start-ups.
    Der vielleicht wichtigste Motor dieses schönen neuen Medellíns ist die Metro – das Netz von Straßen-, Hoch- und Seilbahnen, die die kolumbianische Millionenmetropole durchqueren. Gegründet wurde diese Metro im Jahr 1995 – zwei Jahre nach dem Tod Escobars. Heute steht die Metro in Medellín für Sauberkeit, Sicherheit und Ordnung. Ein Kontrapunkt zur „dreckigen Straße“. Dass das so kam, hat mit einem Verhaltenskodex zu tun, den die Stadt seit nunmehr 30 Jahren in den Zügen und auf den Bahnsteigen durchsetzt: die „Cultura Metro“.
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