• Tag 7: African Massage

    August 25 in Tanzania ⛅ 26 °C

    Jambo, jambo!
    Wir haben auch die zweite Nacht überlebt, ohne von den Büffeln totgetrampelt worden zu sein. Heute hörte sich der Tag entspannt an. Frühstück erst im 8:30 und wir sollten kurz nach 16 Uhr in der neuen Unterkunft angekommen sein. So war es dann auch, aber die Zeit dazwischen war wieder vollgepackt!
    Wir packen unsere Koffer, sie werden zum Auto gebracht. Es ist einfach alles super organisiert !
    Überall im Camp hängen blaue Tücher herum. Kein Müll, sondern Fallen für Tse-Tse-Fliegen, die auf blau stehen. Deshalb soll man hier kein Blau und kein Schwarz tragen.
    Wir beginnen den Abschied von der Serengeti mit einer Pirschfahrt zum Ausgang. Gazellen, Büffel, Giraffen, etc. lassen wir unbeachtet, wir haben schon so viele gesehen.
    Bald treffen wir auf ein paar männlicher Geparden, schöne Tiere. Unser Fahrer macht kurzen Prozess und schneidet ihnen den Weg ab, sodass sie ganz nahe an uns vorbeilaufen müssen.
    Danach geht es weiter durch die weite Steppe, wir sehen aber lange Zeit nicht mehr viele Tiere, da ein Strauß, dort ein Sekretärvogel, ein paar Gazelle. Doch bevor das erfolglose durchgeschüttelt werden nervig wird, treffen wir auf einen alten Elefantenbullen, der alleine am Fluss frisst und trinkt. Na, besser als nichts denken wir uns und beginnen zu beobachten und fotografieren. Dabei schauen wir nur nach vorne und sind ohne Rückendeckung. Ich setze das Fernglas ab und mache eine kurze Kopfbewegung. Da ist ja ein Löwe (eine Löwin) keine 5 Meter hinter mir! Lautlos und bedächtig, ja cool geht sie am Jeep vorbei. Der Elefant war vergessen! Alle Objektive auf die Löwin, die einfach den Weg entrang trottete. Was für eine Begegnung. Unser Führer meinte, wo eine Löwenmama ist, sollten auch Kinder sein und wir machten uns auf die Suche. Katrin im Nachbarjeep entdeckte die vier Kinder in einem Baumversteck, wo sie spielten. Echt süß!
    Dann suchten wir nochmal die Löwin, weil wir hofften, sie beim Jagen zu sehen. Sie war aber nur gechillt. Offensichtlich keine Beute in der Nähe.
    Dann machten wir uns auf den Weg zum Ausgang des Parks. Elke entdeckte noch einen Geier in einer Baumkrone, bevor wir dann am Ausgang Picknick machten.
    Ab jetzt war Strecke machen angesagt, wir mussten ja noch unser neues Camp erreichen. Mit 70-80 Sachen jagte unser Fahrer Nixon die Rüttelpiste entlang. Heftige Bremser vor Schlaglöcher im Treppenstufenformat inklusive. Das war African Massage vom Allerfeinsten. Da bleibt keine Faszie mehr am Muskel kleben und keine Bandscheibe entspannt. Das ging mehr als zwei Stunden so, nur kurz unterbrochen von einem See mit Flamingos und einer Herde der Massai auf der Straße.
    Zum Schluss ging es noch hoch auf 1900m zu unserem Camp! Was diese Toyota Landcruiser alles aushalten müssen! Zum Glück sind unsere Fahrzeuge noch fast neu!
    Zum ersten Mal sind hier mehrere Gruppen untergebracht. Obwohl auch ein Zeltcamp, kann man dieses hier nicht mit dem vorigen vergleichen. Viel luxuriöser, größer und moderner. Nur Strom ist Mangelware. Licht und Handy laden geht, bei einem Föhn kapituliert die Sicherung.
    Wir beziehen das Zelt und sehen und den Sonnenuntergang an. Danach geht es zum Restaurant. Wieder Buffet und wieder in Ordnung.
    Mitten im Camp treibt sich in der Dunkelheit eine Herde Zebras herum. So schön! Da aber auch andere, nicht so nette Tiere hierherkommen, darf man in der Dunkelheit nicht ohne Begleitung durch „Massai Security“ rumlaufen. Wir wurden also zum Zelt begleitet und hier sitze ich nun und schreibe, während Elke ihren Status macht.
    Bis Morgen!
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