Tag 1: Anreise
August 19 in Germany
☁️ 18 °C
Heute geht’s los! Wir reisen nach Tansania zu unserem ersten richtigen Afrika-Urlaub! Wir sind gespannt! Gestern ging es los mit Packen und dem Einwerfen der ersten Malaria Prophylaxe. Ob meine aktuelle Unruhe darauf zurückzuführen ist? Wahrscheinlich ist es nur die Nervosität.
Wir reisen mit den Dimpfls (Doris und Christian) und treffen dann vor Ort den Rest der Reisegruppe.
Hoffentlich haben wir alles. Visum, Geld, Kleidung,… Apropos Kleidung, das war nicht einfach, denn gedeckte Farben sind Mangelware in unseren Schränken. Also musste noch einiges besorgt werden. Sogar gestern beim Packen bin ich noch zu Panikeinkäufen aufgebrochen. Jetzt habe ich wahrscheinlich zu viel in Beige und Khaki! Auf jeden Fall ist die Reisetasche ganz schön schwer.
Heute Mittag holen wir die Dimpfls ab und es geht es nach Frankfurt. Von dort geht es in der Nacht über Addis Abeba zum Kilimandscharo. Die Reise beginnt also so richtig erst morgen.
Ich hoffe auf Netz und Internet, damit ich jeden Tag posten kann.Read more
Tag 2: zur Hatari Lodge
August 20 in Tanzania
☁️ 22 °C
Afrika!
Der Abflug aus Frankfurt verlief etwas holprig. Alles lief nach Plan, dann kam ein Gewitter mit Starkregen und Sturm. Wir saßen eine Stunde im Flieger bis es losging. Der Aufstieg war deshalb sehr unruhig, ja holprig. Aber es beruhigte sich schnell und unsere Anspannung löste sich ebenfalls. Wein und Bier im Flieger erledigten ihre Aufgabe. Der Rest des Fluges verlief problemlos. Ich hab sogar kurz geschlafen glaube ich. Kurz vor der Landung konnten wir einen tollen Sonnenaufgang erleben.
Der Anschluss in Addis Abeba war problemlos. Am Flughafen kam schon ein besonderes Gefühl auf mit all den Leuten aus verschiedenen Kulturen in ihrer Kleidung.
Nach weiteren 2 1/2 Stunden kamen wir am Kilimanjaro Airport in Tansania an. Über die Einreiseprozedur lege ich lieber den Mantel des Schweigens. Aber nach langer Zeit war auch das geschafft und das Gepäck geholt.
Unser Reiseführer für die nächsten Tage mit dem schönen Vornamen „Goodluck“ wartete schon auf uns und wir trafen den Rest der Truppe. Die Laune stieg sofort wieder.
Rein in die beiden Jeeps und los geht’s! Der Weg zum Arusha Nationalpark, in dem die Hatari Lodge liegt war abenteuerlich. Mehr als 2 Stunden für 40 km. Unglaubliche Straßen, chaotischer Verkehr und die Hütten am Straßenrand mit den vielen Menschen.
Kurze Pause am Eingang des Parks. Ich vermute mal, dass der Reiseführer mit den Parkwärtern was ausgemacht hat. Dann ging es auf Schotterpisten, die sich nicht von den Straßen vorher unterschieden, durch den Park. Schon an der ersten Freifläche sahen wir viele Tiere; Zebras, Wasserbüffel, Warzenschweine, Paviane, Geier und auch Giraffen! Wunderbar!
Im Park liegt die Hatari Lodge bekannt aus dem gleichnamigen Film mit Hardy Krüger und John Wayne. Eine sehr schöne Anlage mit sehr herzlichen Gastgebern.
Auch dort sahen wir viele Tiere. Zum Empfang gab es dann eine Sundowner Bar in der Savanne, bevor es dann zum leckeren Abendessen ging. Abends wurde es kühl und es wurde eingeheizt. Der Park liegt ja auf 1600m und die Zeit hier gilt als Winter mit Temperatur zwischen 15 Grad nachts und 30 Grad tagsüber. 😉
Wegen der Höhe, der „Kälte“ und dem Wind gibt es hier kaum Mücken. Sehr gut! Dafür können aber die großen Tiere zwischen den Häusern rumspazieren. Deswegen darf man bei Dunkelheit nur mit einem echten Massai vom Restaurant zur Hütte laufen. Die haben nämlich keine Angst vor großen Tieren. Im Umkehrschluss heißt das aber auch, dass die anderen Tansanier Angst haben, oder? Deswegen geht der Abend früher zu Ende und wir liegen untypischerweise für uns um 22Uhr im Bett und lassen den Tag Revue passieren.Read more
Tag 3: Safaris rund um die Lodge
August 21 in Tanzania
☁️ 22 °C
Jambo!
Das heißt „Hallo“ auf Suaheli! Wie ihr seht, spreche ich die Sprache schon fließend. Heute gab es auch viele Gründe „Asanti“ also „Danke“ zu sagen.
Um sieben Uhr ging es zum Frühstück und wir rannten fast in die Giraffen, die nahe an unserer Hütte im Garten waren. Das Frühstück wurde dann immer wieder von einigen Tieren unterbrochen, die beobachtet werden mussten. Und das noch vor der eigentlichen Safari.
Nach kurzer Fahrt kamen wir gegen 9 Uhr am Parkplatz an. Unsere erste Safari war nämlich eine Fußsafari im Arusha Nationalpark. Wir wurden von einem bewaffneten Ranger empfangen, der uns dabei begleitete. Allerdings versicherte er uns, dass er hier noch nie schießen musste. Die einzigen aggressiven Tiere hier sind die Kaffernbüffel, wenn sie von der Herde verstoßen wurden.
Es ging durch grüne Wiesen, an einem Fluss entlang zu einem Wasserfall. Wir sahen wieder viele Warzenschweine, Büffel (in sicherer Entfernung), Zebras und viele Giraffen. Heute war Giraffentag könnte man sagen. Die Tiere lassen sich nicht stören und wir kommen nahe ran. Wunderbar! Man könnte meinen, sie posieren für die Fotos.
Für die 3 km brauchen wir fast 2 Stunden, weil es so viel zu sehen gab. Unser Führer Goodluck erzählte uns viel über die Tiere und die Pflanzen. Beeindruckend war auch der Würgebaum, der einem Wirtsbaum anzapft, und an ihm hochwächst bis er eingeht.
Weiter ging es mit dem Jeep auf eine Pirschfahrt mit Picknick am Small Momella Lake. Es gab wieder viele Tiere zu sehen. Flamingos kamen neu auf die Liste. Nach dem leckeren Essen am See ging es zurück über extrem holprige Pisten zur Lodge. Dabei trafen wir auf die bisher größte Herde von Giraffen. Wir zählten 21 Tiere. Später mischten sich auch noch Zebras darunter. Wie gesagt, heute war Giraffentag.
Zurück in der Lodge wurden wir mit Kaffee und Kuchen empfangen. Nach kurzer Pause ging es wieder auf die Aussichtsterrasse zum Sundowner. Danach gab es Abendessen im Restaurant. Und ich dachte, ich könnte vielleicht etwas abnehmen auf der Reise. Gerade fühle ich mich übersatt nicht nur von den Eindrücken.
Unser Führer hat für morgen einen voll gepackten Tag angekündigt. Keine Beschwerde, wir sind ja nicht zur Erholung hier.
Die Reisegruppe aus neun Personen, davon vier Lehrer (2 Grundschule, Berufsschule, Fahrschule) ist bereits super zusammengewachsen. Wir freuen uns auf das was kommt.
Kwa heri (Tschüss), bis morgen!Read more
Tag 4: Tarangire National Park
August 22 in Tanzania
☁️ 22 °C
Jambo Jambo!
War das anstrengend heute! Ich sitze seit 2 Minuten auf der Terrasse unseres Zimmer und genieße die ersten ruhigen Minuten des heutigen Tages.
Mit „Polle Polle“, das heißt „langsam“ auf Suaheli war heute nichts. Es war mehr „volle Pulle“.
Um 5 Uhr sind wir aufgestanden, haben geduscht und gepackt, weil um 6:30 bereits Abfahrt war. Wir hatten Glück und sahen den Sonnenaufgang über dem Kilimanjaro, bevor er wieder hinter Wolken verschwand. Heute war eine Streckenetappe geplant mit Besuch des Tarangire Nationalparks, der auch als „Home of the Elephants“ bezeichnet wird.
Los ging es aber zu „Wondergarden“, einem Projekt für Frauen, das von unserem Reiseanbieter unterstützt wird und das lokale Lebensmittel herstellt. Nach einer kurzen Führung gab es ein Frühstück aus lokalen Erzeugnissen wie zum Beispiel Bananenbrei.
Danach ging es weiter durch Arusha zum Eingang des Tarangire Nationalparks. Drei Stunden zum Glück meistens auf Teer. Trotzdem abenteuerlich genug. Es gab viel zu sehen, auch weil Samstag war und Markttag. Es waren viele Menschen auf den Straßen und es gab viele Stände zu sehen. Unvorstellbar wie es hier aussieht und zugeht. Ich würde mich da nicht wohl fühlen.
Nach einer kurzen Pause am Eingang ging es weiter auf Pirschfahrt durch den Park. Wieder war „African Massage“ inklusive auf den Holperpisten.
Leider war es extrem voll überall. So viele Jeeps, die sich durch den Park wälzten. Vor den guten Plätzen kam es zu richtigen Staus. Insbesondere vor dem einen Löwenpärchen, das sich aber nicht bei der Siesta stören ließ.
Auch beim Picknick war es extrem voll. Außerdem versuchten immer die Affen unser Essen zu stehlen. Bei anderen Gruppen schafften sie das auch. Wir waren froh als es weiterging.
Mehrmals gab es Elefanten zu sehen, teilweise aus nächster Nähe und mit kleinen Jungtieren. Süß! Heute war wirklich Elefantentag, auch wenn man Giraffen, Zebras, Impalas und eben das eine Löwenpärchen sehen konnte. Auch die Baobab, die Affenbrotbäume waren beeindruckend, auch wenn sie jetzt im hiesigen Winter keine Blätter haben.
Gegen 15 Uhr ging es raus aus dem Park und wir machten uns auf die 2 1/2 stündige Fahrt zur High View Coffee Lodge, wo wir kurz nach 17:30 ankamen. Rein in die Zimmer, kurz auspacken, dann weiter zum Sonnenuntergang mit Bar. Sehr schön. Danach gab es ein leckeres Abendessen im Freien mit einer festlich gedeckten Tafel. Am Ende waren alle aus der Gruppe ausnahmslos am Ende und wir waren froh, dass wir die Ruhe unseres Zimmers genießen konnten.
Ich bin ebenfalls bratfertig und freue mich auf das Bett. Morgen geht es schon wieder früh los.Read more
Tag 5: in die Serengeti
August 23 in Tanzania
⛅ 29 °C
Ich muss den Tag nachreichen, da wir kein Netz hatten und auch am Tag danach nur sehr selten ein paar Bit übers Wlan senden können. Heute war Löwentag angesagt. Daraus geworden ist ein Löwen, Leoparden und Elefantentag. Einfach unglaublich! Aber der Reihe nach.
Der Morgen startete früh mit einem sehr leckeren Frühstück. Danach erfuhren wir einiges über Kaffee und Kaffeeanbau in Tansania. Wir pflanzten auch eine Kaffeepflanze in der Plantage rund um die Coffee Lodge.
Weiter ging es mit Tuc-Tucs in ein Heim für Straßenkinder, das von Chamäleon Reisen gesponsert wird. Die Kinder waren gerade im Sonntagsgottesdienst, der hier über 2 Stunden dauert. Wir erfuhren trotzdem einiges und konnten uns auch die Schule dazu ansehen.
Wir stiegen um in die Jeeps und fuhren los. Am Anfang noch auf Teer, aber später auf über 130 km Sand- und Steinpiste.
Erster Stopp war der Ngorogoro Kraterrand. Hier auf 2000m Höhe ist Regenwald, im Krater eher Steppe. Übermorgen geht es da rein. Unsere Mitreisenden sahen einen Leoparden, der über die Straße lief. Wir ins unserem Jeep leider nicht. Heute fahren wir weiter zur Serengeti. Wir sind im Massai Land, sehen die Dörfer, ihre Ziegen- und Rinderherden. Wir fragen uns, wie die Herden überleben, bei dem wenigen trockenen Gras/Stroh.
Am Eingang der Serengeti treffen wir wieder auf viele Touristen in ihren Jeeps. Aber auch Busse und Lastwagen fahren hier, da es die einzige Verbindung aus dem Süden in die Serengeti ist. Man sieht schon abenteuerliche Gefährte. Es ist schon fast das Klischee von Afrika, das hier erfüllt ist.
Nach dem Picknick ging es dann in die Serengeti und auf Pirschfahrt. Es dauerte nicht lange, bis wir auf die ersten Löwen trafen. Das sollten nicht die einzigen bleiben, aber alle waren um diese Tageszeit faul und lagen schlafend im Gras. Die vielen Jeeps und Touristen störten sie dabei überhaupt nicht. Es kam höchstens mal ein Blinzeln mit dem Auge. Sehr schöne aber müde Tiere.
Weiter ging es. Wir sahen Giraffen, Zebras, Strauße und viele verschiedene Antilopen. An einem großen Wasserloch, dann das nächste Highlight. Eine große Herde Elefanten, die gerade von dort weggingen, genau auf uns zu. Irgendwann waren wir mittendrin. Ein tolles Gefühl, auch wenn die Elefanten mit einer kleinen Bewegung den Jeep hätten beschädigen können. Die kleinen Elefanten waren süß.
Weiter ging es und es dauerte nicht lange, bis wir an eine Stelle mit vielen Jeeps kamen. Ein Leopard! Er lag auf einem Baum und ruhte sich aus von der Jagd. Die Beute, eine Gazelle lag zwei Äste über ihm. Was für ein schönes Tier!
Gegen 18:30 kamen wir platt und voller Eindrücke in unserem Serengeti Wildlife Camp an. Wir schlafen in Zelten mitten unter den Tieren!
Es gab ein gutes Abendessen vom Buffet uns Zelt. Nach Dunkelheit darf man nicht mehr alleine unterwegs sein, wegen der wilden Tiere, die vollen Zugang haben. Ein Massai begleitete uns zum Zelt. Abenteuerlich!Read more
Tag 6: Expedition ins Tierreich
August 24 in Tanzania
☁️ 28 °C
Hakuna Matata - kein Problem!
Das trifft auf alles zu, nur nicht auf das Internet in der Serengeti.
Auch heute ist es unmöglich, einen Footprint hochzuladen. Er kommt also ebenfalls später.
Heute ging es für einen Teil der Truppe zur Ballonfahrt. Für uns ging es früh morgens auf die Pirsch. Sehr erfolgreich! Wir sahen den Sonnenaufgang, ein Rudel Löwen mit vielen kleinen, den Leoparden von gestern mit seiner Beute, eine Hyäne, die einen Teil der Beute ergaunert hat, eine Gepardin mit vier Jungen, wie sie eine Gazelle jagt und erlegt, Giraffen, einen Adler mit Beute und noch einen männlichen Geparden aus nächster Nähe und einem weiteren Leoparden auf einem Felsen. Es war eine richtige Expedition ins Tierreich.
Gegen 11 Uhr kamen ein zum Brunchen zurück in das Camp. Da trafen wir auch die Ballonfahrer wieder, die trotz des horrenden Preises ganz begeistert waren.
Nach einer Siesta ging es gegen 15 Uhr auf zur nächsten Expedition.
An Kaffernbüffeln und Giraffen ging es vorbei, bis wir auf einen Baum voller Geier trafen, die erwartungsvoll nach unten sahen. Nein, wir waren nicht die Beute, Geier sind ja Aasfesser. Wir suchten und fanden einen Löwen, der seine Beute, einen ausgewachsen Büffel bewachte. Der Brustkorb war offen und ausgeweidet. Sobald der Löwe weg ist, werden sich die Geier wie die Geier auf den Kadaver stürzen und mit den Hyänen um die Reste streiten. Nach weiteren Giraffen sahen wir wieder Zebras und viele verschiedene Antilopen.
Fas Highlight kam aber zum Schluss. An einer großen Wasserstelle fanden wir mehr als hundert Nilpferde. Wahnsinn! Später kam noch ein riesiges Krokodil zur Liste der Tiere hinzu. Ein Klischee von Afrika!
Zurück am Camp machten wir uns so gut es ging frisch für den Abend. Das Wasser in der Dusche ist eher ein spärliches Rinnsal. Dann zum Buffet-Abendessen. Es war ganz in Ordnung, die Highlights sind jeden Tag die Ananas als Nachspeise. Ich hab noch nie so gute gegessen, wie hier in Tansania. Auch die Bananen sind lecker. Nach dem Essen verbrachten wir noch einige Zeit vor dem Restaurant-Zelt. Wir konnten ja nicht zu den Zelten, solange die Büffelherde hier herumstreunt. Sie gingen direkt an unserem Zelt vorbei und sie können ganz schön gefährlich werden. Erst nach einiger Zeit begleitete uns der Massai zu den Zelten. Wohl war uns nicht, aber im Zelt scheint alles safe zu sein.
Na dann, hoffentlich bis zum nächsten Tag!Read more
Tag 7: African Massage
August 25 in Tanzania
⛅ 26 °C
Jambo, jambo!
Wir haben auch die zweite Nacht überlebt, ohne von den Büffeln totgetrampelt worden zu sein. Heute hörte sich der Tag entspannt an. Frühstück erst im 8:30 und wir sollten kurz nach 16 Uhr in der neuen Unterkunft angekommen sein. So war es dann auch, aber die Zeit dazwischen war wieder vollgepackt!
Wir packen unsere Koffer, sie werden zum Auto gebracht. Es ist einfach alles super organisiert !
Überall im Camp hängen blaue Tücher herum. Kein Müll, sondern Fallen für Tse-Tse-Fliegen, die auf blau stehen. Deshalb soll man hier kein Blau und kein Schwarz tragen.
Wir beginnen den Abschied von der Serengeti mit einer Pirschfahrt zum Ausgang. Gazellen, Büffel, Giraffen, etc. lassen wir unbeachtet, wir haben schon so viele gesehen.
Bald treffen wir auf ein paar männlicher Geparden, schöne Tiere. Unser Fahrer macht kurzen Prozess und schneidet ihnen den Weg ab, sodass sie ganz nahe an uns vorbeilaufen müssen.
Danach geht es weiter durch die weite Steppe, wir sehen aber lange Zeit nicht mehr viele Tiere, da ein Strauß, dort ein Sekretärvogel, ein paar Gazelle. Doch bevor das erfolglose durchgeschüttelt werden nervig wird, treffen wir auf einen alten Elefantenbullen, der alleine am Fluss frisst und trinkt. Na, besser als nichts denken wir uns und beginnen zu beobachten und fotografieren. Dabei schauen wir nur nach vorne und sind ohne Rückendeckung. Ich setze das Fernglas ab und mache eine kurze Kopfbewegung. Da ist ja ein Löwe (eine Löwin) keine 5 Meter hinter mir! Lautlos und bedächtig, ja cool geht sie am Jeep vorbei. Der Elefant war vergessen! Alle Objektive auf die Löwin, die einfach den Weg entrang trottete. Was für eine Begegnung. Unser Führer meinte, wo eine Löwenmama ist, sollten auch Kinder sein und wir machten uns auf die Suche. Katrin im Nachbarjeep entdeckte die vier Kinder in einem Baumversteck, wo sie spielten. Echt süß!
Dann suchten wir nochmal die Löwin, weil wir hofften, sie beim Jagen zu sehen. Sie war aber nur gechillt. Offensichtlich keine Beute in der Nähe.
Dann machten wir uns auf den Weg zum Ausgang des Parks. Elke entdeckte noch einen Geier in einer Baumkrone, bevor wir dann am Ausgang Picknick machten.
Ab jetzt war Strecke machen angesagt, wir mussten ja noch unser neues Camp erreichen. Mit 70-80 Sachen jagte unser Fahrer Nixon die Rüttelpiste entlang. Heftige Bremser vor Schlaglöcher im Treppenstufenformat inklusive. Das war African Massage vom Allerfeinsten. Da bleibt keine Faszie mehr am Muskel kleben und keine Bandscheibe entspannt. Das ging mehr als zwei Stunden so, nur kurz unterbrochen von einem See mit Flamingos und einer Herde der Massai auf der Straße.
Zum Schluss ging es noch hoch auf 1900m zu unserem Camp! Was diese Toyota Landcruiser alles aushalten müssen! Zum Glück sind unsere Fahrzeuge noch fast neu!
Zum ersten Mal sind hier mehrere Gruppen untergebracht. Obwohl auch ein Zeltcamp, kann man dieses hier nicht mit dem vorigen vergleichen. Viel luxuriöser, größer und moderner. Nur Strom ist Mangelware. Licht und Handy laden geht, bei einem Föhn kapituliert die Sicherung.
Wir beziehen das Zelt und sehen und den Sonnenuntergang an. Danach geht es zum Restaurant. Wieder Buffet und wieder in Ordnung.
Mitten im Camp treibt sich in der Dunkelheit eine Herde Zebras herum. So schön! Da aber auch andere, nicht so nette Tiere hierherkommen, darf man in der Dunkelheit nicht ohne Begleitung durch „Massai Security“ rumlaufen. Wir wurden also zum Zelt begleitet und hier sitze ich nun und schreibe, während Elke ihren Status macht.
Bis Morgen!Read more

TravelerHi Sabine. Toilette klappt überall super. Sogar auf Safari gibts an den Eingängen zum Park öffentliche und saubere Toiletten. Und dazwischen geht man hinter dem Jeep in der Hoffnung, dass kein Löwe kommt. In den Lodges kann man teilweise nur warm duschen, wenn das Wasser mit Holz gewärmt wird. Also einmal täglich gegen Abend. Allerdings kommt so wenig Wasser, dass ich mir keine Haare waschen konnte. Den Schaum wäre ich nicht los geworden. Föhnen oder glätten kann man nicht, dazu reicht der Strom nicht. Das ist aber für uns kein Problem gewesen...
Tag 8: in einer anderen Welt
August 26 in Tanzania
☀️ 26 °C
Jambo, jambo!
Zebras zum - nein - beim Frühstücken, bei der Fahrt, im Krater, bei den Massai, beim Abendessen und in der Nacht! So viele, dass wir schon gesättigt sind. Nicht vom Essen aber vom Anschauen und Fotografieren! Trotzdem war der Tag heute voller Highlights. Wieder mal stehen wir bei Dunkelheit auf, machen uns schnell fertig und gehen frühstücken. Da gegen 5 Uhr ein Löwe in der Nähe gebrüllt hat, sind die Zebras, die über Nacht da waren, weg.
Kurz nach Sonnenaufgang geht es dann schon los zum Ngorongoro Krater. Auf den typisch tansanischen Straßen geht es rumpelnd hoch auf circa 2300m zum Kraterrand, vorbei an Massai-Dörfern und Massai-Herden unter die sich viele Zebras gemischt haben. Am Eingang zum Krater hatten wir einen tollen Blick auf das Innere des Kraters, der etwa 20 km Durchmesser hat. Was für ein Vulkanausbruch das gewesen sein muss! Dadurch wurde aber eine andere Welt erschaffen. Ein Paradies für Tiere aller Art und ein Schlaraffenland für die Löwen. Eine schmale Kopfsteinpflasterstraße führt in Serpentinen hinab. Etliche Wege durchziehen die relativ ebene Kraterfläche. Hier leben noch ungefähr 60 Nashörner, wie uns Goodluck erklärt hat. Nach 5 min Fahrt vorbei an Zebras, Gnus und Gazellen sehen wir vor uns eine riesige Büffelherde. Hunderte dieser Tiere laufen über die Straße. Beeindruckend! Nach weiteren 5 min sehen wir einige Jeeps stehen. Das bedeutet, es gibt eine Sichtung. Und was war es? Ein Spitzmaulnashorn! Die Big Five sind voll. Wahnsinn! Erst war es relativ weit weg, aber es kam näher und wollte über die Straße. Da waren inzwischen aber 50 Jeeps, die voll chaotisch den besten Platz ergattern wollten. Den hatten wir aber schon. Genau vor uns senkte er den Kopf und rannte los! Ein Angriff? Nixon, unser Fahrer startete den Motor, damit er sofort losfahren konnte. Ein Scheinangriff!Er drehte nachdem er seine Entschlossenheit gezeigt hatte, wieder ab. Es gab kein Durchkommen! Wahnsinn, dass wir das erleben durften.
Das Chaos an Fahrzeugen wurde immer größer und wir fuhren weiter! Riesige Gnuherden, durchsetzt mit Zebras liefen an uns vorbei, am Ufer des Kratersees sahen wir hunderte Flamingos und einige Hippos. Dann sahen wir erst einen, später noch mehrere Löwen, einen Schakal und tatsächlich nochmal 4 Breitmaulnashörner! Unglaublich!
Gegen Mittag machten wir uns auf den Weg raus aus dem Park. Doch es gab noch eine Überraschung für uns. Ein Picknick für VIPs im Krater an einem wunderschönen Platz mit Buffet und noblem Gedeck. „Tamtam“, das heißt „lecker lecker“ auf Suaheli.
Danach ging es aber wirklich raus aus dem Park. Unsere letzte Pirschfahrt war zu Ende. So schade!
Weiter ging es zu einer Wanderung im Massai-Gebiet, bei ihren Dörfern und Herden. Wie fremd uns das vorkommt.
Nach 2h ging es dann heimwärts zur Lodge. Wir vier besorgten uns Wein und Bier und ließen uns auf der Terrasse die letzten Tage Revue passieren.
Morgen ist Fahrtag zum Flughafen und Flug nach Sansibar.
Am Abend kamen dann wieder viele Zebras, die auch direkt bei uns vorbei liefen. Wirklich toll!
Morgen geht es schon wieder bei Dunkelheit los. Intensiver geht Reisen kaum!
Gute Nacht!Read more
Tag 9: We are the champions
August 28 in Tanzania
⛅ 28 °C
„We are the champions“, das hören wir in der Freddy Mercury Bar in Stone Town Sansibar! Und so fühlen wir uns auch! Was haben wir nicht alles geschafft! In 7 Tagen haben wir drei Nationalparks gesehen, viele Pirschfahrten gemacht und weit mehr Tiere gesehen als die Big Five! Goodluck meinte, dass es die erfolgreichste Safari war, die er dieses Jahr hatte. Entsprechend zufrieden, aber auch traurig verabschieden wir uns von Goodluck und reisen zum nächsten Abschnitt unserer Reise nach Sansibar.
Wir sind wieder sehr früh aufgebrochen. Um 6:15 war Abfahrt.
Was ich alles leiste! Es geht über die Pisten am Ngorongoro Kraterrand zum Ausgang des Parks. Dann sehen und fühlen wir zum ersten Mal seit Tagen wieder Teer! Welch ein Unterschied!
Unser nächster Stopp war ein Geschäft zum Einkaufen mit typischen Touristen-Mitbringsel. Gefühlt überteuert, aber ich wüsste eh nicht wie ich die Giraffe in Originalgröße transportieren sollte. Dann also doch lieber die Miniaturausgabe.
Weiter geht’s in ein Restaurant nahe am Flughafen, bevor wir dann gegen 12 dort ankommen.
Jetzt heißt es Abschied nehmen von Goodluck, der uns doch sehr ans Herz gewachsen ist.
Durch die Sicherheitskontrolle (etwas chaotisch) zum Gate und dann heißt es warten auf das Boarding. Der Flughafen ist klein, aber er hat alles, was man braucht. Hier heben viele kleine einmotorige Maschinen ab, die in die Nationalparks fliegen. Wir haben aber die größte auf dem Flughafen, eine zweimotorige Turboprop. Der Flug verläuft professionell. Bei der Stewardess im Format von Bud Spencer (nur größer), war auch sofort Ruhe und Ordnung im Flieger.
Am Kilimanjaro vorbei geht es nach Zanzibar, so wie es hier geschrieben wird.
Nach der Landung empfängt uns Hassan von Chamäleon. Der Bus steht bereit und bringt uns nach Stone Town.
Wir tauchen ein in die Gassen, fahren am indischen Ozean entlang vorbei an Dhaus, Motorbooten und größeren Schiffen zum Mizingani Seafront Hotel. Ein tolles, verwinkeltes altes Gebäude mit mehreren Innenhöfen, davon einer mit einem 3m tiefenPool und einer schönen Dachterrasse.
Auf selbiger sehen wir uns den Sonnenuntergang an. Leider kamen die alkoholfreien Cocktails viel zu spät dafür und wir mussten auch weiter. Um 19 Uhr war Treffpunkt mit Hassan für einen Spaziergang durch die Gassen zum heutigen Restaurant. Elke meinte, es fühlt sich an wie Marrakesh, das Hotel wie ein Riad, die Gassen, die Geschäfte. Das Restaurant war auf dem Dach eines anderen Hotels. Man sitzt auf dem Boden, viele Kissen umgeben einen und man wird aufmerksam bedient. Lokale Musik wurde live gespielt. Das Essen war lecker, eine Mischung aus arabisch, indisch und afrikanisch. Dazu natürlich wieder Wein und Safari Lager.
Nach dem Essen ging an die Strandpromenade, die voller Leben war. Die Einheimischen treffen sich hier zum Barbecue, die Touristen bummeln durch die Geschäfte. Das machen natürlich auch wir und das mit Erfolg. Unser Führer hätte wahrscheinlich lieber früher Feierabend gemacht, er musste aber warten.
Gegen halb elf kamen wir im Hotel an. Kein Alkohol im Hotel ist keine Option! Aber nebenan ist die Freddy Mercury Bar und für uns die klar bessere Option. Sowohl von der Musik als auch von der Getränkekarte.
Es wurde ein langer Abend, wodurch sich dieser Footprint hier etwas verzögert hat.
Morgen folgt der letzte Tag mit vollem Programm.
Karibu sana (vielen Dank) fürs Warten.Read more

TravelerEuch weiterhin interessante Tage und Eindrücke. Wir freuen uns aufs Wiedersehen und persönliche Reiseberichte.
Tag 10: Stone Town, Gewürze und Meer
August 28 in Tanzania
⛅ 28 °C
Jambo, jambo!
Zanzibar! Für viele ein Traumziel für Erholung am indischen Ozean, auch für uns. Aber auch ein Ort mit furchtbarer Geschichte. Zanzibar und speziell Stone Town war das Zentrum des Sklavenhandels im Osten Afrikas. Welch unvorstellbare Gräuel da noch bis Anfang des 20. Jahrhunderts passiert sind, möchte ich mir gar nicht vorstellen.
Doch nach dem leckeren Luxus-Frühstück frühmorgens auf der Terrasse des Hotels mit Blick auf den Ozean tauchten wir ein in die Altstadt und ihre Geschichte. Stone Town heißt so, weil die Gebäude aus Stein bzw. Korallen gebaut worden sind. Obwohl die gesamte Altstadt Weltkulturerbe ist, sind viele Gebäude kaputt, wie uns Hassan erklärt. So zum Beispiel der Sultanspalast oder das Haus der Wunder, das so heißt, weil es noch vor 1900 elektrifiziert war und sogar einen Aufzug besaß. An dem wird immerhin gearbeitet. Vielleicht geschieht ja nochmal ein Wunder und es wird renoviert, meinte Hassan.
Einige wenige Gebäude, wie das alte englische Konsulat oder Hotels sind renoviert und zeigen ihre orientalische Schönheit. Dazwischen gibt es viele kleine Geschäfte und wir bummeln durch die Gassen. Hassan musste zusehen, wie jeder in der Gruppe in ein Geschäft verschwand und einkaufte. Ich glaube, er hat schon früh gemerkt, dass die geplanten Termine schwer einzuhalten sein werden.
Seine Führung war sehr gut! Er machte trotzdem nur wenig Druck. Eines der ersten Ziele war das Geburtshaus von Freddy Mercury, an dem eine Gedenktafel hängt und in dem sich ein kleines Museum über ihn befindet. Er lebte aber nur kurz auf Zanzibar.
Weiter ging es zum Sklavenmarkt, neben dem sich eine anglikanische Kirche befindet. Wir hören von Livingstone, der hier gelebt hat und Jahrzehnte gegen die Praxis der Sklaverei gekämpft hat. Dann geht’s zur Ausstellung im Sklavenmarkt und in die niedrigen Keller, in denen die Menschen zusammengepfercht wurden. Unvorstellbar! Wir waren danach alle erst mal ziemlich schweigsam. Das nächste Ziel war der Fischmarkt. Überall kleine und große Fische, Oktopusse, Krabben, Garnelen. Aber alles bei normalen Temperaturen, nirgends ist Eis oder Kühlung zu sehen. Es riecht sehr intensiv. Übrigens genauso daneben im Fleischmarkt. Als Deutscher sieht man da schon die Salmonellen krabbeln! Aber wahrscheinlich essen wir genau das bei unseren Mahlzeiten und wir hatten alle noch keine Probleme mit dem Magen. Im Gegenteil, es fühlt sich manchmal besser an, als zuhause.
Mit großer Verspätung beenden wir die Führung und gehen zum Bus, der schon am Rand der Altstadt auf uns warte. Hier ist volles Leben mit Mopeds, Bussen und Massen an Menschen. Wie man da irgendwie heil rauskommt ist mir unerklärlich. Aber Omar Sharif unser Busfahrer (er wurde uns wirklich so vorgestellt) meistert das super.
Es geht in ein Dorf zu einer Gewürzfarm. Nach einer knappen halben Stunde kommen wir dort an. Wir sehen tolle Bäume, viele Anpflanzungen, sehen wo Muskatnuss, Kardamom, Ingwer, Pfeffer, Zimt, Vanille und andere Gewürze herkommen und was von den Pflanzen alles verwertet wird. Wir können vom Baum probieren und lernen einiges. Natürlich kommt am Ende ein Verkaufsstand und wir erwerben einige Gewürze. Elke feilschte so ernsthaft, dass die anderen in der Gruppe staunten. Ich bin das ja gewohnt und warte wie immer, ob der Gegenüber ausrastet. Aber sie schafft es immer, im Guten mit dem Verkäufer auseinander zu gehen. „Win-win“ nennt man das, wobei der „win“ deutlich auf Elkes Seite hängt. Hier ging es „Zack-zack“ wie unser Führer meinte, schließlich war ja noch Zeit aufzuholen.
Nächster Stop war Mittagessen in einem Dorf. Von der Hauptstraße ging es mit dem Bus einen Feldweg entlang, der diesen Namen nicht verdiente. Links und rechts schleiften die Pflanzen, es rumpelte fürchterlich. Aber wir kamen an. Es gab zwei rechteckige Bereiche, eines als Küche, das andere als Esszimmer. Es waren fünf oder sechs Frauen da, die kochten und alles vorbereiteten. Wir mussten uns auf dem Boden setzen. Normalerweise isst man mit den Fingern, uns wurde aber Besteck zugestanden. Gott sei Dank!
Es gab Reis mit Fischcurry, Spinat, Bohnen, Pfannkuchen, Kochbananen mit Kokosmilch, gebratenen Fisch und als Nachtisch noch etwas Süßes mit viel Zucker und Kokos.
Es war typisch lokales Essen und ganz gut, aber nicht umwerfend.
Ich hatte es noch nicht erwähnt aber unser junges Paar, Karina und Luca machen hier ihre Hochzeitsreise. Sie bekamen Ehrenplätze und nach dem Essen bekamen alle Tücher und es wurde getanzt, wie auf einer afrikanischen Hochzeit.
Danach ging es zum eigentlichen Ziel des Tages, dem Aqua Beach Ressort an der Ostküste der Insel. Nach einer guten halben Stunde Fahrt quer durch die flache Insel kommen wir dort an. Die Zufahrt dorthin ist wieder abenteuerlich und verdreckt mit Plastik und anderem Müll. Aber hinter dem großen Eisentor öffnete sich eine andere Welt. Palmengärten durchzogen von saubersten Wegen aus feinstem weißen Sand, ein Empfangsbereich umgeben von Pools. Was für ein Gegensatz!
Wir wurden begrüßt und uns wurde die Anlage gezeigt, während die Koffer auf die Zimmer gebracht wurden. Ein Traum. In den nächsten Tagen werde ich noch mehr davon zeigen können. Es liegt direkt am weißen Sandstrand mit einer wunderschönen Architektur. Die Erholung kann beginnen. Noch vor dem Auspacken machte ich einen Strandspaziergang, während Elke im Pool ihre Runden zog.
Ein wunderschönes Zimmer mit einem tollen Bad wartete auf uns. Auspacken, duschen und danach ging es zum Aperitif mit der Gruppe und zum Abendessen mit vier Gängen. Wie immer sehr lecker! Wir ließen den Abend noch an der Bar ausklingen, was auch der Grund dafür ist, dass dieser Bericht wieder mit etwas Verspätung kommt. Ich habe einfach keine Zeit, den Verzug aufzuholen. Vielleicht morgen, denn dann steht unser erster „fauler“ Tag auf dem Programm.
Bis dann!
Hakuna Matata!Read more

TravelerIch möchte noch erwähnen, dass Tansania hervorragende Weißweine zu bieten hat, alle aus Südafrika. Die durften wir in jeder Lodge und nun auch hier genießen! 🥰
Tag 11: Erholung
August 29 in Tanzania
🌬 28 °C
Jambo, jambo!
Bisher war die Reise voll durchorganisiert mit Aktivitäten. Wir mussten oft sehr früh raus. Das scheint zur Gewohnheit zu werden. Heute standen wir freiwillig auf, um den Sonnenaufgang zu sehen. Unsere Anlage liegt nämlich an der Ostküste in der Ortschaft Pwani Mchangani. Ein kilometerlanger Sandstrand von Palmen gesäumt mit vielen schönen Hotels.
Später am Morgen war dann das Wasser weg. Ebbe! Der Strand ist sehr flach, die eigentliche Brandung ist mehr als einen Kilometer vor der Küste. Entsprechend weit zieht sich das Wasser zurück.
Zum Vorschein kommen dann Felder von Algen und Seegras, die sichtbar künstlich angepflanzt wurden. Bei Ebbe kommen dann die Einheimischen und ernten. Wir finden das dann in unseren Kosmetikas und Cremes wieder .
Die Urlauber, also auch wir, nutzen die Zeit für Spaziergänge, quasi Wattwanderungen, und zum Muscheln suchen. Man findet schon schöne Teile.
Elke nutzte die Zeit vor dem Frühstück für ihre Lieblingsbeschäftigung, dem Schwimmen im Pool. Danach erst ging es zum Frühstücken. Die Anlage ist wunderschön mit riesigen Zimmern, super Bad, super Wlan, einem großen perfekten Pool und einem schönem Restaurant- und Barbereich. Alles sauber und mit Meerblick. Ein toller Garten gehört auch dazu mit unendlich vielen Palmen und schönen Pflanzen.
Nach einem langen Strandspaziergang und einem Mittagsschläfchen auf den bequemen Hängeliegen gönnten wir uns einen Drink. Später ging es nochmal auf einen Aperitif an die Bar. Auch die Cocktails waren hervorragend und bezahlbar. Überhaupt war unsere Sorge unbegründet, überall wo wir übernachteten gab es Bier und Wein zu relativ normalen Preisen, zumindest für uns Deutsche.
Das Abendessen war wieder lecker, wieder vier Gänge, diesmal mit Langusten. Dazu Samstag-Abend Live-Musik mit einem sehr guten Saxophonisten. Christian hätte am liebsten mitgespielt. Später lassen wir noch den Abend an der Bar ausklingen.
Über die Tage verstehen wir uns als Gruppe immer besser. Die vielen gemeinsamen Erlebnisse schweißen zusammen. Jetzt genießen wir noch die restlichen Tage.
Hakuna Matata!Read more
Tag 12: Erholung Teil 2
August 30 in Tanzania
☀️ 27 °C
Heute war wirklich Ruhetag. Nach dem Frühstück unternahmen wir einen langen Spaziergang am Strand. Es kommt ein Hotel nach dem anderen, die meisten davon sehen sehr schön aus.
Viel scheint in keinem los zu sein. Goodluck hatte schon während der Safari gesagt, dass es viele Absagen wegen der Reisewarnung und auch wegen Ebola gab, obwohl es noch so weit weg ist. Wir haben nichts Beunruhigendes gesehen.
Am Nachmittag sahen wir ein grobgezimmertes Segelboot fahren, das Touristen aufnahm. Wir beschlossen, am nächsten Tag auch so eine Tour zu machen. Sonst wird es ja zu langweilig.
Wir buchten die Tour, die nicht teuer war. Sie sollte aber auch nur gut eine Stunde dauern.
Prinzipiell hätten wir auch verschiedene längere Touren vom Hotel aus buchen können. Angeboten wird zum Beispiel Schnorcheln oder eine Delphintour. Wir wollten aber keine langen Ausflüge mehr unternehmen.
Nach dem Sundowner und dem Abendessen, das diesmal echt nicht dem Standard des Hotels entsprach, ging es noch an die Bar.Read more
Tag 13: Segeln
August 31 in Tanzania
☀️ 26 °C
Nach Frühstück, Strandspaziergang bei Ebbe und Chillen, war gegen 14 Uhr die Segeltour vereinbart. Die Flut kam langsam, kurz nach 14 Uhr löste dich das Boot vom Boden und die Tour konnte starten.
Das Boot war ein schlanker Holzrumpf mit zwei Auslegern und einem groben Mast. Typisch afrikanisch. Es gab drei Mann Besatzung. Wir fuhren los und das Boot segelte überraschend ruhig und flott. Leider waren die Wellen an der Sandbank zu stark und wir blieben näher am Ufer. Vorher erwischte uns aber noch eine volle Breitseite beim Versuch, die Wellen zu überqueren. Unser Führer holte ein paar Seesterne hoch, die ganz anders aussahen als im Mittelmeer. So fest und starr, dass wir sie fast für Plastikspielzeug gehalten hätten, bis wir die kleine Bewegung der Füßchen gesehen haben.
Auf dem Weg zurück durfte ich an das Ruder. Im Zickzack brachte ich das Boot genau an den Strand vor unserem Hotel, ohne ein anderes Boot zu rammen oder zu kentern.
Wir sprachen auch noch mit einem der Massai am Strand. Die kommen hierher, stellen einen Tisch in einem gezimmerten Laden und verkaufen dort Kleinkram, Holztiere, Armbänder, Schlüsselanhänger, etc.
Sie schlafen im Laden, weil sie sich keine Unterkunft leisten können und träumen davon, in der nächsten Saison einen Job im Hotel zu ergattern, zum Beispiel in der Security. Daniel, so heißt der Massai wird bis kurz vor Weihnachten hier bleiben. Weihnachten und Neujahr verbringt es dann bei seiner Familie am Ngorongoro Krater.
Wir beschließen, unsere letzten tansanischen Schilling bei ihm auszugeben. Es gibt ein paar Andenken und wir tun etwas Gutes.
Dann schütteln wir die Realität ab , gehen an die Bar in unserem Traum von Hotel und trinken einen Cocktail, der wahrscheinlich mehr kostet als Daniel an manchen Tagen verdient. Da wird einem bewusst, wie privilegiert man ist.
Ein letztes Abendessen im Hotel, heute wieder deutlich besser und ein Absacker an der Bar beschließt den letzten Abend. Morgen Nachmittag beginnt dann die Heimreise.Read more
Tag 14: Abreise
September 1 in Ethiopia
🌧 19 °C
Hallo!
Wir sind gerade in Addis Abeba und warten auf den Anschlussflug nach Frankfurt. Die Heimreise hat begonnen.
Bis Mittag konnten wir noch den Strand genießen, dann mussten wir die Zimmer räumen und um 15 Uhr wurden wir abgeholt. Schön war’s! Als wir mit dem Bus durch das Tor der Anlage fuhren, fuhren wir wieder in eine andere Welt. Der Sand war nicht mehr weiß, die Umgebung voller Abfall, alles staubig und holprig.
Wir fuhren circa 90 min bis zum Flughafen. Ich beobachtete das Treiben, an dem wir vorbei fuhren. Für uns sieht das so chaotisch aus. So anders als bei uns.
Am Flughafen war dann alles sauber und organisiert. Der Flughafen selber ist überschaubar aber nett und hat einige schöne Läden. Da wir aber schon alle tansanischen Schillinge und alle Dollar aufgebraucht hatten, gingen wir zum Gate um warteten. In der Gruppe war die Wartezeit zum Glück sehr kurzweilig.
Der Flug war gut, allerdings husteten viele Leute um uns rum. Corona? Wir sind so gut durch die Zeit gekommen, eine Ansteckung auf dem Rückflug brauchen wir jetzt wirklich nicht.
Nach der Landung ging es zum Gate des nächsten Fluges. Wie immer ein bisschen stressig. Während wir warten zieht ein Gewitter mit heftigem Regen über den Flughafen. Hoffentlich ist das vorbei, wenn wir starten.
Der nächste und letzte Footprint kommt dann von zuhause.
Gute NachtRead more

TravelerWerner, vielen lieben Dank für deine soooo schönen Reiseberichte 🇹🇿 und Fotos. Ich lese sie sehr gerne ☺️ hoffe, ihr vier seid wieder gut zu Hause angekommen. Wir hatten in unserer Reisegruppe wirklich eine super schöne gemeinsame Zeit mit tollen Eindrücken und Erlebnissen, an die ich mich immer gerne erinnern werde. Jetzt erst mal ausschlafen 🥱💤

TravelerHallo Sandra! Es freut mich, dass dir die Berichte gefallen. Wir sind gut zuhause angekommen und vermissen die Truppe schon. Es war sehr schön!
Tag 15: Upgrade
September 2 in Germany
☁️ 13 °C
Wir sind gut zuhause angekommen! Eine tolle Reise ist damit zu Ende. Sie hat uns nicht nur viele neue Orte und viele Tiersichtungen beschert, wir haben auch viele tolle Manschen kennengelernt. Unsere gesamte Reisegruppe war wunderbar. Wir haben uns zusammengehörig gefühlt, bis wir uns heute früh am Flughafen verabschieden mussten.
Als wir gestern kurz vor Mitternacht in Addis Abeba in die Maschine nach Frankfurt einsteigen wollten, waren unglaublich viele Leute da. Der Flieger ist ja groß, aber so groß? Wir waren letzten Viertel der Schlange mit unseren Bordkarten. Als bei mir die Bordkarte geprüft wurde, schien etwas nicht in Ordnung zu sein. Elke und die Dimpfls wurden zurückgerufen und wir mussten unsere Bordkarten abgeben. Die Aufregung war groß. Der Flieger ist zu voll, überbucht und unsere Plätze sind weg! Wir kommen nicht mit! Das waren die Befürchtungen, die immer größer wurden, nachdem auch die letzten hinter uns eingestiegen waren und die Tür zum Finger an den Flieger schon halb geschlossen war.
Es war ziemliches Chaos und Hektik am Schalter, da wir nicht die einzigen waren, denen es so ging.
Dann klärte es sich auf. Es gab ein Problem und für uns wurde ein Upgrade in die Business Class geprüft. Am Ende bekamen Elke und ich den Upgrade, die Dimpfls leider nicht, sie behielten ihre Sitze. Uns fiel ein Stein vom Herzen und schlug in Freude um. Der Rest der Truppe freute sich für uns und dass wir doch dabei waren.
Für Elke war es der erste Flug in der Business Class. Ab dann war es eine sehr schöne Erfahrung. Wir bekamen leckeres Essen, viel zu trinken und konnten ausgestreckt super schlafen. Ein weiteres Erlebnis!
Wir landeten pünktlich in Frankfurt, mussten aber etwas auf das Gepäck warten. Dann war Abschied angesagt und alle machten sich auf den Heimweg. Für uns bedeutete das nochmal vier Stunden Autofahrt, aber die haben wir auch gut hinter uns gebracht. Inzwischen haben wir ausgepackt und die erste Waschmaschine läuft.
Es war alles doch Hakuna Matata ( kein Problem ). Eine perfekte Reise ist zu Ende!
Servus!
🛖🦁🐘🦒🦓🦏🦛🐆🐊🐃🦩🐒🌴…Read more

TravelerTolle Reise! 👍 Schön, dass wir dabei sein durften. Das hat viele Erinnerungen an unsere Tansania-Reise wieder ganz lebendig gemacht. 😊 Ihr müsstet jetzt mal prüfen, ob ihr euch mit dem Afrika-Virus infiziert habt. Der erfordert nach eigener Erfahrung immer wiederkehrende Reisen dorthin. 🤣😎

TravelerDas Schöne am südlichen Afrika ist, dass es noch so viel und so Unterschiedliches zu entdecken und erleben gibt, dass es nicht langweilig wird. 😎
Nachtrag: 2kg!
September 5 in Germany
⛅ 27 °C
2kg! Soviel habe ich in dem Urlaub zugenommen. Dabei hatte ich auf das Gegenteil gehofft. Aber das Essen war viel besser als erwartet und wir waren viel im Auto unterwegs. African Massage verbrauchte zwar auch Kalorien, aber Joggen wäre wohl besser gewesen. Doch aus nicht nachvollziehbaren Gründen, durften wir nicht Laufen gehen. Ich hab auch sonst niemanden joggen gesehen. Auch Radfahrer habe ich keine gesehen. Da fällt mir auf, wir haben die meisten Löwen an den Eingängen zum Park gesehen. Vielleicht gibt es da einen Zusammenhang? 🤔
Wie dem auch sei, jetzt muss ich an den Folgen des Urlaubs arbeiten! Drückt mir die Daumen.
Ich schau mir jetzt aber erst mal bei einem oder zwei Bierchen (leider kein Serengeti) die Fotos nochmal alle an.
Was für eine Wahnsinns-Reise!Read more






































































































































































































































































































































TravelerGuten ✈️ und ich freu mich schon wieder auf deine interessanten und anschaulichen Berichte❤️❤️
TravelerEinen guten ✈️ und viel Spaß
TravelerGuten Flug! Ich freue mich auf deine interessanten Etappenbeschreibungen! 👍🏼