• Noch mehr Burg Spöttrup

    October 3, 2024 in Denmark ⋅ ☀️ 15 °C

    Da nicht mehr genug Platz für die Küchenbilder war, gibt's noch nen Footprint
    Dann kann ich auch noch was zu dem Willkommensgebäude am Eingang des Parks/Garten der Burg schreiben. Noch von der mittelalterlichen Bauweise beeindruckt, hat mich dann dieser moderne Bau getoucht. Ich weiss nicht so genau wieso. Aber die Dänen haben es echt drauf alt und neu zu kombinieren. Und bei Neuem auch Designs zu wagen, die oft Mut erfordern und -aus meiner Sicht sehr- hier selten misslingen. Im Gegensatz zu vielen Bauten in Deutschland.
    Dieses Gebäude, dass Kasse, Cafe, Museumsshop, Toiletten und einen großen Aufenthaltsraum beinhaltet ist eins davon. Vom Parkplatz aus ein einfacher Flachbau mit einer nichts sagenden grauen Bretterfassade, die teilweise auch die Fenster überdeckt.
    Durch eine normal grosse Doppeltür kommt man in einen Durchgangsraum der sich wie ein Trichter nach hinten weitet (ich glaube auch in der Höhe etwas ansteigt) und einen auf der Rückseite durch eine viel breitere, hohe Glasfront mit 2 Doppeltüren in die dahinterliegende Parkanlage ausspuckt. Sorry, so fühlt es sich an. ;-)
    In dem Eingangsraum ist links gleich die Kasse, die durch einen grossen Durchbruch in den linken Flügel sich in den Tresen des Cafés und den Museumsshop ausweitet.
    Rechts geht ebenfalls ein Durchbruch in einen mind. doppelt so grossen Raum, der Tische und Bänke, eine Kinderecke und noch einige Schautafeln beherbergt. Ausserdem sind hier auch die Toiletten zu finden.
    Hier drinnen würde ich das Design ebenfalls "Bretterbude" nennen, aber ansprechend! Durchbrochen von schmalen, deckenhohen Glasflächen, die die dicht an der Fassade stehenden Bäume direkt ins Haus holen. Innen sind die Wände mit dicken waagerecht angebrachten Rauspundbrettern verschalt. Hier ist das Holz aber nicht grau sondern warm gelblich orange. Aufgebrochen werden die vielen waagerechten Fugen durch die sich mal nach links oder rechts neigenden Fensterkanten, denn keine der Glasflächen ist rechtwinklig. Die Wandflächen zwischen den Glasflächen sind etwas schmaler als diese. Ich finde, es wirkt ein bißchen so, als wären die Wandpfeiler weitere Baumstämme.
    Mich hat der Raum absolut angesprochen. Ich konnte mir bei meinem Kakao und Kuchen gut vorstellen, hier eine Wohnung einzurichten und schwärmte Meikel von der Idee vor.
    Die Hälfte des Raumes hätte mir genügt, aber diese Fensterfronten und die Holzwände mit der Aussicht...
    Dabei bin ich gar nicht so ein Freund von loftartigen Wohnräumen.
    Genauso war ich überrascht, dass mich das Design in der Toilette auch absolut ansprach. Ich finde Sichtbeton, Edelstahl und Glas mit klaren Kanten ganz oft nur kalt und schrecklich unwohnlich. Aber hier fand ich es...
    hygge (würde der Däne sagen)!
    Und was mich auch überraschte: die Toilettenräume hatten keine Türen, auch der Vorraum nicht! Nur die Kabinen, die aus weißem Milchglas waren.
    Und es störte nicht! Im Gegenteil... ich glaube, Türen hätten das gute Raumgefühl völlig verändert. Ich hab sie auch zuerst gar nicht vermisst. Erst als ich Meikel holte und ihm das weitere Beispiel für tolles, überraschendes Design zeigte, fiel es mir auf.
    Vielleicht war es aber auch nur das Kontrastprogramm, was mich insgesamt so beeindruckt hat.
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