Tag 14 Terradillos-El Burgo Ranero 31km
April 23, 2025 in Spain ⋅ ☀️ 20 °C
Terradillos de los Templarios - Moratinos - San Nicolas de Real Camino - Sahagun - Bercianos del Real Camino - El Burgo Ranero 31 km. Heute starte ich etwas später. Es gibt erst ab sieben Frühstück. Das lässt wieder keine Wünsche offen. Ich hab mit dem Ehepaar aus Schwaben zusammen im Zimmer geschlafen. Er meinte heute morgen, ich hätte gut geschnarcht. Dann hab ich heute Nacht mal Bäume gefällt. Sie geht heute noch bis Sahagun, er wartet auf den Bus nach Leon. Um Viertel vor acht bin ich auf dem Camino. Im nächsten Ort, Moratinos, sind gehäkelte Nationalflaggen zwischen den Bäumen aufgehangen. Jeder Ort hat so seine eigenen Ideen die Verbundenheit mit dem Camino zu zeigen. Der Weg biegt im Ort scharf nach links ab, ganz vorne geht eine Frau, fünfzig Meter hinter ihr ein Mann. Ich rufe ihnen hinterher, daß das der wrong way wäre. Sie hätten ein Wegzeichen übersehen. Sie kommen zurück. Ein Koreaner und eine Italienern. Die Italienerin soll ich am späten Nachmittag noch einmal wieder sehen. Der nächste Ort, San Nicolas de Real Camino ist ein kleines Dorf, doch als erstes sieht man grundsätzlich eine dicke fette Kirche über allem aufragen. Drei Häuser, sieben Spitzbuben, die Kirche ist am wichtigsten. Und dann kommt von einer Anhöhe endlich der Blick auf Sahagun, der letzten großen Stadt vor Leon. Kurz vor der Stadt ist ein kleiner Zeltplatz. Eine Inschrift an einer Säule sagt mir, daß auch diese Stadt beansprucht, der geographische Mittelpunkt des Camino zu sein. In Sahagun geh ich ins Tourismus Center und hol mir einen Stempel in den Pilgerpass. Da hat mich doch die Frau aus Ahrensfelde vor drei Tagen gefragt, ob ich mal Bus oder Taxi genommen hätte, weil ich in elf Tagen die Entfernung zurück gelegt hatte, für die sie fünfzehn Tage gebraucht hatte. Fühlte mich nicht wirklich vor den Schädel getreten, aber ein bisschen schon. Nee, waren alles meine zerschundenen Füße. Ich mache in Sahagun ein paar Photos. Ein paar schöne Wandbilder gibt es auch. Für Pilger ist diese Stadt bei mir durchgefallen. Kein einziger Trinkwasserbrunnen. Muß ich mit meinem Rest Wasser auskommen. Selber Schuld, wenn die Trinkflasche der am liebsten verbummelte Ausrüstungsgegenstand ist. Nach zehn Kilometern, in Bercianos del Real Camino gibt es wieder einen. Auch hier hole ich mir noch Mal einen Stempel. Dann geht es auf zu den letzten sieben Kilometern. Nach zwei Kilometern werde ich von drei Pilgern überholt. Es ist die Italienerin. Sie bedankt sich noch mal, daß sie heute morgen nicht in die Pampas gelaufen ist. Dann geht es zu viert weiter, Flora aus Italien, Enrique aus Spanien, Ronny aus Guatemala und meiner einer. Die Truppe war ein Glücksfall auf den Nachmittag. Sie motivieren mich, auf den letzten Kilometern noch Mal die Beine in die Hand zu nehmen. Halb fünf steh ich in einem Donativo und bin glücklich und zufrieden für heute. Plan für morgen habe ich jetzt auch. Es geht entspannte fünfundzwanzig Kilometer nach Puente de Villarente. Dann sitze ich in den Startlöchern kurz vor Leon.Read more





















