• Schwitzen, Schweißen, lecker beißen.

    9. juni, Montenegro ⋅ ☁️ 29 °C

    Kein Tag ist wie der andere. Und wenn man mit einem 50 Jahre alten Auto reist erst recht.
    In Albanien dachte ich noch, wenn Panne, dann hier, denn es reiht sich eine Werkstatt an die nächste. Nur Auto-Waschstationen sind noch häufiger.
    Allerdings erst nach dem unproblematischen Grenzübergang nach Montenegro zerriss es mir den Krümmer auf der linken Motorseite. Und so fuhr ich laut brüllend (der Motor) durch Podgorica auf der Suche nach einer Werkstatt oder zumindest 'ner Schweißerbude. Nach der dritten Abfuhr, aufgrund des doch ziemlich maroden Zustands des Krümmers, fand sich wieder mal plötzlich und unerwartet Hilfe. Danke liebes Universum! Zwar konnte das handgedengelte und ordentlich geschweißte Provisorium nicht alles retten, jedoch lässt es sich nun wieder etwas erträglicher fahren. Gut, dass ich ja grundsätzlich Richtung Heimat bin und auch die meisten Kilometer bereits hinter mir habe. Aber knappe 2.000 werden es noch.
    Für heute ist es aber kein Thema mehr. Wir waren froh, dass wir nach der unerwartet vielen Fahrerei, die bei 35 Grad im Schatten sehr schweißtreibend war, einen schönen Stellplatz auf einem Weingut, nordwestlich von Podgorica fanden und erstmal ausruhen konnten.
    Der Einladung vom Hausherren und Gastgeber Dragan, seines zeichens Winzer und Brenner, zur Verkostung seiner alkoholischen Produkte, folgten wir noch vor dem Essen. Voller Hingabe und Stolz erzählte er mit größter Leidenschaft seine traditionsreiche Familiengeschichte, während wir zwischen 15 und 50 prozentigem Rebensaft und Lebenswasser zu uns nahmen....*hicks...
    Zum Glück rief uns die Chefin alsbald zum Essen und platzierte uns am eigenst für uns gedeckten Tisch mit sehr liebevoll zubereitetem Essen sowie schönem Blick auf Reben und Berge. So neigte sich der turbulente Tag sehr harmonisch mit einem wahren Gaumenschmaus dem Ende zu.
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