Tag 19 – Auf der Suche nach Trails und Elchen 🫎
Yesterday in Canada ⋅ 🌧 17 °C
Heute hieß es gegen 8:30 Uhr aufstehen. Unser Plan: etwas ins Landesinnere fahren und ein oder zwei Trails laufen. Frühstück gab es wieder im Hotel – es war gestern einfach zu lecker. Und so viel sei schon verraten: Morgen gehen wir wieder hin. 😁
Danach ab ins Auto und rund 95 Kilometer Richtung Landesinnere. Unser Chrysler-Navi hatte allerdings andere Pläne und führte uns erst einmal an einen Ort, an dem natürlich kein Trail startete. Also Google befragt und weiter zu einem Provincial Park. Dort angekommen stellte sich heraus: hauptsächlich Campingplatz. Der junge Student am Eingang hätte uns zwar einfach durchfahren lassen, aber nur kurz am Wasser stehen und schauen war uns die Zeit nicht wert.
Also kam AllTrails zum Einsatz. Wir fanden einen rund 4,6 Kilometer langen Rundweg um einen kleinen See. Auch dort gab es einen Campingplatz und wir stellten das Auto etwas kreativ ab – später fanden wir natürlich heraus, dass es auch einfacher gegangen wäre.
Die Runde um den See war schön und entspannt. Ein kleiner Aussichtsturm lag ebenfalls am Weg – die Aussicht war jetzt nicht gerade weltbewegend, aber wenn er schon da steht, geht man natürlich hoch. 😁 Ein Teil des Trails war außerdem gesperrt und so lernten wir heute ein wichtiges Wort: DETOUR. Nach der Umleitung standen am Ende über fünf Kilometer auf der Uhr.
Jetzt hatten wir uns Tim Hortons verdient.
Und wieder zeigte sich: Die Welt ist ein Dorf. Dort trafen wir tatsächlich den jungen Mann wieder, den wir bereits in Twillingate kennengelernt hatten und der mit seiner Familie fünf Monate durch Nordamerika reist. Er war ebenfalls rund eine Stunde für Tim Hortons gefahren. Verständlich – ist einfach lecker!
Auf dem Rückweg wollten wir noch einen Abstecher zum Dildo Run Provincial Park machen. Aber auch hier: Campingplatz und keine für uns erkennbare Möglichkeit, einfach irgendwo zu parken und ans Wasser zu laufen. Also weiter Richtung Twillingate.
Dort besuchten wir das Durrell Museum. Das kleine Heimatmuseum befindet sich in einem ehemaligen Schulgebäude und erzählt mit vielen Alltagsgegenständen, Werkzeugen und Erinnerungsstücken vom früheren Leben rund um Twillingate. Bekanntestes Ausstellungsstück ist ein Eisbär, der 2000 auf einer Eisscholle bis in die Gegend von Twillingate gelangte.
Und weil wir gestern noch nicht genug gewandert waren, suchten wir uns anschließend noch einen kurzen Trail aus dem Rockcut Twillingate Trails-Netzwerk. Rund um Twillingate verbinden diese Wege zahlreiche Küstenabschnitte, Aussichtspunkte und alte Pfade miteinander. Viele davon führen direkt über die felsige Landschaft oberhalb des Atlantiks – und genau deshalb sind die Ausblicke teilweise unglaublich.
Unsere Runde war nur etwa 2,6 Kilometer lang, aber was sollen wir sagen: gigantisch! Fantastische Aussichten und dazu deutlich weniger anstrengend als unsere Tour gestern. Genau unser Ding.
Danach ging es zum Abendessen wieder in dasselbe Restaurant wie gestern. Und wieder war es einfach nur delicious. Ein kleines Drama gab es trotzdem: Der angeschlossene Shop schloss bereits um 18:30 Uhr und Paul konnte seinen ausgesuchten Hoodie nicht mehr kaufen. Aber keine Sorge – vor unserer Abreise wird das noch erledigt!
Zurück im Hotel wurde kurz der nächste Tag geplant und zwei Anbieter für Wal- und Bootstouren angeschrieben. Danach wollten wir den Tag noch oben am Long Point Lighthouse beim Sonnenuntergang ausklingen lassen.
Unser Platz war perfekt, das Meer spiegelglatt – nur die Wolken spielten nicht mit. Trotzdem war es wunderschön, dort oben zu sitzen und einfach aufs Wasser zu schauen. Jetzt hätte eigentlich nur noch ein Wal auftauchen müssen…
Aber vielleicht hebt sich Neufundland dieses Highlight ja für unsere Bootstour auf. 🐋
Zurück im Hotel wurden schon ein paar Sachen gepackt und gegen 22:30 Uhr gingen die Lichter aus.Read more














