Berenbrock
January 17 in Germany ⋅ ☁️ 2 °C
(English Version Below)
Das Wetter spielt gerne Streiche mit uns. Gestern haben wir unglaublich angenehme vierzehn Grad am Nachmittag in Braunschweig, die sich über Nacht in frostige Regionen um Null verwandeln. Dazu frischt der Wind auf und bleibt nicht einfach lau, sondern hält die Kälte fest.
Ich bin den ganzen Tag durchgefroren und Hilde bekommt schlechte Laune, weil mir nachmittags die Lust am Spaziergang fehlt. Lediglich zu so einem halbherzigen Rundgang kann ich mich aufraffen, das gefällt der Hundedame aber gar nicht.
Wir sind bei meiner Tochter angekommen, die Enkelin ist mit Einkaufen gefahren, um Hilde zu bespaßen, damit die sich nicht so alleine fühlt. Meine tägliche Ernährung ist durch meine Erkrankung so eingeschränkt, dass ich es seit Jahren aufgegeben habe zu kochen.
Heute ist mir aber nach Backofenkroketten und frittiertem Camembert, die mir die Enkeltochter zubereitet und netterweise zum Bus bringt. Mit viel Ruhe, Mayonnaise und ausreichend Wasser kann ich alles aufessen. Und fühle mich gut.
Das Schweineohr zum Abendessen ist ein leckerer Nachtisch, eine Tasse Schafsmilch. Köstlich. Das fand der Enkelzwerg gestern überhaupt nicht. Schaf bäh ist sein deutlich niederschmetternder Kommentar.
Aber da lass ich mich nicht beirren, zumal von der Kuh schon gar nichts geht. Außer vielleicht die Milchschokolade beim Ohr. Seit einiger Zeit hadere ich mich der konsequenten Umsetzung erforderlicher Notwendigkeiten.
Normalerweise wasche ich einmal pro Woche die Haare, ebenfalls nehme ich ein wöchentliches Fußbad. Das brauche ich, um die Füße gangbar zu halten, zudem sollte ich sie im Winter täglich eincremen. Spätestens wenn sie schmerzen, weiß ich, was ich vergessen habe. Aber das könnte ich ja verhindern.
Kennst du das auch, dann verstehst du mich vielleicht. Also heute Abend sind die Füße dran, und dann setze ich die Folge in meinen Kalender, mal sehen, ob das klappt. Die Haare feiern übrigens Dreiwöchiges und bilden kleine Dreads.
Ich überlege schon, ob der 75ste damit in Verbindung steht, ich habe ja keine Ahnung, wie man sich darin einfindet. Das sei ne faule Ausrede, höre ich dich sagen, aber nur wenige meiner Leser haben diese Hürde schon genommen.
Auf jeden Fall bleibt es spannend, denn in diesem Jahr habe ich unter anderem mit dem Winter eine Art Frieden geschlossen, möchte aber schon gerne noch ein paar Wochen in den Süden. Aber in der letzten Märzhälfte habe ich Schleswig-Holstein geplant, weil ich weiß, da freut sich so mancher, uns wiederzusehen.
So wie der Text heute eher eine Art Zwischenfazit ist, so sind es die Bilder des Tages auch. Was noch bleibt ist, dir ein Gutes zu wünschen, was immer du tust!
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The weather likes to play tricks on us. Yesterday, we had incredibly pleasant temperatures of 14 degrees Celsius in the afternoon in Braunschweig, which turned into frosty regions around zero overnight. To make matters worse, the wind picked up and didn't just stay mild, but held onto the cold.
I've been freezing all day, and Hilde is getting grumpy because I don't feel like going for a walk this afternoon. I can only manage a half-hearted stroll, which the dog doesn't like at all.
We've arrived at my daughter's house. My granddaughter went shopping with me to keep Hilde entertained so she wouldn't feel so alone. My daily diet is so restricted by my illness that I gave up cooking years ago.
But today I'm craving oven-baked croquettes and fried Camembert, which my granddaughter prepares and kindly brings to the bus. With plenty of rest, mayonnaise, and enough water, I manage to eat it all. And I feel good.
The pig's ear for dinner is a delicious dessert, followed by a cup of sheep's milk. Delicious. My little granddaughter didn't like it at all yesterday. "Sheep yuck!" was his decidedly dismissive comment.
But I won't let that deter me, especially since I'm not getting anything from the cow at all. Except maybe the milk chocolate by the ear. For some time now, I've been struggling with consistently implementing necessary routines.
I usually wash my hair once a week, and I also take a weekly foot bath. I need that to keep my feet moving, and I should also moisturize them daily in winter. I only realize what I've forgotten when they start to hurt. But I could prevent that.
If you know what I mean, then maybe you'll understand. So, tonight it's my feet's turn, and then I'll put this episode in my calendar—we'll see if it works out. By the way, my hair is celebrating its three-week anniversary and is forming little dreadlocks.
I'm already wondering if it's related to turning 75; I have no idea how one feels about that milestone. I hear you say that's a lame excuse, but only a few of my readers have actually reached that age.
It's definitely going to be exciting, because this year I've made peace with winter, among other things, but I'd still like to spend a few more weeks in the south. However, I've planned a trip to Schleswig-Holstein for the last half of March, because I know many people there will be happy to see us again.
Just as today's text is more of an interim summary, so too are today's photos. All that remains is to wish you all the best, whatever you're doing!Read more







