• Perl

    2月20日〜21日, ドイツ ⋅ ☁️ 5 °C

    (English Version Below)

    Kaum sind wir an unserem Stellplatz in Perl angekommen, geht's zum Abendspaziergang. Einmal um den Pool herum gibt es genug Wiese, und - wie sich später zeigt - auch reichlich Stoff zum Lesen, weil hier die Dorfhunde ebenfalls unterwegs sind.

    Ein kleiner Stellplatz mit wenigen Plätzen und leichtem Gefälle für fünf Euro die Nacht, der schnell gefüllt ist. Wir stehen seitlich an einer Hecke, die noch im Wachstum ist, davor der Pkw Parkplatz der Badbesucher.

    Hinter uns eine Reihe mehrstöckiger Häuser mit einem doppelten Schornstein, der vom Boden zum Dach verläuft. Weit genug entfernt die Nebenstraße mit wenig Verkehr gegen Abend.

    Nicht weit entfernt liegen die Grenzen von Luxemburg und Frankreich, ins eine zum Tanken morgen, ins andere zum Reisen. Ich habe es also nicht aufgegeben, das Ziel am Meer, wenngleich es nun nicht mehr im sonnigen Süden sein wird.

    Heute ein Wechselspiel der Gefühle zwischen Weiß und Grün, und nicht nur am Erbeskopf ist alles verschneit. Von Worms nach Marnheim mit dem einzelnen Element einer alten Brücke, bei der man gleich an die Römer denkt. Weit gefehlt.

    "Für die alten Dampflokomotiven war es nicht leicht, das Pfrimmtal einfach zu durchqueren... So erbaute man zwischen 1872 und 1874 den Pfrimmtalviadukt. Bei seiner Fertigstellung war der Viadukt 30 Meter hoch und ca. 230 Meter lang...

    Der Pfrimmtalviadukt bestand aus einem Gitterwerk, dessen Pfeiler von Pfahlgründungen getragen wurden. Die beiden Widerlager wurden aus Ziegeln gemauert und mit Erddämmen versehen. Lange Zeit war der Viadukt ein wichtiger Bestandteil der Bahnlinie nach Frankreich...

    Gegen Ende des zweiten Weltkrieges, genauer gesagt am 20. März 1945, sprengten die deutschen Truppen auf ihrem Rückzug den Viadukt... Die Reste des Pfrimmtalviaduktes, umgangssprachlich auch als Marnheimer Brücke bezeichnet, bilden heute das Tor zum Zellertal und sind unter Denkmalschutz gestellt worden."

    https://share.google/eRsWCfaxQZ98ODAk8

    Der erste Schnee oder genauer die Reste vom letzten Schneefall an der Dannenfelder Mühle, von der wir in Richtung Donnersberg fahren. In der späteren Talfahrt ist linkerhand die erhobene Kirche des tiefergelegenen Ortes Rathskirchen zu sehen.

    Plötzlich rechts ein Hinweis auf einen Stellplatz bei der Wasserburg des kleinen Ortes Reipoltskirchen. Mit der Galerie im Grünen und dem Preis von fünf Euro ist das ein interessanter Platz, das Restaurant in der Burg zudem vielleicht einen abendlichen Schmaus wert.

    Der nächste größere Ort ist Lauterecken, der ebenfalls über einen ansprechenden Stellplatz für zehn Euro verfügt, aber keine gute Hundeanbindung hat. Von den gefahrenen Kilometern her, sind beide Plätze geeignet, aber ich bin noch nicht zufrieden. Das ist eine Last, zu glauben, es könnten in einiger Entfernung auch gute Orte sein.

    Also passieren wir Idar - 0berstein, fahren an Hermeskeil vorbei, dazwischen liegt der schneebedeckte Erbeskopf. Weiskirchen bietet einen Parkplatz mit hohen, tropfenden Bäumen an, denn zuletzt hat es viel geregnet. Mettlach zwischen Netto und Brauhaus einen Streifen für Wohnmobile, die fünf Euro bezahlen sollen, während der gleichberechtigte Pkw kostenfrei abgestellt werden kann. Ein Schelm, wer da nicht gleich Zusammenhänge zwischen Erwünscht und Geduldet sehen könnte.

    So sind wir denn am Ende zufrieden, während der Blick auf den Tacho mich erschreckt. In drei Tagen achthundert Kilometer, das deutet auf eine radikale Veränderung hin. Vom Wetter her sieht das auf jeden Fall mit den zweistelligen Zahlen im Plus schon mal sehr positiv aus.
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    We had barely arrived at our campsite in Perl when we went for an evening stroll. A walk around the pool offered plenty of grass, and – as it turned out later – also plenty of reading material, because the village dogs were out and about as well.

    A small parking area with just a few spaces and a slight slope, costing five euros a night, quickly filled up. We're parked to the side of a hedge that's still growing, with the car park for beachgoers in front.

    Behind us, a row of multi-story buildings with a double chimney running from the ground to the roof. The side road is far enough away, with little traffic in the evening.

    Not far away are the borders of Luxembourg and France—one for refueling tomorrow, the other for travel. So I haven't given up on my goal of reaching the seaside, even if it won't be in the sunny south anymore.

    Today, a play of emotions between white and green, and it's not just on the Erbeskopf that everything is covered in snow. From Worms to Marnheim, we passed a single section of an old bridge, the kind that immediately makes you think of the Romans. Far from it.

    "It wasn't easy for the old steam locomotives to simply cross the Pfrimm Valley... So, between 1872 and 1874, the Pfrimm Valley Viaduct was built. Upon its completion, the viaduct was 30 meters high and approximately 230 meters long...

    The Pfrimm Valley Viaduct consisted of a lattice structure, its piers supported by pile foundations. The two abutments were built of brick and covered with earth embankments. For a long time, the viaduct was an important part of the railway line to France...

    Towards the end of the Second World War, more precisely on March 20, 1945, German troops, in their retreat, blew up the viaduct... The remains of the Pfrimm Valley Viaduct, colloquially also known as the Marnheim Bridge, now form the gateway to the Zellertal valley and are a protected historical monument."

    https://share.google/eRsWCfaxQZ98ODAk8

    The first snow, or more precisely, the remnants of the last snowfall, at the Dannenfelder Mill, from where we drive towards Donnersberg. Later, as we descend, the elevated church of the lower-lying village of Rathskirchen can be seen on the left.

    Suddenly, a sign on the right points to a parking area near the moated castle in the small town of Reipoltskirchen. With its open-air gallery and a price of five euros, it's an interesting spot, and the castle restaurant might even be worth an evening meal.

    The next larger town is Lauterecken, which also has an attractive parking area for ten euros, but it's not very dog-friendly. In terms of distance, both places are suitable, but I'm still not satisfied. It's a burden to think that there might be good places further away.

    So we pass Idar-Oberstein, drive past Hermeskeil, and in between lies the snow-covered Erbeskopf mountain. Weiskirchen offers a parking area with tall, dripping trees, as it has recently rained a lot. Mettlach, between the Netto supermarket and the brewery, has a lane for motorhomes, which are supposed to pay five euros, while cars can park for free. One might be tempted to see a connection between what is desired and what is merely tolerated.

    So we're satisfied in the end, although the glance at the odometer alarms me. Eight hundred kilometers in three days – that suggests a radical change. Weather-wise, at least, the double-digit positive figures certainly look very promising.
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