• Dieue-sur-Meuse

    21.–22. feb., Frankrig ⋅ ☁️ 10 °C

    (English Version Below)

    Als ich heute morgen um halb vier aufwache, bin ich sehr erstaunt, denn erstmalig seit Monaten habe ich über fünf Stunden durchgeschlafen. Nochmalerweise wache ich nach anderthalb bis zwei Stunden auf, kann aber meistens kurz danach wieder einschlafen.

    Trotzdem vertrödele ich den Morgen recht ausgiebig im Bett. Es hat in der Nacht geregnet, die Wiesen und Wege sind matschig bis nass. Morgenspaziergang erneut um den Pool herum, die letzten fünfzig Meter werden schwer, die Knie, der Rücken, bitten um Ruhe.

    Frühstück. Bus packen. In der Apotheke kaufe noch eine Salbe. Perl ist Grenzstation zu Luxemburg, Schengen und Frankreich. Der ganze Ort ist ein riesiger Supermarkt, selbst heute morgen im Regen füllen sich die Parkplätze.

    Wir tanken in Schengen für 1,455 Euro, dann sind wir auch schon in Frankreich. Unterhalb des Ortes Contz-led-Bains, nach der Überquerung der Hochwasser führenden Mosel, deren braunes Wasser eilig dahin fließt, gehe ich bei Aldi Wasser kaufen.

    Es wird dann noch Schafsjoghurt, und verschiedene Käsesorten, zwei Tüten Madeleines und noch einige Kleinigkeiten. Wir sind ready für den Westen, denn das wird jetzt erstmal unsere Richtung. Für den Süden ist mein Zeitfenster einfach zu klein, hinzu kommt die Temperaturerhöhung in den zweistelligen Bereich.

    Sierck-les-Bains liegt noch im Moseltal, doch unser Weg führt über die Berghänge grob in Richtung Verdun. Der Himmel mäandert mit seinem Blau inmitten der wilden, dunklen Wolken, und reißt einmal das gesamte Fenster auf, just als wir spazieren gehen wollen.

    Im Tal fließt die Maas, die sich hier Meuse nennt, unweit vom Canal du l'Est durch den Ort Dieue, und bietet kurz hinter der stillen Schleuse einen kleinen Stellplatz für knapp sechs Euro an. Neben uns steht ein Franzose mit seinem Hund, dann zwei niederländischen Paare, eins frisch aus Spanien.

    Wir spazieren am Kanal entlang, wo gegenüber dem Touristenbüro die kleine weiße Schnucki liegt. Das größere Boot nebenan ist sicherlich schon seit vielen Jahren unbewegt, und rostet langsam vor sich hin.

    Das ist hier schon die abendliche Hundestrecke, mal zwei ältere Herren, dann ein verliebtes Paar, das uns zuwinkt, eine Frau mit ihrem Kind, und ein einsamer Mann, der seinen kleinen Hund trägt und mit Küssen verwöhnt.

    Dann wird es dunkel. Wir essen zu Abend, ich bau den Bus um für die Nacht. Samstag muss die Medikamentenbox neu gefüllt werden. Ich bin immer erstaunt, dass schon wieder eine Woche vergangen ist.

    Heute haben wir gute Laune. Heiter würde ich sie nennen. Vielleicht weil es wärmer geworden ist, wir ganz viel Zeit zusammen haben, die Landschaft um uns herum sich in schönen Grün präsentiert.

    Die ersten Osterglocken blühen am Wegesrand.
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    When I woke up at 3:30 this morning, I was very surprised, because for the first time in months I slept for over five hours straight. I woke up again after another hour and a half to two hours, but was usually able to fall back asleep shortly afterwards.

    Nevertheless, I linger quite a while in bed this morning. It rained during the night, and the meadows and paths are muddy to wet. I take another morning walk around the pool; the last fifty meters are tough, my knees and back are begging for rest.

    Breakfast. Packing the bus. I buy some ointment at the pharmacy. Perl is a border crossing to Luxembourg, Schengen, and France. The whole place is one giant supermarket; even this morning in the rain, the parking lots are filling up.

    We fill up in Schengen for €1.455, and then we're already in France. Below the town of Contz-led-Bains, after crossing the swollen Moselle River, whose brown water is rushing by, I stop at Aldi to buy water.

    I also pick up some sheep's milk yogurt, various cheeses, two bags of madeleines, and a few other bits and pieces. We're ready for the West, because that's where we'll be headed for now. My time window for the south is simply too small, and on top of that, the temperature is rising into the double digits.

    Sierck-les-Bains is still in the Moselle Valley, but our route takes us roughly towards Verdun, over the hillsides. The sky meanders with its blue amidst the wild, dark clouds, and then suddenly opens up completely just as we're about to go for a walk.

    In the valley, the Meuse River flows through the town of Dieue, not far from the Canal du l'Est, and offers a small parking area for just under six euros shortly after the quiet lock. Next to us is a Frenchman with his dog, then two Dutch couples, one of whom has just arrived from Spain.

    We stroll along the canal, where the little white Schnucki is moored opposite the tourist office. The larger boat next to it has certainly been unmoved for many years and is slowly rusting away.

    This is already the evening dog-walking route: sometimes two elderly gentlemen, then a couple in love who wave to us, a woman with her child, and a lonely man carrying his small dog and showering it with kisses.

    Then it gets dark. We have dinner, and I convert the bus for the night. On Saturday, the medicine box needs to be restocked. I'm always amazed that another week has already passed.

    We're in a good mood today. Cheerful, I'd say. Perhaps because it's gotten warmer, we have so much time together, and the landscape around us is a beautiful green.

    The first daffodils are blooming by the roadside.
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