Trélévern
March 4 in France ⋅ ☀️ 11 °C
(English Version Below)
Weil wir nochmal beim Randôme übernachtet haben, will ich früh mit Hilde an den Plage de Kerryvon. Alleine am Strand kann sie sich vergnügen und ohne Leine laufen, was sehr erleichternd für mich ist. Der perfekte Morgen.
Und das Meer ist noch da, das Sonnenlicht liegt weich auf den hellblauen Wellen. Eine Schwimmerin zieht ihre Bahnen, oben steht ein Van, in dem ein Mensch noch schläft. Ich öffne die Seitentür, um Hilde in Ruhe fertig zu machen. Die Stimmung ist wunderbar.
Plötzlich schießt Hilde an mir vorbei und verfolgt etwas Weißes, Dickeres, das von ihr davonrennt. Hilde bellt, das erheitert das Spiel um einiges. Anja ruft es aus dem Wasser, kommt her. Anja zeigt ihr einen Vogel, iiihh das ist nass, kalt und langweilig, hier spielt die Musik.
Hilde müsste sich mal dringend erleichtern, ihr Bellen wird ärgerlicher, aber noch ist das hier alles ein Spiel. Anja sei noch jung, klingt es aus dem Wasser, kein Problem, antworte ich ihr. Hilde ist alt, sie sagt schon Bescheid, wenn es zuviel ist.
Doch das will die Französin nicht abwarten. Sie ist sichtlich verärgert, kommt aus dem Wasser, erwidert keinen Gruß, kein freundliches Lächeln, packt ihren verständnislosen Hund und befördert ihn in den Van.
Hilde stromert am Strand entlang, genießt das Alleinsein, während ich den Wellen zuhöre. Ein fast perfekter Morgen. Wir fahren zurück zum Stellplatz. Frühstücken.
So wie gestern morgen, als wir gegen Mittag endlich aufbrechen, ist der Meer weg, der Strand mit Menschen und Hunden gefüllt. Und dabei bleibt es leider auch, denn entweder ist der Strand zu weit entfernt, oder Familien mit Kindern hindern uns, hier entlang zu stromern.
Hilde ist mit den Spaziergängen am Stellplatz zufrieden, der Tag ist heiß, sie liegt zwischen den Sitzen auf dem Boden, zu dem ich die Kühlung hingestellt habe. Also kann ich in Ruhe fahren und gucken.
Unser erstes Ziel ist der Plage de Landrellec, die nächste interessante Steinansammlung, Ziel eines Dutzend der Wanderbegeisterten. Familien mit kleinen Kindern, Rentner, eine Frau schafft es tatsächlich aufs Video, obwohl ich extra ihre Schweigeminute abgewartet hatte.
Ploumanac'h. Die Innenstadt ist für Wohnmobile weiträumig gesperrt. Der blaue Bus wird zum Pkw und wuselt sich durch die engen Straßen, die wir so lieben.
Tatsächlich empfehle ich die Bretagne nur für Radfahrer und quirlige Fußgänger, wenn du wirklich einen intensiven Eindruck vom Land gewinnen willst. Obwohl ich wirklich bis in die letzte Ecke fahre, bleiben mir leider ganz besondere Zugänge verborgen.
Der Ort hat Häuser. Wunderschöne, einzelstehende Häuser, eins mit einem Zaun umwickelt, damit es keiner klaut. In keinem dieser Häuser scheint jemand zu wohnen, einige stehen sogar zum Verkauf. Es gibt auch Häuser, die haben Felsbrocken im Garten, die Schatten spenden können, so hoch sind sie.
Wir kommen zum Plage de Trestrignel, das heißt, wir parken oberhalb und haben dadurch einen herrlichen Blick über die Landschaft, den Ort, den Strand und die Häuser.
In Nantouar quasi endet unser Tag. Dort wohnt eine Art Leuchtturmkirche am Steinstrand. Also genau genommen kommen wir bis zur Kirche Saint-Léonoré-et-Sainte- Anne in Trélévern, denn unmittelbar danach ist die Straße gesperrt da, die zum Plage de Keriec führt.
Viel Küste, viele Abstecher mit Sackgassencharakter, wie du auf der Karte siehst. Viel Sonne, Sand und Meer. Viel Stein und wenig Menschen, denn die fotografiere ich höchstens von hinten, am besten, wenn sie kopflos sind.
Weil der Stellplatz beim Randôme nur eine halbe Stunde und knapp zwanzig Kilometer entfernt ist, fahren wir zurück, und haben hier eine weitere ruhige Nacht.
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Because we spent another night at Randôme, I want to take Hilde to Plage de Kerryvon early. She can enjoy herself on the beach alone and run off-leash, which is a huge relief for me. The perfect morning.
And the sea is still there, the sunlight softly illuminating the pale blue waves. A swimmer is doing laps, and a van is parked above, with someone still asleep inside. I open the side door to get Hilde ready in peace. The atmosphere is wonderful.
Suddenly, Hilde darts past me, chasing something white and heavy that's running away from her. Hilde barks, which livens up the game considerably. Anja calls from the water, "Come here!" Anja gives her the finger, saying, "Ugh, this is wet, cold, and boring! This is where the fun is!"
Hilde really needs to relieve herself; her barking is getting more insistent, but for now, it's all just a game. "Anja's still young," comes a voice from the water. "No problem," I reply. "Hilde's old; she'll let me know when it's too much."
But the Frenchwoman isn't going to wait for that. She's visibly annoyed, comes out of the water, doesn't return a greeting, not a friendly smile, grabs her bewildered dog, and puts it in the van.
Hilde wanders along the beach, enjoying the solitude, while I listen to the waves. An almost perfect morning. We drive back to the campsite. Breakfast.
Just like yesterday morning, when we finally set off around noon, the sea was gone, the beach packed with people and dogs. And unfortunately, that's how it stayed, because either the beach was too far away, or families with children prevented us from wandering along here.
Hilde was content with the walks around the campsite; the day was hot, and she lay on the ground between the seats, where I had placed the air conditioner. So I could drive and look around in peace.
Our first destination was Plage de Landrellec, the next interesting collection of rocks, the destination of a dozen hiking enthusiasts. Families with small children, retirees—one woman actually made it onto the video, even though I had specifically waited for her moment of silence.
Ploumanac'h. The town center was largely closed to motorhomes. The blue bus became a car and weaved its way through the narrow streets that we love so much.
In fact, I would only recommend Brittany for cyclists and energetic pedestrians if you really want to get an intense impression of the region. Although I drive to every last corner, some very special access points unfortunately remain hidden from me.
The place has houses. Beautiful, detached houses, one of them surrounded by a fence to prevent theft. None of them seem to be occupied; some are even for sale. There are also houses with boulders in their gardens that provide shade, they're so high.
We arrive at Plage de Trestrignel, meaning we park above it and have a magnificent view of the landscape, the town, the beach, and the houses.
Our day essentially ends in Nantouar. There's a kind of lighthouse church on the pebbly beach there. To be precise, we get as far as the Church of Saint-Léonoré-et-Sainte-Anne in Trélévern, because the road leading to Plage de Keriec is closed immediately after.
Lots of coastline, lots of dead-end detours, as you can see on the map. Lots of sun, sand, and sea. Lots of rocks and few people, because I only ever photograph them from behind, preferably when they're headless.
Because the campsite at Randôme is only half an hour and just under twenty kilometers away, we drive back and have another quiet night here.Read more



























