Lanros
March 5 in France ⋅ ⛅ 12 °C
(English Version Below)
Jeden Abend, wenn wir ankommen, gibt es zuerst eine Toberitual. Während der Motor läuft, kocht das Waschwasser für morgen früh, das in eine Thermoskanne kommt. Dabei verdunkele ich die Fenster, und Hilde lauert schon hinten auf dem Sitz auf mich.
Sie kann es gar nicht erwarten, bis ich endlich fertig bin und nach hinten klettere. Kopfüber will sie überall gekrault werden, während sie die Zähne fletscht und auch spielerisch zubeißen würde, wenn ich nicht schnell genug bin.
Mit der Wunde am Arm muss ich ganz besonders vorsichtig vor ihren Krallen sein, bis ich sie dann so im Arm halte, dass ich sie richtig durchknuddeln kann. Dann sind wir beide außer Atem. Und wir können zum nächsten Punkt schreiten.
Heute ist es der kleine Abendspaziergang vor dem Essen, dass ich schon mal rauslege, damit es nicht zu kalt ist. Wir spazieren am Wasser entlang, das zurück gekommen ist, und dürfen die Sonne bewundern, wie sie in ihm badet.
Die Umgebung hat sich geändert, seit wir von der wilden Küste den Fluss Jaudy entlang nach Tréguir gefahren sind. Dort gibt es einen schönen Stellplatz am Fluss, der gerade ziemlich wasserlos ist wegen der Ebbe. Hier staut sich die warme Luft unter den hohen Bäumen, während die Wiesen immer noch matschig sind vom letzten Hochwasser.
Hier wollen wir nicht bleiben und fahren nochmal hoch an die Küste, die hier das Muschelgebiet darstellt, was sehr bizarr aussieht, kaum dass das Wasser sich verzogen hat.
Wir finden noch einen hundefreien Sandstrand, doch Pustekuchen. Auf dem Rückweg kommen gleich zwei Rüden an der Leine auf uns zu, begeistert von Hilde's süßen Düften. Oh, en chaleur, das ist hart für alle Hunde, sagt die junge Frau zur Begrüßung, und zieht ihren Hund hinter sich her.
Die Stellplatzsuche macht uns die Auswahl schwer, doch am Ende spricht alles für den Platz in Pleubian unter den hohen Bäumen, am stillen Wasser. Vogelgezwitscher noch in der dunklen Nacht kurz vor halb neun, Lichter über dem stillen Wasser.
Wir sind jetzt auch müde, der Tag war lang, die Sonne heiß, der Wind still, die Nacht wird um zehn Grad bleiben.
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Every evening when we arrive, there's a little ritual first. While the engine is running, the wash water for tomorrow morning boils and goes into a thermos. I darken the windows, and Hilde is already waiting for me in the back seat.
She can't wait until I'm finally finished and climb back. Upside down, she wants to be petted all over, baring her teeth and playfully nipping if I'm not quick enough.
With the wound on my arm, I have to be extra careful of her claws until I can hold her in a way that allows me to give her a good cuddle. Then we're both out of breath. And we can move on to the next item.
Today it's the short evening walk before dinner, which I've already laid out so it's not too cold. We stroll along the shoreline, which has receded, and admire the sun as it bathes in the water.
The scenery has changed since we drove from the rugged coast along the Jaudy River to Tréguir. There's a lovely spot by the river there, which is currently almost dry due to the low tide. The warm air is trapped under the tall trees, while the meadows are still muddy from the last high tide.
We don't want to stay here and drive back up to the coast, which here is the mussel area, looking very bizarre as soon as the water recedes.
We manage to find a dog-free sandy beach, but no such luck. On the way back, two male dogs on leashes approach us, captivated by Hilde's sweet scent. "Oh, en chaleur, that's hard on all dogs," the young woman says by way of greeting, pulling her dog along behind her.
Finding a campsite proves difficult, but in the end, everything points to the spot in Pleubian under the tall trees, by the still water. Birds chirp even in the dark night, just before 8:30 p.m., lights dot the still water.
We're tired now, too; the day was long, the sun hot, the wind still, and the night will stay around ten degrees Celsius.Read more

























