• Pirou - Plage

    Mar 9–10 in France ⋅ ☁️ 9 °C

    (English Version Below)

    Auf dem Weg zum Stellplatz sehe ich einen Parkplatz, von dem Wege in die Dünen abzweigen, die zu einem breiten Strand führen. Das ist unsere Gelegenheit zum Abendspaziergang. Endlich kann Hilde frei laufen und ungestört rumschnüffeln, auch wenn es für mich letztendlich zu steil ist, die letzen zehn Meter bergab zu steigen. Besonders befürchte ich den Rückweg, denn selbst mit einer ziehenden Hilde könnte das eng werden.

    Aber sie hat Freude, am Strand herum zu strocheln. Zwischendurch rufe ich sie mal hoch zu mir, um sie zu erinnern. Dann darf sie nochmals spielen gehen.

    Das habe ich den halben Tag lang gesucht. Entweder sind die Parkplätze auf 1,90 Meter begrenzt, oder es gibt überhaupt keine Möglichkeit zu parken, auch nicht für Pkw. Manche Strände liegen steil bergab, oder wollen erstmal mit einigen hundert Meter Fußweg begangen werden.

    Ich habe keinen Grund, mich zu beschweren, für die meisten Menschen sind viele Strände in der Normandie durchaus erreichbar. Aber wir sind eben nicht normal. Umso mehr freue ich mich über die abendliche Möglichkeit, die uns auch morgen früh offen steht.

    Der Morgen beginnt mit Schafen. An unserem Frühstücksplatz wird eine große Herde über die Straße begleitet, die sich dann vor uns über eine riesige Wiese verteilt. Der Mont bleibt lange am Vormittag im Nebel verborgen, der sich über den Wasser ausgebreitet hat.

    Erst von der anderen Seite der Bucht tritt er uns noch einige Male entgegen und verabschiedet sich letztendlich in Champeaux von uns. Wir sind in der Normandie angekommen. Bis Le Havre wollen wir an der Küste entlang fahren, dort sind wir vor einem Jahr Richtung Belgien gereist.

    Wie du auf den Karten siehst, sind wir den ganzen Tag dem Meer nahe gewesen, das allerdings weit von uns sich entfernt hat. So bleibt nur der Streifen am Horizont, in dem sich hin und wieder die Sonne spiegelt.

    Wir haben allerdings auch Regen, ganz dunkle Wolken, und über den Stromleitungen einen hochenergetischen Regenbogen. Überhaupt Wolkenbilder. Und schöne Ausblicke. Pferde und viele Kühe. Entweder ganz schwarz oder vom Fell her wie Dalmatiner.

    Zum Abend geht die Sonne wieder dramatisch unter, hinterlässt aber nur ein bisschen Orange, dann wird es dunkel. Und weil der Stellplatz keine Lichter hat, haben wir kurze Zeit später auch schon die schwarze Nacht um uns.
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    On the way to the campsite, I see a parking area from which paths branch off into the dunes, leading to a wide beach. This is our chance for an evening stroll. Finally, Hilde can run free and sniff around undisturbed, even if it turns out to be too steep for me to climb the last ten meters downhill. I'm particularly worried about the way back, because even with Hilde pulling, it could be a tight squeeze.

    But she enjoys splashing around on the beach. Every now and then I call her up to me to remind her. Then she's allowed to go play again.

    I spent half the day looking for something like this. Either the parking spaces are limited to 1.90 meters, or there's no parking at all, not even for cars. Some beaches slope steeply downhill, or require a walk of several hundred meters.

    I have no reason to complain; for most people, many beaches in Normandy are quite accessible. But we're not normal. All the more reason to appreciate the evening opportunity, which will also be available to us tomorrow morning.

    The morning begins with sheep. At our breakfast spot, a large flock is escorted across the road, then spreads out across a vast meadow in front of us. Mont Blanc remains hidden in the mist that has spread over the water for much of the morning.

    Only from the other side of the bay does it reappear a few times before finally bidding us farewell in Champeaux. We have arrived in Normandy. We plan to drive along the coast to Le Havre, where we travelled towards Belgium a year ago.

    As you can see on the maps, we've been close to the sea all day, though it's moved far away. All that remains is the strip on the horizon, where the sun occasionally reflects.

    We've also had rain, very dark clouds, and a high-energy rainbow over the power lines. The clouds are quite something. And there are beautiful views. Horses and lots of cows. Some are completely black, others have coats like Dalmatians.

    In the evening, the sun sets dramatically again, leaving only a hint of orange, then it gets dark. And because the campsite has no lights, we're soon surrounded by pitch-black night.
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