• Tag Dreizehn

    May 1–2 in Germany ⋅ 🌙 16 °C

    (English Version Below)

    Tag 3.594
    01/05/2026
    Füchtenfeld -
    Twist -
    Lohne

    Heute vor zehn Jahren war die Party zuende. Fast hundert geladene Gäste, mit denen ich mehr oder weniger die letzten dreißig Jahre in Braunschweig bekannt war, haben mit mir das Ende meines Berufslebens und den Beginn einer grandiosen Zeit als Rentner gefeiert.

    Morgens um drei Uhr, nach einer tollen Nacht mit einer Band, zwei Flaschen Sekt von Freixenet, einem mitternächtlichen Wodka mit meinem Sohn, war die kleine Hilde schon längst schlafen gegangen, als ich um die Feuerschale herum mit lauter jungen Menschen noch einmal so ausgiebig dem Joint zugeneigt war, dass ich eine Stunde später nicht mehr aufstehen konnte, um meinen Sohn zu verabschieden, der den ersten Bus nachhause genommen hat.

    Mit fünfundzwanzig habe ich aufgehört zu kiffen, aber passend mit 105 würde ich mir noch einen leckeren Joint gönnen. Von den damaligen Gästen gibt es vielleicht noch ein Dutzend, die auch nach zehn Jahren noch unsere Reise begleiten.

    Wir fahren früh von Stellplatz weg, weil da zu viele Hunde unterwegs sind, und finden nach knapp vier Kilometern einen Feldweg, der in eine Wiese übergeht, und neben einem braunen Feld die Kinderstube des Waldes einlädt, in den Winkeln und Verstecken in Sicherheit aufzuwachsen.

    Hilde frühstückt kurz und bündig, möchte dann kopfgestreichelt werden, und ihren Nachtisch aus der Leckerlikiste bekommen. Dann ist sie zufrieden. Ich fülle Wasser in den Kocher, das auf den nächsten Kilometern heiß werden wird, und mir das Frühstück beschert.

    Die Sonne scheint.

    "Am südwestlichen Rand des Dalum-Wietmarscher Moores, im Ortsteil Füchtenfeld, befindet sich ein Vogelbeobachtungsturm sowie eine interaktive Moorkarte zu den Themen „Natura 2000" und „Moore für den Klimaschutz". Darüber hinaus wurde ein Geocache eingerichtet, dessen „Versteck" über eine intensive Auseinandersetzung mit den Informationen der Station ermittelt werden können."

    https://share.google/Gebk59af2z92S2D0D

    Vorne steht ein Lastwagencamper, der von einem kleinen Terrier bewacht wird, der draußen in der Sonne chillt, während seine Familie schläft.

    Bei uns schläft Hilde, während ich frühstücke, bei offener Tür mit Sonne und den verschiedenen Vogelstimmen, dem blauen Wasser hinter der grünen Wiese.

    In Twist finden wir den nächsten Schattenplatz unter einem Baum am Wohnmobilstellplatz, der am See liegt. Ich schaue mir die Kirche des Nazoräners von außen an, am Eingang ist eine Baustelle.

    Wir nehmen eine möglichst grade Strecke mit Richtung Lohne. Viele Menschenansammlungen ziehen ihrer Wege, mit Bollerwagen oder Fahrrad, zu Fuß oder mit den Auto. Nur auf der Strecke von Osterbrock nach Klosterholte ist fast niemand unterwegs. Die Straße ist etliche Male geflickt, total uneben und kaum befahrbar. Soviel zum Thema Stückwerk.

    Die Beiträge auf Instagram habe ich fast alle gelöscht. Das Bild vom 11.11.2017, das ich als erstes gepostet habe, füge ich dem Beitrag bei. Es ist einfach so süß!

    Obwohl ich nur 21 Beiträge sehen kann, zeigt mir Instagram an, dass ich noch 142 Beiträge hätte. Sehr merkwürdig. Und es gibt auch einen Repost, den ich nicht löschen kann. Traue nie dem Internet. Auch einer der Gründe, warum ich so viel wie möglich von mir wieder löschen will.

    Im Schatten eines Combi - Supermarktes relaxen wir die Stunde übers Abendessen hinaus, und beobachten heimkehrende, bollerwagenschiebende junge Menschen, die ziemlich erschöpft wirken.

    Der kostenlose Stellplatz liegt auf einer völlig zerfahrenen Wiese, was aber ein dutzend Camper nicht davon abhält, mit wackelnden Fahrzeugen zu einem Platz zu eiern. Hinter dem Bus eine hohe Hecke, neben uns in der Ecke steht ein Pkw aus Braunschweig.

    Ich habe ein Glas Apfelmus zur Nacht, Hilde ist mehr oder weniger über einem Leckerli eingeschlafen. Höre Musik von Züri West und wünsche dir einen schönen Heimweg.

    https://youtu.be/oFs3tvgYU1w?is=a2tA2iIKxt_1kYgV
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    Day 3,594
    May 1, 2026
    Füchtenfeld -
    Twist -
    Lohne

    Ten years ago today, the party ended. Almost one hundred invited guests, with whom I had known each other more or less for the past thirty years in Braunschweig, celebrated with me the end of my professional life and the beginning of a wonderful retirement.

    At three in the morning, after a fantastic night with a band, two bottles of Freixenet sparkling wine, and a midnight vodka with my son, little Hilde had long since gone to sleep when I was gathered around the fire pit with a bunch of young people, indulging in a joint so thoroughly that an hour later I couldn't get up to say goodbye to my son, who had taken the first bus home.

    I stopped smoking weed at twenty-five, but fittingly, at 105, I'd still treat myself to a delicious joint. Of the guests from back then, maybe a dozen are still with us, even after ten years.

    We leave the campsite early because there are too many dogs around, and after almost four kilometers, we find a dirt track that turns into a meadow. Next to a brown field, the forest's nursery invites youngsters to grow up safely in its nooks and crannies.

    Hilde has a quick and easy breakfast, then wants a head pat and her dessert from the treat box. Then she's happy. I fill the stove with water, which will get hot over the next few kilometers and provide me with breakfast.

    The sun is shining.

    "On the southwestern edge of the Dalum-Wietmarscher Moor, in the Füchtenfeld district, there is a birdwatching tower and an interactive map of the moor on the topics of 'Natura 2000' and 'Moors for Climate Protection'." Furthermore, a geocache has been set up, the "hiding place" of which can be determined by carefully studying the information provided at the station.

    https://share.google/Gebk59af2z92S2D0D

    Ahead, a camper van is parked, guarded by a small terrier who chills outside in the sun while its family sleeps.

    Hilde is sleeping with us while I have breakfast, with the door open, enjoying the sunshine, the sounds of various birds, and the blue water beyond the green meadow.

    In Twist, we find the next shady spot under a tree at the camper van site by the lake. I take a look at the Church of the Nazarene from the outside; there's construction work going on at the entrance.

    We take the straightest route possible towards Lohne. Many groups of people are making their way around, with handcarts or bicycles, on foot, or by car. Only on the stretch from Osterbrock to Klosterholte is there almost no one around. The road has been patched several times, is completely uneven, and barely passable. So much for that. Piecemeal.

    I've deleted almost all my Instagram posts. I'm attaching the first picture I posted, from November 11, 2017. It's just so cute!

    Even though I can only see 21 posts, Instagram tells me I still have 142. Very strange. And there's also a repost I can't delete. Never trust the internet. That's one of the reasons why I want to delete as much of my own stuff as possible.

    We relax for an hour after dinner in the shade of a Combi supermarket, watching young people pushing handcarts back home, looking quite exhausted.

    The free parking area is on a completely rutted field, but that doesn't stop a dozen campers from wobbling their vehicles to get a spot. There's a tall hedge behind the bus, and a car from Braunschweig is parked in the corner next to us.

    I have a jar of applesauce for dinner; Hilde more or less fell asleep over a treat. Listen to music by Züri West and have a safe journey home.

    https://youtu.be/oFs3tvgYU1w?is=a2tA2iIKxt_1kYgV
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