Tag Neunundvierzig
Jun 6–7 in Germany ⋅ ☁️ 20 °C
(English Version Below)
PILGERREISE INS LEBEN
Tag 3.630
06/06/2026
Borken
Wir haben ganz gut geschlafen in Weseke, es gibt den ersten Morgenspaziergang mit Rollator und Leine an einer Wiese entlang, was überraschend gut geklappt hat, auch weil Gott dafür gesorgt hat, dass keine anderen Hunde da waren.
Unterbodenwäsche in Oeding für den blauen Bus. Bei dem Schaden am Lenkgetriebe ist viel Öl ausgelaufen. Alex hat viel davon gereinigt, bevor er den Umbau machen konnte. Aber jetzt ist der Bodenschutz noch entfernt und ich habe heute die entsprechende Wäsche machen lassen.
Montag vor der Tüv - Vorführung wird die zweite Wäsche gemacht. Dann dürfte alles sauber sein. Auf dem Weg nach Burlo koche ich Wasser für mein Frühstück. Neben einem grünen Gesträuch parken wir zwischen einem Camper aus den Niederlanden, der wohl genächtigt hat, und einem abgestellten Lastwagen.
Ich bin noch unruhig. Die Umstellung von der Warteposition ins Jetzt fällt mir schwer. Ich muss unbedingt einkaufen, bevor es zu heiß wird, und die Wäsche waschen, es ist schon ziemlich schmutzig im Bus.
Wer im Netto die Regale einräumt, braucht ebenso einen Lageplan wie die hilflosen Käufer. So ein Chaos. Trotzdem habe ich alles gefunden, was wir die nächsten Tage brauchen.
Winterswijk liegt nicht fern der Grenze in den Niederlanden und hat eine gut funktionierende Wasserette für Bekleidung und Handtücher, die ich allerdings noch ein bisschen nachtrocknen muss.
Mittagspause auf dem Parkplatz hinterm Schloß Diepenbrock bei Barlo. Wir sind wieder in Deutschland und es regnet. Trotzdem habe ich die Tür geöffnet, weil es warm im Bus ist. Auf dem Parkplatz vom Fußballplatz sind wir vorher spazieren gegangen. Da schien die Sonne und ich habe den Stock genommen.
Eine lustige Situation ist beim Tanken entstanden, weil ich nicht mehr weiß, wo ich denn den Einfüllstutzen reinstecken soll. Plötzlich war die Idee wieder da!
Komplett durchnässt komme ich vor dem Regen zum Bus zurück. RL (Rollator-Leine) zum zweiten Mal am heutigen Tag, und dieses Mal war es schwer. Hilde will ständig ziehen, der Weg ist leider steiniger, als ich es gedacht haben. Und dann kommen noch die Horden Radfahrer, die den Anspruch haben, dass ihnen die Wege gehören.
Für sich selber haben sie die Vorstellung, dass Autofahrer auf sie Rücksicht nehmen müssen. Aber andersherum verlieren sie schnell die Umsicht und dann auch die Rücksicht. Ich weiß, da gibt es Unterschiede wie überall, wo sich Menschen begegnen.
Aber so geballt, muss ich mich erst einmal entspannen. Hilde hat das toll gemacht, denn auch für sie sind unsere Wege Neuland. Aber wir schaffen das schon.
Derselbe Platz wie gestern hinterm Lastwagen und vor dem Niederländer. Weiter hinten sind noch zwei weitere Camper. Hilde wirkt verunsichert, vielleicht ist die Veränderung einfach zu krass für sie.
Auch ich muss mich umstellen, der Rollator macht Probleme, um ihn einzuklappen muss ich ihn jeweils fest auf die Erde hauen. Vielleicht hat Alex da am Montag eine Idee. Mir fehlen so ein paar Sachen, die wir bei meiner Tochter zwischengelagert haben, insbesondere die Holzpalette, die mein Tisch ist.
Hilde hat sich auf den Fahrersitz eingerollt, ich bau das Bett und werde bald mich hinlegen. Hier regnet es nicht mehr, aber es gibt viele Geräusche von Motoren. Samstag Abend auf dem Land.
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PILGRIMAGE INTO LIFE
Day 3,630
June 6, 2026
Borken
We slept quite well in Weseke; we took our first morning walk along a meadow—me with my walker and the dog on a leash. It went surprisingly well, partly because God ensured there were no other dogs around.
An underbody wash for the blue bus in Oeding. A lot of oil had leaked out due to the damage to the steering gear. Alex cleaned up much of it before he could carry out the repair work, but the underbody protection had been removed, so I had the necessary wash done today.
A second wash is scheduled for Monday, just before the vehicle inspection. Everything should be clean by then. On the way to Burlo, I boil water for my breakfast. We park next to some green shrubbery, sandwiched between a camper van from the Netherlands—which looks like it spent the night there—and a parked truck.
I still feel restless. It is hard for me to shift from a state of waiting to living in the moment. I really need to go grocery shopping before it gets too hot, and I need to do the laundry; the bus is getting quite dirty inside.
Anyone stocking shelves at Netto needs a floor plan just as much as the helpless shoppers do. It’s such a chaotic mess. Still, I managed to find everything we need for the next few days.
Winterswijk is located just across the border in the Netherlands and has a well-functioning laundromat for clothes and towels—though I do have to dry them a bit more myself afterward.
Lunch break in the parking lot behind Diepenbrock Castle near Barlo. We’re back in Germany now, and it’s raining. Even so, I’ve left the door open because it’s warm inside the van. Earlier, we went for a walk in the parking lot by the soccer field; the sun was shining then, and I used my walking stick.
A funny situation arose while refueling because I couldn't remember where to insert the nozzle. Then, suddenly, it came back to me!
I make it back to the van just before the rain really sets in, completely soaked. It’s time for the "rollator leash" walk—the second one today—and this time it was a struggle. Hilde keeps wanting to pull, and the path turned out to be rockier than I’d expected. On top of that, there are hordes of cyclists who act as if they own the paths.
They expect drivers to be considerate of them, yet they quickly lose sight of their surroundings—and any sense of consideration—when the roles are reversed. I know there are exceptions, of course, just as there are wherever people interact.
But with everything happening all at once, I need a moment to unwind. Hilde did a great job—this is all new territory for her, too. But we’ll manage.
We’re in the same spot as yesterday: behind the truck and in front of the Dutch camper. There are two other campers further back. Hilde seems unsettled; perhaps the change is just too drastic for her.
I’m having to adjust, too; the walker is giving me trouble—I have to slam it hard against the ground to fold it up. Maybe Alex will have an idea on Monday. I’m missing a few things we left in storage at my daughter’s place—especially the wooden pallet I use as a table.
Hilde has curled up in the driver’s seat; I’m setting up the bed and will lie down soon. It’s stopped raining here, but there’s a lot of engine noise. A Saturday evening in the countryside.Read more












