Tag Achtundvierzig
Jun 5–6 in Germany ⋅ 🌧 18 °C
(English Version Below)
PILGERREISE INS LEBEN
Tag 3.629
05/06/2026
Borken
Nur einmal nachts aufzuwachen, deutet durchaus auf einen guten Schlaf hin. Aber die Knie haben nicht richtig ausgeschlafen und brauchen heute morgen richtig lang mit dem neuen Tag.
Bei meiner Tochter bin ich einfach aus dem Bus auf den Rollator gefallen, während Hilde sofort loslaufen konnte. Hier muss sie warten, bis ich langsam in den Tag reinkomme, um dann an der Leine einen Weg mit mir zu machen.
Tendenziell werde ich vermutlich den Stock nehmen, weil ich Rollator und Leine erst üben muss. Alles nicht so einfach. Dummerweise ist mir noch der Knopf an der kurzen Hose abgerissen, sodass der Schalgürtel sie auch nicht vernünftig hält, was den Spaziergang erschwert.
Wenn alles so sehr sich verkompliziert neige ich auch mal zu einer kleinen "Jammerdepression" und bin froh, dass uns niemand draußen begegnet.
Hilde merkt durchaus den Unterschied, aber ich verspreche ihr, dass morgen alles besser wird, wenn wir wieder im Bus sind. Wie sehr ich mich danach sehne, auch wenn ich so dankbar bin für alle Unterstützung und Hilfe.
Eigentlich wollte ich heute morgen meine Steuererklärung machen. Aber nachdem ich alle Papiere sortiert habe, stelle ich fest, dass mir die Antragsformulare fehlen. Jetzt muss ich erst eine Gelegenheit finden, die Unterlagen auszudrucken, dann ausfüllen und alles beim Finanzamt einwerfen, da ich erst im September von der nächsten Reise zurückkehren möchte.
Als Dominice von der Arbeit kommt, laden wir unsere Sachen in ihr Fahrzeug, weil sie so lieb ist, uns nach Haltern zu bringen. Da steht unser blauer Bus brav in der Ecke und wartet. Alex begrüßt uns, Hilde schnüffelt sich zurecht, Dominice fährt nach Hause. Ich bin unendlich dankbar.
Was würden wir machen, ohne all die lieben Menschen um uns herum, die unser Leben so qualitativ wertvoll machen. In jeder Hinsicht.
Alex ist sehr zufrieden, dass wir glücklich sind, in unserem Bus wieder reisen zu können, wobei das Wochenende jetzt erstmal dazu dient, alles sauber zu machen.
Für die Übernachtung fahren wir nach Borken, wo wir mit vier anderen Campern an einer schönen Wiese kostenlos übernachten. Vorher gab es bei einem Windrad eine kleine Rollatorrunde für Hilde. Ich bin allerdings weit entfernt von den Strecken, die ich bei meiner Tochter gelaufen bin.
Wir sitzen an der offenen Tür, atmen die frische Luft ein. Vielfaches Vogelgezwitscher, ein Wolkenbett am Himmel, leichter Wind. Muss noch einiges umbauen für die Nacht, dann darf der gute Schlaf gerne kommen.
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PILGRIMAGE INTO LIFE
Day 3,629
June 5, 2026
Borken
Waking up only once during the night is certainly a sign of good sleep. However, my knees didn't get enough rest and are taking a long time to get going this morning.
When staying with my daughter, I simply step out of the bus and onto my walker, whereas Hilde is ready to head out immediately. Here, she has to wait for me to slowly ease into the day before we can go for a walk together—with her on the leash.
I’ll likely opt for my walking stick, as I still need to practice managing both the walker and the leash at the same time. It’s all a bit complicated. To make matters worse, the button on my shorts popped off, so the sash belt isn't holding them up properly either—which makes the walk even more of a struggle.
When things get this complicated, I’m prone to a bout of "whiny blues," and I’m glad we don’t run into anyone while we’re out.
Hilde certainly notices the difference, but I promise her that everything will be better tomorrow when we’re back in the bus. How I long for that, even though I am so grateful for all the support and help.
I had actually intended to do my tax return this morning. But after sorting through all the paperwork, I realize I’m missing the application forms. Now I have to find a way to print the documents, fill them out, and drop everything off at the tax office, since I don’t plan to return from my next trip until September.
When Dominice gets home from work, we load our things into her car, as she’s kind enough to drive us to Haltern. There sits our blue bus, waiting patiently in the corner. Alex greets us, Hilde sniffs around to get her bearings, and Dominice heads home. I am incredibly grateful.
What would we do without all the lovely people around us who enrich our lives so much? In every respect.
Alex is very pleased that we’re happy to be able to travel in our bus again, though the weekend will be spent getting everything cleaned up first.
We drive to Borken for the night, where we camp for free alongside four other camper vans next to a lovely meadow. Before that, Hilde went for a short walk with her rollator near a wind turbine—though the distance was nothing compared to the walks I took while visiting my daughter.
We sit by the open door, breathing in the fresh air. There is a chorus of birdsong, a bed of clouds in the sky, and a gentle breeze. I still need to rearrange a few things for the night, and then I’ll be ready for a good sleep.Read more










TravelerSchön, dass ihr wieder unterwegs seid.
TravelerVielen lieben Dank
TravelerWir wünschen dir und Hilde eine schöne Reise; dem blauen Bus natürlich auch! Prima, dass es jetzt wieder losgehen kann!
TravelerNa erstmal drehen wir uns im Kreise, da nächste Woche der TÜV plus Reparaturen ansteht. Aber wir können fahren, das ist gut