• Söhlde

    Jun 16–17 in Germany ⋅ ☁️ 20 °C

    (English Version Below)

    AUSFLUG INS GRÜNE
    Tag 3.640
    16/06/2026
    Söhlde

    Morgens Schulkinder, Studenten und Menschen auf dem Weg zur Arbeit. Es geht schon früh los in der kleinen Seitenstraße des Ortsteils, wo wir übernachtet haben.

    In Watenbüttel bei der Autobahnauffahrt gehen wir wieder spazieren und dieses Mal ist unser Zusammenspiel schon brauchbarer. Die Sonne steht hoch am Himmel und in den Brombeeren riechts nach Hase, sagt Hilde.

    Wegen unserem Termin am frühen Morgen frühstücke ich erst später auf dem Rastplatz an der Autobahn, während die Sonne schon ein bisschen Fahrt aufnimmt, denn es soll ja eine Hitzewelle kommen. Hilde hat sich längs auf dem Bett ausgestreckt und kann endlich entspannen.

    Ab heute sind wir wieder unterwegs, in den nächsten zehn Tagen zwar mit einigen Terminen und etlichen Begegnungen, aber auch mit viel mehr Zeit und Ruhe.

    Selbst als ich jetzt die Seitentür öffne, führt das erstmal nicht dazu, dass Hilde sich aufsetzt. Nur die Nase setzt sich schon mal in Bewegung. Aber dann ist sie wach und muss raus.

    Auf dem Parkplatz ist das Gras jüngst gemäht worden und liegt noch auf der Seite. Schräg uns gegenüber hält ein T5 California, Baujahr 2007, 150.000 km. Es ist ihm ein bisschen gelb ums Dach geworden, als er hört, dass der blaue Bus nur drei Jahre älter ist, dafür aber schon 850.000 km auf Reisen war.

    Nachmittags treffen wir unseren Reisedoktor, der eine leckere, heiße Spargelcremesuppe in einer Thermoskanne mitbringt. Ich bin über die einzelnen Begegnungen mit den Menschen, die mir ans Herz gewachsen sind im Laufe unseres Reiselebens, sehr dankbar.

    Jeder liebe Mensch erfüllt mein Herz mit Freude, sodass ich gerade heute Abend regelrecht überfüllt bin.

    In Evessen lebt der Ziegenbauer Lowes, den ich gestern kontaktiert habe. Ich kann festen Käse kaufen und Frischen, zwei Flaschen Milch. Die Ware schmeckt lecker, die Preise sind gut, er bringt mir den Einkauf zum Bus, Hilde leckt sich das Maul.

    Am Ortsausgang gehen wir spazieren. Schotterweg mit RLS im heißen Licht der späten Sonne. Nicht einfach und mit vielen Unterbrechungen, weil wir nicht im gleichen Rhythmus gehen. Hilde muss öfter zurückkommen, auf dem Rückweg bleibt sie einfach sitzen, bis ich aufhole.

    Schweißnass und trotzdem zufrieden, auf dem Weg zur Schaffarm, wo wir auch übernachten, macht sie ein Nickerchen. Auch hier kommt die Chefin mit einem großen Behälter voller Joghurt und zwei Flaschen Milch, ich könnte glatt drin baden.

    Später bekommen wir noch lieben Besuch aus dem Ort, das ist wirklich schön, und Hilde ist begeistert über die umfangreichen Streichel - Einheiten. Dann sind wir alleine.

    Ich baue den Bus um, verstaue unsere Schätze für die nächsten Wochen, als es klingelt und sich Sabine meldet. Sie hat die Einladung für die Lesung fertig.

    Wer auf den Stellplatz möchte, sollte sich über folgende Mail-Adresse bei ihr melden und auch die Verbindung zur Lesung erwähnen.

    hkrippendorf@aol.com

    Wie werden auch den nächsten Tag dort verbringen, denn dann findet im vorderen Hof das Charity Sommerfest der Ukrainischen Nachbarn mit heimischen Spezialitäten statt. Sicherlich eine gute Möglichkeit, um Neues kennenzulernen und andere Menschen zu unterstützen.
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    A TRIP INTO THE COUNTRYSIDE
    Day 3,640
    September 16, 2026
    Söhlde

    Schoolchildren, students, and commuters in the morning. Things get going early on the small side street in the neighborhood where we spent the night.

    We go for another walk near the highway entrance in Watenbüttel, and this time our teamwork is a bit more effective. The sun is high in the sky, and Hilde says the blackberry bushes smell like hare.

    Because of an early-morning appointment, I don’t have breakfast until later at a highway rest stop—just as the sun is starting to really heat things up, since a heatwave is on the way. Hilde has stretched out lengthwise on the bed and can finally relax.

    We’re back on the road as of today; the next ten days will involve a few appointments and quite a few encounters, but also plenty more time and tranquility.

    Even when I open the side door now, Hilde doesn't sit up right away. Only her nose starts moving. But then she’s awake and needs to go outside.

    The grass in the parking lot has just been mowed and is still lying in swathes to the side. Diagonally opposite us, a 2007 T5 California with 150,000 km on the clock is parked. Its roof seems to turn a shade of yellow with envy when it hears that the blue bus is only three years older yet has already covered 850,000 km on its travels.

    In the afternoon, we meet our "travel doctor," who brings along a thermos of delicious, hot cream of asparagus soup. I am deeply grateful for these individual encounters with people who have become dear to my heart over the course of our life on the road.

    Every lovely person fills my heart with joy; this evening, in particular, I feel absolutely overflowing with it.

    Lowes, the goat farmer I contacted yesterday, lives in Evessen. I buy some firm cheese, some fresh cheese, and two bottles of milk. The products are delicious and the prices are good; he brings my purchases right to the bus, while Hilde licks her chops.

    We go for a walk at the edge of town—a gravel path, with RLS, bathed in the hot light of the late afternoon sun. It isn't easy, and there are frequent interruptions because we don't walk at the same pace. Hilde has to keep coming back; on the way back, she simply sits down and waits for me to catch up.

    Soaked in sweat yet content, she takes a nap on the way to the sheep farm where we’ll be spending the night. Here, too, the owner arrives with a large container full of yogurt and two bottles of milk—there’s enough to bathe in.

    Later, we receive a lovely visit from locals—it’s truly delightful, and Hilde is thrilled to get plenty of petting. Then, we’re on our own again.

    I’m busy reconfiguring the van and stowing away our treasures for the coming weeks when the doorbell rings and Sabine gets in touch. She has finished the invitation for the reading.

    Anyone wishing to stay at the site should contact her at the following email address and mention the reading:

    hkrippendorf@aol.com

    We’ll be spending the next day there as well, as our Ukrainian neighbors are hosting a charity summer festival in the front courtyard, featuring local specialties. It’s sure to be a great opportunity to discover new things and support others.
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