• Dörnberg

    Jun 17–18 in Germany ⋅ ☁️ 23 °C

    (English Version Below)

    AUSFLUG INS GRÜNE
    Tag 3.641
    17/06/2026
    Ehlen

    Gestern habe ich mich aber so was mit dem Datum vertan, denn ich habe die Geschichte in den September verlegt.

    Doch bis dahin mache ich erstmal meinen Ausflug, der eine Ergänzung zur Pilgerreise ist, aber auch ausdrücken soll, dass die inneren Komponenten eine äußere Zielrichtung bekommen.

    Der gestrige Tag hatte so eine Fülle von besonderen Begegnungen, dass ich viel zu spät schlafen gegangen bin und entsprechend müde in den neuen Tag aufwache.

    Im Schlaf verarbeitet der Mensch ja so manches, aber anderes wird hochgespült, kommt in den Träumen an die Oberfläche. Obwohl ich gerne liegen geblieben wäre, weil die Knie weh tun, muss ich der Nacht ein Ende bereiten.

    Die Sonne ist schon hoch am Himmel, es ist komplett windstill, die Temperatur im Bus aber durchaus noch angenehm.

    Erster RLS um ein Windrad herum. Hilde bekommt ihr Frühstück, mein Wasser kocht auf den nächsten zwanzig, dreißig Kilometern bis zu einem kleinen Parkplatz bei Holle.

    In Sottrum erinnere ich mich an eine Radtour mit Übernachtung auf dem Gelände, die ich mit meiner sechsjährigen Tochter vor gut dreißig Jahren gemacht habe.

    Lamspringe mit der historischen Altstadt und dem Klosterbereich neben einem schönen Garten voller Grün und Helligkeit.

    An der Grenze zwischen Lamspringe und Gehrenrode gibt es einen kleinen Parkplatz neben einer Schutzhütte, die aber anscheinend verschlossen ist. Von hier aus führt ein Skulpturenweg bergauf zurück zum Kloster. Für mich gibt es das zweite Frühstück aus Ziegenfrischkäse und Ziegenmilch und einen schönen Markknochen für Hilde.

    Stehen schon seit einer Stunde an einem Parkplatz in der Gegend von Einbeck. Hilde schläft und ich bin so erschöpft, dass ich gerne schlafen möchte, aber viel zu unruhig bin. Mit offener Tür lassen sich die Temperaturen aushalten.

    Wir durchqueren den Solling-Vogler und halten am Neuen Teich, der unter den Tannen hervorschaut. Südwestlich von Dassel liegt dieser historische Stausee, der 1737 für die Holzflößerei angelegt wurde.

    Ein Rundwanderweg führt von hier aus zum Lakenteich. Der Fluss Ilme entspringt unweit in dieser naturnahen Waldlandschaft.

    Bei Reinhardswald stehen zwei Stuten mit ihren Fohlen unter einer hohen Tanne. Als ich anhalte, laufen die Muttertiere immer so um ihr Fohlen herum, dass es hinter ihnen versteckt ist.

    In der Nähe von Hofgeismar halten wir seitlich der Straße, wo ein asphaltierter Weg in die Felder führt. Das ist durchaus für unsere Abendrunde geeignet, die heute besser klappt, was auch daran liegen mag, dass die Luft Hilde und mich so erschöpft.

    Bei offener Tür trocknet der Schweiß. Hilde hat aus ihrem Eimer den Knochen hervorgeholt, den sie erneut bearbeitet.

    Zum Abendessen stehen wir oben auf dem Dörnberg an einer Weide kräftigen, braunen Viehzeugs. Hier wollen wir nicht schlafen, aber ich schlemme den köstlichen, gelben, festen Ziegenkäse, von dem ich ein Kilo mitgenommen habe.
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    A TRIP INTO THE COUNTRYSIDE
    Day 3,641
    June 17, 2026
    Ehlen

    I really got the date mixed up yesterday—I had mentally shifted the story forward to September.

    But before I get there, I’m taking this trip; it complements the pilgrimage but is also meant to show how internal elements are gaining an outward direction.

    Yesterday was so full of special encounters that I went to bed far too late, and I’m waking up to the new day feeling correspondingly tired.

    We process a lot of things while we sleep, of course, but other matters bubble up and surface in our dreams. Even though I would have loved to stay in bed—my knees are aching—I have to bring the night to an end.

    The sun is already high in the sky and the air is completely still, yet the temperature inside the bus remains quite pleasant.

    A first lap around a wind turbine. Hilde gets her breakfast, and my water boils as we cover the next twenty or thirty kilometers to a small parking area near Holle.

    First stop around a wind turbine. Hilde gets her breakfast, and my water boils as we cover the next twenty or thirty kilometers to a small parking area near Holle.

    In Sottrum, I recall a cycling trip—complete with an overnight stay on the grounds—that I took with my six-year-old daughter a good thirty years ago.

    Lamspringe, with its historic old town and the monastery grounds situated next to a lovely garden full of greenery and light.

    On the border between Lamspringe and Gehrenrode, there is a small parking area next to a shelter, though it appears to be locked. A sculpture trail leads uphill from here, back toward the monastery. I have a second breakfast of fresh goat cheese and goat milk, while Hilde enjoys a nice marrow bone.

    We’ve been parked for an hour now in the Einbeck area. Hilde is asleep, and I am so exhausted that I’d love to sleep too, but I’m far too restless. With the door open, the temperature is bearable.

    We make our way through the Solling-Vogler region and stop at the *Neuer Teich* (New Pond), which peeks out from beneath the fir trees. This historic reservoir, created in 1737 for timber rafting, lies southwest of Dassel.

    A circular hiking trail leads from here to the *Lakenteich*. The Ilme River has its source nearby in this unspoiled woodland landscape.

    Near Reinhardswald, two mares and their foals are standing beneath a tall fir tree. Whenever I stop, the mothers move around their foals to keep them hidden behind their bodies.

    Near Hofgeismar, we pull over at the side of the road where a paved path leads out into the fields. It is a perfect spot for our evening walk—which goes much better today, perhaps because the fresh air leaves both Hilde and me so pleasantly exhausted.

    With the door open, the sweat dries on our skin. Hilde has retrieved the bone from her bucket and is working on it again.

    For dinner, we find ourselves up on the Dörnberg, parked beside a pasture filled with sturdy brown cattle. We don’t plan to spend the night here, but I feast on the delicious, firm, yellow goat cheese—a whole kilogram of which I brought along.
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