Herrhausen
Sep 14–15 in Germany ⋅ 🌧 17 °C
(English Version Below)
PILGERREISE INS LEBEN
Tag 3.727
14/09/2026
Herrhausen, Deutschland
Montag Abend kehrt Ruhe ein. Wir haben meinen Sohn an den Angelsee gebracht, einen ausgiebigen Spaziergang gemacht, von dem sich Hilde immer noch erholt, und stehen auf einem kleinen Parkplatz an der Wiese, hinter der sich die Sonne zum Abend hin verneigt.
Ich beginne meine Sachen zu ordnen, Tee zu kochen, Abendessen vorzubereiten, die Medikamente zu aktualisieren, die letzten Tagen an mir langsam vorbeilaufen zu lassen.
Wie schön es ist, lieben Menschen zu begegnen. Tobi und Melly von @wildnaturedesire, die auch schon Jahre in ihrem Kurzhauber die südlichen Strände Europas entlang flanieren. Jetzt für uns erreichbar nördlich von Hannover sich aufhalten, was sozusagen auf dem Weg liegt.
Es ist ja nicht so, dass wir uns einmal im Jahr sehen, aber trotzdem entsteht sofort dieses freundliche Gefühl von Nähe. Das habe ich auch, wenn ich @Dominice und ihrer Familie begegne, bei denen wir öfter zu Gast sind, und wo ich meine Fitline- Vorräte auffülle.
Mit dem Sohn hat sie einen leckeren Kuchen gebacken, wir essen gut zu Abend, und zum Frühstück teile ich meine leckeren Käsevorrate von Norwegen und Deutschland, von Ziegen und Schafen.
Morgens ein gemeinsamer Spaziergang mit Hilde in der aufgehenden Sonne, die fast am Ende vom Weg gerne umdrehen und sich ausruhen möchte.
Mittags treffe ich meinen Bestatter, mit dem ich mich zum Abschied auf eine Zeit in zwanzig, dreißig Jahren verabrede. Der Mensch muss weit denken lernen, die nahen Ereignisse kommen früh genug.
Fast im Gehen kommen wir miteinander ins Gespräch, und er erzählt von seinem abenteuerlichen Leben jenseits der Arbeit. Landschaftsgärtner hätte er auch werden können. Jetzt ist es sein Hobby, die Pläne entstehen im Kopf, die Ausführung liegt in seinen Händen.
Seine Erzählungen erinnern mich an die Illustrationen von M.C. Escher. "M.C. Escher (1898-1972) war ein niederländischer Künstler. Seine Bilder stecken voller optischer Täuschungen und faszinieren uns bis heute: Wasser, das bergauf fließt, Fußböden und Treppen, die nie enden."
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Im Garten meines Bestatters führt kein Weg in eine Sackgasse, sie greifen ineinander über, wechseln die Ebenen, ohne dass dies für den Spaziergänger auffällig ist. Die Farben seiner Blumen folgen einem System, auch die Anordnung ihrer Blüten.
Ich schenke ihm unseren ersten Band, er wird die Seiten in seiner fotografischen Art lesen, vielleicht wird es ein Gefühl von Leichtigkeit in ihm wecken können. Bin gespannt.
Ich habe letztens wieder in meiner Vergangenheit gesucht und ein Bild gefunden, das mich in Jahr 1966 als Fünfzehnjähriger im Schloss Braunfels zeigt, wo ich Führungen in Deutsch und Englisch durchgeführt habe.
"Von der Spitze eines Basaltkegels grüßt Schloss Braunfels seine Besucher schon von Weitem. Seit fast 800 Jahren im Familienbesitz ist das Schloss heute ein lebendiges Kulturdenkmal, reich an ganz besonderen Kunstschätzen und auch heute noch von der Familie bewohnt."
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PILGRIMAGE INTO LIFE
Day 3,727
September 14, 2026
Herrhausen, Germany
Monday evening brings a sense of calm. We took my son to the fishing lake, went for a long walk—one Hilde is still recovering from—and are now parked in a small lot beside a meadow where the sun is bowing low as evening approaches.
I begin organizing my things, brewing tea, preparing dinner, updating medications, and letting the events of the past few days slowly drift through my mind.
How wonderful it is to meet people one cares about. Tobi and Melly from @wildnaturedesire—who have spent years cruising the southern beaches of Europe in their vintage Kurzhauber truck—are currently staying just north of Hanover, right along our route.
It’s not as if we see each other only once a year, yet that friendly sense of closeness arises instantly. I feel the same way when I meet @Dominice and her family; we often stay with them, and that’s where I restock my supply of Fitline products.
She baked a delicious cake with my son; we enjoy a hearty dinner; and for breakfast, I share my tasty cheese stash from Norway and Germany—goat and sheep varieties.
In the morning, we take a walk together with Hilde in the rising sun—though, near the end of the path, she’s keen to turn back and rest.
At midday, I meet the funeral director—making an appointment, in a sense, for a farewell twenty or thirty years down the line. One must learn to think long-term; immediate events arrive soon enough.
We strike up a conversation almost as we’re parting ways, and he tells me about his adventurous life outside of work. He could have become a landscape gardener, too. Now, it’s his hobby; the plans take shape in his mind, and the execution lies in his own hands. His stories remind me of the illustrations by M.C. Escher. "M.C. Escher (1898–1972) was a Dutch artist. His images are filled with optical illusions and continue to fascinate us to this day: water flowing uphill, floors and staircases that never end."
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In my undertaker’s garden, no path leads to a dead end; they merge into one another and shift between levels without the walker even noticing. The colors of his flowers follow a system, as does the arrangement of their blossoms.
I am giving him our first volume; he will read the pages in his own photographic way—perhaps it will awaken a sense of lightness in him. I am curious to see.
I was recently looking back into my past and found a photo showing me as a fifteen-year-old at Braunfels Castle in 1966, where I used to conduct tours in German and English.
"Perched atop a basalt cone, Braunfels Castle greets visitors from afar. Held by the same family for nearly 800 years, the castle is today a living cultural monument—rich in exceptional art treasures and still inhabited by the family."
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