• Lara Neubert
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Quer durch Kanada

Pengembaraan terbuka oleh Lara Baca lagi
  • Ausflug nach Revelstoke

    12 Disember 2017, Kanada ⋅ ☁️ -1 °C

    Von meinem neuen zuhause in Canoe habe ich heute einen kleinen Ausflug in den Revelstoke Nationalpark unternommen. Leider wird es inzwischen schon um 15 Uhr dunkel und viele Parks und Aussichtspunkte sind wegen des Winterwetters und den schlechten Straßen gesperrt. Daher gab es nur ein paar wenige gute Bilder, abgesehen natürlich von der Fahrt hin und zurück, die hier in den Bergausläufern immer wunderschön und an sich schon eine Attraktion ist.Baca lagi

  • Winter in Golden

    22 Disember 2017, Kanada ⋅ ⛅ -14 °C

    Gestern habe ich den Greyhound ins 3 Stunden entfernte Golden in den Rockies genommen um in einer Gästelodge zu arbeiten. So war wenigstens der Plan.. ein schwerer Unfall hat genau vor uns den ganzen Highway für 8 Stunden vollgesperrt. Zum Glück konnte unser Fahrer noch drehen, so dass wir den Tag an einer Tankstelle verbringen und wenigstens Snacks hatten. Um Mitternacht bin ich mit 9 Stunden Verspätung schließlich in den abgelegenen Cabins angekommen.
    Heute haben wir gleich alle einen Tag frei gehabt und sind gemeinsam zum Emerald Lake gefahren und auf Schneeschuhen einmal drumrum gelaufen. Was für eine Landschaft.
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  • Wapta Falls

    28 Disember 2017, Kanada ⋅ ☁️ -15 °C

    Nachdem wir Weihnachten gemütlich und ohne Gäste mit reichlich gutem Essen verbracht haben, machen wir heute mal wieder einen Ausflug. Es sind ca. -15 Grad, aber selten windig und deshalb erstaunlich gut auszuhalten. Blauer Himmel und Sonnenschein tun ihr übriges für einen wirklich schönen Tag, an dem wir sogar ins Schwitzen kommen. Wir wollten nämlich zu den Wapta Falls in der Nähe und der 40 min lange Fußweg dahin ist bei dem ganzen Schnee und Eis deutlich schwieriger als man denkt. Ab und zu fallen kleine Lawinen von den Bäumen und wenn man Pech hat steht man grad darunter und kann sich erstmal ganz schnell alles aus dem Kragen schütteln. Das letzte Stück bergab zum Fuß des Wasserfalls rutschen wir fast aber der Anblick lohnt..Baca lagi

  • Sulphur Mountain

    4 Januari 2018, Kanada ⋅ ☀️ -13 °C

    Silvester war stressig. 4 Tage in Folge kamen Reisebusse, die alle Cabins gebucht hatten und für die wir Abends Lagerfeuer, Marshmallows und eine Nachteanderung anbieten. Es wurde also jedes Mal recht spät und wir mussten um 7 wieder aufstehen, Frühstück machen und dann alle Cabins sauber machen und für die nächste Gruppe am Nachmittag vorbereiten. Insbesondere Silvesterabend eskalierte ein wenig, da wir mit der Gruppe natürlich eine Party veranstaltet haben und dementsprechend ausgelassen getrunken wurde. 7 Uhr morgens kommt in so einem Fall besonders früh..
    Zur Belohnung haben wir jetzt 3 Tage am Stück frei und fahren nach Banff um auf den Sulphur Mountain zu stiefeln. 2300m können wirklich hoch sein wenn man zu Fuß in Serpentinen geht und sonst eher nicht so in den Bergen unterwegs ist. Ich habs aber überlebt, knapp.
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  • Lake Minnewanka

    4 Januari 2018, Kanada ⋅ 🌙 -8 °C

    Auf dem Rückweg vom Sulphur Mountain haben wir die Gondel genommen, zum Glück, meine Beine hätten auch sonst einfach gestreikt. Bevor es dunkel wird wollen wir noch zum Lake Minnewanka fahren, was eine super Idee war, denn auf dem Weg dahin treffen wir eine beeindruckende Herde Wapitis am Straßenrand und ein neugieriges Mufflon Schaf. Wie beenden den Ausflug in den Banff upper hotsprings, etwas touristisch aufgemachte, natürliche Quellen, die nach diesem anstrengenden Tag wahnsinnig gut tun.Baca lagi

  • Schafe, Kuhköpfe, Oldtimer

    27 Januari 2018, Kanada ⋅ ☀️ -17 °C

    Seit dem 15.1. arbeite ich auf einer kleinen Farm etwa 1,5 Stunden süd-östlich von Edmonton, auf der es ein paar Kühe und Kälber eine Menge Schafe und eine Schlachterei gibt. Mit dem Schlachten habe ich zum Glück wenig zu tun, außer das ich öfter mal Reste wie Wirbelsäulen, Rippen und Köpfe einsammeln und wegbringen muss. Was für mich tatsächlich auch reicht als Kontakt...
    Dafür habe ich um so mehr Spaß mit den Tieren, auch wenn das Füttern bei bis zu -36 Grad und steifer Brise nicht mehr ganz so lustig ist. Besonders die Schafe halten auf Trapp, ständig ist irgendwer krank oder ausgebrochen, Tore öffnen sich von Geisterhand und alle haben Spaß in Omas Garten oder sie versuchen einen umzuschupsen um 0,1 Sek. früher an den Inhalt des Futtereimers zu kommen als alle anderen.
    Diese Woche gab es noch einen kleinen Unfall beim Schlachten, als eine der Hydraulikleitungen geleckt und Feuer gefangen hat, zum Glück konnte das aber schnell gelöscht werden und niemand wurde ernsthaft verletzt.
    Ansonsten ist nicht allzuviel zu tun hier, gutes Essen, viel flaches Land, schnurgerade Straßen und Felder so weit das Auge reicht. Nur ein sehr spannendes Museeum gibt es in der Nähe über die Entwicklung der Gegend als Farmland, Oldtimer und der "Alberta aviation hall of fame".
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  • Hundeschlitten

    16 Februari 2018, Kanada ⋅ ☀️ -11 °C

    Charlotte ist mich wieder für ein paar Wochen besuchen gekommen und wir verbringen ein paar Tage in Calgary. Für heute haben wir ein Auto gemietet und sind 1,5 Stunden in die Rockies gefahren um eine Hundeschlittentour zu machen. Dafür fahren wir mit dem Firmenbus nochmal 30min in die Berge, wo uns ca. 50 Hunde lauthals begrüßen und schon sehnsüchtig darauf warten endlich angespannt zu werden. Wir dürfen beim anschirren helfen und dann geht unsere 1,5 stündige Tour los. Sobald wir losfahren sind plötzlich alle still und wir gleiten ziemlich schnell aber ganz leise durch den Wald. Unterwegs halten wir ein paarmal kurz an und je einer darf aussteigen und zum Guide nach hinten kommen und beim Lenken helfen. Auf der Mitte gibt es noch eine kleine Pause mit Keksen und heißer Schokolade an einem riesigen, zugefrorenen See. Am Ende bekommen wir noch Hundekuchen zum verteilen an die sehr kuschelbedürftigen Hunde bevor es zurück geht. Wirklich ein einmaliges Erlebnis das den Weg mehr als gelohnt hat.Baca lagi

  • Olds

    24 Februari 2018, Kanada ⋅ ⛅ -2 °C

    Charlotte und ich werden noch die nächsten 2 Wochen bei einer Familie in Olds verbringen und hauptsächlich im Haus arbeiten. Bisher ist das aufräumen, neu organisieren und sauber machen. Eher eintönig, aber das wirklich schöne Haus ist etwas zugestellt und diese Arbeiten sind wirklich nötig. Draußen liegt ohnehin zu viel Schnee um viel zu machen, dafür scheint aber fast jeden Tag die Sonne bei strahlend blauem Himmel. Die einzige Arbeit für die wir wirklich raus müssen ist Holzhacken, das hat noch keiner von uns wirklich oft gemacht, aber wir haben einen Heidenspaß dabei es auszuprobieren und werden am Ende richtig gut.
    Wir sind hier etwas isoliert ohne Auto, da alle tagsüber arbeiten oder in der Schule sind, da freuen wir uns, dass uns der Sohn am Wochenende mit zum Eishockey Spiel Olds vs. Canmore genommen hat. Eishockey ist in Kanada mit vielen Emotionen verbunden, da fliegen schonmal die Fetzen bzw. Zähne auf dem Eis...
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  • Curling

    9 Mac 2018, Kanada ⋅ ⛅ -4 °C

    Der wohl langweiligste Sport, den man sich angucken kann, ist wohl Curling. Dachte ich bisher. Naja angucken ist immernoch ziemlich langweilig, aber jetzt weiß ich, dass selber spielen deutlich mehr Spaß macht. Zum Abschluss nimmt der Sohn uns mit und führt uns in die Geheimnisse dieses, zugegeben garnicht so einfachen, Spiels ein. Als echter Kanadier brennt er natürlich dafür. Anfangs haben wir erhebliche Schwierigkeiten uns auf dem Eis zu halten bzw. auch noch fortzubewegen und nicht beim Abstoßen das Gleichgewicht zu verlieren und hilflos auf dem Bauch oder Hintern zu landen. Es wird aber besser und wenn man den Dreh mit dem Gleichgewicht und dem Voranschieben auf einem Bein erstmal kapiert hat ist es wirklich lustig...Baca lagi

  • Flames vs. Sharks

    16 Mac 2018, Kanada ⋅ ❄️ 0 °C

    Meine Eltern und meine Schwester sind mich besuchen gekommen und für die nächsten 2,5 Wochen sind wir auf einem Roadtrip durch die Rockies und Umgebung unterwegs. Heute, am ersten Abend, schauen wir uns aber erstmal ein Eishockey Spiel im Stadion hier in Calgary an. Es spielen die Calgary Flames gegen die San José Sharks. Leider sind die Flames ziemlich schlecht und langsam, weshalb nicht so richtig Spannung aufkommen will. Aber die Stimmung im Stadion ist trotzdem super und wir fühlen uns sehr kanadisch.Baca lagi

  • Banff, Lake Lousie

    19 Mac 2018, Kanada ⋅ ☀️ -2 °C

    Die ersten Stationen sind Canmore, Banff und natürlich Lake Louise. Wir wohnen am Emerald lake, wohl einer der schönsten Seen Kanadas. Wir schauen uns das berühmte Fairmont Hotel Banff Springs an, das einem Schottischen Castle nachempfunden ist und einen wahnsinns Ausblick bietet und bekommen sogar eine Führung. Und wenn man schon in den Rockies unterwegs ist, kommt man an Schlittenhunden kaum vorbei, dieses wirklich einmalige Erlebniss lassen wir uns natürlich auch nicht entgehen.Baca lagi

  • Icefields Parkway

    21 Mac 2018, Kanada ⋅ ☀️ -1 °C

    Die nächste Station ist Jasper, die kleine Schwester von Banff etwas weiter nördlich. Dorthin fürt von Banff aus nur eine Straße durch die Berge, der Icefield Parkway. So benannt wegen der Gletscher, Eisfelder und Berge an der sie vorbei führt und eine der beeindruckend schönsten Straßen der Welt. Hier fühlt man sich wirklich klein, hinter jeder Kurve ein neues Panorama und man kann sich kaum an den verschneiten Bergen und uralten Gletschern sattsehen. Als I-Tüpfelchen sehen wir gleich zu beginn der Fahrt zwei sonst sehr seltene und scheue Luchse neben der Straße in der Sonne sitzen. Selbst als wir 4m daneben anhalten und Fotos machen bleiben sie einfach ganz entspannt sitzen.Baca lagi

  • Jasper

    22 Mac 2018, Kanada ⋅ ☀️ 1 °C

    In Jasper angekommen fühlen wir uns gleich noch etwas wohler als in Banff. Jasper ist etwas kleiner und weniger touristisch, aber ebenso hübsch und malerisch gelegen. Da der Frühling sich schon zeigt, machen die Skiresorts langsam zu und die Wintertouren gehen dem Ende entgegen, wir können aber spontan noch einen "Canyon icewalk" im nahegelegenen Maligne Canyon buchen. Dabei geht es mit einem Guide in einen Canyon in dem normalerweise ein reißender Fluss fließt, jetzt ist er aber noch zugefroren und bietet einen wahnsinns Anblick. Auch wenn man sich kurz überwinden muss, auf dem Eisfluss umherzulaufen, ist das doch wirklich ein Erlebnis.Baca lagi

  • Elk Island Nationalpark

    25 Mac 2018, Kanada ⋅ ⛅ -1 °C

    Nächster Halt ist Edmonton, wo wir für 3 Tage ein kleines Häusschen gemietet haben. Edmonton ist nach Calgary die hässlichste Stadt in der ich je gewesen bin. Beton, Stahl, Glas, Wolkenkratzer und riesige Autos. Kaum etwas schönes oder grünes in der Stadt, die eben nur wegen der Öl und Gasfelder und der Nähe zu den Prärien gegründet wurde. Darum fahren wir lieber etwas außerhalb der Stadt in den Elk Island Nationalpark, in dem es eine Bisonherde und Elche geben soll. Die Bisons sehen wir erst von weitem beim Rausfahren aus dem Park, nach einigem Suchen begegnen wir aber gleich 3 Elchen! An einem wären wir beinahe vorbei gegangen, denn er lag ganz ruhig und bewegungslos 3m neben dem Weg auf dem wir unterwegs waren. Ein Stück weiter steht auch seine Mutter herum, beide bleiben aber ganz ruhig und wir können in Ruhe Fotos machen.Baca lagi

  • Drumheller

    26 Mac 2018, Kanada ⋅ ☀️ 0 °C

    Auf dem Weg von Edmonton haben wir noch für ein wahnsinns Abendessen bei meinen ehemaligen Hosts Rick und Marla angehalten, bevor wir uns nach Drumheller aufmachen. Die Landschaft dort ist eigentlich relativ eintönig, viel plattes Land und Steine, aber je näher wir kommen, desto mehr häufen sich plötzlich auftauchende kleine Schluchten und Hügel. Viel gibt es also nicht zu sehen, mit Ausnahme des Royal Tyrrell Museeum of Paleontology dem Museum zur riesigen Ausgrabungsstätte nahe Drumheller. Dort wurden Mengen an gut erhaltenen Dino Knochen und Fossilien gefunden und ausgestellt. Museen sind ja sonst oft nicht sooo spannend, aber dieses macht da eine kleine Ausnahme und man kann neben lebensgroßen Dino-Skeletten stehen.Baca lagi

  • Waterton lakes Nationalpark

    30 Mac 2018, Kanada ⋅ ☀️ -2 °C

    Die letzte Station unseres Roadtrips ist Waterton im gleichnamigen Nationalpark an der Grenze zu den USA. Und offenbar wenigstens Zweitwohnsitz des Winters, denn es erwarten uns komplett verbarrikadierte Häuser und Geschäfte, die kaum auszumachen sind unter den Schneemassen. Einige Häuser sind durch 1,5m hohe Schneewälle von der Straße getrennt, in die die Bewohner Stufen geschaufelt haben um überhaupt rein zu kommen. Im Winter ist das Dorf halb verlassen, die Bewohner ziehen in wärmere und schneeärmere Gebiete, was dem Ort einen verwunschen, mysteriösen Geisterstadt Charakter verleiht, der bei diesem Wetter wirklich magisch ist. zu unserem Glück braut sich auch noch ein Schneesturm zusammen, der uns in ein paar Stunden einen halben Meter Neuschnee bringt und die Stimmung komplett macht. In dieser Abgeschiedenheit lassen sich sogar noch ein paar Wölfe blicken, die auf dem zugefrorenen See Enten jagen.Baca lagi

  • Niagara Falls

    4 April 2018, Kanada ⋅ 🌬 3 °C

    Die Eltern sind wieder zu Hause und Lena und ich verbringen ein paar Tage in Toronto, bevor es erst auf eine Öko-Farm zum arbeiten und dann auf unseren Camper-Trip geht. Was natürlich unbedingt zu tun ist, wenn man in Toronto ist, ist ein Ausflug zu den Niagara Fällen. Die sind nicht weit und nach einigem sehr anstrengenden Hin und Her auf der Suche nach dem Touribüro entscheiden wir uns dazu selber ein Auto zu mieten und hinzufahren und den ganzen Bus-tour Stress zu umgehen. Und der Anblick ist wirklich beeindruckend. Leider haben wir uns für den Ausflug den stürmischsten Tag ausgesucht, der je im Frühling aufgezeichnet wurde, aber dafür sind auch keine Massen an Besuchern da. Der Wind ist so heftig, das man am Rand der Schlucht überzeugt ist es würde regnen, 20m weiter merkt man aber, dass es nur Gischt ist die herüber geweht wird.Baca lagi

  • Headwaters Farm - Babyziegen

    7 April 2018, Kanada ⋅ ⛅ 0 °C

    Die nächsten 2 Wochen werden wir auf einer Öko-Community Farm arbeiten, die Gemüse für die umliegenden Märkte anbaut und sehr viele Kurse und Veranstaltungen anbietet. Linda und Tony empfangen uns wahnsinnig herzlich und wir bekommen erstmal eine Tour, lernen Hunde, Pferde, Hühner und Ziegen kennen und packen aus. Da wir momentan die einzigen Helfer sind, haben wir ein kleines Haus für uns, die Familie lebt auf einem kleinen Hügel in einem riesigen, selbstgebauten öko-Haus. Gleich am ersten Abend sind wir alleine auf der Farm, die anderen sind bei Freunden, und weil wir vor dem ins Bett gehen noch einmal bei den Ziegen vorbei schauen wollen, werden wir Zeuge der ersten von 3 Geburten. Drei Baby Ziegen liegen im Stroh und mähen noch etwas unbeholfen. Zwei stehen nach einiger Zeit schon auf, doch das dritte ist kleiner und deutlich schwächer und wird uns noch einige Zeit in Atem halten. Als Linda und Tony zurück sind haben wir zwar alle in wärmende Handtücher gewickelt aber sicherheitshalber kommt das Sorgenkind doch mit in die Küche.Baca lagi

  • Sugar shack

    14 April 2018, Kanada ⋅ ❄️ -1 °C

    Das Wetter ist tatsächlich ziemlich wenig frühlingshaft und hält uns stattdessen mit einem Wechsel aus Eisregen, Schneesturm, blauem Himmel und Sonnenschein und wieder Eisregen in Atem. Der kleinen Ziege geht es etwas besser, er kann inzwischen auf eigenen Beinen stehen und fast mähen, muss aber mit der Flasche gefüttert werden, da seine Mutter ihn nicht mehr anerkennt. Dafür erfreut er uns alle als Ersatzmamis damit, dass er in der Küche unbeholfen hinter jedem hertrippelt um ja nichts zu verpassen und dabei natürlich am liebsten immer zwischen den Füßen herläuft. Tagsüber kommt er allerdings nach draußen in den Stall, zu seinen Geschwistern und inzwischen geborenen Cousins und Cousinen, damit sich alle aneinander gewöhnen und er jemanden zum spielen hat.
    Dank des Wetters können wir nicht all zu viel unternehmen, Linda kennt aber jemanden der jemanden kennt, der eine Ahornsirup Hütte hat. Den ruft sie kurzerhand an und verabredet für uns einen Schnuppertag, an dem wir in der Hütte helfen und etwas lernen dürfen. Dort sind noch drei andere deutsche Helfer, die uns die etwas komplizierten Maschinen erklären so werden wir in die hohe Kunst der Sirup-Brauerei eingeführt.
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  • Geburtstag im Camper

    23 April 2018, Kanada ⋅ ☁️ 10 °C

    Wir sind seit 2 Tagen in unserem Camper unterwegs und feiern heute Geburtstag am Strand. Leider einem sehr zugefrorenen und mit Eisschollen bedeckten Strand. Der Blizzard der letzte Woche soviel Schnee und Eisregen gebracht hat, hat in halb Ontario einen halben Meter Schnee hinterlassen und den Frühling um 3 Wochen verzögert, was uns jetzt erhebliche Probleme beschert. Eigentlich wollten wir nach Norden, in den Algonquin Nationalpark, aber auf halbem Weg mussten wir feststellen, das durch den Schnee keine Wege außerhalb der geräumten Straße begehbar sind und haben uns gestern entschieden die Route zu ändern und nach Westen an die Georgian Bay zu fahren. Nur sieht es hier leider nicht viel anders aus... es ist zwar warm und man kann problemlos im t-shirt rumlaufen und die Sonne genießen, aber die Campingplätze und Wanderwege sind entweder geschloßen oder völlig überflutet und unbegehbar. Die letzten Nächte haben wir auf irgendwelchen Parkplätzen geparkt und heute stehen wir auf einem zwar noch geschlossenen aber nicht abgeschlossenen Campingplatz der halbwegs befahrbar ist. Wenigstens die Aussicht ist hier nett und stören tut uns auch niemand. Wir sind gespannt wie sich das entwickelt...Baca lagi

  • Sudbury

    29 April 2018, Kanada ⋅ ☀️ 0 °C

    Bisher ist die Reise ein ziemliches Desaster. Alles ist begraben unter Schnee und Eis, alle Parks verbarrikadiert, die Wege unpassierbar, die Campingplätze öffnen mit 2-3 Wochen Verspätung oder stehen unter Wasser. Wir schlafen immernoch auf Parkplätzen, verlassenen Bootsanlagen oder abgelegenen Seitenstraßen in irgendwelchen Kleinstädten. Es gibt nichts zu tun und weil wir den Camper nicht auf Campingplätzen anschließen können geht uns langsam das Propan aus. Immerhin durften wir auf 2 Campingplätzen unterwegs unsere Dreckeassertanks entleeren und Wasser auffüllen, auch wenn wir nicht dort übernachten konnten. Die nächste Station sollte eigentlich das magische Manitoulin Island sein, aber heute haben wir den Campingplatz angerufen und erfahren das auf der ganzen Insel die nächsten 3 Wochen garnichts geöffnet sein wird. Alles wegen des Blizzards. Jetzt muss schnell ein Plan B her um die Laune und den Trip zu retten...Baca lagi

  • Algonquin

    1 Mei 2018, Kanada ⋅ ⛅ 18 °C

    Manitoulin Island ist also gestrichen, da das Wetter weiter südlich inzwischen wärmer ist hoffen wir, dass der Schnee dort weitgehend weg ist und machen uns wieder auf in den Algonquin Park. Wir müssen feststellen, dass der Schnee zwar nicht weg und die Seen auch nicht eisfrei sind, die Wanderwege und der Campingplatz aber trotzdem begehbar sind. Wir bleiben also für 3 Tage und haben unendliches Glück mit dem Wetter, 20 Grad und strahlender Sonnenschein während unserer ganzen Zeit. Das Blatt wendet sich also endlich und wir sehen sogar Bieber, Otter und Elche. Das Beste ist, das so früh in der Saison und wegen des Blizzards kaum Leute unterwegs sind, wir haben die Wege also fast für uns allein :)Baca lagi

  • Bon echo

    4 Mei 2018, Kanada ⋅ ⛅ 10 °C

    Nach drei wunderschönen Tagen an denen wir endlich mal raus und wandern konnten, fahren wir weiter nach süd-osten in den Bon echo park. Der ist zwar noch geschlossen, zu Fuß reingehen kann man aber und so haben wir den ganzen Park wieder für uns allein. Das besondere hier ist, dass die Spitze des Parks ein Art Meerenge in der Mitte eines riesigen Sees bildet. Während der Rest des Sees also einige hundert Meter breit ist, kann man an der schmalsten Stelle ans andere Ufer spucken und theoretisch auch leicht rübergehen. Der aufkommende Nebel und Nieselregen verleihen dem Ort heute etwas ziemlich magisches.Baca lagi

  • Murphys Point

    6 Mei 2018, Kanada ⋅ ⛅ 11 °C

    Wir nähern uns dem Ende unserer Reise, aber ein paar Parks liegen noch auf dem Weg. Bisher haben die sich als wirklich verlässliche Möglichkeit für uns erwiesen in ungestört zu übernachten, um diese Jahreszeit sind kaum Leute unterwegs und viele Parks sind etwas abgelegen, ohne nervige Anwohner in der Nähe. So auch Murphys Point, den man erst nach 30 min Schotter und winzigen Landstraßen erreicht. Hier ist absolut niemand außer Mücken und nach einer sehr ruhigen Nacht wollen wir am Morgen den Park erkunden. Es gibt hier eine alte Mine, die noch gut erhalten sein soll und ein wenig für Besucher aufbereitet ist, was wir uns natürlich nicht entgehen lassen wollen. Es nieselt den ganzen Tag immer wieder, was uns erneut ein bisschen zauberhafte und mysteriös gruselige Stimmung im Wald beschert die sich noch steigert, als wir in den Baumwipfeln kleine zusammengekugelte Lebewesen entdecken, die sich später als Stachelschweine herausstellen (wer hätte gedacht, das die auf Bäumen leben...).
    Als wir dann die Minenreste erreichen, sind wir zwar etwas durchnässt aber unserem Abenteurergeist kann das nichts anhaben und wir können von der verwunschenen Atmosphäre kaum genug bekommen.
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