Rome
March 9, 2024 in Italy ⋅ 🌧 15 °C
Geweckt wurden wir heute durch einen kräftigen Regenschauer. Regen war zwar angesagt, aber ich hatte immer noch die Hoffnung, dass wir doch keinen bekommen. Leider falsch gedacht. Nun gut, wir hatten für heute die Besichtigung der Katakomben von Callisto gebucht. Nach einem 30 minütigen Fußmarsch bei strömenden Regen zum Treffpunkt der Tour waren wir wegen des Wetters doch schon etwas deprimiert. Unsere Tour begann pünktlich, wir wurden von einem kleinen Bus abgeholt und der Fahrer hat uns mit vielen Worten die Sehenswürdigkeiten der Stadt erklärt, die wir auf dem Weg zu den Katakomben gesehen haben.
An den Katakomben angekommen sind wir unserem deutschsprachigen Guide in die Unterwelt gefolgt. Leider durften hier unten keine Fotos gemacht werden. Schade, denn die Tour war interessant und schaurig. Seit dem 3. Jahrhundert nach Christus wurden hier bis zu 500.000 Menschen bestattet. Für jede Leiche wurden in den Tuffstein kleine Nischen gehauen, um dann den Toten dort abzulegen und die Nische mit Ziegelsteinen oder Marmorplatten zu verschließen. Dadurch entstand ein Labyrinth von Gängen mit den Gräbern. Echt beeindruckend und gut, dass man es gesehen hat.
Nach dieser Tour ging es wieder zurück. Danach sind wir hinabgestiegen zum Forum Romanum, einem großen Ausgrabungsfeld von Tempelanlagen und darübergebauten Kirchen. Manch einer sagt bestimmt, es sind nur alte Steine, aber wir fanden es beeindruckend. Mit einer Videoanimation wurde einem auch gezeigt, wie es früher hier aussah. Das Wetter hielt sich jetzt auch, sogar Sonne kam raus. Danach ging es weiter zum Palladin, einem Ausgrabungsfeld von ehemaligen römischen Villen und Palästen. Hier war die Wohngegend der Kaiser und Senatoren. Rom wurde angeblich hier gegründet.
Nun waren wir wieder ganz schön fußlahm und wollten sitzen. Mit dem Hop-on Hop-off Bus sind wir bis fast zur Piazza Navona gefahren. Auf dem Weg durch enge Einkaufsgassen haben wir gesündigt und uns leckere Küchlein in einem Cafe schmecken lassen. An der Piazza angekommen sind wir in ein Lokal eingekehrt und haben uns bei einem Getränk das Treiben auf der Piazza angeschaut. Das Leben kann schön sein! Nach der kleinen Stärkung ging es in die gegenüberliegende Kirche Sant'Agnese in Agone. Heute haben wir gelernt, dass Rom 987 Kirchen hat, wir haben nun schon 13 besucht, vielleicht auch 15. Wir haben die Übersicht verloren, jede Kirche ist so prächtig, dass man es gar nicht mehr erfassen kann.
Nun waren es zu unserem Hotel noch knapp 40 min Fußmarsch durch die Stadt. Dank Handynavigation ist es kein Problem den Weg zu finden. Vorbei ging es entlang von kleinen und großen Straßen und unzähligen interessanten Geschäften und Restaurants in Richtung Hotel. Überall war Leben auf den Straßen und den Märkten. Rom ist zum Shoppen ein idealer Ausgangspunkt. Vieles findet man so nicht in Berlin.
Vorbei gekommen sind wir auch am ehemaligen Pompeiustheater am Largo di Torre Argentina. Hier wurde 44 vor Christus Kaiser Caesar ermordet. Überliefert sind dabei die letzten Worte von ihm: „Auch Du, mein Sohn Brutus“.
Nach nun fast 24.000 Schritten (Gritti hatte mehr…) sind wir müde und voller Input am Hotel angekommen.Read more























