• Urenkopf

    May 2 in Germany ⋅ ☁️ 26 °C

    Das Wetter sollte heute sehr schön werden, wir haben auch gut geschlafen und dann noch gut gefrühstückt, so dass wir uns einen Rundwanderweg um Haslach ausgesucht hatten. Es sollte zum Aussichtsturm auf dem Urenkopf (558 m) gehen, auf dem ein 33 m hoher Turm errichtet wurde, von dem man eine 360-Grad Aussicht haben sollte. Der Name wird wirklich so geschrieben und bedeutet so viel wie Murenwald, sumpfiger, mooriger Wald!
    Zuerst wollten wir aber zur Touristeninformation in der Altstadt von Haslach laufen. Vorbei an sehr gepflegten Häusern und Vorgärten sind wir in der Altstadt in das Markttreiben eingetaucht. Überall an den Ständen gab es was Leckeres und Nützliches.
    Und die Altstadt war mit seinen vielen Fachwerkhäusern sehr schön anzuschauen. An der Touristeninformation, die sich im ehemaligen Kloster befand, haben sich die Mädels die Braut für eine gleich stattfindende Trauung angeschaut. Bei dem Kleid waren sie glücklich. 🙂
    Nach vielen Tipps, was man in der Umgebung unternehmen kann, sind wir durch die Stadt zum Startpunkt der Wanderung gelaufen. An einem Grundstück habe ich einen Mann angesprochen, der gerade seine Hecke verschnitten hat. Ich bin mit ihm ins Gespräch gekommen was man sich so alles noch anschauen sollte. Wenn wir das alles schaffen wollen, dann müssten wir 4 Wochen hier bleiben. Ich hätte nichts dagegen, schon weil alles sehr gepflegt aussieht. Ein starker Kontrast zum mittlerweile dreckigen Berlin.

    Die Sonne schien nun schon kräftig, es waren 26 Grad, so dass wir über den kühlen Wald froh waren, den wir nun erreichten. Es ging dann aber steil bergauf, und wir mussten alle mächtig schnaufen. Vorbei an 14 Stationen aus der Geschichte von Jesus und seiner Kreuzigung, erreichen wir den Heiligen Brunnen mit der kleinen Rudolfuskapelle. Diese war hübsch anzuschauen und passte perfekt an diesen Platz.

    Neben der Kapelle befand sich auch eine kleine Lourdes-Grotte. In dieser stellen die Haslacher Kinder kleine Holzkreuze auf, wenn sie sich ein Brüderchen oder Schwesterchen wünschen. Daher wird der Heilige Brunnen auch manchmal „Kindles-Brunnen“ genannt.

    Nach kurzer Rast ging es weiter bergab, nächste Station sollte die Sandhasenhütte sein, von der man einen guten Ausblick auf Haslach haben sollte. Kurz vorher sind wir aber vom rechten Weg abgekommen, so dass wir die mühevoll erklommenen Höhenmeter wieder absteigen mussten. Irgendwann haben wir die Hütte erreicht und die Aussicht war wirklich schön. Nun hieß es die letzten Meter bis zum Urenkopf zu schaffen. Denn hier wollten wir auch Picknick machen. Schließlich hatten wir Hunger. Gritti hatte was Leckeres vorbereitet und uns hat es geschmeckt. Unser Picknick-Tisch war direkt neben dem Aussichtsturm, auf den wir noch hochsteigen wollten. Schwiegermutter wollte erst nicht, aber ich konnte sie überzeugen und hat dann die 183 Stufen bis zur Aussichtsplattform geschafft. Und man hatte hier einen fantastischen Ausblick über den Schwarzwald. Man konnte auch die Vogesen in Frankreich erkennen.
    Schwiegermutter war nach dem Abstieg stolz wie Bolle, dass sie sich getraut hatte. Toll!

    Weiter ging es jetzt nur noch bergab. Ich wollte noch zur Teufelskanzel, von der man einen schönen Blick auf Fischerbach, den Nachbarort von Haslach haben sollte. Die letzten Meter zur Kanzel bin ich allerdings allein aufgestiegen, die Mädels waren schon etwas abgekämpft. Ständig wurde nach Eis oder einem Pony gefragt. 😉
    Nachdem ich sie wieder eingeholt hatte, ging es in der Nachmittag-Hitze durch Haslach in Richtung unseres Hotels. In der Altstadt angekommen, haben wir uns an die Eisdiele von heute Morgen erinnert. Also rein und ein Eis bestellt. Das tat gut, Eis geht immer!

    Die letzten 30 Minuten haben wir dann auch noch geschafft. Nun wollten wir nur noch in den Pool und in die Sauna, um unsere Knochen zu entspannen. Mit einem leckeren Cocktail haben wir es uns auf der Liegewiese bequem gemacht und den Tag ausklingen lassen. Uns ging es jetzt gut. 👍
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