Lange Fahrt in den Süden
May 1 in Germany ⋅ ☀️ 24 °C
Es gibt einige Gegenden in Deutschland, die wir noch nicht gesehen haben. Und dazu zählt der Schwarzwald. Also hatten wir diesen für unseren ersten Urlaub in 2026 geplant. Gemeinsam mit Schwiegermutter und ihrem Auto haben wir die knapp 810 km staufrei ins kleine Fachwerkstädtchen Haslach abgespult. Gegen 18 Uhr sind wir angekommen und das Hotel Blume machte einen ersten sehr guten Eindruck. Bei strahlendem Sonnenschein 🌞 und 27 Grad war sowieso alles top.
Nachdem wir unsere Zimmer bezogen hatten, wollten wir uns die Beine vertreten. Schließlich haben wir die meiste Zeit gesessen. Vom Hotel haben wir auf einer Anhöhe einen Aussichtspunkt entdeckt, wo einige Leute zu sehen waren.
Also sind wir bergan gestiegen, vorbei an sehr gepflegten Häusern und Gehöften. Oben angekommen, entpuppte es sich als halbprivate Veranstaltung. Bei Disco-/Techno-Klängen und dem Ausschank von Cider, einem Apfelwein, konnte man die Aussicht genießen und einfach auf der Wiese sitzend dem Treiben der meist jungen Leute zuschauen.
War eine nette 1. Mai - Party.
Mit untergehender Sonne sind wir dann wieder abgestiegen. Irgendwie waren wir dann doch müde…Read more
Urenkopf
May 2 in Germany ⋅ ☁️ 26 °C
Das Wetter sollte heute sehr schön werden, wir haben auch gut geschlafen und dann noch gut gefrühstückt, so dass wir uns einen Rundwanderweg um Haslach ausgesucht hatten. Es sollte zum Aussichtsturm auf dem Urenkopf (558 m) gehen, auf dem ein 33 m hoher Turm errichtet wurde, von dem man eine 360-Grad Aussicht haben sollte. Der Name wird wirklich so geschrieben und bedeutet so viel wie Murenwald, sumpfiger, mooriger Wald!
Zuerst wollten wir aber zur Touristeninformation in der Altstadt von Haslach laufen. Vorbei an sehr gepflegten Häusern und Vorgärten sind wir in der Altstadt in das Markttreiben eingetaucht. Überall an den Ständen gab es was Leckeres und Nützliches.
Und die Altstadt war mit seinen vielen Fachwerkhäusern sehr schön anzuschauen. An der Touristeninformation, die sich im ehemaligen Kloster befand, haben sich die Mädels die Braut für eine gleich stattfindende Trauung angeschaut. Bei dem Kleid waren sie glücklich. 🙂
Nach vielen Tipps, was man in der Umgebung unternehmen kann, sind wir durch die Stadt zum Startpunkt der Wanderung gelaufen. An einem Grundstück habe ich einen Mann angesprochen, der gerade seine Hecke verschnitten hat. Ich bin mit ihm ins Gespräch gekommen was man sich so alles noch anschauen sollte. Wenn wir das alles schaffen wollen, dann müssten wir 4 Wochen hier bleiben. Ich hätte nichts dagegen, schon weil alles sehr gepflegt aussieht. Ein starker Kontrast zum mittlerweile dreckigen Berlin.
Die Sonne schien nun schon kräftig, es waren 26 Grad, so dass wir über den kühlen Wald froh waren, den wir nun erreichten. Es ging dann aber steil bergauf, und wir mussten alle mächtig schnaufen. Vorbei an 14 Stationen aus der Geschichte von Jesus und seiner Kreuzigung, erreichen wir den Heiligen Brunnen mit der kleinen Rudolfuskapelle. Diese war hübsch anzuschauen und passte perfekt an diesen Platz.
Neben der Kapelle befand sich auch eine kleine Lourdes-Grotte. In dieser stellen die Haslacher Kinder kleine Holzkreuze auf, wenn sie sich ein Brüderchen oder Schwesterchen wünschen. Daher wird der Heilige Brunnen auch manchmal „Kindles-Brunnen“ genannt.
Nach kurzer Rast ging es weiter bergab, nächste Station sollte die Sandhasenhütte sein, von der man einen guten Ausblick auf Haslach haben sollte. Kurz vorher sind wir aber vom rechten Weg abgekommen, so dass wir die mühevoll erklommenen Höhenmeter wieder absteigen mussten. Irgendwann haben wir die Hütte erreicht und die Aussicht war wirklich schön. Nun hieß es die letzten Meter bis zum Urenkopf zu schaffen. Denn hier wollten wir auch Picknick machen. Schließlich hatten wir Hunger. Gritti hatte was Leckeres vorbereitet und uns hat es geschmeckt. Unser Picknick-Tisch war direkt neben dem Aussichtsturm, auf den wir noch hochsteigen wollten. Schwiegermutter wollte erst nicht, aber ich konnte sie überzeugen und hat dann die 183 Stufen bis zur Aussichtsplattform geschafft. Und man hatte hier einen fantastischen Ausblick über den Schwarzwald. Man konnte auch die Vogesen in Frankreich erkennen.
Schwiegermutter war nach dem Abstieg stolz wie Bolle, dass sie sich getraut hatte. Toll!
Weiter ging es jetzt nur noch bergab. Ich wollte noch zur Teufelskanzel, von der man einen schönen Blick auf Fischerbach, den Nachbarort von Haslach haben sollte. Die letzten Meter zur Kanzel bin ich allerdings allein aufgestiegen, die Mädels waren schon etwas abgekämpft. Ständig wurde nach Eis oder einem Pony gefragt. 😉
Nachdem ich sie wieder eingeholt hatte, ging es in der Nachmittag-Hitze durch Haslach in Richtung unseres Hotels. In der Altstadt angekommen, haben wir uns an die Eisdiele von heute Morgen erinnert. Also rein und ein Eis bestellt. Das tat gut, Eis geht immer!
Die letzten 30 Minuten haben wir dann auch noch geschafft. Nun wollten wir nur noch in den Pool und in die Sauna, um unsere Knochen zu entspannen. Mit einem leckeren Cocktail haben wir es uns auf der Liegewiese bequem gemacht und den Tag ausklingen lassen. Uns ging es jetzt gut. 👍Read more
Triberger Wasserfall
May 3 in Germany ⋅ ☁️ 18 °C
Auch heute sollte das Wetter wieder schön werden, auch wenn es nicht so sonnig werden sollte wie die vergangenen Tage.
Also ein guter Grund zum Triberger Wasserfall zu fahren. Mit der Gästekarte unseres Hotels konnten wir Bus und Bahn kostenlos benutzen, so dass wir uns entschlossen haben mit der Schwarzwaldbahn (also dem RE 2 der DB) dorthin zu fahren.
Die knapp 1,5 km bis zum Bahnhof Haslach sind wir in 20 min gelaufen. Dort hatten wir 15 min mehr Zeit, weil der Zug Verspätung hatte. Bis Triberg sollte die Fahrt knapp 30 min dauern und durch die Täler des mittleren Schwarzwalds führen. Der Zug schlängelte sich durch die schöne Landschaft mit 14 Tunneln.
In Triberg angekommen sind wir den Wegweisern zum Wasserfall gefolgt. Der Weg führte durch die Stadt zum anderen Ende. Die Straße machte auf uns keinen guten Eindruck, sie war etwas runtergekommen. Viele leere Geschäfte, aber jede Menge Dönerläden und ab und zu eine Shisha-Bar verstärkten den Eindruck. Am Rathaus wurde es schon besser, ein paar Meter weiter war auch der Eingang zum Wasserfall. Vorher stoppten wir an einem Geschäft, welches damit warb, dass es 1.000 Kuckucks-Uhren haben sollte.
Es waren schon ganz schön prächtige Uhren zu sehen - mit dem entsprechenden Preis.
Den Wasserfall konnte man nur mit Eintritt erreichen. Hier merkten wir schon den touristischen Charakter. Na gut, es war Sonntag und somit ein Ausflugsziel für Familien. Auch jede Menge ausländische Touristen waren zu hören. Es war jedenfalls voll und entsprechend laut.
Die Triberger Wasserfälle gehören mit ihren insgesamt 163 Metern Fallhöhe zu den höchsten und bekanntesten Wasserfällen Deutschlands.
Wir sind einen befestigten schlängeligen Weg aufgestiegen. Der Wasserfall wurde von mehreren Brücken gequert, von denen man eine gute Sicht auf die Kaskaden hatte. Ich bin bis nach ganz oben gestiegen, die Mädels wollten es gemütlicher angehen und haben weiter unten auf mich gewartet.
Danach ging es einen anderen Weg zurück zum Ort, dabei sind wir bei einer Kirche mit Namen „Maria in der Tanne“ vorbeigekommen. Wieder sehr prächtig, wie bei den meisten katholischen Kirchen.
Zurück im Ort wollten wir uns ein Stück Schwarzwälder Torte gönnen, für jeden natürlich. Auf einer Sonnenterrasse eines Lokals, welches strategisch günstig direkt am Eingang zum Wasserfall lag, haben wir uns das sündige Backwerk schmecken lassen.
Danach hatten wir keine Lust die gleiche, nicht schöne Straße zum Bahnhof zurückzulaufen und haben kurzerhand den Bus genommen. Mit der schwarzwaldbahn ging es dann wieder zurück nach Haslach. Da wir noch Zeit hatten, sind wir zum ehemaligen Kloster in der Altstadt gelaufen, weil wir uns das Schwarzwaldmuseum anschauen wollten. Mit unserer Gästekarte war der Eintritt frei. Die Ausstellung war in den Räumen des Klosters, vor allem in den ehemaligen Wohnräumen der Mönche untergebracht und war sehr schön angelegt. Ich musste wegen der niedrigen Deckenhöhe ab und zu den Kopf einziehen, für die Mädels war das kein Problem. Exponate waren vor allem die Trachten der Schwarzwaldgegend und da gab es schon einige lustige Exemplare. Übergroße Schleifen auf dem Kopf der Damen, die aussahen, wie Propeller. Nun ja! War halt damals so.
Übrigens: die Hüte mit roten Bollen für die Damen waren der Hinweis, dass die Trägerin noch nicht verheiratet war. Denn ansonsten waren sie schwarz- nach der Heirat hatte sie Trauer…
Nach knapp einer Stunde waren wir durch und haben im angrenzenden, auch wieder sehr gepflegtem Park, unser Picknick gemacht, um den 1,5 km langen Rückweg zum Hotel zu schaffen.
Dort haben wir es uns im Wellnessbereich gut gehen lassen.Read more
Feldberg und St. Blasien
May 4 in Germany ⋅ ☁️ 14 °C
Vor vielen Jahren hatte ich mal ein TV-Bericht über den Dom in St. Blasien im Schwarzwald gesehen und deshalb stand er auf meiner Wunschliste für diesen Urlaub. Also wollten wir dies heute machen und sind die 1:45 Stunden Fahrzeit in den Hochschwarzwald gefahren. Vorher wollten wir uns noch den Titisee und den größeren Schluchsee anschauen, welche auf dem Weg lagen.
Los ging es eine kurvenreiche Strecke zuerst nach Triberg, wo wir dann weiter über enge und kurvenreiche Strecken über Furtwangen zum Titisee gefahren sind. Ich weiß nicht, was ich vom Titisee erwartet habe, aber umgehauen hat er mich nicht. Davon abgesehen sind wir gar nicht richtig rangekommen, weil der Zugang für Auto stark eingeschränkt war. Na gut, wenigstens konnten wir einen flüchtigen Blick von der am See vorbeiführenden Hochstraße erhaschen.
Auf dem Weg zum Schluchsee haben wir den Feldberg entdeckt, welcher der höchste Berg des Schwarzwaldes ist. Auch konnte wir aus der Ferne Schneefelder sehen. Ich habe dann mal spontan in die Runde geworfen, dass es doch eine gute Idee wäre den Gipfel zu erklimmen. Positiv aufgenommen wurde, dass es eine Seilbahn gab. Also kurz abgebogen und wegen einer Umleitung auf der Hauptstraße ging es auf sehr schmalen Straßen über kleine Orte mit lustigen Namen, wie Auha und Altglashütten in Richtung Feldberg-Talstation gefahren. Schwiegermama hat auf der Rückbank währenddessen Stoßgebete von sich gegeben und die Augen zugemacht.
An der Talstation angekommen, ging es gleich bergauf. Heute war wenig los, nicht viele Wanderer unterwegs. Das Wetter war noch gut, so dass der Gipfel nicht in den Wolken lag. Oben angekommen, haben wir gesehen, dass wir gar nicht auf dem Hauptgipfel angekommen waren. Trotzdem wurde er von einem Turm geziert, den wir besteigen konnten. 174 Stufen oder Fahrstuhl. Der Hauptgipfel mit Sendemast und Wetterstation war in 1,8 km Entfernung zu sehen. Meine Mädels hatten nicht so viel Motivation dorthin zu laufen, auch ging es noch ein wenig bergauf. Also bin ich alleine losgezogen, in knapp einer Stunde sollte das zu schaffen sein. Für Hin- und Rückweg! Um die Zeit einzuhalten musste ich ein höheres Tempo einlegen, was meinen Puls bis 160 getrieben hat.
Aber ich war oben, und das zählt.
Meine Mädels haben mir nach der Rückkehr schon vom Turm zugewunken. Rapunzel hätte jetzt ihr Haar hinabgeworfen. Aber ich war ja auch kein Prinz. 😔
Vom Turm konnte man die schneebedeckten Berge der Schweizer Alpen sehen. Und nachdem wir uns noch die kleine Ausstellung über Schwarzwälder Schinken angeschaut hatten, ging es treppab. Mit der Seilbahn 🚠 ging es dann nach einem kurzen Picknick wieder bergab.
Nun sind wir weiter zum Schluchsee, der deutlich größer und von einer Staumauer aus den 30er Jahren begrenzt war. Der Stausee litt unter Wassermangel, man konnte es am niedrigen Wasserstand erkennen. Auch lagen viele Boote auf dem Trockenen. Wir wollten über die Staumauer laufen, aber das Brackwasser an der Staumauer hat so schlimm nach Fisch gestunken, dass wir das Vorhaben haben sein lassen.
Nach diesem kurzen Stopp ging es weiter nach St. Blasien.
Bei der Einfahrt in den Ort konnten wir schon die mächtige Kuppel des Doms erkennen, welche zu den größten in Europa zählt. Nun hofften wir, dass wir ihn auch besichtigen konnten. Und ja, wir durften rein. Ganz anders als erwartet präsentierte er seine Größe. Überrascht waren wir von der Helligkeit im Innern. Kirchen sind ja meistens dunkel. Es hat sich gelohnt hierher zu fahren.
Danach haben wir in einem gegenüberliegenden Cafè den Zuckerspiegel wieder etwas angehoben.
Da wir uns heute zu wenig bewegt hatten und ich an einem Hügelvorsprung gegenüber des Doms ein Gipfelkreuz entdeckt hatte, habe ich den Vorschlag gemacht dorthin hochzuwandern. Von dort hätte man bestimmt einen guten Blick auf den Dom. Vom Parkplatz waren es nur knapp 15 min Gehzeit und man hatte von dort wirklich einen sehr schönen Blick auf St. Blasien und den Dom. Natürlich musste ich auch meine Drohne fliegen lassen…
Nach dem Ausguck ging es wieder abwärts und da es anfing zu regnen, wurden die Schritte immer schneller.
Nach diesen vielen schönen Eindrücken waren wir müde und wollten nur noch ins Hotel zurück. Kurz vor 19 Uhr sind wir an der größten Kuckucksuhr des Schwarzwaldes vorbeigefahren. Und das wollte wir noch mitnehmen. Trotz Regen haben auf den Kuckuck gewartet, der dann tatsächlich mit tiefer Stimme seine 7 Rufe abgegeben hat. Zum Schreien komisch!
Gegen 19:30 Uhr waren wir dann wieder im Hotel.Read more
Ortenberg, Offenburg und Frankreich
May 5 in France ⋅ ☁️ 16 °C
Für heute war Regen 🌧️ angesagt und somit mussten wir uns Ziele aussuchen, wo wir zumindest zum Teil irgendwo innen waren. Also war die Besichtigung eines Schlosses/Burg angesagt. In der Nähe befand sich das Schloss Ortenberg, welches wir uns anschauen wollten. Bei Regen sind wir losgefahren und bei Sonne angekommen. Was zur Folge hatte, dass wir ein dampfiges Klima hatten, uns lief der Schweiß. 😰
Am Burgportal war ein Schild angebracht, dass sich hier eine Jugendherberge befand und die Besichtigung nicht möglich war. Na toll! Ich habe dann trotzdem die im Internet zu findende Telefonnummer angerufen und siehe da, man konnte einen Teil des Schlosses doch besichtigen. Zumindest den Turm und Rosengarten. War auch ok, es regnete ja gerade nicht.
Der Aufstieg zum höchsten Punkt des Schlosses ging über eine enge Wendeltreppe steil nach oben. Schon von der Zwischenebene hatte man einen schönen Ausblick auf die Landschaft. Ganz oben dann einen 360 Grad-Blick auf die Weinberge im Osten und die Ortschaften in den anderen Richtungen. Man konnte auch das Münster in Strasbourg erkennen. Auch hier habe ich meine Drohne fliegen lassen, um ein Foto von uns Drei auf dem Turm zu schießen.
Nach dieser Besichtigung sind wir ins 15 km entfernte Offenburg gefahren. Die Stadt hatten wir als Schlechtwettervariante ausgesucht. Dann hätten die Mädels shoppen gehen können. In Offenburg konnten wir direkt im Zentrum in der Tiefgarage parken. Erste Station war die Touristeninformation. Mit einem Stadtplan und einer Broschüre bewaffnet haben wir einen Großteil der Attraktionen abgelaufen, während ich zu den einem oder anderen etwas aus der Broschüre vorlesen konnte. Leider fing es nun wieder an zu regnen, so dass wir uns entschlossen haben etwas zu Mittags zu essen. In der Brasserie Engel (https://brasserieengel.de) haben wir uns was Leckeres bestellten von unseren Tischnachbarn erfahren, dass hier auch Altkanzler Gerhard Schröder gegessen hat.
Nach dieser Stärkung ging es weiter durch das Zentrum der Stadt. Kurzer Blick in die Heilig-Kreuz-Kirche und wir waren fertig mit der Stadtbesichtigung.
Jetzt die Frage was mit dem restlichen Tag anfangen. Denn auf Shopping hatten die Mädels dann doch nicht recht Lust. Wollen wir an den Rhein fahren und nach Frankreich rüber schauen? Strasbourg war auch nicht weit. Diese Option haben wir abgewählt, dafür war es doch schon zu spät, obwohl es uns gereizt hätte. Also dann nur zum Rhein. Dort angekommen und nach einem kurzen Blick auf die Navigations-App im Handy haben wir uns entschlossen auf französischer Seite den Rhein entlang zu fahren, ohne zu wissen, dass wir ihn auf der Fahrt wegen des Deichs kaum zu sehen bekommen. Vorbei am französisch (!) klingenden Dorf Plobsheim habe ich einen Wegweiser zur Kapelle Notre Dame entdeckt. Wenn ich in Frankreich 🇫🇷 bin, dann möchte ich gerne Notre Dame sehen 😉. Die kleine Kapelle war schlicht eingerichtet. Das Ehepaar, welches gerade die Blumenrabatte gepflegt hat habe ich mit „Bonjour“ begrüßt. Mein Französisch war damit allerdings erschöpft.
Weiter ging es dann in Richtung Süden. Schwiegermutter wurde immer stiller, ihr war es nicht geheuer. Und dann noch die Erwartung mit einer Autofähre über den Rhein überzusetzen. In Rhinau gab es nämlich eine Fähre ⛴️ über den Rhein. Ratz - fatz auf die Fähre aufgefahren und schon legte sie ab. Und die Überfahrt ging auch sehr schnell. In Deutschland angekommen, wurden noch ein paar Fotos vom Rhein gemacht, bevor es weiter ging.
An der nächsten Tankstelle wurden 101 € beim Tankwart gelassen.
Kurz danach kamen wir durch das Städtchen Ettenheim, welches mit barocker Altstadt angepriesen wurde. Bei einem flüchtigen Blick während der Durchfahrt in eine der Straßen haben wir uns entschlossen hier noch mal einen Stopp einzulegen. Hat sich gelohnt. Ein sehr schönes Städtchen mit mittelalterlichen Stadtkern. Der Rückweg zum Parkplatz durch enge Gässchen war schon spannend. Wir mussten uns auch beeilen, da am Himmel dunkle Wolken aufzogen. Gerade noch ins Auto geschafft, fing es auch an zu regnen.
Die Rückfahrt im strömenden Regen ging über und durch den Schwarzwald mit vielen scharfen Kurven.
Im Hotel angekommen bin ich dann noch ein paar Bahnen schwimmen gegangen, während es regnete. Egal, naß war ich ja sowieso…Read more
Silber
May 6 in Germany ⋅ ☁️ 16 °C
Wegen des angesagten Dauerregens haben wir uns am Vortag bei der Touristeninformation für eine Führung im ehemaligen Silberbergwerk „Segen Gottes“ in Haslach angemeldet. Dieses befand sich nur ein paar Fußminuten hinter unserem Hotel. Zu 11:30 Uhr hatten wir einen Termin gebucht und sind die paar Meter aufgestiegen.
Nach der Einkleidung mit Gummistiefeln und -Jacke, sowie Helm ging es unserem Guide, einem älteren Herrn, hinterher. Gelernt haben wir, dass hier häufig Granit und Gneis vorkommt, letzteres härter als Granit ist und für Schotter bei der Eisenbahn genutzt wird.
Zuerst ging es einen langen, schmalen und feuchten Gang in den Berg rein. Wozu wir Helme gebraucht haben wurde schnell klar, denn wegen der niedrigen Deckenhöhe habe ich mich andauernd gestoßen. Nach den etwas langatmigen Erklärungen unseres Guides ging es anschließend steile Treppen und Wege weiter in den Berg rein. Silber haben wir leider keines gesehen. 🤷🏻♂️ Der letzte Bergmann hat den Stollen schon vor über 250 Jahren verlassen, weil man wahrscheinlich nichts mehr gefunden hat.
Beim Rundgang konnte man erahnen, wie schwer die Arbeit damals war. Ich durfte mit Hammer und Schlegel auch selbst Hand an den Felsen anlegen. Puh, und das den ganzen Tag durchhalten. Nicht auszudenken!
Nach knapp 2 Stunden waren wir mit der Bergführung fertig, die Kälte und Feuchtigkeit ist dann auch schon in die Knochen gekrochen, so dass wir froh waren endlich wieder Tageslicht zu sehen.
Das Bergwerk war mal ganz anders, als bisher Gesehene. Es hat sich jedenfalls gelohnt. Nur der Guide war nicht der Brüller!
Den Rest des Tages haben wir wegen des Regens im Hotel im Wellness-Bereich zugebracht.
Vorher bin ich mit Gritti zu Fuß und mit Schirm bewaffnet nochmal in den Stadtkern von Haslach gelaufen, um uns in einem Café verwöhnen zu lassen. Außerdem war unser Schrittekonto war noch nicht erfüllt…Read more
Villingen-Schwenningen
May 7 in Germany ⋅ ☁️ 11 °C
Die ganze Nacht hatte es geregnet und beim morgendlichen Blick aus dem Fenster dampften die Wolken über dem Schwarzwald.
Wegen des Wetters war heute die Besichtigung des Freilichtmuseums in Gutach geplant (https://www.vogtsbauernhof.de) und anschließend eine Wanderung zur Burg Hornberg.
Wir wollten alles mit der Bahn fahren, also blieb das Auto heute stehen. Kurz nach 10 Uhr sind wir nach einer kurzen Wanderung am Bahnhof in Haslach angekommen, um dann mitzubekommen, dass der Zug 15 min Verspätung hatte. Ok, wir haben ja Urlaub. Aussteigen wollten wir in Gutach, wo das Freilichtmuseum war. Leider haben wir nicht mitbekommen, dass ausgerechnet diese Linie dort nicht hält. Hä, wieso denn das? Also sind wir bis Hornberg durchgefahren. Wir sind ausgestiegen und waren uns trotzdem nicht einig, was wir machen. Also wieder eingestiegen und bis Triberg durch die vielen Tunnel weitergefahren. Dort wollten dann in den Gegenzug umsteigen. In Triberg war das Wetter ungemütlicher, Sprühregen und kühl. Der Gegenzug sollte eigentlich in ca. 30 Minuten kommen. Eigentlich! Denn nach einigem Warten wurden erst 15 Minuten, dann 80 Minuten angesagt. Zum Schluss fiel er ganz aus! Super! 🙄 Auf dem Bahnhof rumhängen war jetzt nicht so toll, also haben gedacht, wir fahren bis St. Georgen, um dann dort in den nächsten Gegenzug einzusteigen. Die Züge waren wenigstens trocken und warm.
Auf dem Bahnsteig sind wir mit ein paar Leuten über die Bahnverspätungen ins Gespräch gekommen. Dabei haben wir auch erfahren, dass Villingen-Schwenningen, eine Station hinter St. Georgen, ein hübsches Städtchen sein soll.
Ok, also haben wir unseren Plan komplett über den Haufen geworfen und sind nach Villingen-Schwenningen gefahren.
Dort angekommen, war das Wetter deutlich besser und die Stadt machte einen hübschen, ruhigen Eindruck auf uns. Auch hier alles sehr gepflegt. Wir sind durch die Altstadt geschlendert und in das eine und andere Geschäft gegangen. Auch haben wir uns das prächtige Münster angeschaut.
Irgendwann sind wir fußlahm geworden und haben uns ein Café gesucht, wo wir uns jeder ein schönes Stück Kuchen bestellt haben.
Nun waren wir gestärkt, um den Rückweg zum Bahnhof zu schaffen.
Und was soll man sagen, der Zug hatte wieder Verspätung, diesmal 20 Minuten. Deutsche Bahn!
Zurück ging es über St. Georgen und Triberg nach Hornberg. Dort wollten wir zur Burg aufsteigen. Das Freilichtmuseum in Gutach hatten wir aus dem heutigen Programm gestrichen.
Hornberg ist bekannt durch das Hornberger Schießen. Davon haben wir schon mal gehört, aber wussten nicht genau was es damit auf sich hatte. An einer alten Tafel stand es dran: „Jedwedes Kind auf der weiten Erd vom Hornberger Schießen schon hat gehört, das Pulver ging aus zur schönsten Stund, so dass man nicht mehr schießen kunnt.“
Oder anders gesagt: Das Sprichwort „Es geht aus wie das Hornberger Schießen“ bezeichnet ein Ereignis, das groß angekündigt wurde, aber mit viel Lärm, jedoch ohne Ergebnis oder "kläglich" endet. Der Sage nach verschossen die Hornberger Bürger 1564 beim Warten auf den Herzog ihr ganzes Pulver für verfrühte Salutschüsse, sodass beim tatsächlichen Eintreffen nur „Piff-Paff“-Rufe übrig blieben.
Der Aufstieg zur Burg ging über viele Treppen hinauf. Beim Aufstieg hatte man bereits eine schöne Sicht auf das Städtchen und das imposante Eisenbahn-Viadukt, welches im 19. Jahrhundert gebaut wurde.
Oben angekommen auf dem Burgberg, und anschließenden Aufstieg des Burgturms hatte man eine schöne Aussicht auf das Tal. Also, das hat sich gelohnt. Die Burgruine war in einem guten Zustand, so dass man sich das frühere Leben hier gut vorstellen konnte.
Nach ausgiebiger Besichtigung ging es wieder bergab, der Zug nach Haslach sollte auch bald kommen. Na gut, die 5 Minuten Verspätung haben uns dann nicht mehr gestört.
In Haslach angekommen, haben wir uns unser Abendessen am Bahnhofsimbiss geholt. Bestimmt nicht gesund, aber wir waren satt.
Zurück ging es dann zu Fuß und bei strahlendem Sonnenschein 🌞 zurück zum Hotel.
Auf diesen Tag habe ich mir dann einen Schwarzwälder Whisky an der Hotelbar gegönnt, welcher sehr gut geschmeckt hat.
Insgesamt lief der Tag nicht wie geplant, aber somit haben wir Villingen-Schwenningen gesehen.Read more
Vogtsbauernhof
May 8 in Germany ⋅ ⛅ 14 °C
Das Freilichtmuseum, welches für gestern geplant war, hatten wir dann für unseren letzten Urlaubstag geplant. Diesmal wollten wir aber gleich mit dem Auto dorthin fahren. Auf die Bahn war nicht so viel Verlass.
Auch wollten wir es heute ruhig angehen, da Schwiegermama ein bisschen mit ihren Knien zu tun hatte. Es waren wohl doch zu viele Treppen.
Das Wetter heute war top, so dass wir uns auf einen schönen Tag im Freilichtmuseum Vogtsbauernhof freuten. Das Museum war eine Ansammlung von typischen Schwarzwaldhäusern, welche zum Großteil irgendwo abgebaut und hier dann wieder originalgetreu aufgebaut wurden. Jedes der Häuser konnte man sich intensiv anschauen. Es war total spannend sich die Räume anzusehen, die auch komplett eingerichtet waren. Dazwischen waren eine Mühle (hier haben wir uns zeigen lassen wie sie funktioniert - also richtig in Bewegung), eine Brennerei, eine Schmiede und noch viele andere Gebäude zu sehen.
Uns hat das Museum begeistert, es war soviel Liebe im Detail zu sehen.
Es war wirklich richtig toll - nur gelebt haben möchte ich zu dieser Zeit nicht.
Nachdem wir uns satt gesehen hatten, haben wir den Rückweg zum Hotel angetreten.
Hier haben wir Schwiegermama abgesetzt, damit sie sich im Wellness-Bereich erholen konnte.
Gritti und ich hatten aber noch nicht unser Bewegungspensum erfüllt und wollten bei diesem schönen Wetter noch eine kleine Wanderung auf dem Panorama-Höhenweg oberhalb von Haslach machen. Dafür hatten wir 2 Stunden Zeit.
Der Weg ging steil bergan, hat sich aber gelohnt. Man hatte schöne Ausblicke ins Tal und auf die Berge des Schwarzwaldes. Bei einer Rast haben wir auf einer Bank sitzend den Blick ins Tal genossen und festzustellen können, dass der Schwarzwald sehr schön ist und sich der lange Weg dorthin gelohnt hat.
Den Abend haben wir gemeinsam bei einem leckeren Abendessen im Hotelrestaurant, einem letzten Besuch der Sauna und Schwimmbads und 3 Runden Trinomino verbracht.
Morgen geht es dann wieder zurück ins Hamsterrad.Read more












































































































































































