• Triberger Wasserfall

    May 3 in Germany ⋅ ☁️ 18 °C

    Auch heute sollte das Wetter wieder schön werden, auch wenn es nicht so sonnig werden sollte wie die vergangenen Tage.
    Also ein guter Grund zum Triberger Wasserfall zu fahren. Mit der Gästekarte unseres Hotels konnten wir Bus und Bahn kostenlos benutzen, so dass wir uns entschlossen haben mit der Schwarzwaldbahn (also dem RE 2 der DB) dorthin zu fahren.
    Die knapp 1,5 km bis zum Bahnhof Haslach sind wir in 20 min gelaufen. Dort hatten wir 15 min mehr Zeit, weil der Zug Verspätung hatte. Bis Triberg sollte die Fahrt knapp 30 min dauern und durch die Täler des mittleren Schwarzwalds führen. Der Zug schlängelte sich durch die schöne Landschaft mit 14 Tunneln.
    In Triberg angekommen sind wir den Wegweisern zum Wasserfall gefolgt. Der Weg führte durch die Stadt zum anderen Ende. Die Straße machte auf uns keinen guten Eindruck, sie war etwas runtergekommen. Viele leere Geschäfte, aber jede Menge Dönerläden und ab und zu eine Shisha-Bar verstärkten den Eindruck. Am Rathaus wurde es schon besser, ein paar Meter weiter war auch der Eingang zum Wasserfall. Vorher stoppten wir an einem Geschäft, welches damit warb, dass es 1.000 Kuckucks-Uhren haben sollte.
    Es waren schon ganz schön prächtige Uhren zu sehen - mit dem entsprechenden Preis.

    Den Wasserfall konnte man nur mit Eintritt erreichen. Hier merkten wir schon den touristischen Charakter. Na gut, es war Sonntag und somit ein Ausflugsziel für Familien. Auch jede Menge ausländische Touristen waren zu hören. Es war jedenfalls voll und entsprechend laut.
    Die Triberger Wasserfälle gehören mit ihren insgesamt 163 Metern Fallhöhe zu den höchsten und bekanntesten Wasserfällen Deutschlands.
    Wir sind einen befestigten schlängeligen Weg aufgestiegen. Der Wasserfall wurde von mehreren Brücken gequert, von denen man eine gute Sicht auf die Kaskaden hatte. Ich bin bis nach ganz oben gestiegen, die Mädels wollten es gemütlicher angehen und haben weiter unten auf mich gewartet.
    Danach ging es einen anderen Weg zurück zum Ort, dabei sind wir bei einer Kirche mit Namen „Maria in der Tanne“ vorbeigekommen. Wieder sehr prächtig, wie bei den meisten katholischen Kirchen.

    Zurück im Ort wollten wir uns ein Stück Schwarzwälder Torte gönnen, für jeden natürlich. Auf einer Sonnenterrasse eines Lokals, welches strategisch günstig direkt am Eingang zum Wasserfall lag, haben wir uns das sündige Backwerk schmecken lassen.

    Danach hatten wir keine Lust die gleiche, nicht schöne Straße zum Bahnhof zurückzulaufen und haben kurzerhand den Bus genommen. Mit der schwarzwaldbahn ging es dann wieder zurück nach Haslach. Da wir noch Zeit hatten, sind wir zum ehemaligen Kloster in der Altstadt gelaufen, weil wir uns das Schwarzwaldmuseum anschauen wollten. Mit unserer Gästekarte war der Eintritt frei. Die Ausstellung war in den Räumen des Klosters, vor allem in den ehemaligen Wohnräumen der Mönche untergebracht und war sehr schön angelegt. Ich musste wegen der niedrigen Deckenhöhe ab und zu den Kopf einziehen, für die Mädels war das kein Problem. Exponate waren vor allem die Trachten der Schwarzwaldgegend und da gab es schon einige lustige Exemplare. Übergroße Schleifen auf dem Kopf der Damen, die aussahen, wie Propeller. Nun ja! War halt damals so.
    Übrigens: die Hüte mit roten Bollen für die Damen waren der Hinweis, dass die Trägerin noch nicht verheiratet war. Denn ansonsten waren sie schwarz- nach der Heirat hatte sie Trauer…

    Nach knapp einer Stunde waren wir durch und haben im angrenzenden, auch wieder sehr gepflegtem Park, unser Picknick gemacht, um den 1,5 km langen Rückweg zum Hotel zu schaffen.

    Dort haben wir es uns im Wellnessbereich gut gehen lassen.
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