Reinbachwasserfälle
June 13 in Italy ⋅ ☀️ 20 °C
Der Morgen begann mit einem Wolkenschauspiel über dem Ort und aus unserer überhöhten Position konnten wir zuschauen, wie die Wolken aus dem Tal die Hänge hinaufkrochen, um dann in sich zusammenzufallen.
Den ersten Tag wollten wir es ruhig angehen und nur eine kleine Tour machen, um die Beine erstmal in Stimmung zu bringen. Nach einem ausgiebigen Frühstück und einem intensiven Kartenstudium hatten wir uns für die Burg Taufers - die ja gleich gegenüber lag - und die Reinbachwasserfälle entschieden. Das sollte gut zu schaffen sein.
Vorher sind wir noch an die Rezeption gegangen und haben unsere Gästekarte abgeholt. Dabei sind wir mit der netten Dame ins Gespräch gekommen und sie hat uns einige Touren empfohlen. Und für den Anfang hat sie uns genau die Runde empfohlen, wie wir sie geplant hatten.
Es wurde nun deutlich wärmer, so dass wir unsere Jacken in unserer Unterkunft lassen konnten. Im Laufe des Tages haben wir an unsere kurzen Hosen gedacht, die wir nicht anhatten. An der Burg waren wir nach knapp 20 min, um festzustellen, dass eine Besichtigung nur mit Führung geht. Und die sind 10, 11, 14 und 16 Uhr. Wir waren leider erst 11:20 Uhr an der Burg und somit war eine Besichtigung nicht möglich. Schade - müssen wir ein anders Mal wiederkommen.
Weiter ging es dafür auf dem Panoramaweg, etwas oberhalb des Ortes, am Berghang entlang. Vorbei am Burgkaffee ging es in den Wald, der uns vor der Sonnen schützte. Ab und zu tat sich eine Baumlücke auf, so dass wir schöne Blicke ins Tal und auf den Ort genießen konnten. Und gegenüber am Hang war unsere Ferienwohnung - die Lage war wirklich top.
Unterwegs kamen uns fast keine Menschen entgegen, war nicht schlimm, gewundert hat es uns doch. Wir hatten mit mehr Leuten gerechnet.
Nach knapp 2 Stunden sind wir am Gasthof "Tobl" angekommen, welches um die Mittagszeit auf der Terrasse schon gut gefüllt war. Kurz hinter dem Gasthof war dann der erste Wasserfall von Dreien, der sich mit tosenden Donnern bemerkbar machte. Vorher haben wir aber eine Bank entdeckt und dafür entschieden hier unser Picknick einzulegen.
Danach ging es dann ein paar Meter abwärts zum Wasserfall. Vorher musste eine Holzbrücke gequert werden. Von der Brücke hatte man einen super Blick auf den Wasserfall, die Gischt hat aber dafür gesorgt, dass man in kurzer Zeit nass war. Ich hatte zu tun, die Linse meines Handys trocken zu halten, um ein paar Fotos zu machen. Wir hatten auch Glück und es standen keine Menschen im Bild, so dass wir uns ein wenig Zeit lassen konnten.
Wir mussten aber weiter, sonst wären wir wirklich durchnässt gewesen.
Auf dem Weg nach unten wurden die Wege nun doch deutlich voller, es war Wochenende und die Italiener waren dann in Familie unterwegs. Am zweiten Wasserfall angekommen war der Blick auch schön, aber nicht ganz so spektakulär wie am ersten. Und weiter ging es an einer großen Ansammlung von Steinmännchen vorbei in Richtung des dritten Wasserfalls.
Unten am Bach angekommen, ging es vorbei an einem Tourishop mit angeschlossener Bewirtschaftung. Wir hatten auch einen Grappa und Zirbenschnaps entdeckt, den wir uns eventuell kaufen wollten. Nach einer Kostprobe haben wir uns entschieden ihn nicht zu kaufen - hat nicht geschmeckt.
Nun musste der lange Weg durch Sand am Taufers und der Aufstieg zur Ferienwohnung noch geschafft werden. Die Sonne und auch die Füße brannten. Immerhin hatten wir schon 11 km auf der Uhr. In einem Café im Ort haben wir uns einen kalten Aperol gegönnt, um wieder auf Normaltemperatur zu kommen.
In der Ferienwohnung gegen 16:5 Uhr angekommen, wollten wir nur noch ausruhen und chillen, wie es neudeutsch heißt. Gute Gelegenheit die Saunalandschaft auszuprobieren. Und die war sehr schön, in der Sauna sitzend und schwitzend konnte man schön ins Tal schauen. Nach einem Nickerchen auf der Außenterrasse war der tag aber noch nicht zu Ende.
Nach dem Abendessen (Pellkartoffeln mit Quark - lecker) wollten wir nochmal los. Es ging mit dem Auto ans Talende des Ahrntals. Das waren noch knapp 20 km, immer bergauf. Die Gipfel links und rechts waren schneebedeckt und ganz schön steil. Die Fahrt ging durch immer kleinere Ortschaften hindurch, die aber immer einen Heiligen im Ortsnamen hatten: St. Peter, St. Johann usw. Am Talende angekommen, ging es mit dem Auto tatsächlich nicht weiter, eine Schranke versperrte den Weg und es durften dann nur noch "Berechtigte" den Weg weiter fahren. Nicht schlimm, wir konnten ja trotzdem das Talende gut sehen, steile Berge mit Schnee oben drauf. Dahinter war dann Österreich.
Kasern - so hieß der 90-Seelen-Ort hier, liegt auf knapp 1.580 m Höhe und ist das nördlichste Dorf Südtirols und zugleich Italiens. Durch die Höhe war es schon empfindlich kalt, so dass wir schnell wieder im warme Auto saßen.
Zurück ging es dann wieder bergab in unsere Ferienwohnung, um diesen Text zu schreiben.Read more





















Oh ich möchte auch nach Tirol, die Gegend ist einfach super schön. [Mutti]
Hört sich alles super an. [Tanja]