• Vielfalt Namibias

    September 14, 2024 in Namibia ⋅ 🌬 25 °C

    Kurze Nacht, langer Tag heute beginnt die weite Fahrt. Mensch, bei diesen poetischen Zeilen wäre Herr Wille stolz auf mich 😉
    Da wir den heutigen Tag hauptsächlich mit Autofahren auf Schotterstraßen (460km von Sossusvlei nach Lüderitz) verbracht haben und somit keine Highlights präsentieren können, dreht sich der heutige Post um die vielfältigen Landschaften die wir auf unseren vielen Autofahrten durchqueren durften. Dabei gehen wir nacheinander die einzelnen Stationen unserer bisherigen Reise durch.

    Windhoek: Die Hauptstadt Namibias mit rund 486.000 Einwohnern liegt in der Mitte des Landes auf 1650m über NN. im Becken einer über 2000m hohen Hochebene gelegen. Die Temperaturen sind das ganze Jahr über warm und steigen im namibischen Sommer auf über 30 Grad an. Aufgrund dessen, so erzählte uns unser Guide Marius, verlassen viele Einwohner über die Sommerferien zu Weihnachten/Neujahr die Hauptstadt und fahren an die deutlich angenehmere Atlantikküste. Da Windhoek zudem in einem regenarmen Gebiet liegt sind überall Schilder zu finden, dass das wenige Wasser nicht verschwendet werden darf.

    Etosha-Nationalpark: Im Etosha-Nationalpark im Norden Namibias zeigten sich für uns sehr vielfältige Landschaften. Von ausgetrockneten Salzseen, welche nur zur Regenzeit Wasser beinhalten, über pflanzenreiche Zonen mit hohe Bäumen bis zu kilometerweitem kargem Ödland ohne Tiere ist alles zu finden. Eine Besonderheit die wir beim Campen zu spüren bekommen haben sind die täglichen Temperatursprünge. Von heißen 35 Grad am Tag fällt die Temperatur nachts über 30 Kelvin bis auf 5 Grad ab. Temperaturschwankungen, die wir Europäer nur innerhalb eines Jahres und nicht eines Tages kennen.

    Die Namib-Wüste: die Namib-Wüste erstreckt sich von Südafrika entlang der 1.600km langen Küstenlinie Namibias bis in den Süden Angolas. Aufgrund des kalten Meeresstroms, welcher hier entlang fließt, ist die Küste durch ihre besondere Lage am Ozean mit über 100m hohen Dünen gekennzeichnet. Unser Guide Marius erklärte uns, dass die Wüste von Ozean zum Landesinneren in drei verschiedene Zonen eingeteilt wird. Die erste Zone, ungefähr 30km breit, welche sich in nächster Nähe zum Ozean befindet ist durch morgendlichen Nebel, tagsüber Sonne und starke Winde am Nachmittag, welche wir gestern zu spüren bekamen, gekennzeichnet. Die Temperaturen liegen das ganze Jahr zwischen 10-25 Grad Celsius. Die zweite Zone ist durch starke Sonneneinstrahlung und hohe Temperaturen zwischen 30-40 Grad Celsius und ihr mondlandschaftsartiges (siehe Beitrag zu Moon Valley) Aussehen charakterisiert. Die dritte Zone besteht aus Steppen wo Tiere leben. Dies ist nur möglich, da die Niederschläge, welche den Kontinent von Osten aus durchqueren, ab und zu diese Zone erreichen.

    Mittlerweile befinden wir uns in Lüderitz, einem kleinen Örtchen an der Atlantikküste. Den restlichen Tag nutzen wir zum Ausruhen, morgen schauen wir uns eine Geisterstadt und Lüderitz nochmal genauer an.

    PS: bei uns ist seit 15 Uhr in ganzen Ort der Strom weg, die Vermieterin hofft, dass er bis zum Abend wieder an ist. Wir müssen zum Abendessen nun in eine Restaurant gehen in der Hoffnung, dass die einen Generator haben. Wir können jedenfalls nicht selbst kochen :(
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