Andre Müller

Joined August 2016Living in: Breisach am Rhein, Deutschland
  • Day164

    Vancouver, BC / Kanada - Goodbye

    September 25 in Canada

    Gerade bin ich in Vancouver/ Kanada angekommen und meine Auszeit nähert sich dem Ende. Morgen werde ich den Flieger zurück nach Deutschland besteigen und es ist Zeit für einen kleinen Rückblick:

    Ich musste diese Reise "PacificCrestTrail" einfach machen und kann mich nicht erinnern, dass mich mein Bauchgefühl jemals so stark in eine Richtung gezogen hat. Es war "meine Reise". Mit vielen Höhen und auch Tiefen. Ich durfte in den letzten Monaten großartige Natur erleben. Bin für Wochen "dem Horizont" entgegen gewandert. Habe Menschen getroffen, die mich beeindruckt haben und von denen ich etwas lernen konnte. Und trotzdem war ich oft alleine unterwegs gewesen. Ich denke, dass einige Herausforderungen auf dieser Reise eingebaut waren, mit denen ich alleine fertig werden musste.

    Rückblickend weiß ich selbst nicht so genau, was ich von dieser Reise halten soll. Ich habe auf eine "besondere Begegnung" gehofft. Eine versteckte Tür, die ich bisher nicht gesehen habe und die mir eine neue berufliche Richtung aufzeigt. Einfach mal einen Schritt zurück zu treten, um das gesamte Gemälde "Leben" erkennen zu können. Dieser Erleuchtungsmoment hat so nicht stattgefunden und es war vielleicht naiv darauf zu hoffen. Ich habe viele kleinere Lektionen gelernt. Vielleicht wurden auf dieser Reise auch Dinge angestoßen, dessen Bedeutung und Wichtigkeit ich erst Jahre später werde erkennen können.

    Ich bin meinem Bauchgefühl gefolgt, was grundsätzlich eine gute Entscheidung war. Mit meiner Kündigung bei der Bank habe ich eine Tatsache geschaffen und bin innerlich bereit für etwas Neues. Wahrscheinlich hat mich diese Reise auch davor bewahrt, gesundheitlich gegen eine Mauer zu fahren ... ich war auf dem besten Wege dazu.

    Das Wichtigste ist: ich bin gesund.
    Vieles, was sich in den letzten Jahren beruflich negativ aufgestaut hatte, konnte sich setzen und "heilen". Ich habe einen Partner und eine Familie die mich lieben. Freunde die sich auf meine Rückkehr freuen. Es gibt also keinen Grund pessimistisch in die Zukunft zu blicken und es wird sich in den nächsten Monaten zeigen, in welche berufliche Richtung es mich verschlagen wird.

    Ich bedanke mich für Euer Interesse an meinem Reiseblog und freue mich auf unser Wiedersehen :)

    One step, then another, that is the way of a hiker. We forever walk towards one thing and away from another. In moments of solitude, we reflect on our fellow man. We could tell you of the places we have been and things we've seen, but we could never truly describe for you how it felt. The silence of the spring, the taste of the sunrise, the magic that seemed to dance to the rhythm of our feet. We walked a path that was endless, and it left us forever changed. The irony of hiking the Trail for healing is, it leaves us more broken, but somehow that is what we needed all long.
    „by Odin – AT yearbook 2017“

    Ein Schritt, dann ein anderer, das ist der Weg eines Wanderers. Wir gehen immer auf etwas zu und entfernen uns im selben Augenblick von Anderem. In Momenten der Einsamkeit denken wir über unsere Gefährten nach. Wir könnten dir von den Orten erzählen, an denen wir waren und was wir gesehen haben, aber wir könnten niemals wirklich beschreiben, wie es sich anfühlte. Die Stille der Quelle, der Geschmack des Sonnenaufgangs, die Magie, die im Rhythmus unserer Füße zu tanzen schien. Wir gingen einen endlosen Weg, der uns für immer verändert hat. Die Ironie des Wanderns, um Heilung zu erfahren ist, dass es uns auf eine Art "zerrissen/zerbrochen" zurücklässt, aber irgendwie ist es das, was wir brauchten.
    "von Odin - AT Jahrbuch 2017"
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  • Explore, what other travelers do in:
  • Day161

    Kauai / Hawaiian Islands - Teil II

    September 22 in the United States

    Um fünf Uhr klingelt der Wecker, denn ich möchte bei Sonnenaufgang beim Poipu beach sein. Am frühen Morgen kann man dort Riesenschildkröten am Strand beobachten. In der Nacht kommen die Schildkröten an den Strand gekrochen und verschwinden bei Tagesanbruch wieder im Pazifik.
    Erst einmal leicht verfahren und im zweiten Anlauf den richtigen Strand erreicht. Wow - die liegen sie wirklich :) Meine ersten Riesenschildkröten in freier Wildbahn. Die sind RIESIG und alleine der Kopf ist größer als eine ausgewachsene Ananasfrucht. Die müssen an die zweihundert Kilogramm wiegen. Es hat sich gelohnt so früh aufzustehen.

    Danach ging es weiter zum "Honopu Trail" in den Kokee State Park. Ein Hawaiianer hat mir diesen Trail empfohlen. Schwierig zu finden, wenig bis keine Wanderer, steile Abschnitte, aber eine grandiose Aussicht auf die "Nã Pali Coast" wurden versprochen. Das ist übrigens der Küstenabschnitt, auf den der Helikopter im ersten Film "Jurassic Park" bei Ankunft der Insel zufliegt.
    Der Weg ging durchs Dickicht und die Pfade waren vereinzelt mit farbigen Bändern markiert. Ich habe mir extra die lange Hose angezogen, denn die abgestorbenen Farne links und rechts des Tunnels trocknen aus und verhärten sich. Dort mit den Beinen durchzulaufen und entlang zu schleifen, ist wie Schmirgelpapier auf der Haut. Die Hose sah nach der Wanderung dann auch nicht mehr so schön aus ...
    Egal, ich war eigentlich sehr früh unterwegs und gut in der Zeit. 30 Minuten vor Ankunft des vorgelagerten Bergrückens zieht es sich komplett zu und ich sehe Null. Nein, bitte nicht jetzt. Ich stehe wenige hundert Meter vor einem der schönsten Küstenabschnitte der Welt und alles ist dicht. Die letzten 300 Meter des Trails sind wirklich luftig. Links geht es steil abwärts in den Regenwald und nach rechts hunderte Meter tief in den Pazifik. Trotz meiner Wanderstöcke schlottern mir ein wenig die Knie ... ich vertrage keine Höhe mehr.

    Am Ende des Pfades angekommen habe ich mich hingesetzt und auf die Lücke in den Wolken gewartet. Bitte wenigstens einen kurzen Blick auf die Küstenlinie erhaschen. Insgesamt habe ich mehr als zwei Stunden auf dem Berggrat verbracht und meine Wolkenlücke bekommen. Wenn die Sonne herauskommt, dann sind die Farben auf Hawaii so intensiv ... teilweise unwirklich schön.

    Tagsüber liegt die Insel erneut unter einer dicken Wolkendecke. Auf dem Weg zurück aus den Bergen, führt die Straße oberhalb des Waimea Canyon entlang. In der "Mitte von Nirgendwo" steht ein Mann am Straßenrand und schaut gebannt in die Tiefe. Habe bei nächster Haltemöglichkeit gestoppt und bin die Straße zurück gelaufen. Der Ausblick, der mich an der besagten Stelle erwartet, haut mich fast um. Unter mir bricht es steil den Canyon hinab. Auf der anderen Seite des Canyon rauschen die "Waipoo Falls" 240 Meter in die Tiefe. Ein Tiefblick wie aus einem Helikopter. Und das gibt es "ganz nebenbei" am Straßenrand.
    Go to Kauai - it's worth it!

    Heute Abend ist mein Kurzbesuch auf Hawaii schon wieder beendet. Delta Airlines wird mich über Nacht zurück nach Seattle bringen. Am Mittwoch gehts dann von Vancouver zurück in Richtung Heimat :)
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  • Day160

    Kauai/ Hawaii - Home of "Jurassic Park"

    September 21 in the United States

    Aloha - nach 6 Stunden Flug bin ich spätabends auf Kauai angekommen. Das kostenfreie Mietwagen-Upgrade ist anscheinend obligatorisch. Ich hatte das kleinste Auto bezahlt und konnte mir auf dem Parkplatz von Alamo ein Auto zwischen Minivan, Pickup und SUV aussuchen. Da sage ich nicht nein und fahre die nächsten Tage einen schicken Hyundai "Santa Fee Sport" SUV. Macht sich auch besser bei Dirty roads und im Gelände.

    Morgens um vier werde ich durch Hahnengeschrei "Kikeriki" geweckt. Das kam so gleichmäßig, dass ich es für einen Klingelton vom Handywecker gehalten habe. Wann drückt der Zeltnachbar endlich die Stoptaste ... es war kein Wecker, sondern auf dem gesamten Campingplatz laufen die Hühner und mehrere Hähne frei herum. Menno... ich dachte immer die krähen erst im Morgengrauen. Jetzt bin ich übrigens 12 Stunden Zeitunterschied entfernt von Deutschland ... mehr geht nicht ;-)
    Kauai ist keine Dinosaurier-, sondern eine Hühnerinsel. Die Tiere laufen überall auf der Insel herum. Habe sogar einen Hawaiianer auf dem Fahhrad gesehen ... und was sitzt auf dem Lenker ... ein Huhn; kein Witz. Hawaiianer beim flechten von Palmenhüten und als Haustier daneben ... natürlich zwei Hühner. Was für uns in Deutschland der Hund ist, scheint hier das Huhn zu sein. Ein MUSS wer etwas auf sich hält ... *lol*

    Die Insel ist tief tropisch. Wenn die Leute erzählt haben, dass Sie bei kleinster Bewegung durchgeschwitzt sind, dann musste ich immer grinsen. Kannte ich von meinen bisherigen Reisen nicht ... bis heute. Das Hemd klebt ab der Mittagszeit regelrecht am Körper.
    Was ich an Kauai liebe ist die würzige Luft. Eine Mischung zwischen dem Geruch beim Öffnen des Küchenschrankes mit den Gewürzen und dem Betreten eines Blumenladens

    Ich war heute im Kalalau Valley wandern. Der Kalepa Ridge Trail bietet wahrhaft spektakuläre Ausblicke. Das gehörte heute definitiv zu den Top 3, was ich bisher weltweit sehen durfte. Der Trail schlängelt in luftigen Höhen entlang und man sollte sich keine Fehltritte leisten. Selbst die Helikopter im Tal fliegen tiefer. Aber der Blick ist dafür unbezahlbar.

    Ab der Mittagszeit bewölkt es sich zunehmend und es kann schauern. Für die sonnigen Stunden sollte man früh aufstehen. Ich werde mir den Wecker für die restlichen zwei Tage noch vor Sonnenaufgang stellen. Wahrscheinlich weckt mich das Geflügel noch früher ...

    Zwischenfazit: alleine für die heutige Wanderung war es bereits Wert nach Kauai zu fliegen! Es ist schade, dass ich Hawaii nicht zusammen mit meinem Mann entdecken kann - Ich liebe Dich sehr!

    ... Fortsetzung Kauai folgt ...
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  • Day149

    Ramona Falls Junction/Oregon (Mile1.078)

    September 10 in the United States

    Es ist schon wieder passiert ... gestern Abend habe ich mir beim Abstieg Mt.Hood/ Timberline Lodge den Knöchel verstaucht. Nicht ganz so schlimm wie in Südkalifornien (vielleicht 50 Prozent davon), aber nach wenigen Minuten war der Knöchel bereits wieder angeschwollen. Ich habe sofort angehalten und mein Zeltlager an einem Gebirgsbach aufgebaut. Den gestrigen Abend und die Nacht habe ich versucht den Knöchel in dem eiskalten Wasser zu kühlen.

    Ich kann heute normal laufen, aber der Knöchel hat definitiv etwas abbekommen. Bis zur "bridge of the gods" wären es nochmal 38 Meilen mit schwerem Gepäck und ich möchte nicht riskieren, dass sich die Situation verschlimmert.

    Der PacificCrestTrail ist damit für mich beendet. Ich habe heute den ersten Ausstieg vom Trail genommen und bin zum Highway nach Rhododendron getrampt. Von hier aus habe ich Busverbindungen nach Portland. Zum jetzigen Stand kann ich meine Reisepläne für die nächsten Wochen mit dem Fuß ganz normal durchführen. Nur extreme Belastungen sollte ich in der nächsten Zeit vermeiden.

    Morgen gehts erstmal zurück nach Portland. Dann werde ich mir ein 7-Tage-Buspass für USD 30,- kaufen, mit dem ich die gesamte Nordküste Oregons beliebig oft fahren kann. Mittlerweile kenne ich mich dort aus und kann die Wartezeit bis zum Transfer Seattle/Kauai am 18.09. in den günstigen Hiker-/Bikercampgrounds verbringen.

    Es ist wirklich schade, dass ich nicht auf der "Brücke der Götter" stehen werde. Trotzdem bin ich sehr glücklich und dankbar, dass ich es bis hierher geschafft habe. Es war eine gute Zeit auf dem PacificCrestTrail und ich konnte mich die letzten Tage auch nochmal innerlich verabschieden.

    Rückblick Sonntag, den 09.09.2018:
    die Nacht in Sichtweite der Timberline Lodge war stürmisch und bitterkalt. Ich war froh, dass der Wecker um 5:30 Uhr zum Aufbruch nach Sandy/ Oregon geklingelt hatte. Mit dem Frühbus ging die Fahrt zum letzten Resupply. Außerdem war es Zeit meine dreckige Kleidung zu waschen. In der Stadt habe ich den Wetterbericht gecheckt und die nächsten Tage wird es sowohl auf dem PCT, als auch entlang der Küste regnen. Keine guten Aussichten, aber wegen dem bisschen Regen wollte ich die letzten Meilen nach Washington nicht abbrechen ...

    Für die nächste Woche an der Küste werde ich mir eine günstige Regenplane besorgen, die mit Reepschnürren an vier Bäumen über mein Zeltlager gespannt wird. Das Zelt und der Vorbau sollten selbst bei Dauerregen trocken bleiben. Habe ich von den Obdachlosen auf den Campgrounds gelernt ... das sind die wirklichen Outdoorprofis.

    Jetzt kann ich es ja schreiben:
    ehrlich gesagt, hatte ich bei meinem ersten Testhike Mile 490 in Südkalifornien beschlossen nach Hause zu fliegen. Der Bärkanister war bereits an Amazon zurück gesendet. Aber es war gerade Wochenende und das Reisebüro in Freiburg für die Organisation des früheren Rückflugtickets geschlossen. Ich war zwischendurch überhaupt nicht zuversichtlich, die Reise mit dem verstauchten Knöchel fortsetzen zu können.
    Dann habe ich mir im Kopf ausgemalt, wie ich bereits nach kurzer Zeit wieder zu Hause ankomme. Job gekündigt, sehr viel Geld für Flug und Ausrüstung investiert und dann nach wenigen Wochen nach Hause zurück zu kehren. Die gesamte Reise hätte für immer einen negativen Beigeschmack hinterlassen und ich habe mir gesagt .... NEIN, du wirst nicht nach Hause fliegen. Du ziehst das Ding hier durch und das tiefe Bauchgefühl den PCT laufen zu müssen, muss einen Sinn gehabt haben.
    @Ishmara: es ist nicht gelogen was ich jetzt schreibe. 15 Minuten nachdem ich mir versprochen hatte den Trail fortzusetzen sind zwei Adler einige Minuten über mir gekreist. Nicht davor und nicht danach, sind auf dem gesamten Trail jemals wieder Greifvögel über mir gekreist. Der Adler steht für Übersicht und Führung (ein weiser Begleiter) hattest du mir vor der Abreise geschrieben. Das die Vögel genau in diesem Augenblick aufgetaucht sind ... für mich war es ein sehr tiefer Moment gewesen.

    Anekdote Nehalem Bay Campground:
    Ein sechsjähriger Steppke "bewacht" den Eingang zum Toilettenraum auf dem Campingplatz. Der größte Alptraum seines Freundes ist, wenn das Toilettenpapier falsch herum aufgehängt ist. Der flippt da drin gerade aus ... " Ich habe mich bald weggeschmissen. Das sind endlich mal ernst zu nehmende Probleme *lol*
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  • Day147

    Timberline Lodge/ Oregon (Mile 1.065)

    September 8 in the United States

    Trailangel Gretchen hat mich am Vormittag an den McKenzie Pass gefahren. Sie ist ein Schatz. Nicht nur, dass sie mich kilometerweit an den Pass kutschiert, nein ... sie hatte vorab noch einen Stop beim Bäcker gemacht und einen frischen Donat zum Fühstück für mich dabei. Ich bin immer wieder sprachlos über diese Hilfsbereitschaft.

    In Big Lake Youth Camp angekommen gab es ein Wiedersehen mit bekannten Gesichtern. Ticky, Poodle Bee, Rebell (Alabama) und Julian/ Hoover (San Diego). Alles Hiker, die ich das letzte Mal während oder vor meinen Unfall in Casa de Luna getroffen hatte. Respekt, dass einige von Ihnen ohne zu springen, die gesamte Strecke gewandert sind. Poodle Bee hat mir Bilder gezeigt, wie er wochenlang mit einer Atemschutzmaske durch Nordkalifornien gelaufen ist. Teilweise hatte er Kopfschmerzen vom Smog und ist trotzdem immer weiter gewandert - Respekt!

    Seit 3 Tagen läuft Elina aus Schweden die gleichen Tagesetappen. Sie ist 76 Jahre alt und würde bei Erreichen der kanadischen Grenze die älteste PCT Hikern in der Geschichte werden. Sie ist 1995 als Erste den 800 Kilometer weiten Fernwanderweg "Nordkalottleden" im hohen Norden von Skandinavien gewandert. @Joe: wir beide haben eine Einladung zum Abendessen nach Stockholm von Ihr.

    Mittlerweile kann man den Herbst deutlich spüren. Tagsüber ist es angenehm warm, aber die Nächte können bereits bitterkalt werden. Ich schlafe teilweise in voller Montur und mit Mütze auf dem Kopf. Die Isolierung von meinem Schlafsack lässt nach 4 1/2 Monaten Dauerbenutzung ebenfalls nach. Ich möchte mit den Thruhikern ab Washington State nicht mehr tauschen. Sie laufen gegen den kommenden Winter an und es geht nochmal in die hohen Berge der Cascade Mountains.

    Ich habe seit Rückkehr auf den Trail viel Glück mit dem Wetter. Es ist trocken und ich habe einen blauen Himmel über mir. Die Smogfront kann ich am Horizont deutlich erkennen, aber die aktuelle Windrichtung hält den Rauch auf Abstand :)

    Es fühlt sich gut an zurück auf dem PacificCrestTrail zu sein. Ich laufe im Schnitt 18 Meilen am Tag und es wird nicht langweilig. In meinem Kopf läuft gerade sehr viel durch. Ich schaue zurück auf besondere Momente in den letzten Monaten des PCT. Aber auch Szenen und Erlebnisse, die bereits viele Jahre zurück liegen, kommen auf einmal hoch. Ich glaube es war sehr wichtig, dass ich nochmal auf den Trail zurück gekommen bin. Ein paar Dinge scheinen sich gerade zu sortieren.
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  • Day137

    Major League Soccer, Portland Timbers

    August 29 in the United States

    29.08.2019
    Auf dem Weg zum PacificCrestTrail musste ich eine Übernachtung in Portland einplanen. Wie es der Zufall so will, fand an genau diesem Abend ein Fußballspiel der Portland Timbers (Major League Soccer = erste Fußballiga in USA/Kanada) statt.
    Die Stimmung im 21.000 Besucher fassenden Stadion war fantastisch und der FC Toronto zu Gast. Die Fans der Portland Timbers Fans sind wohl die gay friendliest auf der Welt und gehen richtig mit. Das Stadion ist voll mit Regenbogenfahnen und ein schönes Vorbild, dass Profifußball und LGBT funktionieren können. Das Niveau des Fußballspieles lag wohl zwischen 2. und 3. Bundesliga in Deutschland.

    https://www.google.de/amp/s/www.outsports.com/platform/amp/2017/7/25/16014958/katelyn-best-portland-soccer-gay-rainbow-flag-coming-out

    Nach jedem Tor werden Pyro-Fontänen in den Vereinsfarben mit gelben und grünen Pulver in die Luft geschossen. Das Maskottchen ist ein Holzfäller und von einem vorbereiteten Baumstamm wird bei jedem Tor eine Holzscheibe abgesägt. Der hält das anschließend hoch, wie die Meisterschale bei uns und das Stadion flippt aus :) Die Portland Timbers haben an diesem Abend mit 2:0 gewonnen.

    31.08.2018
    Bei Ankunft in Sisters/ Oregon war die gesamte Umgebung wieder in dicken Smog gehüllt. Gerade vor ein paar Tagen sind Feuer in der Nähe ausgebrochen und der Rauch zieht in Richtung Stadt. Die Brände liegen glücklicherweise außerhalb des PacificCrestTrail und der Weg nach Norden ist offen. Heute hatten wir dann blauen Himmel und kein Rauch mehr in der Luft. Die Windrichtung wird in den nächsten Tagen über die Luftqualität entscheiden. Morgen früh werde ich von Trail Angel "Gretchen" zurück an den McKenzie Pass gefahren und es geht weiter auf dem PacificCrestTrail.
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  • Day134

    Yacharts/ OregonCoastTrail (Mile 168)

    August 26 in the United States

    22.08.2018
    Ich habe gestern einen Grauwal vielleicht 100 Meter entfernt beobachten können. Die Küste vor Depoe Bay muss unglaublich tief sein. Die Wale kommen sehr nahe an die felsige Küste geschwommen. Es werden viele Walewatching Touren angeboten, aber eigentlich kann man sich das Geld sparen.
    Die gesamte Küste zwischen Depoe Bay und Newport wimmelt von Grauwalen. Überall sieht man die Fontänen der Wale, die riesigen Walrücken beim Auftauchen und zum Schluss die finale Schwanzflosse, bevor der Wal wieder tief im Ozean verschwindet.

    25.08.2018
    Heute ist so einiges passiert. Beim Frühstück hat mir Chris eröffnet, dass er die letzten Tage auf dem Trail gerne alleine laufen möchte. Ich hatte ihn direkt an seinem ersten Tag auf dem OregonCoastTrail getroffen und er benötigt ein wenig Zeit für sich alleine.
    Kann ich gut nachvollziehen. Am Anfang des PacificCrestTrail habe ich ebenfalls Abstand gesucht und wollte erstmal wenig Ruhe zum Nachdenken haben. Wir beide hatten eine wirklich gute Zeit in den letzten Tagen/Wochen und sind Freunde geworden. Chris war dieses Jahr auf Italienreise und vielleicht sieht man sich in Deutschland bald wieder.

    Ich bin alleine weitergezogen und habe in der Bücherei ein paar Infos für den weiteren Trail benötigt. Der OregonCoastTrail wird ab Yacharts schwieriger. Es gibt keine lokale Buslinie mehr, um längere Straßenabschnitte zu überspringen. Die Tagesetappen werden länger, die Anzahl der State Parks zum Übernachten weniger und ich bin wieder alleine unterwegs.

    Plötzlich kommt eine Nachricht von Melanie aus Endingen rein. Sie war am letzten Wochenende auf den PCT-days in Cascade Locks (Oregon/Washington Grenze) und ist die letzten Tage südwärts bis Timberline Lodge auf dem PCT gewandert. Die Smogbelastung ist anscheinend weniger als erwartet. Ich habe anschließend nochmal die Smogkarte für Oregon gecheckt und für den nördlichen Teil des PCT in Oregon besteht Stufe gelb (moderat). Die gesendeten Bilder von Melanie aus dem Norden Oregons sehen super aus.

    Ich habe noch drei Wochen Zeit bis Abflug Seattle und eine Rückkehr auf den PCT wäre jetzt möglich.
    Meine Entscheidung habe ich bereits getroffen und die Bustickets nach Sisters/Nord-Oregon sind für Donnerstag ab Portland gebucht. Abfahrt 06:00 Uhr morgens und ich freue mich schon jetzt auf die lange Nacht im Greyhound Terminal in Portland ...

    Ich werde den PacificCrestTrail anschließend vom Santiam Pass nach Cascade Locks, in nördlicher Richtung, laufen. Eine Entfernung von 150 Meilen, um mich nochmals anständig vom Trail zu verabschieden. Auf der "Brücke der Götter", zwischen Oregon und Washington, werde ich den Trail dann endgültig verlassen. Für Cheryl Strayed ("Wild" Hollywoodfilm/ Bestsellerbuch) war die "Bridge of the gods" das Ziel ihrer Wanderung und gleichzeitig der Wendepunkt in eine gute Zukunft gewesen ... da sollte doch noch etwas von der guten Energie für mich übrig sein ;-)

    26.08.2018
    Ich treffe an der Küste viele interessante Menschen und möchte noch einen kleinen Abschnitt dafür reservieren. Die letzten Tage sind uns zwei Franzosen mit dem Fahrrad entgegen gekommen. Beide sind auf dem Weg von Alaska nach Ushuaia/ Feuerland und biken die "Panamericana". Die zwei Radler sind nur einen Tag von einander entfernt, kommen aus dem selben Land, haben die gemeinsame, riesige Strecke vor sich und sind sich bisher nicht persönlich begegnet. Luc kommt aus einem kleinen Ort in den Pyrenäen und hat die letzten 20 Jahre als Selbstversorger gelebt, Schafe gehalten, Obst, Gemüse und Käse produziert. Er ist ein Einzelgänger und hat als junger Bursche bereits in der Karibik und Französisch-Guayana gelebt.

    Die State Parks in Oregon beherbergen aufgrund der günstigen Übernachtungsmöglichkeiten auch viele Obdachlose. Wenn man zu Fuß oder Fahrrad einen StateParkCampground erreicht, darf man nicht abgewiesen werden. Maximal drei Nächte sind erlaubt und muss dann weiter ziehen. Nach 4 Tagen hat man erneut das Recht auf einen Hiker/Biker Campsite für USD 8,- die Nacht. Da die Parks nahe beieinander liegen, bewegen sich die Obdachlosen die gesamten Saison zwischen den Campingplätzen der State Parks. Ein sicherer, legaler Ort zum übernachten und sanitäre Einrichtungen zur Körperpflege.

    Ich sollte mir zu Hause in Deutschland viel öfter die Zeit nehmen, mit den Obdachlosen ins Gespräch zu kommen. Wenn Ihr glaubt, dass meine Reise hier ein Abenteuer ist, dann solltet Ihr die Geschichten dieser Menschen hören (bei Flüchtlingen wird es ähnlich sein). Steven ist Ende sechzig und sein rechtes Auge ist eine große Wunde. Aufgrund eines Unfalls hat er sich das halbe Auge ausgestochen. Wegen der fehlenden Krankenversicherung kann er die Wunde nicht fachmännisch behandeln lassen und so plagt er sich seit langer Zeit behelfsmäßig damit herum. Trotzdem strahlt dieser Mensch eine tiefe Zufriedenheit aus. Er rezitiert Shakespeare und seine Werte von Liebe und Mitgefühl kommen aus einer tieferen Quelle. Er ist ohne Geld durch viele Länder dieser Erde getrampt. Hat sich vor vielen Jahren durch Zeitungsverkauf ein Flugticket nach Paris gekauft und ist von Frankreich bis Indien gereist. Er übernachtete unter freiem Himmel, in Klöstern und Ashrams. Arbeitete in Israel und hat sich Ärger in Pakistan eingefangen ... irgend eine Frauengeschichte. Ich möchte die Begegnungen im Blog festhalten, damit ich zukünftig nicht vergesse auf diese Menschen zuzugehen. Sie können einem viel zurück geben.

    Chuck (ca 65 Jahre) war in den 70ern bei der US-Army in Hessen stationiert und spricht gutes Deutsch. Er fährt mit dem Fahrrad ebenfalls zwischen den StateParks umher. Zwischen Sonntag und Dienstag ist er immer in der Umgebung "Waldport" unterwegs. Dort gibt es an den drei Tagen das billige amerikanische Bier für USD 1,50 und er kann kräftig zugreifen. Er ist heute schon losgezogen und ich werde bei dem Preis auch mal auf ein Bierchen vorbei schauen. Chuck haben wir das erste Mal vor einer Woche auf einem anderen Campingplatz getroffen. Er ist super gebildet, weit gereist und die Unterhaltung ist immer bestens. Zum Beispiel hatte die amerikanische Armee während/nach dem Vietnamkrieg Deutschland als Zwischenstation Ihrer verhaltensauffälligen Soldaten genutzt. Die Jungs waren so voll Adrenalin aus den Kriegsgebieten, dass sie teilweise nicht direkt nach den USA zurückkehren durften. Die Armeeführung hatte Angst, dass diese in der Heimat bei der kleinsten Streitigkeit zu einer Waffe greifen. Und die waren immerhin geschulte Profis im Kampf. Also wurden diese Soldaten nach Kriegsende erstmal nach Deutschland versetzt. Friedliches Land, gutes Essen, gutes Bier und ein Ort zum "runter kommen". Chuck kann stundenlang solche Geschichten erzählen. Heute Morgen hatte er uns Frühstückskaffee gekocht und wir sollen nichts zum Abendessen kaufen. Er möchte Spaghetti machen ...
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  • Day128

    Lincoln City/OregonCoastTrail (Mile 112)

    August 20 in the United States

    Jetzt sind wir seit über einer Woche auf dem OregonCoastTrail unterwegs und die Natur ist wunderschön bis spektakulär. Leider ist die Küste trotz Trockenzeit meistens bewölkt und diesig. Wir haben maximal 20% Sonnenschein und trotzdem ist es jede Minute wert an die Küste Oregons zu reisen. Dieser Teil der Reise wird zu meinen Highlights der gesamten Auszeit zählen. Sollte es allerdings irgendwann anfangen zu regnen, dann würde das hier schnell ungemütlich werden.

    Wir kommen regelmäßig an Küstenorte vorbei, um einkaufen zu können. Das ist ein enormer Vorteil gegenüber dem PCT und wir können unseren Rucksack deutlich leichter packen. Nach einem langen Tag laufen an einem kleinen Markt anzukommen und einen Kaffee und Eiscreme zu kaufen ist das Größte :)

    Ich habe ja bereits geschrieben, dass ich glücklicherweise nicht mehr alleine wandern muss. Chris aus Vancouver ist ebenfalls in südlicher Richtung auf dem OregonCoastTrail unterwegs und wir verstehen uns prima. Er ist Designer für Fertighausmodule und gerade dabei sich selbständig zu machen. Chris hat bis Anfang September Zeit und wir sind gerade dabei eine Route auszuarbeiten. Wir wandern derzeit die schönen Etappen des OregonCoastTrail. Wenn unsere Reiseführer lange Straßenabschnitte anzeigt , dann überspringen wir den Teil und nehmen den Bus. Aus diesem Grund sind die Meilenangaben in der Überschrift nicht unsere tatsächlich gelaufenen. Ich denke, dass wir cs 30% der Strecke mit dem Bus und per Anhalter springen.
    Vielleicht mieten wir am Ende des Trails ein Auto und fahren für ein paar Tage in den „Redwood N.P.“ in Nordkalifornien. Seine Freunde haben den Nationalpark als „Best of Westcoast USA“ bewertet.

    Seit gestern sind wir sogar zu dritt. Desiree aus Portland (Flugbegleiterin) wandert für zwei Tage mit uns, bevor es für Sie nach Hause geht. Das wars dann auch schon mit Wanderern hier. OregonCoastTrail-hiker sind eine seltene Spezies und wir treffen unterwegs viele Radfahrer.
    Übernachtet wird hauptsächlich auf Campingplätzen in State Parks. Es gibt spezielle Hiker/Biker Abschnitte und eine heiße Dusche. Abends findet in den Parks immer eine Informationsveranstaltung statt und ich kenne mich jetzt mit den Pflanzen und Eulen an der Westküste ein bisschen besser aus. Wir hatten auch einen Abend einen professionellen Geschichtenerzähler, der uns Stories und Märchen der American Native People (Ureinwohner/ Indianer) erzählt hat.

    Wir sind gerade in Lincoln City ankommen und ich bin überwältigt von der Gastfreundschaft der Menschen hier. Der Bus am frühen Morgen hat uns im Stich gelassen und ist nicht erschienen. Denise, eine Lehrerin im Ruhestand hat uns nach langem Warten immer noch an der Bushaltestelle entdeckt und die halbe Stunde nach Lincoln City reingefahren. Sie hat kein Geld angenommen und wollte alle Geschichten vom Trail von uns hören. Jetzt stehe ich gerade irgendwo in dieser ausgedehnten Stadt und habe in einem Geschäft nach dem Weg zur Post gefragt. Ich muss doch meinen neuen Rucksack bei der Post abholen und anschließend einen UPS-store finden, um den alten Rucksack zu REI zurück zu senden. Die Frau greift in Ihre private Handtasche und zieht vier Bustickets á USD 1,- Wert heraus. Zusätzlich schenkt Sie mir Ihren persönlichen Busfahrplan und zeigt mir die nächste Bushaltestelle. Wieder wird kein Geld angenommen, um wenigstens die Bustickets zu bezahlen. Ich bin gerade echt geplättet, von soviel Hilfsbereitschaft . Was auch immer noch auf dieser Reise passieren sollte, die Gastfreundschaft die ich in den letzten Monaten in den USA erleben durfte, werde ich diesen Menschen hier nicht vergessen. Ich habe in Südkalifornien sehr viele TrailMagics erleben dürfen. Unzählige Male wurde ich per Anhalter auf Straße und sogar zu Wasser mitgenommen. Ich habe im privaten Gästezimmer übernachtet und durfte vier Wochen bei Terrie in Casa de Luna meinen verstauchten Knöchel auskurieren. Die Bewohner an der Westküste leben große menschliche Werte vor - DANKE!
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  • Day125

    Pacific City/ OregonCoastTrail (Mile 92)

    August 17 in the United States

    ... sorry, der Text hat sich verabschiedet.
    Nächstes Mal passe ich besser auf.

  • Day121

    Cannon Beach/ OregonCoastTrail (Mile 30)

    August 13 in the United States

    Der erste Tag auf dem OregonCoastTrail beginnt erneut mit einer dicken Nebelschicht über dem Meer. Der Strand auf den ersten Kilometern ist je nach Gezeiten und Meereshöhe vielleicht 250 Meter breit. Autofahren ist am Strand erlaubt und die Locals kommen mit Ihren großen Geländewagen bis direkt ans Meer gefahren.

    Das Wandern am Meer ist anstrengender als erwartet. Auch auf dem feuchten und vermeindlich festerem Sand tun sich meine Beine mindestens genauso schwer, als ein vergleichbarer Abschnitt in Wüste oder Berge. Dafür werden meine Tagesetappen sehr moderat ausfallen und ich laufe keine großen Distanzen mehr.

    Habe meine erste Nacht am Strand gut geschlafen. Mein Buch verzeichnet legales Camping an bestimmten Strandabschnitten. Mehrere Einheimische haben mir empfohlen, mein Zelt in die Dünen hinein aufzubauen. Besserer Schutz vor erhöhtem Meeresspiegel bei Flut oder "Sneaker Waves". Nachts aus dem Zelt zu kriechen war ein besonderes Erlebnis. Am Horizont konnte ich die Beleuchtung der Schiffe/ Fischerboote auf dem Ozean sehen und weit entfernt die Lichter von Ortschaften erkennen. Der Himmel über mir war sternenklar ... wow, ein magischer Moment.

    Am ersten Abend des Campingplatz gab es eine Informationsveranstaltung der US-CoastGuard über Gefahren an der Küste Oregons. Sneaker Waves (heimtückische Wellen) kommen eher im Winter vor und sind plötzlich auftretende Riesenwellen, die weit in die Strandabschnitte reinrauschen können. Auch das Baden im Meer ist mit Vorsicht zu geniessen. Es gibt sogenannte "Rip Currents". Das sind Meeresströmungen, die einen weit ins offene Meer hinaustreiben können. Niemals gegen anschwimmen und die wertvolle Kraft vergeuden. Sich mit der Strömung raustreiben lassen und dabei versuchen seitlich nach rechts oder links schwimmend die Strömung zu verlassen. Irgendwann ist man aus dem Sog draußen und man kann einige hunderte Meter weiter zurück an den Strand schwimmen. Alles reine Theorie, denn das Wasser hier ist eiskalt. Nach einer Minute mit den Füßen im Wasser fangen diese an, vor Kälte zu schmerzen. Die Badehose hätte ich mir für Oregon sparen können.
    Als letztes ist eine Gezeitentabelle für Wanderungen bei Ebbe unbedingt erforderlich. Je nach Küstenabschnitt kann einen die Flut innerhalb weniger Minuten, auf einem der außenstehenden Felsen, isolieren. Immer Handy dabei haben und die CoastGuard 911 holt einen mit Schiff oder Helikopter im schlimmsten Fall raus.

    Meine gesamte Ausrüstung ist bereits nach einem Tag am Meer feucht und klamm. Aufgrund des Dauernebels habe ich keine Möglichkeit die Sachen inkl. Schlafsack auszutrocknen. Es ist unangenehm am Morgen in feuchte Kleidung zu steigen und abends in den feuchten Schlafsack zu kriechen. Trotzdem muss ich nicht frieren und es ist gutes Wetter für die kommenden Tage gemeldet.

    Wasser ist auf dem Trail ein Problem. Mein Buch ist in diesem wichtigen Punkt unzureichend beschrieben. Man weiß nie genau, wo und wann es wieder Wasserstellen gibt. Ein Rucksack mit 3 Litern mehr oder weniger Wasser macht aber einen erheblichen Unterschied bei Wandergeschwindigkeit und Planung (z.B. zwei Nächte am selben Ort übernachten).

    Trotzdem ist es wunderschön am Meer und ich genieße meine Zeit hier. Es wird nie langweilig und die Stimmung am Strand kann sich durch die unterschiedlichen Lichtverhältnisse schnell verändern. Ich bin sehr glücklich, dass ich hier am Meer sein darf :)
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