• Moore und Gutshäuser

    September 15 in Estonia ⋅ ⛅ 16 °C

    Wir bunkern frisches Wasser bevor wir abfahren und halten ganz in der Nähe bei einigen fast 3000 Jahre alten Steinkistengräbern. Hier wurden einige Skelette und Grabbeigaben aus der späten Bronzezeit freigelegt, und wir fragen uns was es wohl von uns noch in 3000 Jahren geben wird.

    Am Weg durch die Moore, die nun häufiger werden, stoppen wir kurz bei einem Wasserfall, dessen gelbschwarze Farbe vom nahen Moor zeugt. Danach machen wir eine kleine Wanderung durchs Viru Moor. Ein schön angelegter Holzsteg führt und zu einer Aussichtsplattform mit herrlichem Ausblick.

    Bevor wir die Küste nochmal streifen besuchen wir zwei ehemalige Gutshäuser. Besonders das erste, in Palmse, errinnert eher an ein kleines Schlösschen, und man sieht immer wieder, dass hier früher deutsch gesprochen wurde.

    Wir halten noch bei der Ruine der Burg Toolse, um die sich viele Legenden ranken und steuern unseren heutigen Campingplatz an.

    Dieser präsentiert sich erstmal geschlossen. Als ich eine illustre Männerrunde in der Nähe danach frage, ruft einer den Besitzer an und drückt mir sein Telefon in die Hand. 😅 ich verstehe etwas von „in 20 Minuten“
    Kurz darauf habe ich ein Bier in der Hand, und einer der, wie sich herausstellte, Jäger holt eine 3-Literflasche Selbstgebranntem 😂 Erst werde ich gefragt ob ich morgen mitarbeiten möchte, sie bauen grad einen Lift und eine Skipiste auf dem 300 Meter hohen Hausberg, oder ob ich morgen einen Bären oder Elch schießen möchte. 🤣 ich lehne beides dankend ab.

    Dann kommt der Campingplatzbetreiber, stellt den Strom an, sperrt die Duschen auf, und verschwindet wieder. Auch die anderen lassen uns bald alleine mitten im Wald. 🥲

    Nachtrag: einer der Jäger kommt zurück und bringt mir 2 Dosen Elchpastete und selbst gefangenen und geräucherten Lachs und noch ein paar Bier vorbei. Nachdem er nichts dafür will, gebe ich ihm eine Flasche österreichischen Wein als Austausch. 🙂
    Read more