Tag 5: Buenos Aires bis La Plata
September 25 in Argentina
☀️ 22 °C
Se hace camino - sinngemäß könnte man es mit „Der Weg entsteht unterwegs“ übersetzen. Dass gerade dieser Satz Teil des Titels dieser Reise ist, hat einen Grund. Wenn uns jemand nach einem Motto unserer Reisen fragen würde, beschreibt es dieser Satz wohl am ehesten. Sind wir unterwegs, haben wir zwar meist ein entfernteres Ziel vor Augen, wie wir aber dort hinkommen und was wir in der Zwischenzeit erleben, das bleibt offen. Diese Art der Reise birgt sehr viel ungeplanter Situationen und in gewisser Weise auch Unsicherheit, aber auch eine Freiheit, die es uns erlaubt spontan jede Situation mitzunehmen. Sind wir innerhalb von Städten unterwegs kann sich die Route zum Beispiel von Komoot gut und gerne mal ändern.
Doch heute ist es anders.
Am Morgen verabschieden wir uns von Lee und Julia und fahren mit den Fahrrädern dann in die Innenstadt. Wegen der vielen Ampeln dauert es aber leider sehr lange. Irgendwie scheinen sie immer genau dann rot zu werden, wenn wir kommen.
Dann müssen wir uns genau an die Route halten, denn wir begeben uns in heiklere Gebiete. Als wir dort aber dann angekommen sind, fühlt es sich für uns gar nicht so heikel an. Zugegeben bewegen wir uns nur auf den großen Straßen, was also hinter den Kulissen auf den kleineren Straßen passiert, bleibt uns verborgen. Von dem, was wir vorher so über diese Gebiete gehört haben, sind wir also erst mal ziemlich angespannt. Mit der Zeit, in der es aber immer gewohnter wird, entspannen wir uns mehr und mehr. Wir vergleichen die Region immer wieder mit dem, was wir auf unserer letzten Tour erlebt haben. Wenn wir uns allein an die Fahrt vom Flughafen von LA zu unseren Warmshowers-Hosts zurückerinnern, haben wir uns damals viel unsicherer gefühlt.
Ein anderes Phänomen, was wir wieder erleben und schon aus anderen Ländern kennen. Sobald wir einmal die Stadt verlassen werden die Menschen viel freundlicher und aufmerksamer. Ganz oft bekommen wir einen Daumen hoch gezeigt, andere winken uns zu, sprechen uns an, möchten etwas über unsere Route erfahren oder lächeln einfach nur freundlich. Auf der ganzen Strecke haben wir nicht eine merkwürdige Erfahrung gemacht.
Nach ungefähr zwei Dritteln der Strecke kommen wir an einen größeren Park und machen erst mal Mittagspause. Im Park sind viele argentinische Familien, die Campingstühle aufgebaut haben und dort grillen. Auf der Straße an diesem Park vorbei und rein in die Stadt La Plata, wo wir auch hin möchten, fahren unzählige Fahrradfahrer, manchmal ganze Gruppen von 20 Fahrern, manchmal einzelne, aber hauptsächlich Rennradfahrer. Es ist echt verrückt wie viele Fahrradfahrer hier unterwegs sind!
Am Stadtrand von La Plata finden wir viele Outdoor- beziehungsweise Sportläden. Auch wir gehen in einen Outdoorladen, um noch eine Gaskartusche zu kaufen, die wir in der Innenstadt nicht gefunden hatten. Die Verkäufer sind super freundlich und total hilfsbereit.
Nach einem kurzen Abstecher zum Stadion von Maradonna fahren wir zu unserer gebuchten Unterkunft. Als wir vor dem geschlossenen Tor stehen, schauen wir in unsere Nachrichten und merken, dass die Vermieterin der Unterkunft uns versucht hatte zu kontaktieren. In den Nachrichten steht, dass der Check-In nur bis 15:00 Uhr geht. Jetzt ist aber mittlerweile schon 17:00 Uhr. Bei späterem Check-In muss man noch mal umgerechnet etwa zwölf US-Dollar mehr zahlen. Das ist echt ärgerlich! Aber von jetzt an werden wir häufiger auf das Handy schauen. Wir müssen noch ein bisschen warten, dann bekommen wir den Schlüssel zur Wohnung gebracht und können sogar die Fahrräder direkt in die Wohnung reinschieben. Wir gehen noch kurz zum Supermarkt um die Ecke, kochen uns etwas und fallen dann müde ins Bett.Read more











Traveler
So kenne ich das auch, die Aufzüge zu klein fürs Fahrrad