Tag 16: Juan Cousté bis Río Colorado
October 6 in Argentina
🌧 16 °C
Heute ist unser Tag!
Nach typisch argentinischem Frühstück (und zugegeben noch einem zweiten Radlerfrühstück auf dem Zimmer, damit wir auch satt werden) geht es los.
90 km liegen vor uns. Da heute aber leichter Rückenwind weht, ist diese Strecke deutlich leichteres bewältigen, als die der letzten zwei Tage. Weil die möglichen Zeltplätze hier jetzt nicht gerade zu den angenehmsten zählen (die Straße ist ja doch noch sehr nah und die vorbeifahrenden LKWs ähneln teilweise startenden Düsenjets), ziehen wir es vor nach Möglichkeit in Unterkünfte zu gehen. Und die nächste gibt es nunmal erst wieder in 90 km.
Auf der Straße ist zum Glück noch nicht so viel los und mit dem leichten Wind von hinten lässt es sich angenehm radeln. Wir verlassen die Region Buenos Aires und erreichen La Pampa, die ihrem Namen auch alle Ehre macht.
Wir kommen sehr gut voran und haben die Hälfte der Strecke schon nach zweieinhalb Stunden geschafft. Weil es leicht zu regnen beginnt, machen wir unsere Mittagspause unter einem Baum neben dem Eingang zu einem Gaskraftwerk.
Gerade als wir weiterfahren wollen, setzt stärkerer Regen ein. Wir sind nur kurze Zeit wieder auf der Straße, als sich unser Blatt wendet. Gerade noch haben wir die LKW-Fahrer gelobt und genossen, dass sie abbremsen und angenehm überholen. Doch seit der Regen stärker ist, fahren manche (die meisten fahren immer noch sehr gut!) an uns vorbei, als seien sie auf der Flucht. Dabei müssten doch eigentlich wir, dauerhaft dem Regen ausgesetzt, die Nerven verlieren. Einige Male fahren wir sicherheitshalber in den holprigen, grasigen Straßengraben, damit wir genug Abstand zu den vorbeidonnernden LKWs haben.
Wir sind echt froh, als wir den Ort Rio Colorado erreichen und bei unserem kleinen aber feinen Häuschen angekommen sind. Von gegenüber kommt direkt die Vermieterin aus dem Haus und erklärt uns alles. Sie spricht ausschließlich Spanisch, aber durch zeigen und kombinieren, verstehen wir doch recht gut, was sie uns mitteilen will.
Bevor sie uns der Organisation unserer nassen Kleidung überlässt, bietet sie uns noch selbstgebackenes Brot an. Kurze Zeit später kommt sie mit diesem, sehr schön verpackt, und einem Teller Pfannkuchen und einem Glas Dulce de Leche herüber. Sehr goldig!
Nachdem wir uns gut aufgewärmt und geduscht haben, gehen wir abends noch in eine Bar, die uns von der Tochter der Vermieterin empfohlen wurde. Heute ist schließlich das letzte Spiel des Lionel Messi in der argentinischen Nationalmannschaft und das wollen wir im Kreise von mitfiebernden Argentiniern schauen.
Relativ trocken kommen wir dort an, bestellen eine Pizza, Honigbier und einen Himbeercocktail und schauen uns das Spiel an. Viel ist allerdings nicht los.
Nach dem Spiel kommen wir noch mit Emanuel ins Gespräch. Er ist der Barkeeper hier und spricht sehr gut Englisch. Er erzählt uns, dass er in Bahia Blanca Kunst und Geschichte auf Lehramt studiert hat, durch Corona aber wieder in die Heimat geschickt wurde und nicht weiter studieren konnte.
Er hat ein enormes Wissen über Argentinien und generell auch die Politik und Geographie der Welt.Read more
















Traveler
Was sind die schwarzen Taler?
TravelerDas sind Schokokekse mit Karamell
Traveler
Die Straßen sehen mal gut aus
Traveler
Wow, sieht lecker aus