Tag 22: RP 60 bis Puerto Madryn
October 12 in Argentina
🌬 18 °C
In der Nacht regnet es leicht auf unser Zelt. Eigentlich ein angenehmes Geräusch, wären da nicht die Gedanken, die einen vom Schlaf abhalten. Regnet es wenn wir losfahren immer noch? Hoffentlich ist der Regen dann nicht zu stark!
Nach unserem Frühstück strecken wir uns also nochmal kurz aus. Bei Regen das Zelt abbauen, muss wirklich nicht sein.
Wegen des heutigen Feiertags, dem Tag des Respekts der Kulturellen Vielfalt, ist wahrscheinlich weniger auf der Ruta 3 los. Es rollt ganz gut, trotz des wegfallenden Seitenstreifens. Neben der Straße entdecken wir dann das erste Mal Guanakos, argentinische Lamas, die vor uns flüchten. Das haben wir schon häufiger festgestellt: Die Autos und LKWs können noch so laut sein, wir sind für jegliche Tiere aber am furchteinflößendsten.
Bei unserer Mittagspause, nur 23 km vor unserem Ziel, fragt uns dann ein Mann, der auf der gegenüberliegenden Straßenseite wohnt, ob es uns gut geht und ob wir etwas brauchen. Wieder einmal unfassbar freundlich und aufmerksam!
Durch den weiteren Rückenwind sind wir recht schnell und nehmen dann noch eine Abkürzung querfeldein, die mal eine sehr angenehme Abwechslung bietet. Wohin wir abkürzen? Bevor wir nach Puerto Madryn hinein und zu unseren ersten argentinischen WarmShowers Hosts fahren, wollen wir noch an die Atlantikküste und zwar nicht ohne Grund. Dort an der Küste und in der gesamten Bucht soll es nämlich Wale geben. Und da wir unsere Chancen erhöhen wollen, die seltenen Tiere zu sehen, fahren wir heute schon vorbei.
Von weitem können wir schon auf das Meer blicken und als Lukas ein erstes Platschen sieht, beschleunigt sich sein Tritt und er rast davon. Zwar nur ein Stück, aber ich muss alle Kraft zusammen nehmen, um dran zu bleiben.
Beim ersten Walbeobachtungspunkt halten wir dann direkt an und trauen unseren Augen nicht. Nicht ein, nicht zwei sondern gleich mehrere Wale sind zu entdecken. Immer wieder schießen die Buckelwale ihre Fontänen in die Luft. Andere winken mit ihren seitlichen Flossen und wedeln mit ihrer Schwanzflosse. Ganz im Gegensatz zu unseren Erwartungen sind in der Bucht überall Wale zu entdecken. Wir sind einfach perplex!
Wir können uns kaum von ihrem Anblick lösen, aber da unsere Hosts warten, fahren wir dann doch irgendwann.
Santiago alias Santi (45) war schon auf mehreren Touren in Europa und Amerika unterwegs und lebt jetzt mit Mar (44) und deren zwei Söhnen Baltasar (16) und Christiano (15) zusammen. Mar spricht als ehemalige Englischlehrerin gut Englisch und so fällt die Kommunikation auch mit ihr leicht. Sie Jungs sind unglaublich freundlich und zuvorkommend und auch sie zögern nicht, sich im Englischen zu versuchen. Insgesamt haben wir einen sehr schönen Abend zusammen!Read more














