Huch, was ist denn unter meinem Zelt? 🦂
14 maggio, Stati Uniti ⋅ ☀️ 16 °C
Um 5 Uhr packte ich mein Zeug zusammen — und siehe da: Was lag unter meinem Zelt? Ein Skorpion! Leider verschwand er so schnell, dass ich kein Foto machen konnte. Ihr müsst mir also einfach glauben.
Nachdem ich fertig gepackt hatte, ging ich zu Brad und fragte ihn, ob er zusammen mit mir loslaufen wollte. Er entschied sich allerdings dazu, nur bis zum nächsten Highway zu gehen und von dort aus in eine kleine Stadt zu fahren. Er wollte einen Pausentag einlegen, um sich zu erholen, seine Blasen zu behandeln und seine Isomatte zu reparieren, die in der Nacht kaputtgegangen war.
So lief ich also alleine weiter.
Im Laufe des Tages war ich einerseits traurig darüber, nun ohne Wanderpartner unterwegs zu sein, andererseits aber auch erleichtert. Ich hatte mit Brad eine tolle, wenn auch kurze, Zeit, aber sein massiver Drogenkonsum löste in mir zunehmend Bedenken aus.
Direkt bei Sonnenaufgang hatte ich schon wieder das Vergnügen mit einer Klapperschlange. Diese verfluchten Dinger sehen einfach exakt aus wie die Kuhfladen, die hier überall herumliegen! Besonders morgens und abends muss ich deshalb extrem aufmerksam sein. Später am Abend warnte mich erneut eine Klapperschlange davor, ihr zu nahe zu kommen. Ich wollte eigentlich nur ein Landschaftsbild machen und war ihr dabei wohl etwas zu nah gekommen.
Heute schaffte ich insgesamt 31 Meilen. Allerdings war ich am Abend, als ich zwischen zwei Felsen meine Ramen aß, völlig fertig. Deshalb entschied ich mich spontan, genau dort mein Zelt aufzuschlagen.
Tagsüber führte der Weg durch endlose Steppe, ohne jeglichen Schatten und mit starkem Gegenwind. Ich war komplett durch. Deshalb beschloss ich, am nächsten Tag eine Nacht in der Econo Lodge in Lordsburg zu verbringen. Ich hatte einfach Lust auf McDonald’s. Außerdem war ich komplett klebrig vom Schweiß und meine Haut juckte inzwischen überall. Ich sehnte mich einfach nur nach einer Dusche.
Learnings aus dem ersten Abschnitt:
Die Kombination aus meinen Altra Lone Peaks Schuhen und den dünnen Laufsocken von Darn Tough funktioniert für mich in der Wüste bisher perfekt. Ich hatte auf dem gesamten Abschnitt nur eine einzige Blase.Leggi altro




























