Le Doubs nach Les Brenets
23 Mei, Swiss ⋅ ☀️ 19 °C
In unserer Kapelle ist heute Früh schon eine Menge los. Unsere Kapell-Nachbarin ist gegen 05:45 aufgestanden, um draussen ein paar Fotos der weißen Steinwände zu schiessen. Bei uns gibt es um 06:30 das typische Geräusch des Gaskochers, gefolgt von leckerem Kaffeegeruch. ☕️ In der Zeit wird auf der anderen Seite des Raume bereits der Rucksack ready gemacht und um 06:50 heißt es „Bonne route“! Bye Bye. happy Trails für dich auf deinem Weg nach Wissenbourg!
Nach dem gestrigen Tag muss heute definitiv ein zweiter Kaffee rein! Los geht es dann für uns gegen 08:30. Wir kommen genau 300 Meter weit, dann treffen wir wie erhofft auf das Schild es Food Trucks. Ja, für die üblichen Öffnungszeiten sind wir zu früh, aber neben der Klingel, die auf das Schild geklebt wurde steht: „Klingen, ich wohne direkt neben an“. Okay, nichts einfacher als das! Es klingelt, der Hund kommt angerast und bellt. 🐾 Der Zaun stoppt den Hund. Und hier wieder die Frage, wenn kein Zaun da wäre, würde der Hund das selbe machen??
Eine junge, gerade aufgewachte Frau, eilt zu uns auf die Straße. Wir können ihr 1,5 Liter Wasser und 2 Panini‘s aufs Auge drücken. Im Gegenzug drück sie uns 17 Euro rein. Passt.
Merci für den Service!! 🤤
Heute geht es den gesamten Tag am Le Doubs entlang. Früh am Morgen ist es schon sehr warm und wir können erahnen, was noch kommt. Unsere Beine sind schwer und so schleichen wir durch den schönen Canyon. Leider teils durch Forstarbeiten aufgehellt.
Ca 10 Km bis zur nächsten brauchbaren Wasserquelle, so lange müssen wir laufen, das hatte uns am Abend die ältere Dame mitgegeben. Die Quelle ist so in unseren Karten nicht verzeichnet. Der Le Doubs wird immer wieder gestaut und es reihen sich ein paar Wasserwerke den Weg entlang auf.
Plötzlich stehen wir vor einer fast senkrechten Leiter. Schrill, damit hatten wir nicht gerechnet. Kein Problem, nix wie hoch. Immer wieder gibt es tolle Ausblicke auf die gegenüberliegende Seite, die mit schroffen sehr hellen Felsen auf sich aufmerksam macht. Mittlerweile ist es schlicht weg heiß. Wind gleich Fehlanzeige!
Wir erreichen nass geschwitzt und klebrig eine Hütte mit einer Quelle. Bänke und Tische stehen im Schatten unter einem großen Ahorn und warten auf unsere Pause. Schnell die Klamotten vom Leib und waschen was nur geht. Hier ist Hochsommer. Unzählige Insekten fliegen durch die Luft, am Boden huschen Käfer und Ameisen herum. Hummeln suchen im Tiefflug jeden Zentimeter und jede Pflanze ab. Die Abkühlung tut sehr gut. Erst einmal essen und trinken, etwas ruhen und den Ort wirken lassen. Schön hier! Und sehr ruhig!
Wie folgen weiter dem Trail entlang der Steilküste, der Weg erfordert, möchte man schnell sein, etwas Konzentration, da viele Steine, groß oder klein rum liegen. Wir möchten trotz Schnelligkeit nicht umknicken, ne!
Wir erreichen eine nächste Bank mit Tisch, einfach so mitten am Weg. Irgendwie unerwartet! Schnell sind unsere Schaummatten ausgelegt, Schuhe aus und schon liegen wir. Wir schlafen kurz ein. 15 min später, stehe ich ( Alex) auf und fange an die Sachen wieder zusammen zu packen, da saust ein faustgroßer Stein aus der Felswand an der wir liegen, mit einem Knall auf meine Liegefläche, wo noch meine Schaummatte liegt. Der Stein zerspringt auf der Holzbank in mehrte Stücke und hinterlässt ein Loch in meiner Matte. PUH! Wenn das mal nicht Glück ist. Vor 30 Sec habe ich da noch gelegen! 🥺Krass! Wir fragen besser nicht was mich dazu veranlasst hat aufzustehen. Ich bin aufgestanden und das war mehr als wichtig!
Der Trail zieht sich und gefühlt dauert es viel zu lange bis wir den Wasserfall „Saut du Doubs“ erreichen. Hier wechseln wir die Flussseite in die Schweiz und starten in die HexaTrek Alternativ Route nach Nyon.
Heute ist Samstag. Sonntag und Montag ist Feiertag und wir müssen unsere Verpflegung der nächsten Tage planen. Einen Supermarkt oder einen kleinen Marché werden wir heute nicht mehr erreichen. Wir gehen rüber in die Schweiz und nehmen im Aussenbereich des Restaurants „Saut du Doubs“ Platz. Es ist wenig los und nach 10 min sind wir die einzigen Gäste. Das Restaurant schließt um 19:00 Uhr, jetzt ist es 17:15. 4 Sinalco, 2 Flammkuchen, 2 Tagliatelle mit Morcheln stopfen wir uns rein. Lecker! Okay, das Abendessen für heute ist gerettet. Am Kiosk/Bar kurz vor der Grenze konnten wir noch 2 Packungen Kekse ergattern. Essen für einen Tag haben wir noch im Rucksack. Fehlt nur noch ein Tag den wir überbrücken müssen.
Um 19:15 Uhr verlassen wir unser Plätze und gehen bergauf Richtung „Les Brenets“, füllen am örtlichen Brunnen vor der Kirche unser Wasser auf und meistern die letzten Höhenmeter zum „Tour Jurgensen“ einem Turm auf rund 980 Meter Höhe, auf dem die Schweizer Flagge thront. Der Turm soll 24 Std. zugänglich sein, doch stehen wir vor verschlossener Tür aus Stahl. Hmmm. 🤷🏼♂️
Der Schlüssel, großer alter Buntbartschlüssel lässt sich zwar drehen aber die Stürze bleibt verschlossen. 20:25 Uhr und wir brauchen einen neuen Plan für die Nacht. Beim Abstieg über die ersten Stufen der Treppe vor dem Turm kommt uns eine Schweizer Familie entgegen. Kurze Zeit später hören wir Stimmen, oben aus dem Turm. Wir gehen zurück und warten bis die Familie auf der doch engen Wendeltreppe am Eingang angekommen ist.
Vielen Dank für‘s öffnen. Tja, Kraft und etwas Gewalt war dann doch notwendig um die Stahltür zu öffnen. Perfekt! Nix wie hoch und die Lage checken. Oben ist Platz für unsere Isomatten. Nice! Die Sonne ist jetzt untergegangen, sicherlich wird keiner mehr den mühsamen Weg hier hoch auf sich nehmen. Wir schließen die quietschende Stahltür und richten uns ein. Wir sind müde vom Tag, genießen noch dein paar Momente die Aussicht und legen uns weg.
➡️ 29,6 Km ⬆️ 773 Hm ⬇️ 335 HmBaca selengkapnya


























Pelancongvielleicht
Pelancong🤦🏻♀️ Gück gehabt 🐞🐞🐞!
Alex und Franzi on trailJa. Das stimmt! 🍀