• Start in Yvoire: die ersten 35 Kilometer

    August 22 in France ⋅ ☀️ 18 °C

    Unsere Fährfahrt nach Nyon dauert gute 20 Minuten. Gut bestückt mit Touristen legen wir am Anleger in Yvoire an. Schon auf dem ersten Metern stapfen wir durch das wirklich schöne alte Dorf. Wunderschön!
    Nach ein paar Metern sehen wir Menschen in pompösen Venezianischen Kostümen mal mehr mal weniger über den Asphalt tanzen. Da bleibt keine Kamera kalt! Die Touristen schleichen um die Kostüme, um den besten Blick für ein Foto zu finden.

    Aber ab der normalen Touristenspiele, zeigt sich Yvoire von seiner schönsten Seite. Die Sonne scheint und die alten Häuser, Türme und auch Schlösser strahlen vor Schönheit. Toll!

    Unser Weg führt uns mal mehr mal weniger am Ufer des Sees Kilometer für Kilometer weiter in Richtung Thonon les Brains. Dem nächsten größeren Ort an dem wir den See verlassen werden um Richtung Berge abzubiegen. Auf diesen ca. 18 Kilometern kommen wir an Freizeitpark ähnlichen Urlaubsregionen, Pferdewiesen, Große Villen aus den 70ern usw vorbei. Zumeist auf Asphalt. Irgendwann wechselt der Trail in einen Ufer-Singeltrail und, komischer Weise, laufen wir fast durch die Gärten der Villen. Ja, das ist auch so gedacht. 😅 Wir kommen an alten Bootsgaragen der Villen vorbei und kühlen selber bei einer ersten Pause unser Füße im See. Herrlich. Aber, wir müssen weiter. Die Kilometer drücken heute etwas. Nach 35 KM sollen wir am ersten Biwakplatz des HexaTrek Stage 2 vorbei kommen.

    Es ist warm aber nicht heiß. Erste Wasserquellen lassen uns im Stich und wir besuchen einen Supermarkt. Cola, Pain au chocolat, Bananen & Äpfel sollen es für die kommende Pause sein. Um einen zweiten Besuch im Supermarkt kommen wir nicht drum rum, da wir das Wasser vergessen haben. Oh man!

    In der zweiten Tageshälfte geht eigentlich nur noch bergauf um zum Ende fast alles wieder runter zu gehen. Moderate Steigungen und vorwiegend breite Wege.

    Da wir heute nicht viel Wasser tragen möchten, nutzen wir alle Wasserpunkte entlang des Weges. Der letzte liegt nach langer Zeit mal wieder auf einem Friedhof.

    Gerade waren wir vom besagten Friedhof auf die letzten KM des Tages aufgebrochen, hallen wichtige Worte durch die frühe Abendluft. Franzi ruft von hinten: „sehe ich da etwa einen Boulangerie Automaten?“. Ganz alleine, an einem Parkplatz. Wir sprinten schon fast die 150 Meter um sicherzugehen das dieser befüllt ist. Und das ist er. Direkt wird ein Baguette für das Abendessen per Aufzug nach unten gefahren. Geil! Um die leckeren, süßen Backwaren schaffen wir es einen Bogen zu machen. Unsere Rucksäcke sind heute am ersten Tag prall gefüllt, das muss erstmal gegessen werden.

    Am Biwakplatz angekommen, sind wir etwas erstaunt das die 35 KM recht einfach durch in 7 Stunden Bewegungszeit durch die Beine liefen.

    Morgen geht es bergauf und wir sind gespannt war alles tolles auf uns wartet.

    Jetzt gibt es Cheese Macaroni!
    PS: gerade haben wir den ersten Löffel gekostet, läuft ein Wildschwein in 8-10 Metern an unserem Zelt vorbei und grunzt. 🙈

    ➡️ 35,1 KM ⬆️ 651 HM ⬇️ 309 HM
    Read more