• Landry nach Col du Palet

    September 4 in France ⋅ ☀️ 15 °C

    Bei bestem Wetter verlassen wir das Apartment in Landry und gehen die paar Meter zum Proxy Minimarkt. Zum Start in den Tag werden 2 Bananen und zwei Croissants geköpft! 2 Packungen Riegel dürfen es noch sein um unterwegs noch einfache Energie aufnehmen zu können. Heute geht es wie gesagt einfach nur bergauf! In der ersten Tageshälfte folgen wir dem Fluss Le Ponturin und durchqueren ein paar kleine schöne Dörfer. Leider wird in Peisey-Nancoix mal wieder eine weitere Seilbahn gebaut und damit weitere tiefe Riefen in den Berg gemetzelt. 🙄

    An der örtlichen Fromagerie kaufen wir, wie üblich auf dieser Tour, Käse und Salami. Zu Hause verarbeiten wir schön länger keine tierischen Produkte mehr und Fleisch wird sehr wenig konsumiert. Auf unseren Wanderungen gehen wir bei diesem Thema einen anderen Weg.

    Die Orte sind hier echt süß mit teils schönen alten Häusern. In der Boulongerie setzten wir uns, trinken Kaffee, essen ein Baguette und ein Pain au chocolate.

    Nach rund 11 Kilometern und einigen Höhenmetern später machen wir eine ausgiebige Pause im Schatten. Die Mittagssonne regiert am sonst so blauen Himmel und heizt uns ordentlich ein. Da wir von gestern noch leicht geschädigt ins Rennen gehen, wollen wir etwas vorsichtig sein.

    Ab jetzt beginnt der Singletrail der uns weiter nach oben bringt. Ein recht hoher Wasserfall begleitet uns auf der anderen Flussseite.

    Wir erreichen den Nationalpark de la Vanoise auf 2.100 Metern Höhe. Ein paar Tagestourer kommen uns noch entgegen, ansonsten sind wir hier ab jetzt alleine. Ruhe kehrt ein und wir können unseren anstrengen Aufstieg genießen. Es ist wirklich schön hier oben!

    Auf 2.330 Metern machen wir nochmals Pause und legen uns in den Schatten auf die Wiese.
    Unzählige Murmeltiere sind auf der weitläufigen Wiese unterwegs, die laut Karte ein See sein sollte, und scheinen etwas zu suchen oder zu essen. Auf jeden Fall sind sie sehr beschäftigt. Ein Greifvogel (leider keine Ahnung um was für ein Tier es sich genau handelt - vllt ein Falke 🤷🏼) ist im Anflug. Der typische Murmeltier Laut hallt lautstark durch den Berg. Alle Murmeltiere heben die Köpfe. Große Tiere stehen fast auf zwei Beinen. Andere rennen und verschwinden in eines der Löcher im Boden. 3-4 Meter über dem Boden gleitet der recht hell gefiederte Greifvogel über die 200 Meter lange Wiese. Schon spannend das so zu sehen.

    Wir gehen weiter. Unser nächstes Ziel ist das Refuge du col du Palet wo wir Wasser brauchen für den Abend und für die ersten Morgenstunden. Die Wasserquelle läuft nur sehr langsam und es stehen 3 Personen drum herum. Die Gäste des Refuges bereiten sich schon auf den morgigen Abmarsch vor. Für 3 Liter braucht es ca 10min. Wir machen rund 4 Liter voll, packen wieder ein und gehen weiter. Das Ende der roten Zone in der wir nicht biwakieren dürfen ist hinter dem Col. Ein paar hundert Meter entfernt, und 75 Neter höher als das Refuge.

    Wir passieren wieder die Nationalparkgrenze. Und ab hier wird wieder gebaut. Lift für Lift usw. usw. Tja, das sind nicht unsere Baustellen. Skifahren darf gerne doppelt so teuer werden und mit dem Mehr an Geld sollten Naturschutzprojekte tatkräftig unterstützt werden. Die Bauherren sollen sich selbsterklärend großspurig daran beteiligen.

    Wir erreichen unseren Biwakplatz. Wir haben noch etwas Sonnenlicht. Also schnell noch die Wärme der Sonne nutzen, waschen und warm anziehen. Wird, denken wir, eine kalte Nacht. Ab morgen sinken die Temperaturen im Allgemeinen etwas, dann wird das laufen hoffentlich wieder etwas entspannter.

    Schön war’s heute!
    We call it a day. Bis morgen!

    Biwak auf 2.638 Meter.

    ➡️ 23,2 KM ⬆️ 1.965 HM ⬇️ 121 HM
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